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Geschichte der seit dreihundert Jahren in Breslau befindlichen Stadtbuchdruckerey als ein Beitrag zur allgemeinen Geschichte der Buchdruckerkunst : Mit 4 Bildnissen und 4 erläuternden Kupferplatten
Entstehung
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Anhang. Landshnt

Liegni tz»

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die Mitte des igten Jahrhunderts5 denn man weifs, dafs vör dem Jahre 1698 keineDruckerei in Jauer war. Sie sind : Johann Christian Lorenz, Johann Gottfried W e-ber und Johann Christoph Jungmann. Weber druckte 1711 Dewerdecks SilesiaNumismatica mit Kupfern 4.

Der thätigste unter ihnen aber war unstreitig Heinrich Christoph Müllei-,ein geborner Thüringer, bekannt durch seinen Bibeldruck und mehrere gemeinnü-tzige Werke. Er hinterliefs die Officin seiner Wittwe,- welche sie unter dem Facto-rat ihres Verwandten lleichwein eine Zeitlang fortführte, nachher aber an L öp eraus Leipzig verkaufte, von dem sie der jetzige Besitzer derselben, Carl JosephSchloe gel, geb. 1781 zu Neifse den 2gsten September 1800 käuflich übernahm.

LandeshuLGo ttfrie d W etzold war der erste Buchdrucker dieser StacTt, von welchem vor,in und nach dem Jahre 1720 mehrere Schriften bekannt sind. Nach ihm setzten sei-ne Erben die Officin weiter fort und darauf sein Sohn: Gottfried W etzold bis zumJahre 3*755. Diesem folgte 1756 Johann Zacharias Deyboldt bis 1759. Von die-ser Zeit an druckte bis ohngefähr 1765 Johann Heinrich Zipfel, und nach diesemN. Dorne r. Im Jahr 1764 errichtete Johann Carl Müller eine neue Officin, ver-liefs aber den Ort wieder in den Jahren 1767 68- Landeshut hatte von jetzt biszum Jahre 1801 keine Druckerei. Die gegenwärtige ist ein Etablissement der Com-pagnie des Johann Christoph Neumann, aus Herzberg in Kursachsen, und CarlHeinrich Jahn, aus Zittau in der Oberlausitz.

Liegnitz.

Nach den Meinungen einiger älteren Litteratoren soll Liegnitz schon ums Jahr1480 eine Officin gehabt haben. Sie gründeten ihre Behauptung auf den bekanntenDialogus Fratris Hermanni , einen vermeintlichen Liegnitzischen Druck vom Jahr1481, welchen Joh. Saubert in seiner hisloria Bibliothecae Norimbergensis p. 141als ein Eigenthum dieser Büchersammlung zuerst bekannt machte, die nachher ausihm Michael Maittaire in den Annalibus typographicis P. I. p. 160. und Mar-chand in seiner histoire de Vörigins et de premiers progres de VImprimerie. Haag.1740. P-I. p. 76. anführten. Man hielt diese Nachrichten lange Zeit für wahr, we-nigstens für sehr wahrscheinlich, ohne sich nach diesem Drucke weiter zu erkundi-gen. Der in neueren Zeiten um die Geschichte der Typographie so verdiente Pan-zer ward ebenfalls darauf aufmerksam, suchte an der Quelle nach und fand keinBuch mit diesem Titel und Druckort, so dafs er genöthigt war in den annalibus ty-

pographicis