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3 (1865) M - Spaun : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 8680 Adels-Geschlechter
Entstehung
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319
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Schilling — Schin Zig

S. noch Kurland, woselbst sie ein anderes Wappen angenommenzn haben scheinen; denn es besteht solches in einem linksschrägenr. Balken, besezt mit drei Helmen, im g. Felde. Auf den dreiHelmen drei Federn, r., g., r. Von Kurland aus verbreitete sichdie Familie nach Polen nnd Lithauen, auch nach Esthland,und erwarb unter andern SchillingShof und Kalikul. Ausihr wurde der NeichSfrei- u. Pannerhcrr, Kämmerer u. General-Major S, im I. 1772 in den Freiherrn - und 1781 in den Grafcn-stand erhoben. Er starb ohne Nachkommen, und sein Neffe, derHessen-darmstadt'sche Obcrstlicutenant Fabian Will). Freiherrv. S,, Erbherr auf Orgena und Pähr, erhielt 1794 auch diegräfliche Würde. (R. T> A. R> — Wappen in Neimbt's kurländischemWavpcnlmchc. Mietau, 1793. kl. 4. - M. v. M. 28; Erg. 97. -v. Firks, Urspr. des Adels in den Ostsceprov. 128. — Geschl. Beschr. derSchilling v. C. 293. — v. Ledebur II. 36Z. n. VIII.)

Schillinge», ein prcnß. Geschlecht, begütert zu Cahmcn,Condehnen, Drosten. Wappen?sv. Ledebur II. 363. n. IX.)

Ichilstii, Johann Michael, sachsen-zeitz'scher Rath, wurde1714 in den Neichsritterstand erhoben. fR. T. A. R.)

f Zchlltderch, Schiltpcrch. Stammhaus wol in Bayern zusuchen. L. de S. 1254 Domherr zn Konstanz. B. MarscalcuSde Schiltperch 1264 in salem'schen Urkunden; dieser Marschallv. Schiltperch hatte einen Bruder oder Sohn, der Kanonikus zuKonstanz war.

Schiliberg. Diese Familie erhielt im I. 1533 einen Wappen-Brief, am 3. Dez. 1785 ein Edclndiplom von dem Grafen Zeilund ein fürstl. Ausschreiben darüber unterm 7. Juni 1786. Injenem Diplom wird (aber ohne Beweis und gegen die beiderseitigenWappen) angegeben, daß sie von den baycr. Marschallen v. S.und von dem in's gelobte Land gereisten Kämmerling v. S. ab-stammte. so. Hefner, bayer. Adel S. III. T. 133. — v. Lang 526 n. f.- v. H.)

st Schiltcck, ein altes schwäb. Nittergeschlecht, welches von1336 bis 1334 vorkommt. Die Burg Schiltcck lag im O.A.Oberndorf. (Griesinger 1268.sjSchiiten, f. Stimmelmayer.

Zchiitheis!, ein odlich sein sollendes Geschlecht in Schlesien,sv. Ledebur II. 366. — Siebmacher III. 92.s

st Schiiti lalias Schilt). (Ein Schrägbalkcn mit drei Schildleinbelegt, später mit einem Löwen vermehrt.) Das regensbnrgerI Patriziergeschlecht, schon frühzeitig landsässtg. Wolfgang Sch ilt zui Praite nbach, dann Volz (Vollrath) und Asen die S. zu Schön-> buchet (KrandSberg) in der bayer. Landtafel 1496; haben im listenJahrh. auch Arnstein (Waldmnnchen, Oberpfalz) besessen.

f Ichiluuche», eine alte bayerische Turnierfamilic, welcheim Jahre 1484 mit Georg S. ausgestorben ist.

(W. Hund I. 328 u. f. - v. H.)

Ichimmelfeiinitig, Schimmclfcnnig, Schimmelpenninck v. d. Ohe.Diese Familie stammt aus Geldern, wo sie sich Schimmel-penninck v. d. Oye nannte. Von Geldern wendeten sich Zweigenach Oesterreich, Polen und Preußen. Die angeblicheStammreihe beginnt mit Jakob van Schimmelpenninck, derum 1453 Mitglied des Magistrats in Zütfen war. Sein SohnAlexander vermählte sich mit der Erbtochter Evert's van derOye; der in dieser Ehe erzeugte Sohn Jakob nahm den Namen

und das Wappen seiner Mutter an. Alexander und Kristof ver-ließen 1662 ihr Vaterland, gingen nach Ermeland u. nanntensich Schimmelfenn ig. Die Nachkommen thaten sich mehrfachim prcuß. Staatsdienste hervor und erwarben ansehnliche Be-stzungen. Joh. Kristof und Balthasar erhielten von K. Ferd. III.die Bestätigung ihres angebornen Adels u. Wappens am 16. Nov.1656 und wurden am 5. April 1666 in den Freiherrnstand erhoben.Nach Andern wurde die Familie 1656 erst geadelt. Diese Be-stätigung oder Adelserthcilung bestätigte Friedrich Wilhelm, dergroße Kurfürst von Brandenburg, am 12. März 1679. (DasFreiherrndiplom mag den österr. Zweig der v. S. betroffen haben.)Kristian Ludwig v. S., Major in preuß. Diensten, und mehrereseiner Vettern, erhielten von Preußen eine Konfirmation undRenovation am 11. Jan. 1787. Der Lieut. Ludwig v. S. er-langte 1826 vom König von Preußen Adclserneuerung. Nacheiner neueren Uebereinkunft mit den österr. S. folgen die preuß.S. nunmehr der älteren Schreibart „Schimmelpenninck v. d. Oye".

(v. Zedlitz. — Lcupold I. 586- 39. — Preuß. Wppb. IV. 47. —Oesterr. Wppb. XII. 77. - Sicbmachcr IV. !62. — Fahne I. 383.II. t29, welcher sagt, daß die Familie früher in Köln und mehrmalsim Cleve'scheu aufgcschworeu sei. Nach ihm stammt sie ursprünglichaus Köln, daher nicht aus Geldern. — v. Ledebur II. 366. — v. 5z.

— v. Hefner, preuß. Adel S. 62. T. 81.)

Ichimmcliiiluiii, Heinrich Karl, ein geb. Brandenburger,erlernte die Handlung in Dresden, übernahm mit Graf v. Bvlza1775 den Accispacht, erwarb sich bei einer Kriegölieferung Vermögenund begab sich in dän. Dienste. Er wurde 1762 unter demNamen v. Lindenburg, eine der Familie noch zustehende Graf-schaft in Jütland, in den Frcihcrrnstand erhoben, wurde 1769Schazmeister u. geh. Konferenzrath. Söhne haben 1787 die gräf-liche Würde erlangt und bekleiden wichtige Hof- u- Civilstellen.

(Rcbmaun, Adelsarchiv, Mspt. — v. Ledebur II. 366. III. 338. —Vehse, Gesch. des österr. Hofes u. Adels VIII. II. —. v. Hcfner, sächs.Adel S. 5. T. 4.)

Schimonskq, ein schles., im Neisse'schen begütertes Geschlecht,das aus Polen, wo ihr Stammhaus Schimony liegt, stammt,in Schlesien aber schon im I. 1591 vorkommt.fSinaP I. 319. II. 96t. — Gauhe I. 1528. - Zedier XXXIV. 1588.

— Siebmacher I. 63. u. 13. — v. Dieding II. n. 774. — v. Zedlitz. —v. Ledebur II. 367. — v. H.)

1. Schimpf. Der österr. Major beim 2. Artilleriercgiment,Friedrich v. S., soll im I. 1861 Ncichsfrcihcrr und im I. 1862geadelt worden sein, nach M. v. M. 258, Erg. 97, welches, wennnicht zwei österr. Artillericmajors mit dem Vornamen Friedricheristirteu, unfehlbar unrichtig ist. Weder im I. 1835 noch 1857befand sich ein Herr oder Freiherr v. S. im österr. Kriegsheere.(Der Jrrthum würde sich heben, wenn die Jahrzalen umgekehrtwürden.) fv. H.)

2. Schimpf. Die sächs. Unterlieut. Otto August S. undFranz Ludwig S. wurden im I. 1816 vom Fürsten von Schwarz-burg-Sondershause n geadelt und im Jahre 1821 ihnen vomKönig von Sachsen erlaubt, den Adel in sächs. Landen zu ge-brauchen. (Kneschke, Wappen I.) Ein Vetter, k. k. Major, warfrüher in den österr. Freiherrnstand erhoben worden.

(Sachs. Wppb. VI. 92. — v. Hefner, sächs. Adel S. 46. T. 52.)

-f Schiiiburcn, ein altes hinterp ommer'schcs Geschlecht.sMicrälius, Antiq. Pom. VI. 374. — Siebmacher V. 166. u. 3. —v. Ledebur II. 367. —^ v- H. — v. Meding III. n. 731.)

1. Zchiiickel, eine mecklenburg'sche Familie, die sich nach