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1 (1853)
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Gerhardus Mosellensis.

fortzupflanzen, bis auf das völlige Erlöschen in den Herzogenvon Jülich und Berg und Grafen von Ravensberg, und zwarin Herzog Wilhelm (f 1511) und dessen Tochter Maria (f 1543).

§. 5. Gerhardus Moscllensis.

In jenem blutigen Familienzwiste, der sich zu Anfang des11. Jahrhunderts zwischen den beiden am Niederrhein begü-terten Grafen Wichmann im Hamalande und Balderich imCleveschen, entsponnen hatte*); bei welchem erstcrer aufAnstiften seiner Schwester Adela von ihrem Gemal, demgenannten Balderich **) am G. October 101G zu Uplage ***)unfern Elten ermordet wurde, wird des Schlosses Ilengebachbereits gedacht.

Dies für unüberwindlich gehaltene Felsenschloss, das heu-tige ITeimbach am Einfluss der Urft in die Roerf), hatteBalderichs Freund und Verwandter Gerhard im Jahre 1102erobert ff); eben dahin floh Balderich, als er nach Ermor-

*) Wedekind Noten 5. Heft S. 73.

**) Urkunden von 996, 1003, 1015, 1019, und auch noch nach ihremTode von 1045, 1129 gedenken heider (Lacomhlet I. 78. 86. 87. 91. 95.98. 112. 201.).

***) Nach eben diesem Orte wird Balderich nach alten Deutzer Kloster-Auf-zeichnungen Baldericus comes de Oplathe vet Iiouberch (Lacombtet I. 86.)genannt.

f) Des Schlosses wird auch bei Gelegenheit des von Kaiser Heinrich IV.dem Erzbisehof Anno II. vonCüln geschenkten Forstbannes gedacht: in aquamquae dicitur Rure et usque ad Ilengebach ante Castrum (Gelenii de mag-nit. Colon, p. 68.); blos des Baches dagegen 1069: ubi Heingebahc infinitRuram. (Lacombiet. I. 138.).

ff) Baldricus dabat operam Gerhardo... qui jam multis diebus municiunculam Hengibach obsedit. In attissimis namque rupibus sita, inexpugna-bilis erat. Set tarnen diutissima obsidione oppidani fatigati, et omnibus quaesecum habebant consumptis sc dediderunt (Alpertus de diversitate Temporumap. Pertz. mon. Germ. VI. 714.).