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3 (1865) M - Spaun : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 8680 Adels-Geschlechter
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Schlau — Schle

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noch im österr. Wappenbuche der Beiname v, Linden bei dieserFamilie vorkommt, und 2) daß in der Stammtafel der köln. S.der hier aufgeführte Arnold ebenfalls erscheint. fLeupold I. Th, IV.S. 583, wo das Freiherrndiplom abgedruckt ist)

Da oben von einer st Hess. Familie v. Linden die Redeist, welche sich zuweilen Schlann v. L. geschrieben haben soll,dieses Geschlecht unter dem Artikel Linden, wohin sie gehört,nicht aufgeführt wurde, so sieht man sich veranlaßt, über dasselbeFolgendes nachzutragen: Das Hess, uralte Geschlecht v. L. hatteseinen Siz zu Groß linden, zwei Stunden von Giesen; zuersterscheint Raimarus v. L. urkundlich 1129, desgleichen Johannesde L. in einer Urkunde von 1229. 1236 erscheint Macharins de L.,1259 Gozzone de L., filiuS Godcfridi de L. Macharins de L.,mileS, war 1279 Bnrgmann in Giesen. Als in der Gegendvon Giesen vorkommende adliche Familien wurden unter andernaufgeführt die v. L. oder Schlaun zur Linden, Setzphantv. L-; auch Waltcrus de L. wird 1255 Sluno oder Schlaunzur L. genannt. 1598 kommt Peter v. L. vor und 1592 befandsich Ludwig v. L. bei den Hochzeitsfeierlichkciten des RittersSchweikart v. Sickingen und der Frl. v. Cronbcrg. ImJahre 1636 ist die Familie erloschen. Sie führte in R- drei silb.Lindenblätter mit den Stielen, in Form eines Kleeblattes mit ein-ander verbunden. (Woher der Beiname Sluno, Schlaun ent-standen, konnte nicht erforscht werden.)

so. Justi, Hess. Denkwürdigk. Marburg, 1802- 5 Bde. in 8. III. 213.253. 252. — Archiv. Privatnachrichten.s

f Ichlmidersliach, eine Nürnberg. Familie, deren Geschlechts-Register, mit denen v. Praun, v. Wölkern, der altorfer ProfessorWill 1772 herausgegeben hat. Die Familie stammte auö Steyer-mark, wendete sich um 1599 nach Nürnberg und starb im18. Jahrh. aus.

Schlebusch, s. Schlepusch.

1. Schlecht» v. Hroihow. P. K. S., böhm. Fabrikant undGutsbesizer, wurde 1869 mit v. H. in den österr. Adelstand er-hoben. sA. A. Zeit., Febr. 1869.)

2. Schlecht» ». Wschehrd. Der Plazoberstlieut. Franz S. v. W.wurde im I. 1819 iu den Freiherrnstand erhoben. Ein altczech.Wladikengeschlecht, welches in Böhmen ansehnliche Besizungcnhatte. Auf den Ursprung des Geschlechts kann man nicht mehrzurückgehen; um 1449 erscheint solches in Urkunden. Sowol aufdem KriegSfclde als auch unter den Gelehrten haben sich Mitgliederdes Geschlechts rühmlichst hervorgethan.

sTaschcnb. der frhrl. Häuser auf 1854. — M. v. M. 83. — v. H)

1. st Schlcchtcnd»!. In Schlesien blühte ein adl. Geschlechtv. S,, aus welchem Hanns Albrecht um 1699 kais. Oberstlieutenantwar. Sein Sohn, als der Lezte seines Stammes, starb 1766 zuStrozzen. (v. Zedlitz. - v. Ledebur II. 371)

2. Schlcchtendal, Schlechtcndahl. K- Friedrich II. von Preußenerhob am 14. Okt. 1786 die drei Brüder S- in den Adelstand. Zweigelangten zu hohen Würden. Georg Heinrich v. S., Konsistorial-und Pupillenrath zu Breslau, starb am 23. Aug. 1899. Derandere, Reinhard Friedrich, war geh. Neggs.Rath zu Cleve;der dritte, Franz Friedrich, war Landrichter zu Xanten. Einerist Chefpräsidcnt des Oberlandgerichls zu Paderborn u. s. w.

sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 371. — Preuß. Wappenb. IV. 48.s

st Schlechter». Karl Andrer v. S., kurfürstl. Hofkammerrath

und Baukommissär zu München, 1688. Ferd. Kajetan v. S.1719, 1734 Probst bei St. Kajetan in München.

Ichlccbrüggc, eine adliche Familie in Westfalen.

sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 371.)

1. Schlegel, eine sehr alte anhalt. Familie, von der Angeli,in Annal. Marchiae p. 37, sagt, daß Heinrich der Vogler, als erStendal erbaut, solche nieist mit diesem Geschlechte besezt gefunden.In den anhalt. Archiven findet sich, daß F. Bernhard im I. 1323die v. S. beliehen habe. sv. Ledebur II. 372. - V .Zedlitz, Ad.Ler.)Wappen: Kopf und Hals eines r. Pferdes in S.

sv. Hefncr, sächs. Adel S. 46. T. 53. — Sinap I. 769. II. S67. -Beckmann, anhalt. Hist. VII. 267. — Ganhe I. 1531. II. 1026. —Zedier XXXV. 6—10. — Siebmacher I. 177. n. 7, der es unter denmärk. Adel sczt nnd auf S. 1. n. 3 desselben TheilS noch ein Wappender S. v. Münzenberg beibringt. — v. Meding II. n. 780. — v. H.)

2. st Schlegel, eine sächsische, mit voriger nicht verwandte,1688 st Familie. (König III. glg -23. — v. Uechtritz, Gcschl. Erz.1.47. 71-73. III. 54-55. — Melissantcs n. X9IV. - ZedierXXX V. 6 — 10. — v. Ledebur II. 372. n. I.) W.: Ein schrägrcchtsgestellter s. Schlägel in R. (Siebmacher I. 171. n. 10. — v. Me-ding II. n. 781. — v. H.)

3. st Schlegel, ein schon im 16. Jahrh. ausgestorb. eidlichesGeschlecht in der Mittelmark; es war schon 1375 bekannt undführte drei halbmondförmige Schlägel, 1. 2.

sv. Ledebur II. 372. n. II. des Art.)

4. Schlegel, August Wilhelm, der bekannte Schriftsteller, undFriedrich S., kais. österr. Legationsrath, crsterer, geboren 1767,Professor -zu Bonn, wurden — und zwar wahrscheinlich vonSchweden — in den Adelstand erhoben.

sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 372. n. V. des Art.)

5. Schlegel. Der Kaufmann Johann Michael S. wurde imJahre 1732 geadelt. (M. v. M., Erg. 437. — v. H.)

6. Schlegel, Maximilian, Hauptmann im Grenadierregiment,wurde im Nov. 1823 vom König von Bayern geadelt.

(Reggs. Blatt v. 1823. Nr. 42- — Bayer. Wppb.j

7. Schlegel v. Gottlclie», ein zum schles. Adel zälendes Ge-schlecht; vielleicht Nachkommen des Hanns MatheuS S. Wappen:Geviertet; 1. u. 4. F. ein g. Löwe mit Schlägel in der Pranke,gegen einen Felsen schlagend, in Schw.; 2. u. 3. F. in S. u. N.gctheilt, darin 3 Rosen mit wechselnden Farben. Im Mittelschildein B- ein Lamm.

(Siebmacher IV. 32. — v. Ledebur II. 372. n. IV. des Art)

8- Schlcgcl v. Münchslicrg, ein märk. Geschlecht, wie Sieb-macher, I- 176, angibt. W.: Geviertet; 1. u. 4. F. in S. einschw. Mönch mit Rosenkranz; 2. u. 3. Feld in R. ein s. Schlägelauf g. Hügel- sv. Ledebur II. 372. n. III. des Art.)

Schlcgclhofcr ». Hoftnstein. Der Feldkriegskanzlist Joh. BaptistS. wurde im I. 1779 mit dem Beinamen v. H. in den Adelstanderhoben. sM. v. M. 258.) Der österr. Hauptmann ThomasS. wurde im I. 1772 mit dem Beinamen v. H. geadelt.

(M. v. M., Erg. 437. — v. H)

Schlcgelholh. Hasso v. S. lebte im 14. Jahrhundert und warRitter des Johanniterordens. sBcckmann's Beschr. des Joh. OrdensS. 67 u. 99. — Zedier XXXV. 18. — v. H.)

st Ichlcgciilurg u. Lilieniicrg, eine böhm. und mähr, gräflicheFamilie, die seit dem I. 1515 in einer Urkunde vorkommt, welcheK- WladiSlaus dem Geschlechte gegeben. Das Geschlecht soll ur-sprünglich Hubel de Bruna geheißen haben. Ezechiel wurde

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