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2 (1863) G - L : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Kellen Keller

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sCast, Adelöbuch von Württemberg. Rggöbl. von 1814. Nr- 28.

Archiv für Genealogie, Gesch. u. Dipl. S. 85. Die beiden Wappen-Bücher von Dorst nnd I. A. Tyroff über Württemberg. v. Hcfner,Württemberg. Adel S. 16. T. 29.)

3. Kelleiilnich, Edle von (nicht die neugeadclte württ. Familie).Nach dem Lagerbnch des Spitals Bland euren soll sich K. Wenzeldes wer d r a u' scheu Schwabenlehcns Gleissendurg (O.A. Blau-beuren) bemächtigt und es einem Edlen v. K. verliehen haben.(Mein. O-A. Blanbenrcn 186.)

1. Keller. Der Familien dieses Namens gibt es in Deutsch-land mehrere, welche in Preußen, Pommern, Schwaben,Schlesien nnd im Gotha'scheu verbreitet sind. Unter diein neueren Zeiten bekannt gewordenen Familien dieses Namensgehören die jezigen Grafen v. K. Sie sollen ursprünglich aus derSchweiz stammen. Friedrich Heinrich K., geb. 1. Febr. 1653,trat in kais. Kriegsdienste; sein Sohn Kristof Dietrich, gest. 1766,war Württemberg, geh. Rath und Gesandter in Wien undwurde am 14. Sept. 1736 in den Adelstand erhoben. Spätertrat er als geh. Rath u. Staatsminister in sachs eu-g otha'scheDienste und erwarb bei Erfurt mehrere Güter. Er hinterließzwei Söhne. Der jüngere ist der Stifter der blühenden frhrl. Liniev. K., und der ältere, DorotheuS Ludwig Kristof, der Stifter dergräfl. Linie, indem derselbe als preuß. geh. Rath und Gesandterzu Wien am 29. Nov. 1789 in den preuß. Grafenstand erho-ben wurde. Seine Vermählung mit einer Gräfin v. Sayn undWittgenstein war der Familie günstig. Mehrere seiner Nach-kommen traten auch in russ. Dienste und erwarben daselbst an-sehnliche Besizungen. sv. Zedlitz. Wappenb. des preuß. Staats vonI. A. Tyroff I. 57. Deutsche Grafenhäuscr I. Taschenbuch dersrhrl. Häuser 1853 n. 55. v. Ledebur l. 422- v- Hefner, preuß.Adel S. l4. T- 15. S. 48. T. 6l; sächs. Adel S. 3. T. 2. S. ll. T. lv.

Dorst, schlcs. Wappenbuch n. 444. Sächs. Wappenbuch V. l4.v. Ledebur I. 422. III. 285. Preuß. Wappenb. I. 57. II. 44. v. H-)Wappen: Quergetheilt; oben in Blau 3 schwarze Adlerköpfe und3 g. Sterne, nuten in R. auf gr. Boden ein liegender s. Löwe.

2. st Kcllcr, eine im Stifte Merseburg zu Beuna nndHain spitzen seßhaft gewesene und im 17. Jahrh. erloschene Fa-milie. sGanhe. v. Zedlitz. v. Ledebur I. 422.)

3. Keller, ein Magdeburg. Patriziergeschlecht, welches schon13441466 in Vater, Sohn und Enkel Magdeburg Bürger-meister gab. Ob das Geschlecht noch blüht, ist unbekannt, sowieauch dessen Wappen, sv. Ledebur I. 422.)

4. Keller, Gebrüder, wurden 1623 geadelt. sR.T.A.N.)

5. Kcllcr, Hermann, kais. Oberkommissär, wurde 1649 inden Adclstand erhoben. sR. T. A. N.)

6. Keller, ein schles. Geschlecht, welchem Kryschanowitzund Raake im Kreise Trebnitz gehörte. Es kommt 1679 und1723 vor. sv. Ledebur I. 422.)

7. Keller, ein in Ostpreußen mit Hanswalde, Pr. Markund Modjen um 1727 angesessenes Geschlecht, aus welchemmehrere Mitglieder in preuß. Kriegsdiensten standen. Die Fa-milie soll aus Westfalen stammen, sv. Ledebur I. 422.)

8. st Kcllcr, Joh. Kristof Krisostomuö, kurmainz. Staatsrath,wurde 1765 in den Adelstand erhoben. Die Familie ist wiedererloschen. sE- S. v. Hcfner, Württemberg. Adel S. l li. T. 20.v. Ledebur I. 422. n. I.)

9. Keller. König Friedrich Wilhelm II. von Preußen erhob 1765den Obersten, nachherigen General Joh. Georg Wilhelm v. K. zu

Kassel in den Frciherrnstand. Er starb 1785. Der Großvater,Georg v. K., stand in holländ. Diensten, und dessen Sohn,Georg Reinhard v. K., Vater des Freiherru, war Bergwerks -Direktor zu Ilmenau, starb aber in gleicher Eigenschaft zuOrsowa in Ungarn. sWappenbuch der preuß. Monarchie II. 43.v. Zedlitz.) Die Familie behauptete, von denen v. Köller inPommern abzustammen, und erhielt demnach iu'S Schild im1. u. 4. s. Felde eine r. Raute, das Wappen der v. Köller,und noch dazu im 2. u. 3. bl. Felde einen g. Schlüssel. DasRichtigere wäre die r. Kugel in G. und die Abstammung vonder schweizer. Familie, bei Siebmacher I. 291.

sv. Ledebur I. 422. n. II. v. Hefncr, preuß. Adel S. 48. T. 6l.)

19. Keller, eine im Rheinlande blühende Familie, welchealler Vermuthung nach von dem 1765 geadelten Johann KristofKrisostomns K. (s. den Art.) abstammt, da sie mit ihm gleichesWappen führt. Aus ihr war Einer Bürgermeister in Solingen.

sv. Ledebur I. 422. Bernd 9XIV. t27.)

11. st Keller, Balthasar Friedrich, kurmainz. Hof- undRegieruugsrath, wurde 1791 geadelt. Mit seinem Sohne, Justiz-Rath u. Amtmann zu Neresheim, starb die Familie um 1829wieder ab. sSicbmacher, Suppl. XI. 11.)

12- Kcllcr, Dr. F. L., Professor zu Berlin, erlangte 1852Anerkennung seines augestammten Adels. Er stammte aus einemälteren Patriziergeschlechte der Stadt Zürch. Wappen: In Goldein schw. Steinbock. sSicbmacher l. 293. v. Ledebur I. 423. s

13. Keller v. Enkheim. Siehe Schreiben des Hrn. v- Greifcn-kranz vom 8. Nov. 1697 an die Baronesse v. Symnich, geb.v. K., in Moscr's diplom.histor. Belustig. II. 312.

14. Keller v. Fclsenstcin. Der Arzt und Physikus Jakob UlrichK. wurde im I. 1776 mit obigem Beinamen geadelt.

sM. v. M., Erg. 335. v. H.)

15. Keller v. Schlnitheim, eine schwäbische frhrl. Familie,die ihren Ursprung auö der Schweiz hat. sBurgermeister, vomschwäb. Neichsadel. - Ganhe I. 734.) Die Familie gehört jezt zumbayer. Adel und ist deren Stammhalter der k. bayer. Kämmererund Hofmarschall K. Während des 39jährigen Krieges hatte sichdas Geschlecht ans der Schweiz nach Schwaben gewendet undIsenburg und Nordstetten (jezt Eigenthum der Grafen undFreiherren v. Linden) erworben. Schlatt heim ist ein Fleckenim Thurgau, welcher der Familie früher zustand.

sSicbmacher l. 29l. Tyroff, bayer. Wappenbuch X. l. XII. 33 u.VI. 45. v- Hcfner, bayer. Adel S. 56. T- 58. v. H. v. LangS. 3gg.)

st Kellerderg-Ausenstein, ein steycrmärk. Geschlecht, welchesdas Marschallamt in Käruthcn bekleidete, aber mit Kasp. v. K.ausstarb, nnd dessen Wappen an die v. Kheveuhüller kam.

(Schmutz II. 296. v. H.)

Kcllcrcr, s. CellariuS.

Kellermeister, s. Lund, gen. K.

1. st Kellern. Georg Josef Edler v. K., Rcichshofrath, wurdeam 28. März 1711 unter die neuen niederösterr. Ritterstands-Geschlechtcr aufgenommen, 1716 aber von Kaiser Karl VI. in denFreiherrnstand erhoben; es ist aber mit seinem im I. 1721 erfolgtenTode sein Geschlecht abgegangen. sWisgrill V. 67. v. H.)

2. st Kellern, ein anderes, von dem genannten ganz verschie-denes frhrl. Geschlecht, ebenfalls in Niederösterr eich, das von17141746 vorkommt, welches aber ebenfalls erloschen ist. Es

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