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2 (1863) G - L : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Grei — Greil

miles, im Gefolge des Markgrafen von Brandenburg 1299.Im I. i486 verkaufen die v. G. das Dorf Berstorf an dieStadt Templin. 1514 war das Stammhaus Greiffenbergim Besize der v. Sparre. sCod. Brand. XIII. 131 ff.)

Grcisenlicrg, f. Petersen.

Grciscnscld, Peter, in niederem Stande geboren, schwang sichin Dänemark bis zum Premierminister empor und wurde 1675in den Grafenstand erhoben. sR. T. A. R.)

Grcisenftld, f. Haus er.

st Grcifcnscc (im Schild drei Nägel, später geviertet mit Castcl-alt), sind 1524 in Tirol landständisch geworden.

1. st Grciftiijlcin, ein tir ol. Grafengeschlecht, das sein Stamm-haus am linken Ufer der Etsch hatte und am 9. Juli 1386 mitFriedrich Grafen v. G., welcher bei Sempach fiel, im Manns-stamme erloschen ist. sv. Mayerhofen, Msö.)

2. st Greifenstem, Dinastengeschlecht, dessen Stammhaus G. jeztden Grafen v. Solms gehört. Waren auch im Nassau'schenstark begütert. Das Geschlecht ist um 1354 im Mannsstamme er-loschen. Schild mit Listen besät und mit drei Wecken schrägbalken-weise belegt. (O. S. — Arnold! 269.)

3. st Grcifenstcin, ein Geschlecht des Niedern Adels, kommt1297—1408 im Nassau'schen vor. sVogl, Top. 135 ff.)

Grcifciistcüi, s. Abich, Greif.

Grcifenstcin, und Greif in Stein, s. Fidler v. G. w.

Grciscnstcrn, s. Gräz und Greif.

1. st Grciff, altbayer. Geschlecht, führte im Schild einenSchrägbach. sO. S.)

2. st Grciff, altbayer. Adel, führte den Schild getheilt, obendrei Spizen. sO. S.)

3- Grciff, Gerhard, Wechsler in Augsburg, wurde am15. Okt. 1697 von Kaiser Leopold in den Adelstand erhoben. SeineNachkommen blühen in W ürttember g. (Württ. Wappcnbuch vonI. A. Tyrofs IV. — v. Hefner, württ. Adel S- 15. T. 20.)

4. st Grciff v. Greiscnbcrg. (Der Schild wellenweise dreimalgespalten, auch ebenso schräggetheilt, wahrscheinlich mißverstandenje nach der Lage des Schildes.) Der Name Greifs war ursprünglichRufname, u. da Viele des Geschlechts v. Greifenberg diesen Vor-namen führten, wurde er später als Geschlechtsname aufgefaßt. Grei-fenb erg liegt am Ammersee, war Lehen von den Grafen v. An-dechs. Gripho de Greifenberg 1257. Eberhard de G. 1266.Ott 1310, 1325. Ein anderer Ott v. G. 1400 Domherr zu Frei-sing. Bald darnach ist das Geschlecht erloschen. Greisenbergist 1496 an die v. Persall gekommen. 1328 gibt Eberhardv. Wid ersperg dem Ott Greif Urkunde, daß sie eines Stam-mes und Schildes seien. sOberb. Archiv VII. 316 ff. — Hund I. 214.)Das Geschlecht war auch in Tirol landständisch u. führte daselbstden Beinamen „von Haslach". fO. S. — Brandis. — RobensIII. 105.)

5. Grciff v. Lindfnq. Der Kaufmann Gottfried G. zu Bres-lau wurde 1711 in den böhm. Nitterstand erhoben.

(M. v. M., Erg. 146. - v. H.)

st Grciffeiliicck. Ich finde in Bischof v. Eckers Wappenbuch,MsS., ein Wappen dieses Namens zum bayer. Adel gehörend,hat in Roth einen fliegenden silbernen Fisch, wie Truchtlachingoder Glapfenberg. Weiß nicht, ob ganz sicher. sO. S.)

Grcissenberg, s. Varnbühler.

st Crciffcncran). Daniel Nicolai, schw ed. Kanzler zu Stade,wurde am 16. Nov. 1664 von der verwittwcten Königin und denReichsräthen von Schweden in den Adelstand unter dem NamenNicolai v. Greiffencranz erhoben und 1688 unter Nr. 667auf dem Ritterhause zu Stockholm eingeführt.

(Sticrmann, Matrikel ;c. Wappen bei Ccdercrona u. Carlskiold. — v. H.)

st Grcissenftls, eine erloschene kärnthner Familie.

(Zedier XI. 820.)

st Grciffcnklan zu Vollraths, von einem Marktflecken so benannt,bei dem sie die Burg Vollrats im Rhcingau erbauten. NeuerenForschungen zufolge sollen die v. G. mit den Kämmerern v. Dal-berg eines Stammes sein, wie denn noch 1271 Embericho de Grei-fenclauwe in seinem Siegel den dalberg'schen Schild mit denLilien führt. sO. S.) Am 7. Mai 1664 erhielten sie von K. Leo-pold ein Freiherrndiplom, und nannten sich G. zu V., waren imfränk. Kanton Baunach und am Rhein ansehnlich begütert, wa-ren auch des Erzstifts Mainz Erbküchenmcister. Der Neichsfrei-herr Philipp Anton v. G. wurde im I. 1798 böhm. Freiherr.sBucelinl II. 102. III. App. 252. — Salver 645 ff. — Biedermann, B.Tab. 63—71; Rhön u. Werna und O. Suppl. — Humbracht Tab. 32. 33.

— Neues gen. Handbuch 1777. 92ff.; 1778. 1. 94 ff.; Nachtr. I. 55. —Spener II. 630."— Siebmacher I. 123. — v. Hattstein I. 237—246.—Durchlaucht. Welt I. 3. Abth. — v. Meding I. 293. — v. Lang 135 u. f.

- Gauhc I. 528 u. f. — Tyroff 50. 146. - Sicbcnkees I. — M. v.M.,Erg. 61. — Zedier XI. 816. — v. H. — v. Hefner, Hess. Adel S. 11;nassauer Adel; bayer. Adel S. 37. T. 34; Erg. Bd. S. 13. — Frhrl.Taschenb. v- 1855. 1856.) Otto Philipp Frhr. v. Greifcnklauist am 14. März 1860 zu Winkel im Nassau'schen als der Lezteseines Stammes verstorben.

st Grcisscnpscil. Der Bürgermeister Melchior Hoffmann inFrankfurt a. d. O. wurde mit seinen Söhnen und Vettern unterdem Namen v. G. 1649 in den Reichsfreiherrnstand erhoben, wel-chen der Churf. Friedrich III. von Brandenburg am 23. Nov. 1685bestätigte, fv. Zedlitz. — v. H. — v. Ledebur I. 284.)

1. st Greisscnstcin, Greiffenstain, ein altes, 1187 erschienenes,wahrscheinlich 1367 längst ausgegangenes Dinastengeschlecht, welcheszwischen Tulo und Höflcin an der Donau seinen Stammsizhatte und schon unter dem babenberg. Stamme in Oesterreichbestanden hat. sv. Hefner, st schwäb. Adel S. 11. — Wisgrill III. 390.)

2. st Grcifscnstein, ein altes Rittergcschlecht in Schwaben,dessen nun in Trümmern liegende Burg gleichen Namens bei Hol-zelfingen im jezigen württ. Oberamt Reutlingen sich erhob. DasGeschlecht erscheint 1187 und blühte bis 1335, in welchem Jahreein Albrecht, der Lezte seines Geschlechts, die Burg an Württem-berg verkaufte. sGricsinger 502.)

3. st Grcifsenstcin. Im I. 1493 erhielt Ludwig Württem-berg er, ein unehelicher Sohn Herzog Eberhard's im Bart vonWürttemberg, den Titel eines Freiherrn v. Greiffcnstein;er scheint keine Nachkommen gehabt zu haben. sGricsinger 502.)

Grcisfcnstcin, s. Kräschnigg. — Grcissenthal, s. Hanischv. G.

Grcifstcin, s. Hauptmann v. G.

st Grciggcnfchildt. Der Professor zu Greifswaldc u. schwed.Hofgerichtsdircktor Walter Greigge wurde am 3. März 1633 mitdem Namen v. Greiggenschildt in den Adelstand erhoben.Mehrere seiner Söhne standen als Offiziere im Preuß. Heere,sv. Ledebur I. 285.)

st Greil! v. Siclicnhirte», eines der ältesten Nittergeschlechter inNiederösterreich, das im 16. Jahrh. ausgestorben ist. sWis-grill III. 392u.f. — V.H.) Vielleicht eines der Geschlechter Greul?