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Bruno IV. Erzbischof von Cöln.
Es bleibt künftiger Forschung vorbehalten, den Zusam-menhang und die Ursachen zu ermitteln *), welche die Cülni-schen Kirchenfürsten und den übrigen Clerus veranlasst habenmögen, den Lehnsbesitz von Saffenberg, so wie die obereSchirmvogtei, nicht bloss über die Hauptkirche St. Petri, son-dern auch über Bonn u. a. m. den alten so mächtigen Grafenvon Saffenberg, die bisher damit bekleidet waren, zu entzie-hen; nur so viel erhellt, dass mit dieser Entziehung, welcheum das Jahr 1170 zu fallen scheint, die Grafen von Saffen-berg Von ihrer früheren Bedeutung und Macht herabsankenund dass sie von dieser Zeit an ihr bisher geführtes gräflichesPrädikat allmählig mit der Bezeichnung Edle Herren ver-tauschten.
§. 3. Bruno IV. Erzbischof von Cöln.
Eine aus dem 15. Jahrhundert herrührende Notiz überdie Stiftung des Klosters Reichstein bei Montjoie, nennt denCölnischen Erzbischof, welcher die ersten Nonnen aus Heins-berg dorthin verlegt haben soll, Bruno v. Sigelbach **). Nachder Note eines alten Lagerbuches eben dieses Klosters, dessenBegründung in das Jahr 1205 gesetzt wird, heisst dieser Erz-bischof Bruno (IV.) v. Saynerbach ***). An beiden Orten wirdvon den Herausgebern die Bemerkung hinzugefügt, dass sonstdieser Bruno, Was allerdings auch von andern Autoren be-
*) v. Stramberg ( Rheinisch. Antiquar. III. Abth. I. Bd. 2. Lief, S. 204)sagt: „Saffenberg und die Schirmvogtei wird Heinrich von seiner Mutter, dieeine Gräfin von Saffenberg gewesen sein muss, ererbt haben,"Das ist freilich nur eine Vermuthung.
**) Ernst histoire du Limbourg VI. 171.
***) Ritz Urkund. u. Abhandlungen zur Gesch. des Niederrheins I. 72.