Gam — Gau
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Gambara, ein österr.-italien. Grafcngeschlccht, aus welchem1835 Karl Conte G. Deputirter zur Generalwohlthätigkeitskom-mission iu Venedig war.
1- Gambcck. Thomas G. zu Neichcrzham (Griesbach) stehtin der bayer. Landtafel 1490.
Gambclla, s. Siller v. G.
1. st Gambs, ein steh er. Geschlecht, aus dem sich Jobst v. G.,Ritter, 1529 im Zug gegen die Türken berühmt machte. Lukas v. G.war 1539 Verweser der Hauptmannschaft Cilli. sO. S. — v. H.)Dich werden wol die oben angeführten Gämbs sein.
2. Gambs v. Gamsbcrg. Der Landr. Vizepräsident Paul FriedrichJulius G. wurde im I. 1788 mit v. Gamsberg geadelt.
(M. v. M., Erg. 294. - v. H.s
3. Gambs v. Gambsheim. Joh. Daniel G., k. französ. Oberst-lieutenant, und sein Vetter Joh. Jakob G., wurden 1787 in denRcichsadelstand mit obigem Beinamen erhoben. (R. T. A. N.)
Gambsenbcrg, s. Schönflng v. G.
st Gamburg. Das Stammhaus G. liegt bei Bronnbach ander Tauber. Berenger de Gambnrc testis in einem Würzburg.Brief 1180; das Stammhaus scheint später ein Gan erbenhausgeworden zu sein, wenigstens werden 1265 die Bnrgmänner v. G.bei Mone It. 306 benannt,so. H. — Biedermann, Rhön und Werra Taf. 359.)
Gamcii. Der österr. Rath zu Glog au, Philipp Kristof G.,wurde im I. 1736 in den böhm. Adelstand erhoben.sM. v. M., Erg. 294. - v. H.)
Gamcrra. Der Kaufmann Peter G. zu Trieft wurde im I.1764 in den Reichsritterstand, und dessen Sohn, der NeichSritterFranz v. G., im I. 1790 in den Freiherrnstand erhoben.. sM. v- M. 5l. 143. — Siebmacher, Suppl. XI. 9. — v. H.)
Gamih, Gämis, eigentlich Umas de G. )u Gctzcnborf, span.Geschlecht, aus dem Alfons mit K. Maximilian II. ans Spanienkam und am 3. März 1572 unter die neuen Geschlechter desnie der österr. Nitterstandeö aufgenommen wurde, nachdem erbereits 1559 ein Adelsdiplom u. Wappcnbesscrung erhalten hatte.sE. S. — Wisgrill III. 215 u. f. - v. H.)
st Gamtitzcr v. Gamtitz, steyer. Uradel. Seidl u. Adam dieG. v. G. waren 1436 bei dem großen Aufgebot gegen die Ungarn.sO. S.s
Gamm, de Feama, Gamme, altes Mecklenburg. Geschlecht,sv. Wcstphalcn, mon. incdit- IV. — Gaühe I. 456 u. f. ^ v. LedeburI. 244. — Masch, mecklenb. Wappb. XVII. 64. — v. Mcding I. n. 168.— v. Hesncr, Mecklenburg. Adel S. 9- T- 6. — v. H.s
st Gammcnjicbt, th üring. Geschlecht, dessen Stammsiz in dembei Gotha gelegenen Dorfe Gammstädt war, und das in Urkundenim I. 1291 vorkommt. sBrückner II. 63. — v. H .s
st Gammcrschwang, ein altes, längst abgegangenes schwäb.Nittergcschlecht; waren Lehenslcute der Grafen v. Berg.sGricsingcr 443 s
st Gammcrtiiigen. Nach diesem Städtchen in Schwaben nanntesich in alten Zeiten ein mit den Grafen v. Kyburg stammgenosscnesGrafengcschlccht, welches 1306 mit Gras Ulrich ausstarb.
(Griesinger 444.s
Gämperger u. Gamsenscls. Franz Josef G. wurde im I. 1776mit v. Gamsen fels in den Ritterstand erhoben.sM. v. M., Erg. 143. — v. H.s
Gamscnsaü, s. Jeczdick. — Gamsciiscid, s. Gämperger.
Vamsciifcts , s. Gämperger.
1. Ganahi v. Dergbruan. Der Arzt Joh. G. zu Montafunwurde am 16. Mai 1804 mit v. B. (Montafun) geadelt. Schildgespalten: vorne ein Ritter, hinten ein Bär an einem Baum auf-springend. sO. S. — M. v. M., Erg. 294. — v. H.s
2. Ganahl v. Zangcnbcrg. Josef G., Gerichtsschreibcr zu Dorn-birn, wurde von K. Franz II. am 24. Okt. 1803 geadelt.
so. Lang 345. - M. v- M., Erg. 294. - v. H.s
Ganczaugh , ungarisch. Josef v. G. 1835 Lokalinspektor beimDistriktnalkolleginm zu Eperies, und Beisizer des saro scherKomitats.
Ganczstukh v. Hammcrsbcrg, ungar. Geschlecht. Karl G. v. H.war 18H5 k. k. österr. Accessist und beeideter Notar bei der ungar.Hofkanzlei.
st Gandbcrg. Marquardus de Gandberghe cum fratribussuis urkundct 1306 in einer Holstein. Urkunde.
(Archiv der schleswig-Holstein. Ges. II. 12.s
st Gandc, tiroler landständisches Geschlecht. Im Schild einAdler. (O. S.)
st Gandersheim, Uogt von, kommen im 13. und 14. Jahrh.unter dem angesessenen Adel des Fürstenthums Wolfenbüttelvor. (v. H.s Walterus, advocatus de Gandersem, et Hermanns,filius, 1225, Gcrhardus de G. 1286 in walken ried er Briefen.
(Ilrk. Buch für Niedersachsen II. 198. 316.s
Gandin v. Lilicnstcin. Dieses noch blühende Geschlecht wurde1647 in die krain er Landstandschaft aufgenommen.
sv. Hefner, krainer Adel S. 9. Taf. 8.s
Gannay, ungarisch. Karl v. G. war 1857 Rechnnngsaccessistbei der österr. Militär-Rechnungsbehörde.
1. st Gans, thüring. Geschlecht, das auch im Brau ti-sch w ei g'schen, HildeSheim'schen u. in der Provinz Preußenbegütert war und um 1710 erloschen ist; es führte in Blau (aliasRoth) eine Gans. v. Ledebur, I- 244, glaubt, daß das Geschlechtgleichen Ursprung mit den Gans v. Putlitz habe.
(Gauhe I. 457.)
2. Gans. Dem kaiserl. und bayer. Nathe Georg MelchiorRenkher v. n. zu BirkenHorn wurde, nachdem er des erlo-schenen Geschlechts der v. Gans Erbe geworden, dessen Name u.Wappen 1647 vom Kaiser beigelegt. (Wisgrill III. 216 u.f .s Da diethüring. Familie v. G., wie besagt, erst 1710 erloschen ist, somuß das vor 1647 abgestorbene Geschlecht der v. G. ein anderesgewesen sein; es müßten denn die v. G. in Weberstedt ge-meint sein.
3. Gans, Gänsen. Der Dr. der Rechte und kurköln. Residentam wiener Hofe, N. G., und sein Bruder Johann Dietrich G.wurden 1651 geadelt. (R. T. A. R .s
4. st Gans v. Ghbcrg, Hess. Geschlecht, das 1246 zuerst vor-kommt und am 25. Mai 1694 ausgestorben ist.
(Archiv für Hess. Gesch. VI.)
5. Gans v. Pnltitz, auch blos v. Pntlitz benannt, eines der
ältesten märk. und thüring. Geschlechter. Johannes G., milcs,
Marschalk des Markgrafen von Brandenburg, 1276. (Cod.
dipl. Brandenb. XIII. 220.) Aus demselben Geschlechte stammte
Kaspar G., Edler v. P., welcher 1409 Statthalter in der Priegnitz
und in der Altmark gewesen. (Spangcnberg, Adclsspiegel II. 311.— Spener, hist. ins. 248. - Zcdlcr XXIX. 1765, wo jedoch, wie anvielen anderen Stellen, Gauhe bloß wörtlich abgeschrieben ist. — v. West-phalen, mon. inedit. IV. Tab. 19. ^ v. Ledebur II. 234. — Beehr 159.