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Versuch einer Geschlechtsgeschichte des hochadelichen Hauses der Herren Behr im Hannoverschen und Curländischen : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden entworfen
Entstehung
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Die Spaltung der Kirche über die beiden Pabfte zu Rom und Avignonveranlaßte eine allgemeine Kirchenversammlung zu Pisa im Jahre i^og. Diesesetzte beide Päbste ab, und erwählte statt ihrer am 26sten Juni 1^09 denAlexander 5. zum alleinigen rechtmäßigen Pabst. Dieser cassirte die Ernennungund Bestätigung, welche Gregor dem Bischof Ulrich ertheilt hatte, bestätigtedagegen die Wahl des Bischof Heinrich, Grafen von der Hoya. Damit waraber diese Angelegenheit noch nicht beseitiget.

Kaiser Ruprecht war am ig. Mai 1^10 verstorben, Sigismund an seinerStelle wieder erwählt, und dieser bemühete sich, sowohl wegen der Streitig-keiten über den päbstlichen Stuhl, indem die beiden abgesetzten Päbste sich demAusspruche der Kirchenversammlung zu Pisa nicht unterwerfen wollten, alsauch wegen der von Johann Huß unternommenen Kirchen-Reformation, eineneue allgemeine Kirchenversammluirg zu Stande zu bringen. Seine Be-mühung hatte glücklichen Erfolg. Es versammelte sich würklich eine neue all-gemeine Kirchenversammlung im November zu Costnitz, oder wie esauch genannt wird, zu Costanz.

Noch vor dieser Versammlung erließ Kaiser Sigismund im Juliein Mandat an die Stadt Lüneburg dahin, daß sie den Bischof Ulrich imGenüsse des Hofes, Zehnten und anderer Güter in und um Lüneburg, die ervor der Kirchenversammlung in Pisa bereits im Besitze gehabt hätte, so langeschützen und handhaben sollten, bis die Sache wegen der gedoppelten Vischofs-Ernennungen zu Costnitz würde entschieden seyn.

Scheidt (loci. älgl. zu dessen Zusätzen zu Mosers Br. Lüneb.. Staats-recht N<> gg. xag. 3o5.

Der an des verstorbenen Pabstes Alexander 5. Stelle erwählte Pabst Jo-hann 2Z. befahl hingegen, den Bischof Ulrich nicht anzuerkennen, gab vielmehrdem Magistrate in Lüneburg mittelst Schreibeus vom 7. Febr. 1^16 unterAndrohung der Excommunication auf, binnen sechs Tagen nach Empfang desSchreibens dem Bischof Heinrich die bischöflichen Güter in Lüneburg soforteinräumen zu lassen. Scheidt I. e. 5l<> 100. xag. 806.

Damit waren aber die Herzöge Heinrich und Bernhard von BraunschweigLüneburg keineswegs zufrieden. Sie waren dem Bischof Heinrich wegen