Lamp — Land
3. st Lamprecht v> Gcroldöhascn, ein im I. 1523 erloschenesfr link. Geschlecht, das im fränk. Kanton Steigerwald beson-ders mit dem Städtchen Gcroldshofen unweit Haßfurt an-sässig war. Wappen: In S. ein springender rother Fuchs. ZuFührung diese« Wappens erhielten schon 1103 die v. L- von derfränk. Familie v. Fuchs die Erlaubniß (?). M. s. a. die v. Fuchs.
sBiedcrmann, Steigern,. Tab. 22V—23. — Salvcr 355. — Schannat,Client. Fuld. 122. — Siebmacher II. 79. n. >2. — v. Meding II. n. 480.- v. H-s
Lampsnis. Die Freiherren v. L. sind eine niederländische,im Haag sich aufhaltende Familie. Ein Frhr. v. L. war 1796prenß. Kammerherr. sv. Ledebur lt. 4. — o. H.s
Lana, ein italien. Geschlecht, ans welchem 1835 FaustinEdler v. L- Dcputirter der Stadt Brcscia bei der Provinzial-Kongregation war.
Lancicollc. Die v- L- stammen aus einer adlichen, der Pro-vinz Lauguedoc angehvrigcn Familie, die früher den NamenDeleuze führte. Zuerst kam in Preußen Deleuze v. Lanci-collc de St. Germain dans les Cevennes vor, welcherseinen Stamm fortpflanzte, sv. Zedlitz. — v. Ledebur II. 4.s
Lanckoronsky. Dem Grafen Mathias L. wurde der galiz.Grafenstand im I. 1783 bestätigt. jM. v. M., Erg. 2V. -- Taschb.der gräsl. Häuser 1844. S. 334. — v. H.s
1- Lancrcdere, Lankredcrc, Langreder, ein niedersächsisches,wahrscheinlich schon um das I. 1470 ausgestorbenes Geschlecht,von welchem zwei Siegel liefern: Grupen, in den hannöv. Alter-thümern 129, und Treuer, Geschlechtshist. der v. Münchhausen.Beil- 85. sv. Meding III. n. 452. — v. HZ
Lancroticrc v. Kricgöscld. Der österr. Oberlieut. Karl v. L.wurde mit dem Beinamen v. K. in den Ritterstand erhoben.sM. v. M., Erg. t68. - v. H.s
L.inczis, ungarisch. Josef v. L. war 1835 k. k. österr.wirklicher geh. Rath und Obergespan deS beke scher Komitats.Landas, s. Swerts.
Landalj, Landessen, eine alte rhcin. Familie, die sich auch inBrabant ausgebreitet hat-sGauhe l. 857. — Tyroff. — v. H.s
1. st Landau, ein österr. altes Geschlecht, das längst ausge-storben ist. Es wurde im I. 1564 dem nieder österr. Herren-stande einverleibt, von K. Ferdinand I. am 19. Juni 1564 alsFreiherren in den Herrenstand erhoben, mit dem Beinamen: zumHauß und Rappoltstein. Hinsichtlich ihrer Herkunft wirdFolgendes bemerkt: Ulrich I. mit dem Daumen, Graf von Würt-temberg, theilte um 1260 mit Hartmann Graf von Württem-berg (wahrscheinlich Brüder), Herrn zu Beutelsbach, dieWürttemberg. Bestzungen. Ulrich I. erhielt jene in Nied er-Schwaben und ward der eigentliche Stifter des jezigen königlichenHauses von Württemberg; Hartmann erhielt jene an derDonau, führte nach dem dort gelegenen Schlosse den Nameneines Grafen v. Grüningen und starb 1280. Der Zweig,dessen Gründer er war, kam immer mehr herab; er benannte sichdann von dem Grüningen benachbarten Schlosse Landau, verloraber nach und nach alle seine Besizungen in Schwaben undlegte den Grafentitel ab. In Oesterreich erwarben Hartmann'sNachkommen neue Besizungen, führten dort den Namen Herrenv. Landau, Freiherren v. Hauß u. Rappoltstein, Herren
Stammbuch des Adels in Deutschland. II.
zu Neidharting, Dürnkrut, Ebenthal und Rodann,und starben in der Mitte des 17. Jahrhunderts aus.
sCast, Adelsbuch von Württemberg. — Griesinger S. 5t7. 792. —Gauhe 1.857. — Wisgrill V. 4l9—28. — Bucelini II. — v. HoheneckIII. 327 — 48. — Hartmann's Sammlung. — v. H.s
2- st Landau zum Thurnhof, ein von obigem ganz verschiedenes,in Westfalen entsprossenes, auch ausgestorbenes nieder österr.Rittergeschlccht, das zwischen 1620 und 1629 vorkommt.sWisgrill V. 428 u. f. — v. H.s
Landau, s. Hackelberg.
Landau>, Landau. Neichart und Joh. L., Gebrüder, wurden1621 geadelt. sN. T. A. R.)
Landcck, Landccke. Dieses Namens gibt es verschiedene Fa-milien, die in keiner Verbindung zusammen stehen.
1. st Landeck, in Schlesien. sSinap II. 762. — Gauhe II.S. 609 n. f. — Paproc. fol. 280.s Schräggetheilter schw. und weißerSchild, worin ein springendes Einhorn, sv. Ledebur II. 4Z
2. Landcck, ain Rhein, die auch in Frankfurt a/M.ansässig waren. (Gauhe II. 609. — Sinap II. 762. — Leisner,Chronik von Frankfurt.) Wappen: R. Schild, worin zwei aufrechtstehende Arme mit einem Ring in jeder Hand.
3. Landcck, im Oesterreichischen, die sich von dem amJnnflusse gelegenen Städtchen dieses Namens schrieben.
sGauhe II. 609. — v. H.s
4. Landcck, im Meißnischen.sGauhe II. 609. - v. H.s
5. st Landcck, ein ausgestorbenes hessisches, im Hers-feld'schcn seßhaft gewesenes Geschlecht, von der Schannat dasWappen hat.
6. Landcck, in Franken. sSalver, Proben des deutschen AdelsS. 547. — Siebmacher II. 83. n. 8. — v. Meding II. n. 482. —Gauhe ll. 609.s Wappen: Ein gold u. grün quergetheilter Schild.
Landcck, s. Schenk v. Ca stell-
Landcndcrg, s. Breiten- u. Hohcnlandenberg.
Landcnsbcrg, s. Seida.
Landcrcr v. Uicgscc, österreichisch. Karl L. v. R. war 1857Hauptmann bei der technischen Artillerie.
Landcrsct. Ist nur ein prenß. Rittmeister v. L. 1854 bekannt,sv- Ledebur II. 5.)
Landcsdcrg, Landsbcrg, Landsperg, ein rheinländisches,auch im Braunschweig'schen, Lippe'schen und Hessischenansässiges Geschlecht. sSiebmZI. 183. V. 138. - v. Meding I. n.455.sDas Geschlecht erscheint schon 1382—1442 in Urkunden, v. Zedlitz,Ad. Lexikon, macht sehr unbestimmte Angaben. Die Familie führteim rechtsschräg getheilten Schilde oben in R. einen springendenFuchs und unten r. und s. geschachtet. sFahne I. 238. II. 83. 23l.— v. Ledebur II. 5. — Hanndv. Wappenbuch <3. 52. — v. Hefner,Hess. Adel S. 17. T- 17. — Kneschke, Wappcnb. II. — v. H.s
st Landcscron. Dieses Namens gab es im Erzstifte Köln einHerrengeschlecht, welches von den Dinastcn v. Sintzig abstammte,im r. Felde eine g. Kaiserkrone führte und mit dem BurggrafthumLandskron, früher vom Kaiser, dann vom Erzbischof von Kölnbelehnt war. sGudenus, Cod. dipl. II. 933. — Günther, Cod. dipl.I. t8. II. 18.) Nach v. Ledebur, II. 5, war dieses Geschlecht vor-züglich in Schlesien begütert.
Landcscn, Friedrich Kristof, zu Reval, wurde 1792 vomsächs. Neichsvikariat geadelt. sE. S.)
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