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Sclielfkirche zu Schwerin den Namen Marten Slone*); allein die Existenz einerLandschaft in diesen Gegenden, die einem deutsehen Orte ihren Namen ver-dankt, deutet doch augenscheinlich auf eine Herrschaft hin, für deren Begrün-der wir die Edlen von Sehlen in Westphalen zu halten uns berechtigt glauben.
VI. Was nun aber dem vermutheten Zusammenhang der Edlen von Vlothound der Edlen von Schlon in Westphalen untereinander und mit den Herrenvon Flotow in Meklenburg ein sehr entscheidendes Gewicht giebt, das ist dieUebereinstimmung des an sich durchaus ungewöhnlichen Wappenbildes der imvorigen Jahrhunderte erloschenen Familie von Schlon in Westphalen, welchesich in letzter Zeit gewöhnlich von Chalon schrieben und in die Linien genanntGehlen und genannt Trib.be theilten, mit denen von Flotow in Meklenburg.Denn jene führten im rothen Felde ein von vier goldenen Bingen begleitetesgoldenes Andreaskreuz. Eben ein solches Andreaskreuz führte auch Drovesvon Vlotho in Meklenburg in dem ältesten bis jetzt bekannt gewordenen Sie-gel von 1346**). -— Aber selbst wenn hier statt eines Andreaskreuzes auchwirklich das späterhin gewöhnliche gemeine, oder auch ein Ankerkreuz vor-kommen sollte, so würde dieser Unterschied nur ein durchaus-ulierheblicherund immer nur ein solcher sein, wie er bei Abzweigungen verschiedener Ge-schlechter gleichen Stammes üblich ist***).
VII. Die Thatsache endlich, dass die von Schlon, welche in Urkundenbis zu Anfang des 13ten Jahrhunderts mit dem Prädikate der höheren Nobili-tät erscheinen, ein und dasselbe Geschlecht sind mit der späterhin unter demniederen Adel erscheinenden ritterlichen Familie von Schlon, räumt auch dieBedenken hinweg, dass die dem niederen Adel angehörigen Herren von Flo-tow in Meklenburg eben dieses Standes-Unterschiedes tvegen nicht zusammen-hängen könnten mit den Edlen von Vlotho in Westphalen. Die zahlreichenähnlichen Beispiele, welche gegenwärtiges tieft der „Dynastischen Forschungen"vorführen, wird einem solchen Einwände alle Kraft nehmen.
*) Jahrbücher III. B. 193.
**) G. v. Flotow Beiträge zur Geschichte der Familie v. Flotow S. 8.
***■) Iiier muss ich auf meine in den Märkischen Forschungen Bd. III. u. IV. mifge-theilte Abhandlung: ,,Der Adel der Mark Brandenburg nach VVappenbiidern gruppirtund auf Stammes-Gemeinsehaf't zurückgeführt", verweisen.