Gunsten der Gebrüder Vehr refutirt, und es haben die Gebrüder Vehr auchnoch in demselben Jahre die Belehnung darüber von den Grafen erhalten.
Db dieß nun dasselbe Burgsehn sey, welches Friedrich von Stendern^nno 160Z von Claus Hermeling erkauft hatte, ist ungewiß, weil Friedrichvon Stendern in obiger Urkunde erwähnt, daß seine Voreltern schon das denGebrüdern Vehr abgetretene Burchlehn besessen hatten. Um anderen kundigerenGeschichtsforschern Gelegenheir zu geben, der Sache naher auf den Grund zukommen, wird die leßtgedachte Verkaufs-Urkunde sub dk» beigefügt, wo-durch sie denn auch, da sie bereits sehr vom Zahne der Zeit zernaget, undnur noch mit Mühe zu lesen war, etwas langer einiger Maaßen vom ganz-lichen Untergange gerettet seyn mogte. Uebrigens tragt auch sie schon Spurendes acht Jahr vorher auf dem Reichstage angenommenen neueren Rechts., Sieredet auch von nigen Fünden, und die Verpfandung der Ehre ist auch schonnicht mehr hinreichend, weshalb der Eid schon zu Hülfe genommen wird.
Die Bestätigungs-Urkunde des Erzbischofs Christoph von Bremen vomJahre 1629 sud 99. über die vom Domdechanten, Magister Heino vonMandelslo zu Verden gestiftete Capelle St. Lazarus erwähnt, daß die GebrüderHeinrich und Diedrich Vehr 600 Rst. auf ihre Zehnten zu WiHe und Kalle,auch auf den Althof zu Duddensen von ihm ausgeliehen hätten.
Das Copialbuch zu Stellichte meldet, daß Heinrich 1620 ver-
schiedene Ländereien von Johann Torney, Johanns Sohne, und im Jahre 1629von Heineke Klenke, Wilkens Sohne, einen Hof zu Stöcken, bei Rethem,erkauft habe.
In dem von Herzog Ernst dem Bekenner im Jahre 1600 für Werner,Heinrich und Diedrich Vehr ausgestellten Lehnbriefe sud 5l<» 100. über denZehnten und Zehnthof zu Hülsingen wird dem Heinrich das untrügliche Zeichenseines geistlichen Standes durch das Beiwort: Ern, ertheilt, und ist zugleichder Umstand, daß hier ein geistliches Glied der Familie auch gegen den be-merkten Gebrauch der Vorzeit im Lehnbriefe mit aufgenommen ist, ein Zeichender Licht verbreitet habenden Reformation. Paul, Werners Bruder, der dochauch noch lebte, und als Cantor am Dome zu Bremen die Reformation viel-leicht nicht angenommen hatte, befindet sich nicht mit in dem Lehnbriefe.