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3 (1865) M - Spaun : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 8680 Adels-Geschlechter
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Reichen Reichl

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Ortlieb oder Ortleb in Berlin, wurde um 1830 unter demNamen v. R>-L. sammt ihren Kindern in den österr, Grafen-stand erhoben. Sie starb 1843 in Frankfurt a/M. und hinter-ließ zwei Söhne und fünf Töchter. Von den Söhnen befand sichbeim Tode der Mutter der ältere auf Reisen, der jüngere lag nochseiner wissenschaftlichen Bildung zu Leipzig ob. Von den Töch-tern war die älteste und die jüngste unvcrmählt; die zweite lebtein zweiter Ehe mit Hrn. v. Watzdorf, einem sächs. Gutsbesizer,die dritte war an einen ungar. Grafen Zicht)-Ferraris unddie vierte an den herzoglich nassan'schen Ministerialrath oder Di-rektor Frhrn. v. Thun gern (Düngern) vermählt. Die aufmehrere Millionen geschäzte Verlasscnschaft der Gräfin bestandgrößtentheils in Landgütern in Böhmen, worunter sich die Herr-schaft Lessonitz befindet, im Herzogthum Nassau u. in Frank-furt a/M. Wappen: Geviertet von B. u. S. mit einem Herz-Schild; 1. u. 4. einwärts gekrönter f. Löwe, 2. n. 3. ein schw. Adler.

jA. A. Zeit. v. 1843, Beil. zu Nr. 5V. v. Hcfncr, Nassauer AdelS.o. T. 3; Hess. Adel S. 22. T. 24.)

9. Rcichcnbnch auf Rcifscndcrg, in Oesterreich. Dr. KarlR. wurde 1839 vom König von Württemberg in den Adcl-und Frcihcrrnstand erhoben. (Archiv für Gesch., Geneal. u. Diplom.S. 87. Taschcnb. der frhrl. Hänser für 1858, wo die Familie irr-thümlich als adlich vor 1839 angegeben wird.)

Reichcnlmch , f. Raimbaczy; Stromer; Würstl.

1. st Rcichcnbcrg. 1342 leben Hugo und Braun v. R. DieBurg R. kam aber schon 1296 an den Markgrafen von Baden.Sie steht noch in alter Form u. ist der Siz eines Oberforstamts;liegt im O. A. Backnan g.

2. Reichender;). Noch blüht eine Familie v. N., welche einenaufrcchtstehenden Rechen im Schilde führt. KaSpar v. N. st 1537

begraben in der Peterskirche zu Heidelberg.

3. Reichcndcrg. Der Direktor des Eiscngußwcrkes zu Maria-Zell in Steyermark, Jgnaz R., wurde im I. 1785 mitEdlervon" geadelt. jM. v. M., Erg. 4l8. v. H.)

4. Reichcndcrg. Der st eyerisch-ständische Kassenbeamte FranzR. wurde im I. 1810 geadelt. sM. v. M., Erg. 419. v. H.j

st Rcichendurg, ein stehermärk. Geschlecht, das schon imJahre 1290 blühte. Nach Abgang der v. Schaum bürg erhieltensie das Oberstmarschallamt in Steher, das jedoch nur Hannsv. N. genoß, mit dem das Geschlecht ausstarb, und dessen Güteran die v. Welser und Gradenecker kamen.

sBucelini stemmst. Iii. Spangenberg, Adclsspiegel lt. ZedierXXXI. 38. (Vielleicht auch?) Vine. Joh. v. Graf: So erlischt derHeldenstamm v. Reichenburg, eine Ballade in Horrmaicr's Archiv fürGeogr. Vlll. Jahrg. 477-78. Schmutz III. 294. - Gauhe I. 1349.

- v. H.)

Rcichendurg, s. Neyhenburg.

Reichcncck, s. Schenk.

Rcichcnscld, s. Hermanin; Motehl; Reichard.

Reichcnsets, s. Riccabona.

st Rcichenrock, ein ausgestorbenes stehermärk. Rittergeschlecht,das eine gleichnamige Herrschaft besaß, und wovon die Lezten um dasJahr 1480 noch lebten. (Schmutz III. 301. v. H-)

1. st Ncichensteiu, eine in der Grafschaft Sayn, in der Ge-gend zwischen der Lahn u. Sieg begüterte Familie, die ein Schloßund kleine Herrschaft in der genannten Rhcingegend hatte, auf derEiner Namens Wilhelm zu Anfang des 15. Jahrhunderts ein be-rüchtigter Raubritter war, gegen den am 4. April 1408 eine

eigene Koalition errichtet wurde. Das Geschlecht starb im Jahre1529 aus und seine Besitzungen fielen den Grafen, jczt Fürstenv. Wied zu, denen es Franz v. Nesselrodc im I. 1639 ab-kaufte. Das Wappen dieser R. ist in den nachbenannten Stückendes Reichsanzeigers beschrieben und auf mehrere Nachrichten davonverwiesen. (Gauhe II. 949.) In Nr. 252 des R. A. vom Jahre1801 wurden Nachrichten von dieser Familie gewünscht und im311. St. des R. A. von 1801, S. 4068, gab diese der Justiz -Kanzleisckretär Will), v. Lüntzel zu Hannover sehr gründlich.(Cast, Adelsb. v. Baden. Fahne I. 354. II. llö.) Sie führtenin S. 3 schw. rechtsschräg absteigende Rauten u. im linken Ober-winkel einen schw. Stern, (v. Ledebur II. 275, am Ende des Art. Siebmacher III- 34. v. H.)

2. st Ncichensteiu, ein österr. Geschlecht, das seine Bestzungcnim Machlandviertel und sein Schloß auf einem Felsen mittenzwischen hohen Bergen hatte, das im I. 1295 noch bewohnt ge-wesen ist. Im 14. Jahrh. ist das Geschlecht ausgestorben.

jv. Hoheneck II. 601. Gauhe II. 949.)

3. Ncichensteiu, eine schles. Familie, wovon zwei, Johannund Nikolaus v. R., Kanzler des Herzogs von Volke gewesen,und nach 1492 Einer, Paul Ernst v. R., als Kämmerer des KönigsWladislaus in Ungarn und Böhmen vorkommt. Der geheimeRath Paul Nikolaus Frhr. v. R. wurde im Jahre 1720 Graf,(v. Ledebur II. 275, ohne Wappen-Angabc. M. v. M., Erg. 28.)Siebmacher bringt, I. 24, das Wappen eines Frhrn. v. N. bei;ob es hieher gehört, ist sehr zweifelhaft. (Gauhe II. 940. v. H.)

Ncichensteiu, s. Müller; Reich; Stain.

Ncichenthal. Außer dem bekannten Kanonikus Ulrich v. R.,welcher das für Heraldiker sehr interessanteConcilium Constanticnse"im I. 1413 herausgab, ist von seinem Geschlcchte nichts bekannt.

(Zedier XXXI. 40. - v. H.)

Rcichcrsdorf, s. Tann er.

st Rcichcrsdorffcr zu Pfaffing (Erding), altbayerisch. PeterR. zu P. in der Landtafel 1490.

Reichert. Der Regierungörath Bernhard Josef R. erhielt am12. Juni 1790 vom Kurf. Karl Theodor ein Adelsdiplom.

(v. Lang 497. v. Hefner, bayer. Adel S. 136. T. 128. v. H.)

Reichet, Leopold Thaddäus, aus dem Markgrafthum Mähren,wurde 1734 geadelt. sR. T. A. R.)

Reichczcr, K., kais. österr. Oberstlicutcnant, erlangte 1850den rittermäßigcn Adelstand. (M. S.)

Neichhcim, s- Mayer.

Reicht ». Reichelsheim!«. Kristof Ehrenreich R., niederösterr.Landschaftörestantcnkommissär, wurde im I. 1726 mit obigem Bei-namen geadelt. Nach Andern hieß er Reichel.

(R.T. A. R. - M. v. M., Erg. 415. v. H.)

Reichst» v. Mcidcgg, Melbeck, eine rHeinländische, frän-kische, schwäbische, österreichische u. bayerische Familie,aus der Jodok, v. R. schon vor dem I. 1369 als österr. Hauptmannvorkommt. Dieses Geschlecht hat bis auf 's Jahr 1652 den Besizdes geführten Frciherrnprädikats in Bayern erprobt. Aus dem-selben ist auch im Jahre 1723 Einer, Anselm, Fürst und Abt zuKempten gewesen. (Bucelini stemmst. III. v. Hattstein I. 41927.III. 410. Siebmachcr I. 116. n. 14. Seifert's Stammtafeln II.n. 14. Köhler's Wappenkal. 1738. Tab. 23 (wo es Reichling heißt).! Gauhe I. 1352. Zedier XXXI. 52. v. Meding III. n. 659.! Cast, Adelsb. v. Württemberg; desgl. v. Baden. Die Württemberg.