56 Die Herren von Schoeppingk.
willigung iln-es Bruders Amelung dem Kloster Asbeck mehrereGüter geschenkt, die theihveise in der Gaugrafschaft lagen,zu welcher Darfeld gehörte und die Bernhard v. Dülmen alsGograf verwaltete: theihveise in der Gaugrafschaft Wetterin-gen, der Lubbert von Asbeck als Gograf vorstand. In Bezie-hung auf diese letzten Güter heisst es nun in der betreffendenUrkunde des Jahres 1180:
Praeterea memoratus Amelongus. hanc sororis sue obla-tionem Weteringe in comitiam in qua Heuuene contineturveniens a, Luberto de Asbek tunc comite: Alardo de Thri-uorden nobili viro et. minist er ialibus Brunsteno de Bil-lei'beke, Rodulfo de Scopenge, Remberto de Stochern,liberis quoque Gerhardo de Burghorst, Eluerico de Methelenet aliis multis presentibus et attestantibus regali interumbanno confirmatam propria mann stabiliuit *).
Wir sehen also hier schon die gemeinfreien Leute hinterdie Ministerialen rangirt, und diese, als den eigentlichen Kernder sich bildenden Ritterschaft zwischen den Edlen und Freieneingeschoben. Wir sehen ferner, dass während der von Dri-vorden, dessen gleichnamiger Stammsitz nordwärts von Scliü-ttorff in der Grafschaft Bentheim gelegen ist, die höhere Mo-bilität noch gewahrt hatte, der von Schöppingen bereits in dieMinisterialität getreten war. Diesem Geschicke, oder vielmehrdieser mit mancherlei Ehren und Vortheilen verknüpften Ten-denz der Zeit, sich in den Dienst eines geistlichen oderweltlichen Fürsten zu begeben, unterlagen die meisten Ge-schlechter seit der Mitte des 12. Jahrhunderts; ja auch die Edlenvon Drivorden konnten dem sich nicht entziehen. Denn, wie-wohl eine Bentheimsche Urkunde von 1248 noch Gerhardus etBernhardus fratres nobiles viri de Drivorden milites nennt**), sobezeichnet eine Münstersche Urkunde von 1240 den einen der-
*) Niesert Miinst. Urks. IV. 137.
") Niesert Münst. Urks. V, 39.