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2 (1863) G - L : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Linden — Lindenh

v. Ledebur, II- 38, glaubt, daß sie gleichen Stammes mit denL. iu den Niederlanden (ein gemeines g. Kreuz in R. führend)sein möchten.

8. 7 Linde», eine alte, im 15. Jahrhundert in der GrafschaftMark vorkommende Familie, aus welcher Ernestus de L. eineVereinigung zwischen der grafschaft mark. Ritterschaft n. einigenStädten bewirkte. Sein Siegel zeigt drei Lindenblätter, 2. 1, imSchilde, sv. Steinen, westfäl. Gesch. II. 782.) Diese Familie ist,wie derselbe Schriftsteller sagt, von den v. d. L-, welche zu Camcngewohnt haben, von welchen nicht viel bekannt ist, und auch dasWappen nicht, ganz verschieden. Tonnis v. d- L- war 1462Burgmann zu Camen. sv. Steinen, westfäl. Gesch. III. 13.)

Linden, s. Schlann v. L.

Lindenau, Lindcnow, eine alte adliche Familie in Meißen,deren Stammfiz gleiches Namens nahe bei Leipzig gelegen und bisin's 16. Jahrh. bei dieser Familie geblieben ist. Die Herren diesesGeschlechts kommen schon 1216 in Urkunden vor, und Einige vonihnen erwarben sich in Sachsen, Mansfeld, besonders aberim Gotha'schen große Verdienste. Die Verbindung dieser Familiemit der gleichnamigen in Dänemark, von welcher in der Mittedes 17. Jahrhunderts Einer als Reichsrath und ein Anderer alsReichsadmiral sich sehr berühmt machte, läßt sich nicht mit völligerBestimmtheit nachweisen, so wie auch die Wappen Beider ganzverschieden sind. Da das Wappen Jener mit dem, das diev. Leutsch führen, viel Ähnlichkeit hat, so glaubt man, daßauch diese mit ihnen einerlei Abstammung hätten. Ein Theil der-selben oder deren Linien (der sächsischen) wurde von KaiserFranz I. im November d. IS. 1764 in den Grafenstand erhoben.Auch in Erfurt gab es ein — nun erloschenes adliches Patrizier-Geschlecht v. L., welches wahrscheinlich von den sächs. v. L. ab-stammte. (v. Zedlitz. — Dipl. Jahrb. f. d. preuß. Staat 1843. S. 261.— Sicbm., Supplcm. XI. 2.) Im I. 1824 erhielt der s ä ch s. Majorv. L. die Erlaubniß, Wappen und Namen der v. Just mit denseinigen zu vereinigen. (Diplomat. Jahrb. für den preuß. Staat 1841.Abth. 2. S. 43. — v. Ledebur II. 39. III. 301. — v. Hefner, sächs.Abel S. 12. T. II. S. 37. T. 41. - Sächs. Wappenb. I. 37. V. 64.)1842 starb der gräfliche Zweig aus. (Brotuff's Merseburg. Chronikin der Dcdikation. — Albini, wcrthcrn'schc Chronik 66. — Gauhe I.S. 910; Anh. S. 16. — Suaningii Chrvnol. Dan. p. 194. — v. Uechtritz,dipl. Nachr. II. 64—68 ans d. Kirchcnbnchc zu Machern v. 1693 — 1776,aus dem Kirchenb. zu Koberöhayn zc. von 1611 — 1792 im V. Theil 102—105. — Siebmacherl. 159. n. 10. — v. Meding I. n. 433. 484. —König III. 727 — 39, wovon Tafeln auch in folgenden abgeändert vor-kommen. — M. S. Schncider'S Nachr. von dem adl. lindcnau 'schcn Ge-schlechte älterer Linie zu Machern und Polenz; in Klotsch u. Grundig'sSamml. zur sächs. Geschichte VI. 169—220. VII. 344—59. — Allgem.genealog. Handb. I. 658. — Zedier XVII. 1375 — 80. — Hartmann'sSammlung. — v. H.)

Lindenlnich, s. Komers.

f Lindcnlicck, ein mecklenbnrg'sches, im 17. Jahrh. erlo-schenes Geschlecht, sv- Meding II. n. 497. — v. H.)

1. 7 Lindcnbcrg, ein ausgestorbenes Geschlecht im Turgow,dessen Stammschloß bei Oberdüren gelegen, sv. Ledebur II. 39.)Die Familie war im Brandcnbnrg'schen begütert.

(v. H. — Zedier XVII. 1381 n. f.s

2. Lindtiilierg, ein österr. Geschlecht.

(Zedier XVII. 1381. — v. Zedlitz. — v. H.(

Lindcnbcrg, s. Simon.

Lindcnboom, eine brabanter Familie, aus welcher Karl v. L.

Generalmajor der Staaten von Holland und herzoglich hild-burghaus. geh. Rath, auch Drost der Stadt und GrafschaftCuylenbnrg gewesen, und, wie Gauhe vcrmuthet, seiner vielenVerdienste wegen geadelt worden sein mag.

(Gauhe, Anh. 1655. — v. H.)

Findcnbrand, s. Lunz.

Lindcnbroch, Lindenbrog (Linnenbroke), Lindcbruch, ein nieder-stichst Geschlecht, das zwar schon im I. 1361 im stedingerLande bekannt, im I. 1526 aber vom Erzbischofe zu Bremenals adlich anerkannt wurde. jJ. H. v. Seelen, Ilrspr. der berühmtenlindcnbrog'schcn Familie in Hamburg aus dem H. Bremen in der 6tenSamml. der bremen'- n. verden'schen Merkwürdigk. Bremen, 1761. 3.S. 422. — Mußhard, mvnum. nobil. Brem. 344. — Zedier XVII.S. 1383—86. — v. H.s

Lindcnbnchcl, s. Rainer.

Lindcnbnrg, s. Schimmelmann.

Lindciifcld, s. Pfleger; Pnrbanm.

1. 7 Lindcnscls. v. Hefner, sächs. Adel S. 13. T.II, führtdas Wappen einer srhrl. Familie v. L. an, welches weder denfrank. L., noch den Mosbach v. L., noch den Craysen v. L.gehört, nämlich ein g. Lindenbaum in Blau. (Sächs. Wappenb.III. 33- — v. Hcfncr, preuß. Adel S. 53. T. 67.) Die bah er.v. L. in der Oberpfalz führen in S. einen schw. schrägrechtenBalken mit drei g. Sternen belegt; die Mosbach v. L. in Blauein s. Hirschhorn; die Crays v. L. in B. zwei s. Querbalken.Das von v. Meding, II. n. 499, beschriebene, angeblich v. lindcn-fels'sche Wappen beruht auf einer Verwechslung mit dem v. linden-städt'schen Wcippem sb. Ledebur II. 39.)

2. 7 Lindcnfcis, oder vielmehr Crays v. L., mit den zwei s.Querbalken in B., ist ein altes, aber erloschenes rhein. Geschlecht.

(Sicbmacher I. 133. — v. Hatlstcin I. II. III.)

Lindcnsels, s. Mosbach.

Linbcnfclß, ein uraltes fränk. und schwäb. Geschlecht, dasnicht mit den Mosbach v. Linde nfels verwechselt werden darf,und dessen Stammschloß im Kanton Odenwald liegt, aber schonlange an die Markgrafen von Baden vertauscht wurde. Seit demI. 1765 ist es freiherrlich. Einige gedruckte und geschriebene Ur-kunden dieser Familie mit Wappen und Stammbaum ans Wachs-Leinwand gemalt wurden im R.A. 1862, Nr. 283, für 36 Dukatenausgcboten. Die Familie theilt sich in der Oberpfalz in diethumsenrcnther und in die reislasscr Linien.

(v. Hcfncr, daher. Adel S. 45. T. 44; preuß. Adel S. 53. T. 67. —v. Ledebur II. 39. — v. H. — Frhrl. Taschcnb. v. 1861. — Biedermann,Altm. Tab. 48; Geb. Tab. 141—51; Altmnhl, Suppl- n. Geb. Vorrede.— Zedier XVII. 1386-93. — Salver 706 u. f. — v. Hattstein III.S. 317 n. f. — v. Meding II. n. 498 n. 99, wo zwei verschiedene Wappenangegeben werden, das Vaterland des zweiten aber nicht. — Gauhe I.S. 9lO n. f. — Tyroff, Tab. 43. 59. — Sicbcnkccs I. B. I. Abschn.2s Heft. S. 59 u. f. — v. Lang 178. — v. Zedlitz.)

Lindcnhain u. Frcycnlicrg. Der Gnbernialrath und Krcishaupt-mann Johann Baptist Edler v. L. n. F. zu Hradisch wurde imI. 1814 in den Rittcrstand erhoben.

(M. v. M., Erg. 171. — v. H.)

Findcnhciin. Johann Jakob v. L. erhielt im I. 1765 die Be-stätigung des von dem Fürsten von Eggenberg verliehenen Adels.

(M. v. M., Erg. 362. - v. H.)

Lindcnhcii», s. Katzer; Locher; Olbrecht.

Lindcnhciniii, s. Henrichs.

Lindcnhoiic», s. Prüeschenk.