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2 (1863) G - L : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Lame Lamp

LlimcM, stammen aus der französ. Provinz Guyenne, wo-selbst daö Stammschloß gleichen Namens; die Familie soll großeBcsiznngen gehabt und der Aeltcste des Geschlechts den Grafcntitelgeführt haben. Zuerst kommt Ritter Arnold v. L- 1231 vor. EinSprößling des Geschlechts, Nzarn v. L-, stiftete 1483 eine zweiteHauptlinic, nach der BcsiznngJnncet" genannt; dieser Astallein blüht noch und verbreitete sich nach Lothringen, woFranz v, L. sich 1665 mit der Erbtochtcr des Grafen v. Salinsvermählte nnd in Folge dessen den Namen S. dem seinigen bei-fügte und den Grafcntitel annahm, was der Herzog von Lothringen1769 bestätigte. Dieser Franz wird als der nächste Stammvateraller heutigen Grafen und Freiherren v. L. betrachtet. Als näm-lich 1742 der ältere Hanptast mit Johann Grafen v. L.-Jnnceterlosch, vermählte, sich Joh. Michael Chevalier de Lamezan undSalins, dritter Sohn von Heinrich Nikolaus, mit der Erbtochterdes Grafen Johann, wodurch beide die Stammeltern der heutigenGrafen v. L.-I--S. in der Provence geworden. Die beidenanderen Söhne des Heinrich Nikolaus stifteten die Linien derGrafen v. L.-Salins in Oesterreich und in Italien.Des obigen Franz jüngster Sohn, Adrian Chevalier de L. -Marinbois, kam gelegcnheitlich der Kriege in daö Jülich'schc,erheurathete 1694 die Herrschaft Mahr, ließ sich daselbst niederund wurde der Stifter der pfälzisch-rheinischen Linie. SeineNachkommen erwarben Aldenhoven, wurden 1745 dem deut-schen Adel einverleibt und fanden Aufnahme in die Ritterschaft.Ferdinand Adrian, kurpfalzbayer. wirkl. geh. Rath u. Hof-Richter, erlangte 1796 die Freiherrnwürde. (Wie es kam, daßderselbe 1786 als Rath auf dergelehrten", d. h. nicht altadlichen,Bank saß, weiß man nicht anzugeben.)

sTyroff III. 116. Sicbcnkecs 37. Cast, Adelsb. von Baden-v. Hefncr, bayer. Adel S. 41. T- 42; Erg.Bd. S. 15. Gräfl. Taschcnb.von 1857; hist. Hdb. dazu. Frhrl. Taschenb. von 1856.)

Lawine. Der Hofrath und Kabinetssekretär des ErzherzogsJosef, Philipp L-, wurde im I. 1764 in den Neichsfreiherrnstanderhoben. sM. v. M., Erg. 72. v. H.)

1. Lliminit, Jonas, kais. Hoffnmatier, wurde 1634 geadelt.fR. T. A. R.)

2. Laiiiinit, Veit Ludwig, erlangte 1787 den Adelstand undWappcnbesserung. sR. T- A. N-) Ist wahrscheinlich ein Nach-komme des Jonas L-

Lämmer v. Tostet - stomlmtdo. Der österr. Major P. L- beim13. Gend. Regiment erlangte 1857 den rittermäßigen Adelstaudmit v. C--R. sA. A. Zeit. v. 1857.)

Laumersheim, ein uraltes rheinländ. Geschlecht, das auchim Kanton Steigerwald ansässig war.

sSalver 566. 567. 515. Siebmacher I. 126. n. 8. v. MedingIII. n. 451. v. H.)

Laiiimiilgcr v. Illieriircuth, Wilhelm, in den kais. Erblanden,wurde 1623 in den Freiherrnstand erhoben. sR. T. A. R.)

La-Morre, wahrscheinlich niederländ. Abkunft. BasiliusFrhr- v. L--M. wurde 1867 unter die kais. österr. Kämmereraufgenommen.

Lamotte. Der Gcuerallieutenant Peter L- erhielt vom Königvon Bayern am 5. März 1817 das Baronatsdiplom.

sv. Hefncr, bayer. Adel S- 44. T. 42. v. H. v. Lang, Suppl.S. 56.)

1. La Motte o. Frimtropp. Der Rath und Kreishauptmann

! Joh. Wenzel L- M. v. F. zu Königgrätz wurde im I. 1756in den Frciherrnstand erhoben. Die Frimtropp stammen ausFrankreich. Joachim v. F., allda geboren, kais. Oberst, ver-ehelichte sich mit Gertrud v. Schivelberg, Gutsbcsizerin inBöhmen, die sich in zweiter Ehe mit Peter Anton v- Lamotte ver-mählte. AnS dieser Ehe war der kais. Oberst in den Nieder-landen nnd entstammte ebenfalls Frankreich auö einem adlichenGeschlechtc, welches früher de la Wort hieß und einen Todten-Kopf im Wappen führte. Bei seinem kinderlosen Absterben sezte erseinen Stiefsohn Vinccnz v. Frimtropp zum Erben ein. Leztcrernannte sich nun de la Motte v. F. und erhielt 1657 den böh-mischen Nittcrstand. sTaschenb. der frhrl. Häuser 1848. M. v. M.S. 64. - v. H.)

2. La Motte >i. Heldentum;. Der kais. österr- ArtilleriemajorFranz Karl L. M. wurde im I. 1795 mit dem Beinamen v. H.geadelt. sM. v. M, 216. v. H.s

La Motte-Fomsuö, s. Motte-Fonqnö.

1. Lampaetcr, ein österr. Nittcrstaudsgcschlecht, das KaiserMaximilian II- am 22. Sept. 1573 adelte und am 31. März 1635dem Nitterstande einverleibte. sWisgrill V. 416 u. f. v. H.)

2. st Lomporter v. Namspoch, ein aus der Lombardei nachSchwaben gewandertes Geschlecht, das sich bei Hall seßhaftgemacht. Sie führten 3 w. Fische im r. Schild, auf dem Helm2 r. Flügel, in jedem 3 w. Fische. sCrusius, schwäb. Chronik l. 864. Sicbmacher II- 96. V. 266.)

Lampen, sächsischer u. fnlda'schcr Adel. sSchannat, client.Fuld. 122. Siebmacher I. 173. n. 3. v. Zedlitz. v. Ledebur II. 3.)Die Familie war auch zu Güsten im Anhalt'schen um 1719 an-sässig- sv. H.)

st Laiiipschhcim, Lampotzhaimcr, ursprünglich Bürger zu Wasser-burg. Im 15. Jahrh. wurden sie laudsässig, um 1666 von KaiserLeopold I. gefreit. Jos. Mar. Ludovika v. L. st 1735; SchwesterMaria Josefa v. L., Profeß in Chiemsee, st 1771.sv. Hesner, st bayer. Adel S. 18. Taf. 15.)

Lampi. Der Rath und Professor an der Akademie der bilden-den Künste zu Wien, Joh. Baptist L., wurde im I. 1793 mitEdler von" in den Neichsrittcrstand erhoben.sM. v. M. 126. v. H.)

st Lampt. Schrieben sich vormals L. zu Freundsperg,sind aus Steh er mark nach Oesterreich gekommen, und am28. Febr. 1573 unter die neuen RittcrstandSgefchlcchtcr in Nicdcr-Ocsterreich aufgenommen worden. Sie waren aber auch früherin diesen Landen, und der Lezte ihres Stammes starb, ohne einenSohn zu hinterlassen, im I. 1676. sWisgrill V. 477. v. H.)

1. st Lomprccht, Lampricht, eine schles. Familie, die beson-ders in den Fürstenthümcrn Schweidnitz und Jan er noch im18. Jahrh. bekannt war. Joh. Friedrich L. wurde am 26. März1693 in den böhm. Ritterstand versezt. Die Familie scheint ver-schieden von der fränk. Familie dieses Namens zu sein. IhrWappen kann man nicht angeben. sSinap II. 762. v. H.)

2. Lomprccht, Johann Friedrich, geh. Obcrtribunalrath, auchKonsistorialrath, erlangte am 12. Okt. 1786 den preuß. Adel-stand. Sein Vater Joachim Friedrich L. war Prediger zu Spandau,sv. Ledebur II. 3. v. Zedlitz. Preuß. Wappcnbuch III. 78.)Quer gcthcilt, oben in B. eine g. Opferschale, unten in S. einlaufender Fuchs natürlicher Farbe.

sKncschke, Wavvenb. des deutschen Adels I. 253. v. H.)