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Versuch einer Geschlechtsgeschichte des hochadelichen Hauses der Herren Behr im Hannoverschen und Curländischen : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden entworfen
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anderen zu Bardowiek geschlossenen Vertrages, nach welchem der König ^5,000Mark Lösegeld zahlen, und seine Besitzungen, zwischen Elbe und Eider, auchin Wenden, abtreten mußte.

Beselin beziehet sich wegen dieser seiner Erzählung auf Wickelä vitaMolckomari II. und auf UonMnns lib. 6- clo rekus Da».

Albertus Smcksnsiz^ imgleichen Kira?u2 in Saxonia lid. 7. c. 28. auchin Oania lib. 7. c. 18. geben hingegen die Veranlassung zu des KönigsWaldemar Gefangenschaft dahin an, daß dem Graf Heinrich von Schwerindas Schloß Grabow und andere Besitzungen auf Betreiben des gedachten Kö-nigs durch den Graf Albert von Orlamünde weggenommen waren; daß demGrafen Heinrich zu harte Bedingungen wegen feiner zurückverlangten Be-sitzungen und wegen Wiedererlangung der Gnade des Königes vorgeschriebengewesen; und daß er deshalb den König gefangen genommen und nach Dan-nenberg in Gewahrsam geführt hatte. Beide stimmen jedoch mit Beselindarin überein, daß der König erst im Jahre 1225 seine Freiheit wiedererlangt habe.

Man hat hin und wieder die Aechtheit der Urkunde vom Jahre 1222 inZweifel gezogen, weil sie ihrem Inhalte nach die Freilassung des Königs Wol-demar in dieses Jcchr zu setzen scheint^ und doch selbige im Jahre 1220 erstwurklich erfolgt ist. Durch obige Auseinandersetzung des Beselin wird aberdie Sache aufgeklart und ihre Aechtheit dargethan, weshalb denn hier, wo aufdie Urkunde vom Jahre 1220 wegen des Lippold Vehr Bezug genommenwird, diese kleine Ausschweifung nicht als überflüssig und zweckwidrig er-scheinen mögre.

Lippold Vehr wird unter den Zeugen in einer andern Urkunde von dem-selben Jahre 1222, Anlage aufgeführt, mittelst welcher die Grafen Ulrichund Heinrich von Lüchow als Lehnsherren ihre Einwilligung zu dem von Bern-hard Sprenger geschehenen Verkaufe seiner Güter in Harechtorp an dieSt. Moritz-Kirche in Ebstorff ertheilten.

In beiden Urkunden erscheint Lippold in Gesellschaft und auf Seiten derGrafen von Lüchow, in der ersten auch auf Seiten der Grafen von Schwerin,