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mehrerer Unbilden gram, und begünstigten deshalb den Bischof Ulrich auf allenur mögliche Weife. Ja, ste veranlaßten, daß die von Ahlden und mehrereandere vom Adel dem Bischof Heinrich abfielen, und ihm den Krieg erklarten.Am Sonnabend nach Lsto mUU 1^16 rückten die von Ahlden sammt ihrenKampfgenossen, etwa 60 Gewappneter stark, vor das bischöfliche Schloß Ro-tenburg, erstiegen dasselbe, indem die Schloßgraben zugefroren waren, und derBischof keine gehörige Wache ausgestellt hatte, durch Hülfe eines vom Bischofverjagten Burgermeisters aus Rotenburg so glücklich, daß Bischof Heinrichfroh seyn mußte, nur einzig und allem in Begleitung seines Officialen Va-leber, mit Hinterlassung aller seiner Kostbarkeiten, Kleinodien und Dokumente,zu Pferde nach Verden entkommen zu können.
Die Herzöge von Braunschweig Lüneburg waren über diese mit solcherSchnelle und Leichtigkeit beschaffte Einnahme des Schlosses Rotenburg sehrerfreuet, und, um dem Bischöfe die Wiedererlangung desto mehr zu erschweren,verpfändeten sie die Burg sammt ihrem Zubehör sofort an die GebrüderDiedrich, Heinrich, Justatius und Orthgieß Klenke für 8000, oder wie Span-genbergs verdensche Chronik sagt, für 11000 Goldgulden.
Mittlerweile war Bischof Ulrich zu einem andern Bißthume, nemlich zumBißthum Seckow in der Steiermark befördert, der Streit also wegen des Biß-thums Verden zwischen ihm und Bischof Heinrich beendiget.
Die Kirchenversammlung zu Costnitz zeigte dieß mittelst Schreibens vom6. September 1^17 dem Magistrate zu Lüneburg an, forderte auch denselbenauf, den Graf Heinrich von der Hoya als Bischof von Verden anzuerkennen,ihm Hülfe zu leisten, und die verlornen Güter und Schlosser für ihn wiedererobern zu helfen. Selbst Kaiser Sigismund erließ deshalb Mandate an alleverdensche Stiftsbehörige, insbesondere auch an die Stadt Lüneburg, befahljedoch daneben, daß dem Bischof Ulrich seine Einkünfte aus dem StifteVerden von Zeit seiner Bestätigung bis zu seiner Beförderung zum BißthumSeckow unverkürzt ausgehandiget werden sollten. Scheidt I. a. 51° igi. his10Z. I- Selbst an den Herzog Otto, Sohn des Herzogs Heinrich von Braun-schweig Lüneburg, erließ der Kaiser unterm 23. Sept. 1^18 ein Mandatdahin, daß er dem Bischöfe das Schloß Rotenburg wieder einräumen sollte,