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3 (1865) M - Spaun : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 8680 Adels-Geschlechter
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Reichm Reig

Wappenbücher von K, Dorst n. I. A, Tyrofs. Tasckcnb. der freihcrrl,Häuser für 1854 u. f. Griesinger 1084. v. Hefner, württ. AdelS. II- T. 13; bayer. Adel S. 53. T. 55. v. H.f

1. Rcichmann, Johann Philipp, kurmainz. Schaffner zuBensheim, und seine Brüder, Joh. Ambros, Reichshofkanzler,Adolf Friedrich, Albrecht Philipp und Philipp Peter, wurden imJahre 1705 geadelt. fM. v. M., Erg. 419. v. Lang, Supplcm.S. 136. v. Hefncr, bayer. Adel S. 106. T. 128.f Der Reichshof -Kanzleikonzipist Josef Franz Anton Lorenz v. N. wurde im Jahre1731 mitEdler von" in den Reichsritterstand erhoben. M. v. M.,Erg. 195. v. H.f

2. Rcichmann- Gottfried R., prcuß. Artillerieoberst u. Kom-mandant zu Küstrin, gest. 1744, und Johann Nikolaus R.,preuß. Oberst und Kommandant zu Magdeburg, gest. 1782,beide Söhne des HofbaumcisterS Bernhard R. zu Berlin, sind,Elfterer am 23. Okt. 1715 vom Kaiser geadelt, und Lezterer späteranerkannt worden, fv. Ledebur II. 2754

3. Rcichimiitil ». Hochkirchen. Der Plazhauptmann Alois KonradN- zu Brünn wurde im I. 1777 mit v. H. geadelt- fM. v. M-,Erg. 4194 Der Vicepräsidcnt der niederösterr. Regierung,Augustin v. R., wurde im I. 1813 Freiherr. fM. v. M- 79.- v. H4

Reichmcijlcr, Nradcl, welcher 1412 in Urkunden erscheint. DieFamilie ist in Ostpreußen zu Hause und besaß noch im An-fange des 13. Jahrhunderts die Güter Langedorf und Gäns-lacke daselbst. Gottfried Salomen v. R. erwarb durch Heurathmit Anna Charlotte v. Waden die Güter Sand fort u. Het-lage im Osuabrück'schcn. Es scheint ziemlich gewiß, daß dieFamilie mit dem deutschen Orden nach Ostpreußen gekommen ist,und der Name möchte ein Amtsverhältniß anzeigen, besonders dabeim deutschen Orden die höheren Würden durchMeister" aus-gedrückt wurden, sv. Zedlitz. Bernd, Beschr. zu den Wappen derpreuß. Rheinprovinz III. 206. S. 96. v. dem Knesebeck. Grote,hannöv. Wppb. 9. 26. v. Ledebur II. 276. v. Hefncr, lpreuß.Adel S. 59. T. 76. Kneschke, Wappen I.f

Rcichumld, eine in der Ober- und Niederlausitz und inSchlesien begüterte Familie. Joh. N., k. schweb. Oberst undKommandant von Zittau, zu Semcaden in Litthauen gebürtig,wurde 1647 von Schweden geadelt. Die Familie ist auch inLitthauen und Sachsen angesessen. Bei der Standeserhebnngwurde der BeinameKämpfen" gegeben. Wappen?

fv. Ledebur II. 276. III. 330. Sinap II. 913. - Grosser's lausitz.Merkwürdigk. III. 50. Zedier XXXI. 216. v. H.f

Neichwih, s. Einkhcmmer.

ch Reideburg. eine alte schles. Familie, im Münsterberg'-schcn und Brieg'schen begütert. Joncehlin v. R. kaufte im Jahre1335 das Gut Rakschütz in der Nenmark Jenchlin.

fv. Ledebur II. 276. - v. H. Sinap I. 756. II. 914. Sieb-macher I. 61. n. 5. Gaube I. 1354. Zedier XXXI. 218.v. Meding II. n. 695.f

Rcidcr. Der Hamberg'sehe Hofrath Martin R., dann sein

Bruder Bernhard Gottfried, kurmainz. geh. Rath, erhielten am

24. Nov. 1769 von K. Franz I. ein Adelsdiplom.

fv. Lang 497. v. Hefner, bayer. Adel S. 106. T. 128. v. LedeburII. 276. v. H.f

Reibt, Neide, Raidt, Rieth. Unter diesem Namen führtFahne, I. 354 n. f., mehrere Geschlechter auf, die sich durch Ab-stammung und Wappen von einander unterscheiden, alS:

I. Ein altes Rittcrgeschlecht im Gerichtsbezirk Oberkassel

am Fuße des Siebcngebirgs. Wilh. v. Reyde, Ritter, starb 1368;sein Sohn Ludwig verkauft 1368 eine Weinrcnte aus dem Wein-Garten zu Neide.

II. Die f v. R., Bestzer der Herrschaft Reibt bei Gladbach.Im Schilde fünf Balken. Johann v. R. wird 1345 vom Grafenvon Jülich mit Reibe als Offenhaus belehnt. Scheinen im15. Jahrh. erloschen zu sein.

III. ch Reibt, Raidt. Stammhaus Rade vor dem Waldeim Berg'schen. Es führte einen Löwen im Wappen und schriebsich auch Roide, Rode. Henrich v. N. war 1353 Schultheis zuS i e g b u r g.

IV. -s Reibt, ein köln. Patriziergeschlccht; führte ein obenabgeschnittenes gezahntes schw. Kreuz in S., belegt mit einemHerzschild, worin ein Baum steht. Joh. v. R. war 1599 Bürger-meister zu Köln.

V. Ein anderes kölner Patriziergeschlecht v. R. mit einemgevierteten Schild, oben einen s. Stern n. zwei s. Pilgermuschelnin R., unten zwei r. Sterne und eine r. Pilgermuschcl in S.Joh. v. R. war 1539 auf dem Reichstag. Scheint im 17. Jahrh.erloschen zu sein. fv. Ledebur II. 2894

Rcidthmipt v. Röhenberg. Waren steycrmärk. Ritter.fSchmntz III. 30. v. H.f

7 Rcifcnstein, eine ausgestorbene Familie, welche in Steyer-mark die gleichnamige Herrschaft besaß.fSchmntz III. 303. v. H.f

Reiff, Rubert, wurde 1649 geadelt. sR. T. A. R4

Aciffciibcrg, ein rheinländ. frhrl. Geschlecht, das im Jahre942 schon vorkommt und wovon die eine Linie zum Unterschiedevon der andern, diemit den Ohren" genannt wird, weil sie aufihrem Helm Ohren führte. Johann Heinrich v. R., in den kni-trier'schcn Landen, und Hanns Dietrich v. R., kais. Oberst zuKomorn, erlangten, Erstcrer 1611, Lezterer 1622, die freiherr-liche Würde. fR. T. A. R. Dorst, allgem. Wappcnb. 85. FahneI. 355. II. 115. v. Ledebur II. 276. III. 330. Schannat, Client.Fuld. 141. Siebmacher V. I3l. n. II. 12. Humbracht, Tab. 63

65. 291. v. Meding I. n. 680 u. f. v. Hattstein I. 42733.

- Zedier XXXI. 225-27. - Gauhe I. 1354. II. 949. v. H.fZwei Linien sind erloschen, eine blüht in Belgien.

Neisscubcrg, s. Rötel- Uciffcnscls, f. Un seit ig.

7 Rciffenstcin, eine alte fränk. Familie, die auch im Braun-schweig'schen und in Frankfurt a/M., sowie in der GrafschaftStollbcrg seßhaft ist. fv. Ledebur II. 276. III. 330. - Gauhe

I. 1355. Zedier XXXI. 228. Lüdersen'« Samml. v. H.f

Rcigcrsbcrg, eine dermalen im Königreich Bayern ansässigeund begüterte Familie, deren AnHerr Nikolaus Georg R., kur-mainz. Rath u. Stadtschultheis zu Aschaffenburg, im Jahre1635 in den Adelstand erhoben wurde. Sein Enkel Veit Franzv. R. war Reichshofrath und erlangte von Kaiser Leopold am

II. Mai 1795 die frhrl. Würde. Auf Grund dieses Diplomswurden auch die Enkel des Joh. R., eines Bruders von NikolausGeorg, als adlich und Freiherren anerkannt und in Bayernausgeschrieben. Heinrich Alois Frhr. v. N. gelangte um 1893 zurWürde eines kathol. Reichskammergerichtspräsidenten, worauf der-selbe von K. Franz II. am 3. Sept. 1893 in den Grafcnstand er-hoben wurde. Diese Standescrhöhung wurde auch dem FreiherrnFriedrich Karl v. R., welcher früher großherzogl. würzburg'scher