62
Familiennachrichten geben das Jahr 1626 als Sterbejahr an, jedoch ohnealle weitere Nachweisung.
Seine Gemahlin sott eine gebohrne von Ahlden gewesen seyn; wie vielKinder aber aus dieser Ehe erfolgt seyn mögen, erhellet nirgend her. So vielist jedoch gewiß, daß er zwei Söhne, nemlich: Heinrich und Diedrich hinter-lassen habe.
Treuer in der von Münchhausenschen Geschlechtshistorie xag. 54. schreibtihm zwar noch eine Tochter, Namens Adelheid, Christoph von MünchhausensGemahlin, zu.- Allein, sie war keine Tochter Ulrichs, sondern vielmehr Hein-richs, des Johanns aus der jüngern Linie Sohnes, Tochter, und Schwesterdes Arend und Jobst, wie unten §. Lg. wird erwiesen werden.
Nach Angabe des verstorbenen Raths Gebhard! sott in einer Urkunde vomJahre i5i5, welche über eine gestiftete Vicarie zum heiligen Johnnisaltar inLüneburg ausgestellt ist, ein lAeocioi-laus Lsi-s vorkommen, welcher sich Ca-nonicus der Heiligen Kreuzkirche in Hildesheim und gemeiner Official desStifts Verden, auch Viearius in geistlichen Geschäften des Erzbischofes Chri-stoph von Bremen nnd Administrators des Stifts Verden nennte. Zu welchemGeschlechte oder Linie dieser Diedrich Vehr gehört haben mag, ist mir bislangunbekannt geblieben.
§. Zi.
Heinrich, der älteste Sohn Ulrichs, hat sich dem geistlichen Stande ge-widmet, und mit ihm gleichzeitig lebte auch ein Heinrich in der jüngeren Linie.In den Urkunden, wo die Vater oder Brüder nicht zugleich mit genanntwerden, muß man daher sehr genau auf die Prädikate sehen, damit keineVerwechselung der Personen vorgehe. Ließt man jedoch nur mit einiger Auf-merksamkeit, so ist die Unterscheidung nicht schwer, indem Heinrich, UlrichsSohn, als eine geistliche Person das Prädicat: würdiger oder Ehrn, führt.
Die erste Urkunde, welche feiner und seines Bruders Diedrich erwähnt,ist die vom Jahre 1627 snd dl-> 97, laut welcher Friedrich von Stendern dasBurglehn zur Hoya den Grafen Jobst, Johann und Erich von der Hoya zu