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Im Jahrs 1^77 versetzte Heinrich Vehr einen Hof zu, Ninndorf für 62Mark Lüb. an die Kirche zu Visselhövede, und nennt sich auch hier: UlrichsSohn, wie die Anlage sud besagt.
Wenn daher der Behrsche Familien-Stammbaum dem Vater der GebrüderHeinrich, Paul und Johann den Namen Werner giebt, so ist dieß ein offenbarerwiesener Fehler. Zwischen Werner des Stammbaums der Familie und diesenebengenannten drei Gebrüdern fehlen offenbar drei Glieder, nemlich: Ulrich alsSohn Heinrichs, Heinrich als Sohn Ulrichs, und Ulrich als Sohn Werners.
Um diese berichtigende Behauptung zu erweisen, sind die bisher angelegtenUrkunden sorgfaltig aufgesucht, und nochmals abgeschrieben, wenn gleich einTheil derselben bereits im Druck erschienen sind, worauf man nur sich hattebeziehen können. Eigene Erfahrung hat mich inzwischen selbst belehrt, wieschwer es oftmals falle, alle die angezogenen Bücher zur Einsicht zu erhalten;und ohne eigene Ansicht der Worte selbst ist gewöhnlich des Zweiflers Ueber-zeugung äußerst schwer. Uebrigens war diese bemerkte Auslassung auf deinFamilien-Stammbaume die nächste Veranlassung für mich zur gegenwartigenganzen Arbeite
Im Jahre 1^85 vertrug er sich mit seinem Bruder Johann wegen desmütterlichen Nachlasses und anderer Zwistigkeiten. Zum Beweise der Ori-ginalität der Urkunden war in jenen Zeiten oftmals Sitte, anstatt der An-hängung der Siegel, zwei gleichlautend auf ein Pergamentblatt geschriebeneUrkunden dergestalt von einander zu schneiden, daß nur die ächten aneinanderpassen konnten. Bisweilen wurden sie im Zickzack, bisweilen auch, durch einauf den Zwischenraum zwischen beiden geschriebenes Wort geschmtten. Dießletztere ist bei dem gegenwärtigen Vertrage sab» N» 210. der Fall gewesen,welches die Worte: durch dat worrh Christus uth einander geschneden! darlegen.
Heinrichs letzte Handlung, worüber Urkunden vorhanden sind, ist der lautder Anlage 67. im Jahre 1^89 vorgenommene Tausch. Johann von der Ke-denburg hatte nemlich einen Hof in Stellichte, und den Zehnten über zwei anStellichte gränzende Kämpe. Heinrich wünschte seine Besitzungen zu runden,und fremde Mitherren aus dem an sein Schloß grunzenden Dorfe zu entfernen.