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Versuch einer Geschlechtsgeschichte des hochadelichen Hauses der Herren Behr im Hannoverschen und Curländischen : aus theils bereits gedruckten, theils ungedruckten Urkunden entworfen
Entstehung
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diesem schönen denkwürdigen Vorfalle erwähnen, und man alles nur spaterenSchriftstellern zu verdanken hat. So redet man heutzutage gewöhnlich, wennman Ableitungen dieser Art hört. Allem man denke nicht, es sey ohnmöglich,dergleichen durch Zeugnisse der Vorzeit zu belegen. Man darf nur die Geburtdes Mondillo in einen etwas früheren Zeitraum fetzen, und die Thaten naherbezeichnen, den Beinamen auch etwas charactcrischer machen, und man findetallerdings ein Zeugniß der Vorzeit. Die Herren müssen bestraft werden, diedergleichen Erzählungen sofort verdammen, die vormals oft sehr theuer bezahltwurden.

Welchem Geschichtsfreunde ist unbekannt, daß ^.mmianus lVlareellinusim lüten und i6ten Buche seiner Kaisergeschichte eines römischen Feldherrn,Hrsieiirus genannt, ausdrücklich mehrmals erwähne. Dieser war unter demKaiser Constantius Prafect in Gallien, und mehrmals siegreicher Feldherr derrömischen Heere am Rheine in den Jahren 252 bis 26o. Ursicinus war es,der den Gegenkaifer Sylvan zu Cöln aus dem Wege räumte, und kann denValentinian ihn nicht einige Jahre später nach Rom berufen, und ihn mitden Gütern in Umbricn beschenkt haben? Kann der Name: klrsi<ünu8 nichteine Zusammensetzung des lateinischen Wortes: lckrsng, Bär, und des griechi-schen: Hund seyn, und seine Entstehung daher haben, weil die Bärinihm stets als Hund gefolgt ist? Hernach ist wahrscheinlich, weil die Bärin ver-storben, und- nicht weiter har nachfolgen können, das griechische Wort wegge-lassen, und es find der Kürze wegen die ersten Sylben: Ilrsus allein beibehalten.Wer wagt dem zu widersprechen? Daß Ammianus Marcellinus nichts von derGeburt feines Helden und von der Entstehung seines Namens nichts sagt,darf nicht auffallend seyn, weil in eine Kaisergeschichte solche Kleinigkeitennicht gehören. Pfeffinger und sein Gewährsmann braneiscnrs Lansorino redenvon dem Namen IlrsicinriZ auch nicht, darum wollen wir uns dabei weiternicht aufhalten, sie vielmehr selbst weiter erzählen lassen. Nach ihrer Aussage 'soll nemlich das auf Italiens milden Boden verpflanzte Geschlecht des Mondilloein Baum mit so viel Aestcn geworden seyn, daß seine Zweige in der Folgedort nicht mehr alle haben hinreichende Nahrung finden können. Ein Sprößlingdavon, sein Namen ist leider nicht genannt, soll deshalb im Heere Kaiser Carldes Großen Kriegsdienste genommen, und im Jahre 732 in der Schlacht bei