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2 (1863) G - L : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Linden

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die jezt wegen ihrer Besizungcn in Württemberg zur Ritter-schaft dieses Königreichs gehört. Ich. Heinrich v. L., knrmainz.geh. Rath, Urenkel des aus den Niederlanden nach dem Mainsich wendenden AnHerrn (Peter v. L.), brachte die frhrl. Würdeauf sein Geschlecht. In den Jahren 1844, 1856 n. 1852 wurdenPhilipp Heinrich Frhr. v. L., großherzoglich Hess. Kammerhcrr,Edmund Frhr. v. L. auf Burgberg, k. württcmb. Oberst,und Franz v. Paula Frhr. v. L., k. württemb. Kammerhcrrund Gesandter am wiener, dann am berliner Hefe, in denerblichen Grafcnstand erheben. Heinrich Alexander Graf v. L.,k. Württemberg. Hauptmann im Gencralquarticrmcistcrstab, er-hielt 1859 die Erlanbniß, den Namen dcS ansgesterbencn Ge-schlechts v. Weikmann-Fraucnberg annehmen und sich Grafv. L.-W.-F. schreiben zu dürfen.

(Taschen!), der grast Häuser v. 1847 n. 1354. — Genealog. Jahrb-des deutschen Adels 1844 n. f. — v Zedlitz. — Bayer. Wppb. XIII. 19-XV. ZV. — Württemb. Wppb. v. I. A. Tyroff u. jenes von Dorst. —Cast, Adclsb. v- Württemberg. — Brockbans, Konvcrs. Lex. 5tc Ausg.Bd.Xll. I.Abth. S. 123. L.Abth. S. 647. — A.A. Zeit. v. 6. Mai 1825.

— I. W. K. Steiner, Gesch. des Frcigcrichts Alzenau S- 139 u f. —Nekrolog der Deutschen ans 1325. — Kgl. wtirtt. Reg. Blatt v. 18t>3.Nr. 1; von 1816. Nr. 19; von >823 Nr. 23. — K. württ. StaatShdb.von 1824. — Taschenb. der frhrl. Hänser v. 1851. — Griesinger 326.

— v. Hcfncr, württ. Adel S. 2. T. 2. S. 9. T. 11 ; baycr- Adel S. 15.T-9. S. 45. T. 44; Erg. Bd. S. 19.37. Kncschkc, deutsche Grafenh.It. 38. — Hdb. z. Taschenb. der Grafenhäuser S. 522. — v. LedeburII. 33. — v. H. — Hopf, hist. gencalog. Atlas Ii. 56.)

2. st Linden, eine schlcs. Familie, vormals de Linda ge-nannt, die aus dem Großherzogthnm Toskana nach Bayernund von da nach Schlesien kam und deren Stammschloß Lindaoder Lindenburg im Flor entin ischcn gelegen ist. Sie besaßScharfenort in Schlesien und ist 1766 erloschen, sv. Zedlitz.

— v- Ledebur II. 38. n. II. im 2. Art.) Wappen; In Blau einegr. Linde. (Sinap II. 781—83. — Ganhe I. 993 n. f. — Zedier XVII.S. 1371. — v. H.)

3. Linden, Lyndcn, in Geldern. Diese Familie leitet ihrenUrsprung von den alten Grafen v. Aspermont her und besizt

— neben manchen anderen Gütern — Hemmen. Im I. 1676wurde dieses Geschlecht in den Freihcrrnstand erhoben. DiejenigeLinie, welche Reckheim besaß, erlangte 1686 den Grafenstand,nach deren Erlöschung im I. 1817 auch andere Linien dieses Ge-schlechts mit derselben Würde begnadigt wurden. Das Stamm-Wappen besteht in einem r. Schilde mit g. Kreuze, ans dem Helmein schw. Windhund. (E. Ch. Bntkens, Annal. genealogigucszc. 1626.fol. — Taschenb. der gräfl. Häuser unter Aöpcrmont. — DeutscheGrafenhäuser, auch unter Aspermont. — V.Zedlitz. — Fahne I. 249.

— v. Ledebur II. 38. n. I. im 1. Art.)

4. Linden, eine Familie, welche ans dem Hildesheim'schcnstammt, aus welcher Glieder 1866 u. in folg. Jahren im Preust.Heere standen und welche dermalen vorzüglich in Schlesien sichaufhält, v. dem Knesebeck, Taschenbuch des Adels in Hannover,zält sie nicht zum Adel, ob sie gleich, in Preußen wenigstens,stillschweigend anerkannt worden zu sein scheint. Ein eigenesWappen hat sich noch nicht gezeigt. Dasjenige, welches die Fa-milie führt, ist dem Siebmacher entnommen, sv. Zedlitz, Ad. Lex.

— v. Ledebur II- 38. n. III. im 2. Art.) v. Ledebur scheint dieseFamilie mit jener unter Nr. 8. zu vermengen.

5. st Linden, eine von Schweden geadelte Familie in Pom-mern, woselbst sie beträchtliche Lehngüter besaß, die aber 1763 infreies Eigcnthum verwandelt wurden. Besonders gehörte dem Ge-

schlcchte Broock, Buchholz, Hohenküssow, Sicdcnbüssow,Teilin, Heinrichshagen n. Philippshof im demmin'schenKreise, Wictzow u. Bartow im anklam'schen Kreise, Daber-kow, Prietzenow, Tützpatz, Prips leben und Neuen-hagen im demmin'schen Kreise. Mit den erstgenannten eidlichenGütern im demmin'schen Kreise wurde der k. schwed. Kommcrzicn-Kommissarius Kristian v. L. am 12. Juli 1765 vom König vonSchweden belehnt; von diesem kamen sie auf seinen Sohn Karlund von diesem wieder an dessen drei Söhne Kristian Bogislaw,Dettlaf Gustav Friedrich und Karl Friedrich v. L. Die anderenGüter wurden durch Kauf erworben und mittels Vertrag vom26. Okt. 1733 unter den gedachten drei Brüdern gethcilt. Diesev. L. führten einen in die Länge herab dreifach getheilten Schild,in dessen mittelstem s. Felde eine Linde, im r. Felde zur Rechtenein Merkuriusstab, und im g. Felde zur Linken eine r. u. w. Schach-Tafel. Auf dem Helme ragt aus einem AdlerSflügcl ein gehar-nischter Arm hervor, welcher in der Hand einen Flizbogcn hält,über welchem zwei Pfeile kreuzwcis gelegt sind. Hclmdcckcn rothund silbern. Das Geschlecht ist 1785 erloschen. Güter, Wappenund Name» gingen 1786 ans den Prälaten v. Heyden in Pom-mern über, welcher die lezte Tochter (wahrscheinlich deö prcuß.Lieutenants beim bayrcuth. Regiment, ein Bruder des General-Majors Kristian Bogislav v. L.) gehcurathct hatte. Neber denUrsprung der Familie ist dicßortS nichts bekannt; doch scheint derStammvater ein glücklicher Handelsmann gewesen zu sei», wie dasWappen und der Titel des Kristian v. L. anzudeuten scheinen,welcher in den schw ed. Adelstand erhoben worden. Näherer Auf-schluß möchte in dem elzow'schcn pommcr'schen AdelSspiegcl, eineHandschrift im stcttin'schen Landschaftsarchiv, und vorzüglich in derSammlung des Kammerherrn v. d. Osten von Nachrichten vonPommern, ebenfalls eine Handschrift, worüber das stcttiner Land-schaftsarchiv wird Auskunft geben können, zu finden sein.

sBrügqemann, Bcschr. v. Pommern 1779—1784. I. Th. S. XLVIIII.VXXX. 72. 99. 109. — v. Ledebur II. 38. u. I. lm 2. Art. III. 391.)

6. Linden, von der, eine freihcrrliche Familie im HcrzogthumeBrabant, die das Großforstmeistcramt des Herzogthnms besessen,und im I. 1663 in den Frciherrnstand erhoben wurde. Sie führtden Beinamen v- Hoogh Vorst von einem 2 Stunden von Brüsselgelegenen, von der Familie aber abgekommenen Schlosse, welchenTitel sie bei Erhebung in den Freiherrnstand erhielt. In neuesterZeit scheint sich die Familie nur noch Hooghvorst zu schreiben.Das Wappen besteht in einem r. Schilde mit g. Haupte, worindrei r. Schlägel mit Stielen erscheinen. Schildhalter; Rechts einLöwe mit Fahne und dem lyikcn'schcn Wappen, links ein ge-tigerter Hund mit Fahne nach dem van der linden'schcn Fa-milicnwappcn. (Aus schriftl. Familiennachr. — v. Ledebur II. 38.n. III. des Art. — L'Erect. de toutes lcs tcrres du Brabant p. 79. —Garthe I. 999; Anh. 1655. — v. H.)

7. Linden. (In Schw. ein g. Andreaskreuz; auf dem Helmeein schw. Hundskopf.) Diese Familie besaß das Erbschenkenamtvon Geldern. Fahne, II. 88, hält sie mit den Beeck u. RoheEines Stammes. (Die Beeck auf Schloß Becke bei Wickrathführten ein schw. Andreaskreuz in G. und Hundekopf auf demHelm, waren schon 1258 in Köln ansässig; die Rohe in R. eins. Andreaskreuz und einen Hirschkopf auf dem Helm; erscheinen1397 und sind bei der westfälischen Ritterschaft aufgeschworen.)

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