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3 (1865) M - Spaun : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 8680 Adels-Geschlechter
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Schil — Schill

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Schitdfcld, s- Jagsche.

Schildkncrht v. Fürthhcim. Der Major Johann Konrad S.wurde im J> 1820 mit dem Beinamen v. F. geadelt.

IM, v- M., Erg. 436. — v- H.j

stSchildt, Schild, ein fränk. Geschlecht. jSicbmacher V. 39stDasselbe scheint, wenigstens in Franken, nicht mehr vorhandenzu sein. Nach v. Ledebur, II. 364, gibt es auch im Magde-burg'schcn eine Familie dieses Namens, welche ebenfalls, wie diefränkische, drei Schildchen im Wappen führt, jedoch ohne Quer-Balken; kommt 1672 vor.

Schitgcn, Albert, wurde 1787 geadelt.

Iv. Ledebur II. 364. III. 338. - N. T. A. Rst

Schill. Fcrd. v. S. stand in österreichischen, sächsi-schen und zulczt in preust. Kriegsdiensten, verliest lezterc 1809mit seinem Freikorps, um auf eigene Hand einen Feldzug gegendie Franzosen zu unternehmen, wurde zulezt gefangen und mit denihn begleitenden Offizieren bei Braunschweig von den Franzosen er-schossen. Sein Vater, Joh. Georg S., sächsisch-poln. Major, war1766 in den Adelstand erhoben worden. sR. T. A. Rst v. Ledebur,II. 365, sagt, Joh. Georg S. sei 1773 unter den poln. Adel aufge-nommen worden, was allerdings sehr vereinbar mit der R. TaramtS -Rechnung ist. sv. Zedlitz.) Der dritte Bruder von Ferd. v. S.besizt Neudorf am Gröditzberge in Schlesien. W.: Trzywdar.

Schillcnstedt, eine thüring. Familie, aus der Einer, derHauptmann Dietrich v. S., dem Gr. Adolf v. Gleichen im Jahre1453 Capellendorf übergeben hat.

ISagittar, gleich. Hist. 306. — Avemann, kirchberg. Beschr. 48. —v. Hst'

1. Schiller. I. Zwei Brüder S. wurden 1605 geadelt,sv. Ledebur III. 338. — R. T. A. Rst

II. Ludwig v. S., österr. Oberst u. NcgimentSkommandantdes 11. Hus. Regiments, auch k. k. Kämmerer, erhielt 1859 dieErlaubniß, sich „Edler von" schreiben zu dürfen, desgleichen denBeinamen v. Horka. Vielleicht von den Brüdern unter I. ab-stammend. sA. A. Zeit., Mai 1859.)

III. Adolf v. S., österr. Feldmarschalllieutenant, wurde1859 gefreit. sA. A- Zeit, v- 1859.)

2. Schiller, v. Ledebur, II. 365, führt ein in der ProvinzBrandenburg begütertes Geschlecht v. S. an, welches ein ge-viertetes Schild führt; im 1. u. 4. bl. F. ein g. Greif, im 2. u.3. r. F. ein f. Schrägbalken mit einer r. Rose belegt. Sie sollschon 1637 geblüht haben. sPrcnß. Wppb. IV. 47.s Vielleichtstammt von diesem Geschlcchte der Oberlandgerichtspräsident Joh.Friedr. v. S. zu Breslau ab, dessen Adel 1829 von Preußenanerkannt wurde.

3. Schiller. Der kurkölu. wirkl. geh. Rath, Gencralkriegs-Kommissär, Generalhofschazmcister, Oberlandkommissär u. Residenz-Oberinspektor, des heil, röm- Reichs und des span. OrdensSt. Jakobi Ritter, Joh. Lorenz v. S. zu Werte »au, wurde1732 in den Freiherrnstaud erhoben. sR. T. A. R.) Ueber denUrsprung dieser Familie war nichts aufzufinden. Das Österreich.Wappcnbuch, XIII. 40, gibt ein vielleicht hierher gehöriges Wappen:In G- eine sich in den Schwanz beißende Schlange von natür-licher Farbe, sv. Ledebur III. 333.)

4. Schiller, Karl, kurtrier'scher Hofrath in Ellwangen,wurde 1776 geadelt. sR. T.A. N.)

5. Schiller, Friedrich, der unsterbliche Dichter, wurde am7. Sept. 1803 in den Adelstand erhoben. Wappen: Quergctheilt,oben in G. ein wachsendes Einhorn, unten in B. ein g. Qner-Balkcn. Der Sohn desselben, der Württemberg. OberförsterK- L. F. v. S., erhielt am 16. Febr. 1845 die Württemberg.Frciherrnwürde. W.: Geviertet; 1. n. 4. Feld quer gethcilt daseben beschriebene Wappen; 2. u. 3- F. in S. ein schw., mit derSpize nach oben gekehrter Pfeil. Den Ursprung des Geschlechtsglaubt man in Tirol suchen zu müssen, wo schon 1580 eine Fa-milie S. v. Herdcrn blühte, welches Geschlecht 1601 vonOesterreich mit der Hälfte von Wäschenbeuern beliehenworden ist. Mit diesen S. v. H. glaubt man, daß die Würt-temberg. S. gleiche Abstammung hätten, zur Zeit der Refor-mation Tirol verlassen und sich nach Schwaben gewendet, wosie den Adel abgelegt. In Schwaben erscheint der Name zuerstim I. 1550, ohue Adelstitel. Das Wappen der S. v. H. gleichtganz dem freihcrrlicheu oben angegebenen Wappen, was nun freilichkeinen Beweis abgibt. sTaschcnb. der freiherrl. Häuser auf 1856. —Cast, AdclSbuch v. Württemberg. — Dorst, Württemberg. Wappcnbuch.— Tyroff, Württemberg. Wppb. — v- Zedlitz. — Griesinger t263. —Stellmacher II. 4V. — Bernd OXII. 223. — Dorst, allg. Wppb. I. 45.)v. Hefner sagt, daß die 1643 ausgestorbenen Schüller oderSchiller v. H. in der Person des tiroler Kanzlers LcomannS. 1619 geadelt worden. Das Stammwappeu war der g. Balkenin B. Das Einhorn kam 1619 dazu; das Feld mit dem Pfeilwurde denen v. S. nach Aussterben des schwäbischen Geschlechtsv. Herdern vom Kaiser verliehen.

sv. Hefncr, preuh. Adel S. 62. T. 81; württ. Adel S. 11. T. 13. 14;sächs. Adel S. 15. T. 14; Erg. Bd. S. 39. - Kneschke, Wappen Ist

6. st Schiller, Friedrich Karl, Oberst und Kommandant derfreien Stadt Frankfurt a/M., wurde 1319 in den österreich.Adelstand erhoben. Er starb ohne männliche Nachkommen undmachte auch keinen Gebrauch vom Adel, wol aber dessen Wittweund beide Töchter. Das Wappen ähnelt dem der Schüllerv. Herdern: Gespalten, vorn in B. zwei g. Querbalken, überdenen eine Sonne; hinten in N. ein f. Pfeil.

sv. Hcfner, srankf. Adel S. 9. T. 8. — Kneschke, Wappen Illst

7. Schiller v. Lichtcnlmrg. Der Geschäftsträger der ausländ.Steinsalzverschleißdircktion in Galizien, N. N. S., wurde imJahre 1786 mit dem Beinamen v. L. geadelt.

sM. v. M.. Erg. 436. — v. Hst

8. Schiller v. Schildciisctdt. Der Postmeister Joh. Matth. S.zu Laitsch in Krain wurde im I. 1745 mit obigem Beinamengeadelt, sv. Hefncr, krainer Adel S. 17. T. 17.) Anton Leopoldv. Schildeufeldt, Landschaftssckretär, wurde 1770 in denNittcrstand erhoben und am 18. Okt. 1774 in die Landschaftaufgenommen. sM. v. M., Erg. 436. — v. Hst

9. Schiller ». Zchillershanscii. Johann Gottfried S., herzoglichsachscn-koburg. Landkammcrrath, erlangte am 14. Aug. 1790vom sächs. ReichSvikariat den Adel mit v. Schillershausen.

sv. Hefner, sächs. Adel S. 46. T. 52. — Tyroff I. 210. — Sächs.Wappenbuch VI. 9Ist

Wappen: Geviertet; 1. und 4. Feld in Schw. ein f. Stern;2. u. 3. F. in B. ein w. Haus mit r. Dach ans gr. Boden.

sKneschkc, Wappen Illst

Schiller, f. Hasscnbauer v. S.

1. st Schilling. (Zwei gestürzte Strcitkolben geschrägt.) Basler