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3 (1865) M - Spaun : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 8680 Adels-Geschlechter
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Schilling

Geschlecht. Hanns und Gerung S. 1364. Bernhart obersterZunftmeister in Basel 1482. sWurstisen 396.)

2. 4 Schilling, eine am Nicderrhein schon um 1440 vor-kommende Familie, welche Giistorf, Bell man, Garzweilerbesaß. Wappen: N. SchildeShanpt, unten drei Reihen bl. Eisen-Hütlein. Sie scheinen erloschen zu sein.

sFahne 1. 388- — v. Ledebur II. 365. n. I-s

3. 4 Schilling (V .Vilich), auf Busch seid, Bornheim, Nileam Nicderrhein; sie kommen noch im 16. Jahrh. vor. Wappen:Quer in Schw. u. S. gethcilt, im rechten Oberwinkel ein s. Adler.

sFahne l. 388. — v. Ledebur II. 365. n. Il.j

4. 4 Ichilling ». Aurford, in Westfalen bei Münster ange-sessen, sollen von den S. v. Canst adt abstammen; sie ließen sichum 1300 in Westfalen nieder und sind im Anfange des 19tenJahrhunderts erloschen. Das Wappen bestand in einem links -schrägen schw. Balken im g. Felde; ans dem Helm ein wachsenderschw. Geiöbock. sSchilling v. Canstadt, Geschl. Bcschr. 236. — Bcrs-word, adl. Stammbuch 398. — v. Hattstein I. 336. — v. Ledebur II.S- 365. n. IV.s

5- Schilling v, Canstndt, eine schwäbische frhrl. Familie, dieschon im 1.1119 dem Turnier zu Göttingen beiwohnte (?) undden Beinamen sowie das Wappen von der Stadt Kanstadt imHcrzogthum Württemberg führen soll. Es zeigt solches im rothcnSchilde eine g. Kanne, welche sich auf dem Helme wiederholt.Sie hat auch vormals das Erbschenkenamt im Hcrzogthum Schwa-ben besessen, welches Herzog Konrad im I. 1260 Heinrich v. S.zuerst verliehen und K. Maximilian I. 1483, ingleichcn Karl V.1528 als ein auf der v. schilling. Familie ruhendes Recht bestätigte.Georg v. S. war Großprior des Johannitcrordens in Deutsch-land, und der erste Großprior, welcher (von K. Karl V.) inden Fürstenstand erhoben wurde. sGauhc I. 1527 u. f. — Neichsanz.v. I. 1736, Nr. 25, worin gefragt wurde: ob nach 1528 noch ein v. S.das Erbschcnkcnamt besessen habe? — Zedier XXXIV. 1571. — Sieb-machcr I. 112. n. 2. — v. Meding I. n. 752. — C. F. Schilling v. C.,Geschl. Bcschr. der Fam. v. Schilling, mit K. u. Stammtafeln. rMann-hcim, 1812. fol. — Cast, Adclsb. v. Baden. — Gencal. Jahrb. desdeutschen Adels auf 1846 u. f- — Taschenb. der frhrl. Häuser ans 1849u. f. u. 1856. — Die württ. Wappenbücher von K. Dorst u. I. A. Tyroff -sOb die Familie ursprünglich aus der Schweiz stammt, wie zuweilenangegeben wird, bleibt eine ungelöste Frage. Die S. in derSchweiz führen ein ganz verschiedenes Wappen. sSiebm. II. 145.III. 186. — Bucelini. — v. Hefner, württ. Adel S. II. T. 14; bad.Adel; Erg. Bd. S. 39. - v. H.f

6. 4 Schilling auf Hartlicb und Hcnrichow, in Schlesien.Dieses wahrscheinlich erloschene Geschlecht stammt aus dem Elsaß.Friedrich S. war 1452 Gcrichtsschöppe in Weissen bürg. Sieführten ein Lindenblatt in einem w. Ringe im r. Felde und aufdem Helme zwei Flügel, ans welchen die Figur wiederholt ist.Dieses Wappen wurde 1507 den S. in Schlesien vom Kaiserin drei Lindenblättcr verwandelt. Der Sohn des gedachten Friedrichwendete sich nach Polen und Einer seiner Söhne begab sich nachBreslau, dessen Söhne dann Hartlicb und Hcnrichow er-warben, worauf sich die Familie in zwei Linien theiltc. Friedrichder Langsame machte große Reisen und wurde 1617 Hofmeister beiden Prinzen von Anhalt-Köthen. Haimar Joh. Frhr. v. S.(von dem jedoch nicht bekannt ist, ob er von dem schlesischen odervon dem poln. Zweige abstammte) kaufte sich im Koburg'schcn

an und starb 1716, ohne Söhne zu hinterlassen. Er war alskais. Gencralfeldwachtmcister 1710 in den Frciherrnstand erhobenworden. sGeschl. Bcschr. der Schilling v. Canstadt 394. — SiebmachcrI. 63. — v. Zedlitz. - Gauhe I. 1525. — Zedier XXXIV. 1567. —Sinap I. 817. II. 769. — v. Ledebur II- 365. n. Vl.f

Die längst ausgestorbene Familie v. S. in Ponanien inPreußen führte gleiches Wappen mit einer Familie Schilling inHamburg, welche 1465 daselbst vorkommt. Ein Mehrcres weißman von derselben nicht anzugeben.

sGeschl. Bcschr. der Schilling v. C. 319. — Fabricii memor. Hamb.—Siebmacher V. 285. — Zedier XXXIV. I568.s

7. Schilling auf Salikul, in Esthland und Licflaud, einevon den Schilling v. Schillingshof in Kurland undEsthland verschiedene Familie. Sie stammt aus Kopenhagenund kam im leztcn Viertel des 18. Jahrhunderts nach Lief- undEsthland, wo sie Kalikul erwarb. Das Wappen besteht ineinem der Länge nach gctheilten und der erste dieser Theilc wiederquergetheilten Schilde. Im ersten s. Drittthcil eine aufgehendeg. Sonne, im zweiten bl. Theile drei g. Sterne, und in der an-deren bl. Schildeshälfte ein s. Halbmond. Auf dem Helme einpaar offene Flüge, zwischen denen die drei Sterne schweben.

sGeschl. Beschr. der Schilling v. C- 235.s

8. Schilling auf Klcgowih und Löwcnitz, in Anhalt; das Ge-schlecht erscheint daselbst schon 1194; man weiß aber nicht anzu-geben, ob es noch blüht; in Anhalt ist es nicht der Fall, unddie Güter bcsizt eS nicht mehr. Das Wappen besteht in einemr. Schild mit einem schw. Querbalken, auf welchem in zwei Reihen12 s. oder g. Sterne zu sehen sind. Auf dem Helme zwei offener. Adlerflüge mit dem schw. Querbalken, auf jedem drei Sterne;in der Mitte wächst ein s. Becher mit drei Pfauenfedern hervor.Helmdecken roth und schwarz. (?!)

sGeschl. Beschr. der Schilling v. C. 297. — Lcgrand, dietion. histor.par Morcri. — Reckmann, anhalt. Hist. VII. 265. — König, sächs.Ad.Hist. II. 145. 194. 1114. 1297. 1212. — Zedier XXXIV. — Gauhe

I.1526.2982. — Seifert, Ahnentafel, unter Kniestedt. — «.Ledebur

II. 365. n. V.s

9. 4 Schilling u. Lahnsicin. Ihr Stammhaus war Nieder -Lahn stein in Nassau; kommen seit 1312 urkundlich vor. Jo-hann Konrad S. v. L. 1595 in G. Brandstetter's Stamm-Buch. (Im Schild drei gekrönte Vogclköpfe.) Emmerich S. v. L.,st 1600, war der Lezte seines Geschlechts.

sO.S. - Vogel 659.) '

10. h Ichilling v. Laustem, Rheinländer, die ihren Namenvon dem am Flusse Lahn gelegenen Schlosse Lohn- oder La Hir-stein haben und welche im Jahre 1600 erloschen. Ucbrigcns solldieses Geschlecht Eines Stammes mit den S. v. Canstadt ge-wesen sein. Das Wappen zeigte drei gekrönte Löwenköpfe — 2. 1 —und ans dem Helme vier Pfauenfedern.

sSchilling v. C-, Geschl. Beschr. 269. — v. Ledebur II. 365. n. III.- Humbracht, Tab. 284. - v. Haltstein I. 591. — Zedier XXXIV.S. 1566 u. f. — v. Meding I. n. 753. — v. H.j

11. Ichilling auf Ichillingshof. Auch in Kurland blüht eineFamilie v. S., welche ihre Abstammung von den S. v. Can-stadt im I. 1620 nachgewiesen hat. Sie kam aus Westfalenmit dem deutschen Orden nach Liefland, Kurland u. f. w.Noch ein zweiter Stammvater wurde damals angeführt, welcheraus Westfalen kam. Lezteres Geschlecht hat jedoch gleichen Ur-sprung mit dem schwäb. Geschlechte. Bereits 1204 kamen die