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Bockholz, Kirchspiels Wallenhorst, im Osnabrückschen, wo die Sachsen geschla-gen wurden, so tapfer gefochten haben, daß Carl der Große sich bewogen ge-funden, demselben ein Rittergut neben dem Schlachtfelde, vielleicht auch aus-dem Schlachtfelde selbst, zu schenken. Der Beschenkte soll das Gut bebauet,und nach seinem Namen: Bärenau genannt haben, welches denn auf solcheWeise das Stammhaus der gräflichen Familie von Bar geworden sey.
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Gewöhnlich giebt es in den Fallen, wo eine Erzählung ihren Hauptgrundin dem Glauben des Einem oder Andern hat, mehrere Verschiedenheiten.Dem Einen ist unwahrscheinlich, was der Andere für unumstößliche Gewißheitansieht. Dieser springt ohne Bedenken über mehrere Jahrhunderte hinweg,während der Andere an den Flug in der Ideenwelt nicht gewöhnt, sorgsamvon Generation zu Generation dem Laufe der Natur gemäß nachzuforschentrachtet. Und oftmals spielen doch beide nur mit Scheinbildern, die ihrenGeist vergnügten.
So hat man auch hier noch eine andere Erzählung von der Verpflanzungdes Ursinischen Stammes Abkömmlings aus Italien auf Westphalens Boden.Sie weicht von der vorhergehenden darin ab, daß sie die Rückkehr auf Deutsch-'lands heimischer Flur beinahe drittehalb hundert Jahr später bestimmt, wodurchsie der Angabe der Kunde im Zeiträume von Carl den Großen bis Conraddem Salier ausweichen.
Zur Zeit dieses Conrad des Zweiten sollen nemlich nach ihrer Angabenzwei Ritter des Ursinischen Geschlechts sich nach Deutschland gewandt haben.Der eine Ritter hat sich, wie sie sagen, im Ober-Elsaß ohnweit Colmar einSchloß auf einen Felsen geöauet, und solches, zum Andenken seiner Abkunftaus dem Herzogthume Spoleto, UoLaa-Spolsto benannt. Der deutschen Zungeist dieser fremde Namen nicht geläufig genug gewesen, sie haben ihn daher in:Rappoltstein verwandelt.
Weil nun der Kaiser diesem Schloßerbauer drei Rosen zum Wappen ge-geben; und tveik die Ursiner in Italien vormals einen Bären mit einer Rosein der Tatze im Wappen geführt haben: so muß dieß zum Beweise dienen,
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