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dieß für eine Urkunde gewesen/ und an welchem Tage sie ausgestellt sey, wirdvon ihm nicht angegeben. Die verdensche Chronik, welche sonst ziemlich alleVerbriefungen des Erzbischofs namhaft macht, sagt kein Wort von einem indiesem Jahre ausgestellten Dokumente. Man weiß also nicht, was man vondiesem vielleicht das Stift Verden nicht angegangen habenden Dokumente sagensoll. Hat Diedrich im Jahre i566 eine Urkunde des Erzbischofs als Zeugeunterschrieben, so muß er nur zum Besuche wieder in seiner Heimath gewesenseyn. Denn im Jahre t.55/ war er in Eurland, wie aus folgendem Vorfallsklar wird:
Diedrichs Schwager, Ritter Christoph von Münchhausen', Bruder desBischofs Johann von Curland und Oesell, hatte in dem Kriege des deutschenOrdens in Liefland gegen Rußland den Partheiganger zum Vorthsils undHülfe des Ordens gespielt. Er hatte sich am 26- Juli 1667 den Dom inReval vom dasigen Ordens-Comthur Franz Seegehaven von Amstel, der sichdaselbst zu behaupten nicht getrauete, sammt allen auf dem Doms liegendenKriegsvölkern übergeben lassen. Er hatte in der Meinung, König Christiander Zte von Dannemark würde sich der Sachen in Liefland gern annehmen,die revalschen Kriegsvölker dem Könige von Dannemark Treue schwören lassen.Die von den Russen bedrängte Stadt Revak und die Ritterschaft in Harrienund Wyrlande hatten Bevollmächtigte in der Person des Fabian von Tysen-Husen und Bruno von Wedbergsn, Namens der Ritterschaft, auch Ivo vonder Hoya, Jobst Kloodt und Caspar Breitholz, Namens der Stadt, an dendänischen Hof gesandt, um ihre Unterwerfung der Krone Dännemark anzu-bieten, und um Schuß gegen Rußland nachzusuchen. König Christian hatteaber das Anerbieten ausgeschlagen, und die Hülfe versagt. Christoph vonMünchhausen hatte darauf der Stadt Reval den Dom zu Kauf angeboten.Einem Theile der revalschen Bürgerschaft war dieß Anerbieten willkommengewesen, und sie hatten vermeint, es sey räthlich, den Dom zu schleifen undden Platz mit Bürgerhäusern zu besetzen, weil dann der deutsche Orden inder Stadt sich nicht wieder festsetzen, und sich keiner Herrschergewalt wiederanmaßen könne. Der Magistrat und die Bürger Aeltesten hielten hingegenden Vorschlag für zu bedenklich, und der angebotene Kauf wurde von Seitender Stadt ausgeschlagen.