Häuslingen. Welche seiner Kinder jedoch aus der ersten oder zweiten Ehe gewesenseyn mögen, ist nicht ganz klar. Wahrscheinlich sind es die drei jüngsten, unddiese Vermuthung stützt sich auf den Umstand, daß Ilse, gebohrne von Saldern,weiland Fritz von der Schulenburg Wittwe, Schwester der ersten Gemahlin desJobst Vehr, in-ihrem Testamente äe äato Minden am ic>. August 1606 der jung-stsn Tochter des Jobst Vehr, Ilse Catharine, nur halb so viel vermacht hat, alsden anderen Töchtern desselben. Es ist dieß freilich nur eineVermuthung, die indeßin diesem Dunkel nicht ganz von aller Wahrscheinlichkeit entblößt zu seyn scheint.
Uebrigens waren seine Kinder folgende:
1) Jacob, wovon h. 66. handeln wird.
2) Jutta, vermahlt mit Christoph Wolff von Gadenstedt.
5) Adelheid (auch Oeleke genannt) vermählt mit Jobst Frese.
tt) Gertrude, des Herrmann von Jssendorss auf Oese und Hermsthalzweite Gemahlin, starb ^.uuc» 1657. Mußhardt 1. c. x. 3i6.
5) Ilse Catharine, vermählt mit Julius von Rössing.
6) Burchard. (H. 6tr.)
7) Heinrich, welcher Canonicus zu Magdeburg geworden, und ohne männ-liche Nachkommen verstorben ist.
H. 63.
Außer diesen ehelichen Kindern hatte Jobst auch noch einen unehelichen Sohn,NaMens Jobst, welcher Prediger zu Rade geworden ist, wie der desfallsige Bestal-lungs- oder Lehnbrief vom 26. Marz i566sul> 199. klar nachweiset.
Ob der Prediger zu Geversdorfs, Staats Vehr, welcher nach Pratje Herzogth.Br. und Verden Th. x. 269. im Jahre 1682 verstorben ist, auch ein unehelicherSohn des Jobst Vehr gewesen sey, laßt sich nicht bestimmen, weil bestimmte Nach-richten darüber nicht vorhanden sind. Dieses Predigers, Staats Vehr Sohn warNieolaus Behr> der sich auch Orsinus nannte, als Prediger zu Oppeln stand, ge-bohren ^.nno 1676, gestorben am 10. Mai i65Z, und zehn Töchter, auch zweiSöhne hinterlassen hat. Einer seiner Söhne war der berühmte Dichter bliaolausOrsiuus. Pratje l. c. Th. 6. p. 167. Vielleicht ist dieser Dichter derselbe blieo--laus Orsinus, welcher zu Venedig, wie Pfessinger Br. Lüneb. Historie Th. 2.x>. 28. anführt, in der Kirche Lr. Oiuvanui begraben liegt, und wäre denn dessenAbkunft hiemit genugsam nachgewiesen.