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2 (1863) G - L : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Gcm Gar

Küster's Access. II. 79 ff. Chyftrci, Saron. 730. 797. Sicb-machcr 1. 27. 150. Gauhc I. 1262 ff. v. Meding I- 645.v. Zedlitz. v. H.)

Ucber diese Familie, die mit denen v. Quitzow, v. Alvcns-leben :c. eine so bedeutende Stellung in den Marken einnahm,folgt hier ein Artikel ans der Leipziger illustrirtcn Zeitung vom3. Juli 1858, welcher die genealogische Seite des Geschlechts ziem-lich ausführlich behandelt.

Der ursprüngliche Name dieser uralten Familie istGans",wie denn auch ihr unverändert gebliebenes einfaches Wappen einredendes" ist und eine gekrönte weiße Gans im r. Felde zeigt-Unter den Geschichtsforschern ist es noch nicht ausgemacht, ob dieEdlen Herren zu Puttlitz aus einem alten slavi scheu Dinasten-Geschlechte, oder aus einem sächs. Hanse nach der Familicn-sage von Gebhard Grafen zu Mausfeld 1115 abstammen;jedenfalls sind sie unter allen alten märkischen, nunmehr zumTheil gräflichen Adelsgeschlechteru das einzige, welches eine höhereStufe des Adels aus den ältesten Zeiten herübergebracht hat.Immer ward ihnen, auch von den Herrschern des Landes, einVorzug vor dem übrigen brandenburg. Adel eingeräumt und dieBezeichnungEdle Herren" beigelegt, wie solche sonst nur denDinasten und Reichsgrafen gegeben wurde; auch ward ihnen inneueren Zeiten das EhrenwortHochgeboren" bestätigt. Im 12tenund 13ten Jahrh. waren die Edlen Herren zu Puttlitz (die sichdamals auch Edle Herren zu Perlebcrg nannten) nach demZeugnisse noch vorhandener Urkunden mit regierenden Fürstenhäu-sern blutsverwandt, und auf ihren Besizungcn, welche den größtenTheil der Priegnitz und angrenzende Theile der Altmark undMecklenburg umfaßten, konnten sie als Herrenvon GottesGnaden" die Rechte des Belehnens ohne Einwilligung der Landes-herren ausüben.

Von ihnen wurden die Städte Perleberg (1239), Putt-litz und Wittenberge gegründet und mit ihren Rechten beliehen,und das Kloster jezige Fräuleinstift Marienflies an derStepenitz gestiftet (1239) und dotirt. Seit dem Jahre 1373 sindsie mit dem Ehrenamtc der ErbMarschälle der Mark Bran-denburg betraut, welches der jedesmalige Senior nur desjenigenTheils der Familie bekleidet, der in dem Besize der Familiengütcrsich befindet. Dieser Grundbesiz ist noch immer ein bedeutenderund besteht jezt aus den Herrschaften und Rittergütern Wolfs-hagen, Puttlitz, Pankow, Laaske, Mannsfeld, Ret-zien, Triglitz, Klein-Lang erwische, Rohlsdorf undNosenhagen. Nachdem die schwarze Linie der Edlen Herrenzu Puttlitz im I. 1657 ausgestorben, folgte die rothe Linie,von welcher im I. 1719 ein jüngerer Ast, welcher bis dahin inder Altmark ansässig gewesen war, zur Lehensfolge der prieg-nitz'schcn Güter gelangte."

6. f Gaus v. Weberstedt, thüring. Geschlecht.sSchannat, in Client. Fuld- 91. v. Meding l. 253.)

Gansauge. Die v. G. sollen zum braun schweig, oder Hess.Adel gehören, aber längere Zeit keinen Gebrauch vom adlichenStande gemacht haben. Ein G. kam in die Altmark, wurdegeh. Rath, und Friedrich II., König von Preußen, adelte am2. Okt. 1786 seine Wittwe, geb. v. Gogel, und ihre Kinder,welche den Stamm fortsezten. Die Familie ist in der Priegnitzbegütert, sv. Ledebur I. 244. III. 257. v. Zedlitz.)

1. Ganser, Peter, aus Ungarn, Kaiser Rudolfs II. Kriegs-zahlmeister, wurde am 9. Dez. 1582 von dem genannten Kaisergeadelt. fWisgrill III. 217.)

2. Ganser, Gannser, Lorenz, ans den kais. Erblanden, wurdeim I. 1627 geadelt. fN. T. A. N.)

3. Ganser. Joh. Baptist v. G., Dr. Phil, et Med., wurdeam 16. Febr. 1685 gratis zum Landmann in Krain aufgenommen.Schild gevicrtet mit Herzschild, darin ein Adler, 1. und 4. eineGans, 2. und 3. ein Schrägbalkcn. fO. S.)

4. si Ganser v. Gantz, eine adliche, vormals schwäbische,

später schles. Familie, welche um 1717 dahin kam.

sSicbmacher IV. 71. v. Krohne II. 413. Sinap II. 635.v. Ledebur I. 245. v. H.)

Gansert aus Kasel, bei Rothenburg in der Obcrlausitz.Wappen? fv. Ledebur I. 245.)

Ganshcim, s. Cämmerer v. G.

si Gansingcn. Bertoldus de Gausungcn, canonicus, ur-kuudet 1256 in einem basler Brief. fMonc VII. 396.)

1. u. 2. Ganskcn, Gontzken, zwei dem Wappen nach ganzverschiedene pommer'sche Geschlechter. sBagmihlV. 15. v.LedeburIII. 257. Micrälius 486. Siebmachcr III. 159. n. 11. 12.v. Meding I. 254. 255. Brüggemann I. v. H.) S. auch Gantzkow.

-f Gansaw. Luderus de Ganzowe, miles, testis in einemBrief des Königs Erich von Dänemark für Lübeck 1397.sllrk. Buch der schleswig-Holstein. Ges. II. 21. V.Zedlitz.)

Ganjser n. Grcyjsau. Der Regierungsralh Friedrich SebastianG. wurde im I. 1727 in den böhm. Nitterstand erhoben.sM. v. M., Erg. 143. - v. H.)

Ganster v. Wagersbach. Der kärnt hu er Stadt-und LandrathJosef Karl G. wurde im I. 1899 mit v. W. geadelt.sM. v. M. 188.)

-f Ganter )« Walchsing. Georg G. zu W. (Vilöbiburg) steht1499 in der baycr. Landtafel.

Gantzkow. Die v. G. gehören Pommer» an; sie ließen sich1464 in dieser Provinz nieder. Erdmann G. erhielt das DorfGanzken von denen v. d. Osten und v. Blücher zu Lehen.Im I. 1754 gingen die Güter in andere Hände über.

(v- Zedlitz. Micrälius. Brüggemaun. v. Ledebur I. 245.III. 257.)

Gapp. Franz Xaver G., Hosrichtcr zu Larbach, wurde imI. 1765 geadelt. sM. v. M., Erg. 294. - v. H.)

1. Garapich, österreichisch. Elias v. G. war 1835 Hof-kammcrrath bei der ungar. Hofkammer; Stefan v. G. Beisizerbei der ungar. Septemviraltafel zu Pesth.

2. Garapich a. Iichclburg- Der Advokat Michael G. in Lem-berg wurde im I. 1811 mit v. S. in den Ritterstand erhoben,und im selben Jahre auch in die galiz. Adelsmatrikel eingetragen.

(Poczet Szlachty. M. v. M. 112. v. H.)

Gard v. Gilbclli. Der Rath u. Resident zu Ulm u. Augs-burg, Jakob Emanuel G., wurde 1715 mit seinem Bruder, demgeh. Kammcrjuwclicr Johann Karl, geadelt, und elfterer im I.1722 aus höchsteigener Bewegung in den R.Freihcrrnstand erhoben.sM- v- M. 51. 112.) Im I. 1749 war dem Johann Baptist derRitterstand ertheilt worden. Sie sollen aus Piemont von einemaltadlichen Geschlechte, aus dem Anton de Gill oder Gilbellider Kriegsunruhen wegen sich nach Genf geflüchtet und den Adelfallen ließ, stammen. sRebmann, Mspt. v. H.)