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aus der Urkunde sab, N» 1/4.0 herwor, wo Johann eins Stelle zu solchem Be-Hufe vom Herzog Magnus gegen eine andere zu Haftnpoth eintauscht. Beiallen seinen Staats- und anderen Geschäften hat Johann doch nie seine eigeneAngelegenheiren verabsäumt. So ließ er im Juli 1681 nach der Anlage 1/41seine Gränze zwischen Edwahlen und des Johann Rump Gütern reguliren.Weil ihm jedoch bei dieser Granzberichtigung zu nahe gethan war, erhielt erin der Anlage 1^2 die Anwartschaft auf Johann Rump's Lehngüt
Wie unglücklich ein Land sey, wenn der Landesherr mehr Bedürfnisse zubestreiten hat, als sein Vermögen und seine Einnahme ist, lehrt uns auch dasBeispiel des Herzog Magnus. Gelder werden zu allen ersinnlichen Zinsen auf-genommen; Güter nicht blos verpfändet, sondern auch sogar verkauft und da-durch allmahlig alle Quellen verstopft, aus welchen mit der Zeit wieder Hülfehatte erwartet werden können. Die Anlage 1^2 ergiebt, daß Magnus Capi-talien zu 10 pro Laut jährlicher Zinsen aufgenommen hatte; daß er nicht ver-mögend gewesen war, die Zinsen zu bezahlen, und daß er endlich das schöneAmt Angermünde sammt den Stranddörfern Großiwer und Pissen für 16,000Rthlr. verkaufen mußte, um seine dringenden Schulden abzutragen. Ja, amfolgenden Tage, am gten September i53i mußte Magnus dem Johann Vehrauch in der Anlage itr/r. den Roßdienst nachlassen, um damit eine Schuld von972/2 Rthlr. zu tilgen, die Johann auf seinen Gesandtschaftsreisen, an Zeh-rungskosten ausgelegt hatte.
So mußte Magnus ein Stück nach dem andern veräußern, und kam durchalle seine Veräußerungen doch fast nie zu dem ihm so nöthigen baaren Gelds.
Am löten Januar 1682 wurde unter Vermittlung des pabstlichcn LegatenAntonius Possewin zwischen Pohlen und Rußland zu Zopolsry ein Frieden,oder Waffenstillstand auf zehn Jahre geschlossen, dessen beide Theile so sehr be-durften. Der größte Theil Liestands war jetzt unter der Herrschaft des KönigsStephan von Pohlen. Dieser setzte den Cardinal, Fürsten Georg Radzivil' zum Gouverneur von Liefland, und führte daselbst im Jahre i535 die polnischeRegierungsverfassung ein. Cardinal Radzivil sah sich als unumschränkten Herrnvon Liestand an, und trieb seine Anmaßungen so weit, daß, als der königlich-polnische Commissarius, Stanislaus Pekoslawsky, welcher zur Berichtigung