V o r r e d e.
Da der erste Anblick gegenwärtiger Schrift, aufser ihrer merkwürdigen Veran-lassung, und ihrem für die Geschichte der Buchdruckerkunst sehr erheblichemInhalt, ohne Zweifel der Erwartung aller derjenigen Genüge leisten wird, welchedie ganze Unternehmung genehmigt, unterstützt und an der Ausführung nichtgezweifelt haben: so würde es in jener Rücksicht kaum nöthig gewesen seyn,sie noch mit einer eigentlichen Vorrede zu versehen, am wenigsten mit einer vonmir abgefaßten; wenn ich mich von öffentlicher Theilnahme an dieser Feyergänzlich ausschließen gewollt oder gekonnt hätte. So aber durfte bey mir keinesyon beyden statt finden. Die Ursache davon ist aus der beygedruckten Stammtafelzu ersehen, auf welcher die Nahmen von zwey verstorbenen Baumannischen Nach-kommen vorkommen, deren Andenken mir bis an das Ende meines Lebens ebenso theuer bleiben wird , als es mich zur Hochachtung und Freundschaft gegen allelebende verpflichtet. Eben so gehöre ich zu den wenigen Augenzeugen, welchedie vormalige mehr oder weniger eingeschränkte Verfassung dieser Officin seitden Jahren, in welchen Straubel Factor war, mit ihrem itzigen ausnehmendausgebreitetem und verbessertem Zustande vergleichen können. Es bedarf daher dieUnternehmung ihres itzigen Besitzers, Hrn. Johann August Barths, keines-weges meines Lobes oder meiner Empfelung, daß er mit unermüdetem Eifer,ansehnlichem Aufwand, und nach seinem eignen Plan, eben in diesem J. 1804 einebesondre Jubelfeyer wegen Aufnahme der Buchdruckerkunst in der HauptstadtSchlesiens veranstalten wollen; weil in ihr vor 300 Jahren das erste sehr merk"würdige Buch von Conrad Baumgarthen gedruckt worden ll.Abth. S. ?, Cris-pinus Scharffenberg vor 250 Jahren eine neue seitdem privilegirte Stadtbuch-
druckerey