Nemlich ein silbern 'Schild mit einem natürlichen, Von der linken zurrechten Hand gehenden schwarzen Baren, der die rechte VordertaHe in.die Höhehalt. Darüber ein offener Helm mit lanbartiger schwarz und weißen Helm-decke. Auf dem Helme eine goldene Säule mit fünf Pfauenfedern, vor welcherSäule ein schwarzer Bar, grade so wie unten im Schilde, stehet.
Für den, der die heraldische Beschreibungssprache nicht kennt, muß hierbemerkt werden, daß man so beschreibe, als wenn man den Schild vor derBrust hätte. Was dem Auge auf dem Papiere oder im Siegel als rechts vor-kömmt, wird dadurch links, und so umgekehrt. Eine Behrsche Familie, die imvierzehnten und fünfzehnten Jahrhunderte unter den Patricier-Geschlcchten inLüneburg geblühet hat, führte, wie Buttner in der Genealogie der VornehmstenLüneburgschen Patricien-Geschlechten, Anhang 5i° III. bemerkt, ein ganz ab-weichendes Wappen. Es war ein rother Schild mit drei Jungfrauen-Brust-bildern, oben zwei, unten eines. Die Jungfrauen sind mit weißen zurück-geschlagenen Schleiern und weißen Halskragcn geziert. Auf dem Schilde istein offener Helm mit roth und weißer blattartiger Helmdecke. Ueber demHelme ein Jungfrauen-Brustbild, wie im Schilde, jedoch sind an dem Kopfenoch zwei, schärg in die Höhe stehende rothe Stäbe, jeder mit vier Pfauen-federn geziert, angebracht.
Nach Buttners Angabe kömmt Von diesem Geschlechte Heinrich Vehr imJahre 1Z10 zuerst vor, und soll solches im Anfange des fünfzehnten Jahr-hundert verblühet seyn.
§. 5.
Nach diesen Vorbemerkungen wenden wir uns nunmehr zu denjenigenPersonen, deren Daseyn durch Urkunden erwiesen werden kann.
Hier ist Eberhard Vehr der erste, welcher mit diesem Geschlechtsnamenin den bisher mir bekannt gewordenen Urkunden hat aufgefunden werdenkönnen. Von ihm reden zwei Urkunden des Jahrs 1197.
Zuerst wird er in der Urkunde unter den weltlichen Zeugen mit aufge-führt, mittelst welcher Pfalzgraf Heinrich nebst seinem Bruder Wilhelm, beideSöhne Herzogs Heinrich des Löwen, den Verkauf zweier Hufen in Bader,