82
Mut — Nach
Söhne traten in die Dienste verschiedener Potentaten. Ein Ur-Enkel des Philipp Jakob v, M. erhielt von K> Friedrich II. vonPreußen 1745 das 1615 erhaltene adliche Wappen anerkanntund zugleich das Jnkolat in allen preuß. Staaten, worauf solcherbedeutende Güter in Schlesien erwarb, sv. Zedlitz- — Preuß.Wppb. IV. 9Z v. Ledebur, II. 435, sagt, daß der offene Briefvon 1745 ein Adelsdiplom sein.
sv. Ledebur III. 314. — Dorst, schles. Wppb. n. 62. — v. KrahneII. 386-60. - v. HZ
Miitschelnih, Motschclnitz, ein sehr altes schles. Geschlecht,das im I. 1468 zuerst vorkommt und die zwei Güter Münch-und Herren - Mutschelnitz im Wolau'schen besaß, wovondas erstcre an das Stift Lübuß gekommen und daher Münche-M. genannt worden. sSinap l. 65 l—56. — v. Ledebur II. t33. —Sicbmachcr I. 71. B. II. — v. Medlug II. 587. — v. H.s
Mnttcrsdors, eine steyermärk. Familie, die seit 1446 vor-kommt. sSchmntz 661 u. f. — v. HZ
Miittcrsglcich o. Gtcichcnmuth. Der LandschaftSsindikns M.in Oesterreich ob der Enns wurde im I. 1761 mit dem Bei-namen v. G. geadelt. sM. v. M. 232. — v. HZ
Muhet, Friedrich Wilhelm, wurde 1741 geadelt.sR. T- N. RZ
Mmsnriac», Murean, Muurian, Monrcam, Monreal. DieseFamilie stammt aus Monreal und kommt von 1242—1635 vor.Sic waren cöhn'sche und der v. Virneburg Vasallen,sv. Ledebur II. 134-1
Mqciclsius. Die Brüder Josef, Franz, Stanislaus, Theodorund Alfred v. M. im Großhcrzogthum Posen erhielten 1822 diepreuß. Grafenwürde. Das Geschlecht — reich begütert — hatsich nun in zwei Hauptzweige getheilt, in den v. Kobilepoleund in den v. Chodozewize. Wappen: Dolenga.
sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 134. III. 314. — v. Hefncr, preuß.Adel S. 26. Taf. 22Z
1. Miste», Mühlen, Milen, eine niederlansitz'schc Familie,die ihre Güter im Spremberg'schen und ihre» Ursprung ausThüringen hatte und im Voigtlande ebenfalls begütert gewesenist. Wappen: Gespalten, einerseits ein aufgerichteter Wolf, anderer-seits in R. ein g. Querbalken. Kornelius v. d. M. wurde 1629in den Frciherrustand erhoben, sv. Zedlitz. — Siebm. V. 113. —v. Ledebur II. 124. 134. 111.314. — R. T. -A. R. - Gauhe I. 1666—1671. — Zedier XXII. 1686 u. f. — v. Hefncr, preuß. Adel S. 55.T. 71; sächs. Adel S. 36. T. 44; frankfurter Adel S 4; Erg. Bd. S. 36.T- 17. — v. H. — Kneschke, Wappen IIIZ
2. Misten, Heinrich Ernst, Kapitän, wurde am 18. August1763 in den preuß. Adelstand erhoben. sPreuß. Wppb. IV. 6. —v- Ledebur II. I34Z Wappen: In Blau ein senkrecht gestellter,mit der Spize nach oben gekehrter Degen.
Mister u. Ehrenbuch. Der StaatSminister Niklas M. ausAurach im Württemberg'schen, wurde vom Kaiser in der Mittedes 17. Jahrhunderts geadelt. sGauhe II. 775. - Zedier XXII.S. 1661. — Griesinger 624. — v. HZ
1. 1 Mistins, Andreas, Kammerrath bei Herzog JohannAlbrecht I. dem Gelehrten, von Mecklenburg - Schwerin,welcher in der Mitte des 16. Jahrhunderts regierte, wurde vomKaiser geadelt. Er besaß Gädcbehn. Seine Familie ist 1735erloschen. sVchsc, Gesch. der kleinen deutschen Höfe l. 68.s
2. Mistiiis, ein altes kölner Patriziergeschlccht, welches mitden Milius, MyliuS in Dänemark, Holstein, Würt-
temberg nicht zu verwechseln ist. Aus dem kölner Gcschlechtesind mehrere Sprößlinge nach Oesterreich gekommen und habendie angesehensten Stellen bekleidet. Nach Fahne hat diese Familie,welche ein s. Müleiscn, auf welchem ein schw., mit einer silbernenSchlange umgebenes Kreuz steht, in Blau führt, am 2. März1512 in der Person des Arnold M., kais. Kapitäns, den Adelerhalten, und dem Bürgermeister in Köln, Hermann v. M.,wurde solcher 1654 bestätigt. Freiherrndiplome erlangte die Fa-milie 1757, 1775. sM. v. M. 81. — Fahne I. 267. - v. LedeburII. 135. — Bernd ll ,XXXVIII. 175. — Frhrl. Taschenb. von >846 u.1355. — v. Hefner, preuß. Adel S. 55. T. 71. s Ob der 1767 in denRittcrstand erhobene Franz M. zu diesem Geschlechte gehört, istdießortö unbekannt. S. Milius. sKncschke, Wapp. II. — v. H.sMistkc, auf Geycrswalde in Preußen. Wappen?sv. Ledebur II. 135. s
s- Mymelingcn, Mimclingen, eine oberrheinische, im 14. Jahr-hundert bekannte, unfehlbar ausgestorbene Familie.sZedler XXII. 1713. — v. H.s
Misner, Johann Jakob, kais. Kapitänlientenant, wurde 1636in den Adelstand erhoben. sR. T. A. RZ
7 Mynsingcr v. Frondcck lFruiidccks. Dieses Geschlecht stammtaus der Schweiz. Nach 1386 wendete es sich nach Schwabenund erhielt zur Schadloshaltung der in der Schweiz verlorenenGüter das Schloß Fr und eck am Neckar. Mit dem Enkel desKanzlers Joachim M. v. Frundeck, der vom Herzog von Braun-schweig mit dem Erbkämmercramte das Rittergut Helmstädt zuLehen erhielt, starb 1646 dieses Geschlecht aus.
sGenealogie des Myinsinger Geschlechts befindet sich vor H. Meibom«.Anacrcon latiuuö (Helmstädt, 1666. 8.f. — Primordia Fam. Mynsing.a Fr. praemittitur scholiis Mynsingeri ad Inst., nec non vbserv. camer.cjusd. — I. G. P. du Roi, Leben Joachim Myins. v. F. in dem Archivfür die Rechtsgelchrtheit, herausgeg. von Günther u. Hagcmann II. 67.— v. Ledebur II. 135. — Köhler's Nachr. von den ErblandhosämternS. 26 u, f. — Jugler's Biographie II. I u. f. — Siebmacher I. 127.n. 13- — Gauhe II. 776. — Lüdersens Samml. — v. Meding I. 565.n 13. — Zedier XXII. 1714. — v. H.s
Mqrbach v. 1lhci»ftl!>. Der österr. Pens. Hauptmann JosefM. wurde im I. 1816 mit dem Beinamen v. R. geadelt.sM. v. M. 232. — v. H.s
Minkowski, auf Mirow in Schlesien. W.: Jastrzembiec.Kommt noch 1812 vor. sv. Ledebur II. 135. III. 314Z
Rabcck, s. Wolfs.
Nabram. Wappcnbeschrcibuug. sv. Ledebur II. 135ZNach ay v. Fclseis, L., Pens. Oberlandgcrichtsrath zu Lem-berg, erlangte 1858 den österr. Rittcrstand.sA. A. Zeit. v. I858.s
Nachodsky v. Nendorf, österreichisch. Karl Ritter N. v.N.stand 1857 als Untcrlicutenant im 2. k. k. Jägerbataillon.
Nachodt, Freiherren und seit 1619 Grafen in Böhmen,wovon auch Einige ehedem in Deutschland wohnhaft waren.
sVogtcns jcztl. Böhmen 116. — Zedier XXII. 228 u. f. — v. MedingII. n. 588. — Hartmann's Samml. — v. H.s
Nachtigall Der Apotheker Jahre zu Zamosz wurde 1786in den galiz. Adelstand erhoben.sM. v. M., Erg. 336. — v. HZ
7 Nachtrab. Die Familie soll aus Ulm stammen und geadelt