III
er in sein Vatersand zurückgekehrt, wo er nach seiner Eltern Tode im Jahrei65o eine Zeitlang als Freiwilliger im Armee-Corps des kaiserlichen GeneralsTilly von Czerclas gedient hat, den er jedoch bald wieder verlassen und nachLiessand gereiset ist. Bei seiner Rückkunft fand er das vaterliche Gut zurHoya im Rauch aufgegangen, weshalb er Civil-Dienste suchte. Er wurde auchwürklich zum Hauptmann in Clötze bestellt, wo er sich im Jahre i6^Z mirCatharine Dorothee von der Schulenburg, des Landraths Diedrich von derSchulenburg auf Apenburg und Betzendorf Tochter vermahlt hat.
Nicht genug, daß das Kriegsfeuer seine vaterlichen Güter verzehrt hak,es vertrieb ihn auch im Jahre i6^t3 von Clötze, wo er in den Drommlingmit seiner schwangeren Gemahlin flüchten mußte, die denn im Dorfe Rowilsam 11. September von einem Sohne entbunden wurde.
Im Jahre i6^5 hatte er eine Ehrensache mit Johann Burchard vonSchlepegrell, welche durch einen Zweikampf auf eines Domherrn Hofe zuVerden im Suderende am 2^. Marz desselben Jahrs unglücklicher Weise dahinbeendiget ist, daß er i5 Stiche erhalten, sein Gegner aber auf dem Platze ge-blieben ist. Seiner eigenen Anmerkung nach, hat er sich mit seinem gewöhn-lichen Seitendegen, sein Gegner aber mit Ehrfart von der Lieth Raufdegengeschlagen. Die Sache ist nochmals zum Proceß gekommen, wo er endlich amZi. Marz i652 zu Z00 Rthlr. Strafe verurtheilt ist, und hat ihm dieser Pro-ceß mit Einschluß der Strafe 2800 Rthlr. gekostet.
Am 6. December 16^6 hatte wiederum MißHelligkeiten mit einem schwe-dischen Cornet im Königsmarkschen Leibregimente, Namens Belle, wegen abge-nommener Pferde. Der Cornet forderte ihn auf Pistolen zu Pferde, und aufdem Dorffelde vorm Sunder zu Stellichte endigte sich diese Ehrensache dahin,daß er den Cornet im ersten Gange vom Pferde schoß. Umringt von schwedi-schen Truppen hat ihm dieser Vorfall bei den Offizieren an die 200 Rthlr.gekostet, damit er, wie er schreibt, bei ihnen in Gunst bleiben mögte.-
Im Jahre 1617 schloß er sammt seinem Bruder, wie vorbemerkt, dieVergleiche mit Diedrich Behr's Töchtern und den Vettern in Curland wegender Erbfolgen; und am 2o. Juli i65o theilte er sich mit seinem Bruder Jo-hann in die vaterlichen, auch durch Johann Friedrich Behr's Tod ihnen