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überliefern wolle», vom damaligen Podcsta von Verona, Ezzelino,grausam hingerichtet. Im I. 1262 wurde aber der nächste Vetterdieser ermordeten Bruder, Mastino dclla Scala, vom Volkeinstimmig zum Podesta gewählt und wurde der Gründer des ^nachmaligen so berühmten Geschlechtes der Scaliger. Er wußtesich die Herrschaft über Verona u, Vicenza erblich zu erwerbenund dieselbe unter dem Namen einer Statthalterschaft vom röm,Kaiser bestätigt zu erhalten. Can grande I. (1311 —1329),der als der ausgezeichnetste Herrscher und Edelherr von ganzOberitalicn galt, brachte die Macht seines Hauses auf eineungeahnte Höhe; allein seine Söhne verloren durch üble Wirt-schaft nach und nach die meisten Städte und Besizungen wieder.Dazu kam noch, daß von den herrschsüchtigen Scaligern die Bei-seitcschaffnng aller Prätendenten, vor Allem der eigenen Brüder,in mehr als welscher Art betrieben wurde; und so kamen die Fol-gen der Blutschuld über das ganze Geschlecht. Anton, der lcztcScaliger in Verona, fiel 1388 durch seine eigenen Soldaten,nachdem sein Haus 128 Jahre diese Stadt und ihre Provinzenbeherrscht hatte.
Von einem natürlichen Sohne Can grande II., Wilhelmde la Scala, waren noch fünf Söhne vorhanden. Zwei vondiesen, Bruno und Anton, wurden nach einem vergeblichen Ver-suche, die Herrschaft zu Verona wieder zu erlangen, von der Re-publik Venedig sammt dem ganzen Geschlechte geächtet und ver-folgt. Sie flohen mit ihren Brüdern nach Deutschland, nachOesterreich und Bayern. Bruno und Freimund starben inkaiscrl. Kriegsdiensten zu Wien, Elfterer 1437, Lezterer 1443;Nikodemus wurde zuerst Herzog Heinrich's von Bayern-LandshutStatthalter, dann Bischof zu Fr ei sing und starb auch 1443;Bartholomäus, der vierte Bruder, war auch ledig zu Fr ei sing1433 gestorben, und nur der fünfte Bruder, Paulaus, Pflanztemit einer v. Fraunberg den Stamm fort. Er wie seine Nach-kommen verdeutschten ihren Namen de la Scala in „von derLeiter" und nannten sich zugleich Herren zu Bern (Verona)und Vizenz (Vincenza),
Die v. d. L. erwarben durch Heuratheu uud gute Wirthschaftviele Güter in Bayern, als Am er ang, Eisolzried, Waldan der Alp u. s. w. Ilm 1666 starb Dietrich v. d. L., der Lezteder Scaliger, ohne männliche Erben. Seine Schwester Johannabrachte die Güter und das Wappen ihres Geschlechts durch Heu-rath an Sigmund v. Samberg, bei dessen Geschlecht sie ver-blieben, bis nach dem Aussterben der Lamberg v. Amerangdas leztcre Gut an die v. Crailsheim kam, welche es nochbesizen. fv. Gumppenberg, die lezten Scaliger als obcrbayer. Edelleute.— Oberbayer. Archiv VII. — Valvasor, Ehre des Herzogth. Krain IX.S. 40. — Zedier XVII. 36-38. — Hefncr, st bayer. Adel S. 19.Taf. t5.j Siehe auch Bern.
Leitershofen, s. Schulz.
Leitgcb, Georg, österr. Hauptmann in der Marineartillerie,erlangte 1856 den rittcrmäßigen Adelstand.
HA. A. Zeit, von 1856. — Oesterr. Milit. Schcmat. von 1856.)
Leithe, ein märk. Geschlecht, welches auch unter den NamenLcitte, Leytcne vorkommt. Nach v. Ledebur, II. 22. III. 366,gibt es zwei Geschlechter dieses Namens in der Grafschaft Mark;das eine derselben führt in S. einen mit drei g. Kugeln belegten
r. Schrägrcchtsbalken und soll zum Stamme der v. Vittinghofgehören. Das andere hat einen qncrgethcilten Schild, oben in G.zwei r. Bremsen, unten in Gr. drei s. Rosen; soll zum Stammeder v. Aschenbrock gehören. (Abel, preuß. Rittersaal S. 76 in derpreuß. n. brandcnburg. Staatsgeogr. — Siebmacher II. 112. — ZedlerXVII. yl). — Fahne I. 244. 11.85. v. Steinen, wcstfäl. Gescb. III.S. 407. T. llXIV. 7. 8.)
1. Lcithncr. Der sicbenbürg. Gubcrnialrath n. Hofkammcr-Kommissär Josef L. zu Jdria wurde im I. 1796 in den Ritter-und im I. 1813 in den Frciherrnstand erhoben.
HM. v. M. 66. >26. — v. H.)
2. Lcithncr, Josef A., österr. Hauptmann im Art. RegimentNr. 5., erlangte 1856 den rittcrmäßigen Adelstand.
HA. A-Zeit. v. 1856. — Oesterr. Milit. Schcmat. v. 1856.)
Lcithotd. Karl Friedrich Andreas L., Licut. im Ingenieur-Korps, und dessen Bruder Johann Gottfried Theodor wurden am12. Dez. 1799 vom König von Preußen geadelt.
sv- Zedlitz. — v. Ledebur II. 23. — v. H.)
Leitlmair, ein österr. Geschlecht.
(Siebmacher III. 66. — Zedler XVII. 43.)
1. Lcitncr. Albin Kristian Alois v. L., Rittergutsbesizer,erlangte 1856 den bayer. Freiherrnstand. Die Familie hat 1647und am 3. Juli 1651 den rittermäßigen Adel erhalten.
sTaschenb. der frhrl. Häuser 1858. — v. Hefncr, Erg. Bd. S. 16. —A- A. Zeit, von 1856.j
2. Lcitncr. v. Hefner, Mecklenburg. Adel S. 13. T. 11, führteinen Bürgermeister v. L. zu Tcssin aus dem Mecklenburg. Staats-Handbuch an. Er war am 26. April 1863 geadelt worden.
sv. Hefner, Erg. Bd. S. 32. Taf. 15.)
3. Lcitncr o. Lcitenau. Der Münzamtsdirektor Joh. Mich. L.in Mailand wurde im I. 1794 mit dem Beinamen v. Lcitenaugeadelt. sM. v. M. 218. — v. H.)
4. Lcitncr v. Fcitcntrcu. Der kais. österr. Lieutenant JgnazL- wurde 1827 mit v. Leitentreu geadelt. sE. S.)
Lcitlch v. LcitcnM. Alexander L. wurde im I. 1787 mitdem Beinamen v. Leitenfeld geadelt.
jM. v. M., Erg. 357. — v. H )
Lcittenklininicr. Der Hammcrgewerke Josef L- wurde im I.1793 mit „Edler von" geadelt.
sM. v. M., Erg. 357. — v. H.)
Lcittcr, s. Leutter.
Lcittersam, ein freiherrliches Geschlecht, dessen Wappen Sieb-macher, IV. 9, und Zedler, XVII. 44, geben.
Lcirncr v. Gründcrg. Der österr. Hauptmann Johann L.wurde im I. 1761 mit dem Beinamen v. G. in den Adelstanderhoben. fM. v. M. 219. — v. H.)
Lcksgycki, ein polnisches, im Posen'schen seßhaftes Ge-schlecht mit dem Wappen Warnia. sv. Ledebur II. 23.)
Lclio, Edler v. Kpamwchi. Der österr. Oberst L. Edler v. S.wurde im I. 1795 in den Freiherrnstand erhoben.
(M. v. M. 66. — v. H.)
Lctiwa, eine Posen'sche Familie, von welcher v. Ledebur, II.S. 23, das Wappen angibt. 1854 stand ein Lieutenant v. L. impreuß. Heere, sv. Hcfner, waldecker Adel T. 7.) 1835 warein Konstantin v. L-- S lotwi nski Mitglied der krakauer ge-lehrten Gesellschaft und Direktor des ossolinskischen National-Jnstituts zu Lemberg.