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Versuch einer Geschlechtsgeschichte des hochadelichen Hauses der Herren Behr im Hannoverschen und Curländischen : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden entworfen
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daß er entweder im Bißthum Verden oder in der Grafschaft Hoya vermuthlichansaßig gewesen seyn mögte.

Außer dieser Urkunde ist jedoch weiter keine Nachricht von ihm bislangaufzufinden gewesen.,

§. 10.

Fast gleichzeitig mit vorgedachten Werner trifft man noch einen andernWerner Vehr in einer Urkunde ebendesselben Bischofs Gerhard vom Jahre1262 an, wie nemlich der gedachte Bischof die vvn Heinrich Olla gescheheneAbtretung der Advocatie über ein Haus zu Rothe an das Kloster Lüne be-stätigte. Man sehe die Anlage 6.

Dieser Werner kann jedoch, wie auch Rathleff a. a. O. x. 62 sehr richtigbemerkt, mit dem im vorstehenden Paragraphe erwähnten Werner nicht einerleiPerson gewesen seyn, denn letzterer 6s 1269 war Ritter, der erstere

<Zs 1262 aber kainulus oder Knappe. Wer 1269 schon Ritter

war, konnte drei Jahre später nicht wieder Knappe seyn, und in Bemerkungder ritterlichen Würde waren die Personen jenes Zeitalters sehr genau. Viel-leicht war Werner der Knappe ein Sohn des Ritters»

Jndeß bei dem Mangel weiterer Nachrichten läßt sich um so wenigeretwas über fein Verwandtschafts-Verhälrniß sagen, als seiner auch auf demFamilien-Stammbaume gar nicht gedacht wird.

§. 11.

Außer diesem findet man im Jahre 1261 einen Hartwich Behr in derUrkunde sab. 5l° 7., als Zeugen, wie Nicolaus von Werke der Stadt Röbeldas Schwerinsche Stadtrecht ertheilt.

Ferner einen Heinrich Behr als Zeugen in der Urkunde vom Jahre 1268«ab Z., als Wratislaus, Herzog zu Demin in Pommern, dem KlosterDargun zwei Hufen Landes zu Drönewitz versichert, die Johann Walslebendem Kloster vermacht hatte.

Mußhardt gedenkt auch noch eines Nicolaus Behr, der im Jahrs 1271gelebt haben soll, ohne jedoch seinen Beweis anzuführen.