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Versuch einer Geschlechtsgeschichte des hochadelichen Hauses der Herren Behr im Hannoverschen und Curländischen : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden entworfen
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allein ohne Erfolg. Der Bischof erhob am pabstlichen Stuhle Klage, erhieltdrei obsiegliche Urthel, der Herzog'wurde nebst seinen Kampfgenossen, diejedoch Anno 1^22 laut obiger Urkunde sub 53. ohne den Herzog wieder,losgesprochen wurden, in den Bann gethan, und dennoch blieb die Sache wiesie war. Man sehe Scheidt Zusätze zu Mosers Staatsrecht h. 102. undPratje A. und N. der Herzogth. Brem, und Verd. Bd. 10. x. 186. s<z.

Bischof Heinrich, überzeugt von seiner Schwache, daß er dem Bißthumenicht rathen, und dasselbe aus seinen Lasten nicht reissen könne, resignirte an:itr. August 1^26 und trat das Bißthum gegen eine jahrliche Leibrentettvo Gfl. dem vocwr äsorswriim, Johann von Atzell, ganzlich ab.

Dieses neuen Bischofs erste Sorge war, das Schloß Rotenburg wiederan das Stift zu bringen. Im Anfange December 1^26 unterhandelte er mirden Herzogen Bernhard, Otto und Wilhelm von Braunschweig Lüneburgdieserhalb durch Gerwin von dem Berge, der denn auch den Vertrag untergewissen Bedingungen, die jedoch nicht alle bekannt geworden sind, glücklichzu Stande brachte. Was die verdensche Chronik davon aufbewahrt hat, ist,daß die Herzöge von dem gegen sie ausgesprochenen Bann wieder frei gesprochensind, und sie versprochen haben, in den acht Tagen Ostern 1^27 das HausRotenburg zu räumen. Dock) mußte Bischof Johann denen von Klenke ihrenPfandschiliing auf Rotenburg erstatten, wozu er nur 1800 Fl. selbst gehabt,und das übrige dazu hat aufleihen müssen.

Nun haben entweder die Herzöge noch verschiedene Gelder dem Bischöfezur Sühne zahlen müssen; oder es ist Vertragsbedingung gewesen'; oder derBischof hat noch eine Vormauer seines Stifts gegen fernere Einfälle von dieserSeite haben wollen. Eine dieser Ursachen muß der Erwerb des SchlossesStellichte gewesen seyn, welche es aber war, ist ohne Einsicht des Vertragesäs äars Montags nach Andreae 1^26 zu bestimmen ohnmöglich. 'Gewiß istes aber, daß die Herzöge Bernd und Wilhelm Dienstags nach Marie Heim-suchung 1^27 das Schloß Stellichte stimmt Zubehör, Recht und Gerechtigkeiten,auch andern Gütern für 800 rheinische Goldgulden dem Bischöfe versetzt undeingethan haben. Die Original-Urkunde darüber ist noch auf dem HauseStellichte vorhanden, und ihren buchstäblichen Inhalt enthält die Anlage 56.

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