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54 Die Herren von Scbooppingk.

nachmaligen Freigrafschaft Wetteringen und der damit völligübereinstimmenden Gaugrafschaft Sandwell: da beide Institute,unmittelbar aus der gemeinsamen Wurzel der alten Gau-Ver-fassung hervorgegangen, überall sich decken. Ich darf michhierbei im Allgemeinen auf einige frühere, diese Verhältnisseurkundlich darthuende Abhandlungen beziehen*), und brauchehier nur zu bemerken, dass dieser Gaubezirk demgemäss dieKirchspiele: Oen, Wetteringen, Welbergen, Ochtrup, Steinfurt,Borchorst, Leer, Horstmar, Schöppingen, Eggerode, Ileeck,Epe, Metelen ganz, und Theile der Kirchspiele: Osterwik, Holt-wyk und Legden umfasste.

Wir kommen nun zu dem wichtigsten Theile unserer Auf-gabe ; nämlich zu zeigen, dass es ein mit der höheren Nobi-lität bekleidet gewesenes Geschlecht des Namens von Schöp-pingen wirklich gegeben habe, und dass dies ein und dasselbesei mit demjenigen, welches wir kurze Zeit darauf in demStande der Ministerialen erblicken.

Die Urkunde, welche uns einen Reinberfus de Scopingon,also noch in der älteren, volltönenden Wortform, als no-bilis vir im Gegensatz zu den unmittelbar darauf folgendenMinisterialen vorführt, ist vom Jahre 1138 und lautet wiefolgt:

In Christi nomine. Notum esse cupimus omnibus tarnfuturis quam presentibus fidelibus, quod ego Engelbertusapud antiquum moriasterium S. Pauli videlicet praeposituscum ejusdem ecclesiae fratribus in praesentia Domini Wern-heri episcopi nostri pono in Vadio domum unam, quo sin-gulis annis quinque solidos nobis persolvit, Thidmaro et so-rori ejus Gerburgac pro sex marcis argenti, ea videlicetpactione: ut de consensu praedicte domüs Thidmarus duos

*) Ueber die Gaue des Sächsisch-Miinstersclien Sprengeis (v. LedeburAUg. Arcli, VII. 217.), undDie Gografschaften der Miinsterschen Diöcese(ibd. X. 153,).