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2 (1855)
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steht doch so viel fest:' erstens, dass der Gebrauch des Prädikates Edle Her-ren bei diesem Geschlechte durch Urkunden vom 12ten bis löten-.Jahrhundertebis jetzt nicht dargethan worden ist. Zweitens wohl aber, dass die v. Plothoder Magdeburgischen Dienstmannschaft angehört haben*). Drittens, dass erstmit dem Ausgange des löten Jahrhunderts die Bezeichnung Edle Herrenanhebt**).

XII. Die Seliciickcn von Landsberg. Herren zu Teupitz u. s. w. Alleurkundlichen Zeugnisse des 13ten Jahrhunderts zeigen uns die von Landsberg,die ihren Namen von dem im Delitzscheu Kreise gelegenen Städtchen empfin-gen, als zum Stände der Kitterschaft gehörig***); ja, auch das Schenkenamtder Markgrafen von Meissen, welches sie seit dem 14ten Jahrhunderte ihremBesitznamen vorzusetzen pllegenf), schliesst sie von dem höheren Adel aus.Wenn sie aber dennoch seit dieser Zeit mit dem höheren Adels-PrädikateEdle Herren bezeichnet werdenff j, so verdanken sie dies lediglich dem Be-sitze des Burggrafenamtes zu Geissenfff), so wie der Herrschaften, nach de-nen sie sich abwechselnd Schencken von Sidow (Seyda), von Teupitz, vonPeitz, von Leuthens, von Wusterhausen, von Buchholz zu nennen pflegten *f).Ihr bedeutender Antheil an dem Umfange des heutigen Teltowschen Kreisesward nach ihnen das Sehencken-Ländchen genannt. Um das Jahr 1720 er-folgte das gänzliche Erlöschen dieser angesehenen Familie.

XIII. Die Herren von Strelile. Nach Strehla an der Elbe im Meissen-scheu, dem Sitze einer Burggrafschaft, der zuerst der Tammoische Stammvorstand **f), und nach dessen Abgange ein Zweig der Burggrafen vonLeissnig***f), nannte sich auch ein ritterliches Geschlecht, dessen Mitglieder

*) Im Jahre 1191) werden zuerst die nobiles und dann die ministcriales ecclesieMagdeburgensis genannt, und unter diesen obenan Johannes de Plote (Gercken c. d.III. til). Ebenso kennt der oben erwähnte Verfasser der Niedersächsischen Glosse zumSachsenspiegel, Johann von Buch, die von Plotho nicht anders als Dienstleute, indem ersagt: ,,de van Meindorpe sint schepenbar vrven und sint doch der van Plote man, datsint Dinstlude" (Märkische Forschungen IV. 266).

**) Zuerst Werner Edlen von Plothow 1577 (Grundmann Uckermark. Adelshist. S.77). Leichenpredigt auf denselben, der den 12. Aug. 1.589 gestorben. Dieser WernerEdler v. Plothow, Senior des hohen Stifts zu Magdeburg hat in seinem Testamente d. d.18. Dcbr. 1588 ein Familienstipendium gestiftet:nach welchem zwei seines Geschlech-tes, auch sonst einen Stiftsgenossen jungen von Adel ad studia academica auf drei bissechs Jahre, auch etwas zur Schule bis ins 17te Jahr, und einen Bürgerssohn ein kleinStipendium gereicht werden soll" (Geh. Staatsarchiv nach einer handschriftlichen Bemer-kung W o h 1 b r ü c k s).

***) Urkunden von 1212, 1216 (Horn Sächs. Handbibl. p. 138), 1217 (v. Ludwigreliq. I. 33), 1220, 1235, 1264 (Schüttgen u. ICreysig dipl. I. 175,. 183, 188, 191),1272 (v. Dreyhaupt Saalkr. I. 281, 809).

jj -Zuerst Albert Schenck von Landsberg 1353 (Horn Sächs. Handbibl, p. 139).ff) Urkunden von 1361, 1394 (Schüttgen u. Kreysig ;1II. 425, 460), 1428, 1431(v. Raumer c. d. I. 112, 116), 1430, 1431, 1436 (Riedel II. I-Iptth. IV. 114, 127, 147),1436, 1440 (Gereken c. d. I. 106. VII, 260) u. a. ui.

j-ff) nobilis vir dominus Ilermannus burgravius de Golsyn 1318 (Riedel II. Hptth. I.422). Dass Hermann zu dem in Rede stehenden Geschlechte gehürte, erfahren wir 1301:Johann und Hermann, Burggrafen zu Gholsyn, Gebrüder von Landsberg (Horn Sächs.Handbibl. S. 139).

*f) Wohlbrück in v. Ledebur AUg. Arch. XVI. 2128.

**f) Burggraf Tammo von Strele 1206 (Worbs inyentar. p. 61).

***f) Märcker Burggrafen von Meissen S,,. 1%.