§. 6g.
Heinrich, mit welchem wir schon durch die bisher angezogenen Urkunden be-kannt geworden sind, Johann's (h. 5?.) zweiter Sohn, war vom Jahre i5ott bis1620 Drost zu Rethem an. der Aller, wie aus dem sub»5i<> 19Z. angelegten Ver-zeichnisse zu ersehen ist. Wahrscheinlich ist diese Drostenschaft eine Folge der Ver-bürgung seines Vaters für die Stadl Lüneburg gewesen, deren oben h. 67. adkuim annum gedacht worden.
Im Jahre 1621 war er mit unter den Beisitzern von der Ritterschaft desStifts Verden, wie Erzbischof Christoph Landgericht zu Dörverden gehalten hat.Mußhardt l. e. x. 87, Spangenberg 1. c. p. 169.
Nach der Anlage 19^. war er auch im Jahre 162^ unter der Zahl der Grafen,Edlen und Ritter, welche für die Grafen Jobst, Johann und Erich von der Hoyadie Bürgschaft auf 6800 Gst., welche dieselben von Biebrich , Heinrich und Heinevon Heineborch aufgeliehen hatten. Zu dieser Zeit lebte Heinrich Behr, Domherrzu Minden in der alteren Linie, welches derjenige ist, der als Geistlicher hier mitdem Pradicate: Herr, bezeichnet stA Unser gegenwartige Heinrich ist derjenige,welcher unter denen vom Adel späterhin in dieser Urkunde genannt ist. Ueberhauptstand dieser mit den Grafen zur Hoya in großen Geldverbindungen. So erhielt erim Jahre 162^ vom Grafen Jobst das Amt Syke als Drost für 12,600 Rfl. ImJahre 1626 streckte er dem gedachten Grafen noch 1600 Fl., und bald nachherabermals 1900 Fl. vor, wofür ihm das Amt Syke nebst einem Hofe zu Bostel undThedinghausen anderweit zur Sicherheit verschrieben ist. Wenn diese Thatsachenhier gleich nicht mit Urkunden belegt sind: so sind sie doch Wahrheiten, die ich dergütigen Mittheilung des Herrn Obristlieut. Behr zu Kleinen-Haußlingen verdanke,der sich auch noch im Besitze der darüber sprechenden Original-Urkunden befindet.
Im Jahre 1629 hat er nach der Anlage 196. von Heineke Klenke einen Hofzu Stöcken bei Rethem an der Aller für 70 RGfl. gekauft.
Im Jahre 1662 lebte er noch, indem er in solchem Jahre zu Folge einer Nach-richt des Herrn Obriftlieutenanrs Behr dem Herzoge Erich von Braunschweig Lüne-burg 6660 Rfl. geliehen hat. Sein Sterbejahr ist aber nicht bekannt. Seine Ge-mahlin war Jutta von der Lieth aus dem Hause Ochtenhausen, wie Mußhardt an-giebt, der ihn zwar auch für einen Droste« auf Hagen ausgiebt, allein irrig, indemfein Sohn diese Drostenschaft erst ^nuo 1660 sich erworben hat.
Von seinen Kindern sind bekannt: Arend, Jobst, Johann und Adelheid.