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Geschichte der seit dreihundert Jahren in Breslau befindlichen Stadtbuchdruckerey als ein Beitrag zur allgemeinen Geschichte der Buchdruckerkunst : Mit 4 Bildnissen und 4 erläuternden Kupferplatten
Entstehung
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9. Die Baumannschen Erben.

(xeorge Baumann der Jüngere hinterließ zwei Töchter als Erbinnen seines Hausesund seiner Druckerey. Die älteste, Maria, heirathete den Breslauischen Kauf-und Handelsmann Heinrich Franke; die jüngste, Rosina, den Bürger undBuchführer Caspar Klosemann. Der Letzte übernahm die Druckerey, Schrift-giefserey nebst allem Zubehör. Der noch vorhandene Kaufbrief des schon obengenannten auf der Reifergasse gelegenen Hauses ist vom og, Januar 1650 datirt.Klosfemann lebte aber nicht lange und seine Frau ward nun als Erbin ihresMannes alleinige Besitzerin der Officin und des Hauses. Um diese Zeit im Jahr1662 versuchte es ein gewisser Samuel Butschky, eine zweite Buchdruckereyin Breslau anzulegen. Die Sache kam bis vor den Kaiser. Die Baumannsche Of-ficin wiefs ihre Privilegien vor und Butschky ward abgewiesen.

Rosina Klosemann blieb Wittwe bis zum Jahre 1657. In demselbenverheirathete sie sich zum zweitenmale mit dem Syndicus der Stadt BreslauAndreas von Assig und Siegersdorff Iuris Vtripcsque Doctor , doch so,dafs sie als eine Baumannsche Erbin die Besitzerin der Druckerey blieb. Assigverkaufte mit Bewilligung seiner Frau das Haus auf der Reifergasse und verlegtedie Officin auf die Mühl - oder Windgasse in das Eckhaus Nr. 291, worinn siesich noch jetzt befindet.

Andreas von Assig starb den 10, Mai 1676 und nicht lange darauf den6. September desselben Jahres seine Frau. Letztere übermachte in ihrem Testa-mente vom 24. August 1676 ( publicatum den 7. Sept. 1676) das Haus und dieDruckerey ihrer Schwester Tochter, Maria gebohrne Franken, Christoph Al-brechts, Kauf-und Handelsmannes in Breslau, Ehefrau;ohngeachtet" lieifstes im Testament defunctus maritus sie gebeten, sich gegen seinen Sohn Jo-hann, der ihr grofsen Kummer verursacht, ferner wohlthätig zu erweisen undwenn er sich in sein Vaterland verfügen würde, da er in der Cron SchwedenDienste stünde, ihm alles, was seines Vaters gewesen, zu verlassen, als die Bi-bliothek und. das Silberwerk."

14. Diese