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Versuch einer Geschlechtsgeschichte des hochadelichen Hauses der Herren Behr im Hannoverschen und Curländischen : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden entworfen
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Bremen und Verden Samml. p. 180 abgedruckt findet, kömmt zwar einImisclerieus cle Lroebers vor. Allein ehender mag dieser zum Geschlechtsder Brukberge, als zur Behrschen Familie gehört haben. Pratje a. a. S. x. 250.

Dagegen trifft man in den Grig. Queis. D. ti. x. 552 in der Noteeiue Urkunde vom Jahre 1256 au, mittelst welcher der Graf Heinrich zurHoya und seine Söhne Otto und Burchard dem Stifte zu Bücken den Zehntenzu Holtorff überlassen haben. Es wird dabei angeführt, daß der Zahn derZeit an dem Originale sehr genagt gehabt habe, wodurch mehrere Stelleu der-selben schon ganz unleserlich geworden waren. Dieß Unglück hat unter andernauch die Stellen betroffen, wo die Namen der Zeugen stehen. Daher ist dennder Geschlechtsname eines Imietteriei er Oäalriei 6s nicht mehr zulesen gewesen. Vielleicht waren diese beiden Zeugen Brüder, und besondersder ?risäerieus grade der auf dem Familien-Stammbaume als Stammvaterangeführte Friedrich Vehr.

Der neben ihm bemerkte Qclalrleug oder Ulrich ist wenigstens ein in dieserFamilie beliebter Taufname, und aus solchem Umstände schließt man gern imDunklen auf Verwandschaft. Feste Gewißheit kann man aber daraus nichthernehmen; und obgleich der Beweis seines Daseyns noch auf weiterer Auf-klärung beruhet: so habe ich doch in dieser Finsterniß es nicht wagen mögen,ihn vom Stammbaume wegzufressen.

§- 9-

Der Familien-Stammbaum nennt den Sohn desselben Werner, und Ur-kunden ergeben, daß in jener Zeit ein Vehr dieses Namens gelebt habe.Seine Existenz ist gewiß, obgleich nicht erwiesen werden kann, daß sein VaterFriedrich geheißen habe. Denn in der Urkunde snd. Kl° 5. vom Jahre 1269,nach welcher Bischof Gerhard von Verden, ein gebohrner Graf zur Hoya-, derStadt Verden ihr eigenes Stadtrecht ertheilte, war unter den Rittern, welchedieser Handlung beiwohnten, ein Werner Vehr.

Daß er zur vorliegenden Behrschen Familie gehörte, zeigen die Umstände,und, da er am Hoflager des Bischofs sich befand, so laßt sich daraus schließen,