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Bio Herren von Schoeppingk.

Ursprung genommen haben; dies würde, selbst wenn es zu-fällig an jener Beglaubigung fehlte, schon allein durch denKlang und die Form des Namens, so wie durch allgemeinere,historisch beglaubigte Verhältnisse, welche den Tractus desWestphälisehen Adels in jene fernen Ostseelande als einehistorisch-merkwürdige Thatsache feststellen, über allem Zweifelerhaben sein.

Die Angabe, dass Johann op dem Hamme genannt Schöp-pingk, mit welchem jene Stammtafel anhebt, aus dem AmteCamen in Westphalen herstamme, bestätigt sich nicht minderdurch westphälische Quellen, indem einer der fleissigstenSammler*) für westphälische Adelsgeschichte die ,,op demHamme genannt Schoeppingk 1 ' zu denjenigen Geschlechternzählt, die um Garnen in der Grafschaft Mark begütert waren;nur sind leider die ausführlicheren Nachrichten, auf die er ver-tröstet, nicht mitgetheilt worden, und daher wohl für immerverloren.

Werthvoll ist die Ermittelung, dass im Jahre 1470 Johannop dem Hamme gen. Schoeppingk ein Haus in Camen op demRode gekauft habe: nicht unwahrscheinlich ein Zeugniss fürdie erste Niederlassung in der Graf Mark.

Die Gemalin jenes zuerst in Curland auftretenden Johannop dem Hamme gen. Schoeppingk wird Eine von Welmoede ausWestphalen genannt. Dies bestätigt wiederum die Richtigkeitder Angabe, dass aus der Gegend von Camen derselbe gekom-men sei. Denn ohne Zweifel ist hier die Rede von derjenigenFamilie von Velmede, die ihren Namen dem gegenwärtig derFamilie der Freiherren von Bodelschwingh gehörigen RittersitzeVelmede an der Sesicke unfern Camen entlehnt, und die auchBurglehne zu Camen besessen hat.

Den älteren Siegeln zufolge sind hier zwei ritterliche Ge-schlechter desselben Namens zu unterscheiden, diejenigen von

*) v. Steinen Westphäl. Gesch. III. 20.