Stadtbuchdruckerey als ein Beitrag zur allgemeinen Geschichte der Buchdruckerkunst* Mit 4 Bildnissen und 4 erläuternden Kupferplatten» Breslau, 1804* gedruckt und verlegt bei Grafs und Barth, Stadt - und Universität® - Buchdrucker. V o r r e d e. Da der erste Anblick gegenwärtiger Schrift, aufser ihrer merkwürdigen Veranlassung, und ihrem für die Geschichte der Buchdruckerkunst sehr erheblichem Inhalt, ohne Zweifel der Erwartung aller derjenigen Genüge leisten wird, welche die ganze Unternehmung genehmigt, unterstützt und an der Ausführung nicht gezweifelt haben: so würde es in jener Rücksicht kaum nöthig gewesen seyn, sie noch mit einer eigentlichen Vorrede zu versehen, am wenigsten mit einer von mir abgefaßten; wenn ich mich von öffentlicher Theilnahme an dieser Feyer gänzlich ausschließen gewollt oder gekonnt hätte. So aber durfte bey mir keines yon beyden statt finden. Die Ursache davon ist aus der beygedruckten Stammtafel zu ersehen, auf welcher die Nahmen von zwey verstorbenen Baumannischen Nachkommen vorkommen, deren Andenken mir bis an das Ende meines Lebens eben so theuer bleiben wird , als es mich zur Hochachtung und Freundschaft gegen alle lebende verpflichtet. Eben so gehöre ich zu den wenigen Augenzeugen, welche die vormalige mehr oder weniger eingeschränkte Verfassung dieser Officin seit den Jahren, in welchen Straubel Factor war, mit ihrem itzigen ausnehmend ausgebreitetem und verbessertem Zustande vergleichen können. Es bedarf daher die Unternehmung ihres itzigen Besitzers, Hrn. Johann August Barths, keines- weges meines Lobes oder meiner Empfelung, daß er mit unermüdetem Eifer, ansehnlichem Aufwand, und nach seinem eignen Plan, eben in diesem J. 1804 eine besondre Jubelfeyer wegen Aufnahme der Buchdruckerkunst in der Hauptstadt Schlesiens veranstalten wollen; weil in ihr vor 300 Jahren das erste sehr merk" würdige Buch von Conrad Baumgarthen gedruckt worden ll.Abth. S. ?, Cris- pinus Scharffenberg vor 250 Jahren eine neue seitdem privilegirte Stadtbuch- druckerey II V o r r e d e. druckerey angelegt hatte S. 22, und diese vor 215 Jahren an George Baumann den älter-n gekommen war S. 28, bey dessen Nachkommen sie bis auf diesen Tao- bestehet. Mit der eigentlichen Ausführung des angezeigten Plans, vornehmlich mit der Einrichtung und Abfassung gegenwärtiger Schrift, haben Hr. Barth selbst, als Redacteur, Hr. Geiser, Mittagsprediger bey hiesiger Hospitalkirche zur Heil. Dreyf. als Geschichtschreiber, und Hr. Paritius, Königl. Cammer-Con- dueteur sich beschäftigt; von welchen letzterer die äufserst mühsame Vergleichung der vornehmsten Quellen und möglichst sorgfältige Sammlung theils von Familiennachrichten, theils von einer grofsen Menge von Aufschriften so vieler Bücher über sich genommen hat, die zu Breslau bis zum J. 1650 gedruckt worden, in welchem Baumann der jüngere gestorben war. Denn dafs Hr. Panzer in seinen allgemeinen Annalen der Buchdruckerkunst mit dem J. 1550 geschlossen hat das konnte bey Annalen einer einzigen Officin nicht zur Norm gemacht werden. Man hat vielmehr, nicht allein zur Ehre beyder Baumänner die Gränze der Notizen bis auf 1649 S. 52 erweitert, sondern auch für gut befunden, S. 58-66 dergleichen von manchen Büchern und Schriften mitzutheilen, die, in der Folge mit dem Impressum der Baumannischen Erben und deren Factoren Gründer, Jacob, Rörer, Jancke und Straubel erschienen sind. Es hat zwar Runge in seinem zu erwähnenden Acta oratoiio S. 92 schon von allem, was Bau mann der jüngere in einer Reihe von 32 Jahren gedruckt hat, ge- äufsert: se nescire, ubi ineipiendum aut desinenaum sif, indessen könnte, was S. 43 und S. 52 geendigt worden, die Veranlassung seyn, dafs dieses Verzeichnis und rückwärts die Verzeichnisse von dem, was ältere Buchdrucker besorgt haben, durch besondre Supplemente erweitert und so dieses bestimmte Ganze zur möglichsten Vollständigkeit gebracht würde. Allein von 1550 an auf eine ähnliche zu denken, würde eine Arbeit seyn, bey welcher man sich müfste träumen lassen, es nur so weit bringen zu können, als es dem Hrn. H ofbiblio th e car Günther in Sammlung der Nachrichten zur Geschichte der Oelsnischen Buch- druckerey, Buchdrucker und ihrer Schriften im iffcen St. der Litter. Beyl. zu den Schles. Prov. Bl. d. J. S, 1-16 möglich gewesen war. Diese V o r r e d e» in Diese Bemerkungen vorausgesetzt: so werde ich mich nach der Ordnung des Inhalts beyder Abtheilungen dieser Schrift noch auf einige anderweitige Zusätze einschränken. Den mit Absicht auf 3 Kupferplatten mitgetheilten Proben von Schrei- beschriften aus Originalurkunden vom Jahr 800-1430 hätte vielleicht eine noch ältere aus der ältesten Handschrift der 4 lateinischen Evangelien auf Perg. auf hiesiger öffentlichen Rehdigerischen Bibliothek können vorgesetzt werden, welche zuverläfsig in das yte Jahrh. gehört, mithin eben so alt ist, als die Evangclia in des Blanc hini Evangeliario quadruplicij wiewohl schon in diesem Werk, vornehmlich in Mabillons Diplomatik und dem grofsen diplomatischen Werk der Benedictiner u. a..m. dergleichen Schriftprobe vorkommt. Desto merkwürdiger ist die auf der 3ten Platte befindliche Copie von Guttenbergs erstem Druck mit Holzplatten, in welchem die Schriftzüge ohnstreitig aus gleichzeitigen Missalen entlehnt sind. Ein nicht unerheblicher Zusatz hierzu würde gewesen seyn, daß auf gedachter Bibliothek sich ein Abdruck einer in eine Holztafel geschnitrnen Deutschen Schrift von 12 Zeilen auf einer Quartseite mit folgender darüber gedruckten Aufschrift befindet: Typus Tabulae ligneae, cui litt er ae, vcl potius lincae intcgrac, insculptac. Insigne primae Artis Typographicae inveiitiouis monumentum, quod in suä asservat Bibliothecä Zach. Conr, ab Uffenbach. Der Besitzer hatte diesen Abdruck dem zuletzt hiesigen Elisab. Prorector und Rehdig. Bibliothecar Deichsel verehrt, s. Deichseis Reisen in Bernoulli's Archiv III. Th. S. 181, und es werden mehrere von ihm ähnliche Abdrücke erhalten haben. Ohne aber erst die 12 Zeilen dieses Fragments hier abdrucken zu lassen: so hat sich der Besitzer wegen dessen hohem Alterthum sehr geirrt. Es ist die deutsche Currentschrift, aus welcher sie bestehet, viel zu jung, und, alles zugestanden, aus dem löten Jahrh. Ferner enthalten diese 1 aZeilen ein Stück aus Luthers Uebersetzung 1 Mos. 1, fangen sich an aus vs. 20 mit den Worten: gieren, tonnt) mit ©ePOäd — und endigen sich mit den Worten aus vs. 24: QJtittt) ©ort IV Vorrede* ©Oft fpVCidf), bi«. Alles kommt mit der Ausgabe Wittenb. 1545 wörtlich überein. Was es aber mit dieser Tafel sonst für eine Bewandnifs habe: dieses zu untersuchen, mag ich keine Stunde verschwenden. Genung, dafs diesen Abdruck kein Aufseher der Bibliothek für das ausgeben kann, wofür sie in der Aufschrift gehalten worden. Der Druck der Kurzen Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst ist die vornehmste Zierde dieser Schrift. Es haben diese Typen, den Anfangsbuchstaben dazu genommen, ohne sich erst auf Hogarths Schönheitslinie zuberuffen, eine so schöne Form, dafs Hr. Barth für seine Kosten, die er darauf verwandt hat, vollkommnen Beyfall verdienet, Sie ist aus der spätem sogenannten lateinischen Antiqua und der deutschen Fractur zusammengesetzt und einer vor unterschiednen Jahren anderwärts projectirten vorzuziehen. So "gebühret Hrn. Barth der Ruhm, dafs er der erste Deutsche Buchdrucker ist, welcher mit dergleichen schönen Typen nach 330 Jahren seine Officin versehen hat, über deren künftigen Gebrauch sich manche Vorschläge machen ließen, die aber nicht hieher gehören. Ueber die Verschönerung der neuesten beym Pränumeranten - Verzeichnifs gebrauchten Typen mögen Augenärzte bestimmter urtheilen. Aehnliche lateinische, wo nicht noch kleinere, sogar Griechische, hatte der Buchdrucker Joh. Janno- nius zu Sedain als Typos novissimos bey seinen sehr seltnen Ausgaben vom Virgil 1625 auch 1628, Horaz 1627 und Neuen Testament 162g, alle in klein 15, gebraucht. Im Virgil von 1628 kann ich noch in einer Entfernung von | Fufs ohne Hinderniß lesen, weil die Typen stumpfe Ecken haben und das Papier gar nicht blendend weiß ist. Allein auf solchem noch dazu geglättetem, sind diese Typen mit scharfen Ecken wahre Augentödter. Auf jeden Fall ließe sich eine itzc gewöhnliche Speculation auf eine Suite von neuen Ausgaben der Lateinischen Clas- siker mit diesen Typis npvissimis Vratislaviensibus in Uhrtaschenformat machen, welche die elegante Welt mit Beyfall aufnehmen würde, oder auf eine Ilias in nuce, Was die zweyte Abtheilung betriff: so ist wegen der gesammelten Nachrichten von den gedruckten Schriften schon einiges oben bemerkt worden. Die Ö tD vornehmste Quelle, aus welcher die Geschichte Schlesischer Buchdrucker u. Officinen und die Notizen bis auf Baumann den altern zu schöpfen waren, konnte keine andre seyn, als des seel, Prorect. beym Mar, Magd. Gymnasio Christ ian Runge schon Vorrede* v schon 1737 gehaltner so genannter Prämial-Actus, der in Lateinischen und Deutschen Gesprächen bestanden hatte. Er stehet ganz abgedruckt in dem Breslauischen Jubel Gedächtnifs der Buchdruckerkunst 1740, 4. S. 51-110', wohin auch andere in dieser Sammlung hier und da mitgetheilte Nachrichten gehören. Runge war einer von wenigen, der sich durch seine mit großem Verstände ausgearbeitete meistens kleine Schriften, vornehmlich aber durch seine Privatvovlesungen (nach älterer Sitte), um die Schlesische Geschichte, sonderlich deren Litteratur in ihrem ganzen Umfange, ausnehmend verdient gemacht harte. Andere benutzte gedruckte und handschriftliche Hülfsmitrel findet man in den Anmerkungen angezeigt Zu letzteren gehören die unbeschreiblich mühsamen Sammlungen des der Aufklärung der Schlesischen Geschichte und Litteratur viel zu früh in diesem J entrissenen seel. Ober-Amts-Archivar. R op pan, welchem Hr. Reer. Band tke in den Prov. Blättern ein verdientes Denkmal errichtet hat. Die in Kupfer gestochne Copie des 4ten Holzschnitts aus der Legende der heil. Hedwig von 1504, ist ein Meisterstück der Kunst- Wenn sich nicht die Kennzeichen einer abgedruckten Kupferplatte im Papier zeigten: so würde sie jedermann beym erstem Anblick für einen Holzschnitt halten müssen. Die bey läufige Anmerkung S. s. f. war von mir eher eingesandt worden, als ich den i.hal- D ö y zj J ben Bogen erhalten hatte, aus welchem mir noch ein fünftes Exemplar von diesem Hauptbuche bekannt ward, welches itzt die Herren P.P. Capuziner bey uns besitzen. Von den bey Dyon und Lybisch gedruckten Schriften sind mir erst vor kurzem, als S. 7—13 schon abgedruckt waren, von dem musterhaft thäti- gen und einsichtsvollen Aufseher der vortreflichen Herzogdichen Bibliothek zu Ö Ö Oels, Hr. Günther, in Beziehung auf hiesige Unternehmung, 15 von beyden genannten gedruckte Schriften vorgelegt worden, 6 von Dyon und 9 von Ly- bisch, von welchen ich 8 Schriften als ein Supplement würde angezeigt haben, wenn nicht voraus zu sehen wäre, dafs, zugleich wegen den bekannt gemachten Nachrichten von den Buchdruckereyen in den übrigen Städten Schlesiens, ein besonderes Supplement zu gegenwärtiger Schrift möchte ausgearbeitet und nach einiger Zeit herausgegeben werden. Kein Schriftsteller kann bey dergleichen litterarischen Unternehmungen der Sammlung von Supplementen überhoben seyn. Vor- VI V o r r e d e* Vorläufig kann ich nicht umhin, den patriotischen Liebhabern solcher Untersuchungen, wegen den bey Dyon und Ly bisch gedruckten Schriften, zum wenigsten, was ich beobachtet habe, anzuzeigen, dafs auf den Einfassungen der Titel bey den Dyonschen unten 2 Löwen, den Lybischen aber entweder oben oder unten dis Haupt Johannis des Apostels aus dem Breslauischen Wa- pen zu sehen sind; woraus, wenn auch der Nähme des Buchdruckers fehlt, dieser sich ohne Zweifel ergiebt, wenn alles übrige gleich ist. In der kurzen Biographie des seel. D. Grafs S. 6g ist Z. 6 so zu verbessern: Diese (Medicin) trieb er mit gröfstem Eifer, zuletzt als Gehülfe seines Lehrers, D. jamperts, disputirte über eine von ihm selbst verfertigte Diss. de noxio Caloris effectu ex aesluosis capitis Integümentis producta unter Büchners Vorsitz 1758 pro Gradu Doctoris , und würde sich nach seiner Rückkunft mit der medi- cinischen Praxis vornehmlich beschäftigt haben, selbst um in der Folge, nach seines Vaters und Grofsvaters Beyspiel, sich zum Stadtphysicat zu qualificiren, wenn nicht seine Mutter aus Besorgnifs ihm die Besuche des Krankenhospitals wider- rathen und die Uebernahme der Officio dringend empfolen hätte, mit welcher er in Ansehung der Kunst selbst als Meister vollkommen bekannt war. Mehr nicht von ihm und über ihn in Beziehung auf seine Officio. Die Publicität mufs ihre Granzer, haben. Genung, dafs die Wünsche S. 72 für den durch folgende Zeiten fortwährenden blühenden Zustand dieser uralten privilegirten itzt Grafs - und Barthischen Stadtbuchdruckerey aus meinem Herzen geschrieben sind, Breslau den 16. August 1804. M. Johann Ephraim Scheibel ZTveyter Insp. der Eresl. Schulen A. C. Rector des Elisab. Gymn. Strelitzischer Prof. der Mathe», bey bey den Gymn. Aufseher der öffent'. llehdig. Eibl. Der Kön. Preuss. Acad. der Wise. 2« Eerlm Mitglied, der Kön. Grofsbrit. Societ. der Wies. zu Göltingen Corresp. eto. Erste Inhalt. Drei Platten Schreibschriften aus dem 8. 9. lo- II. 12. i3. und i4ten Jahrhundert bis auf die Zeit der Erfindung der Buchdruckerkunst. Auf der letzten ein Probeabdruck von Guttenbergs erstem Druck mit Holzplatten. Sämmtlich von Originalurkunden aus einem grofsen und wichtigen Archive treu copirt. Kurze Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst, nach den neusten Quellen] bearbeitet. Die Typen w urden treu nach Fusts Bibel vom Jahr 1462 eepirt, in Stahlstempel geschnitten und nachgegossen.. Johann Fusts und Peter Schöffers Bildnisse, nach zwei sehr alten Gemälden in Kupfer gestochen. Das Pränumerantenverzei chnifs mit ganz kleinen modernen Lettern. Es folgt deshalb am Schlüsse der ersten Abtheilung , um den Unterschied des alten und neuen Drucks desto anschaulicher zu machen. ao-.soo. [Vit airte cum td nerii er affirmaret. cu Code c g\~efVi if Ynie Acittu de\;tcra mdace _pdtdttr ao. 8JO_goo in 4 # cui • aari cu ou J ata omni (?• ad d ti et ineu Hl cf A f u arwq ao Ju / / / ictc co ptmervti v • CCjV Jdco' lo autem i \cc cu>. gw-gso I /? cum omi tm uten c fern TT * u cum f tbu oc e " rf arei y incuttv cf xctv y y / ;T] jr / • «eclrncti y n r campil pa cuv y ao.gjc'-jooc cu ömnib jtmenfu UV • joc e & 1 utrvu, &/ p. itpu | P 7 a exu & mancipii are ij aedijlcu ti toi u * Ip ^ // if utriu / m • er u - terri cjj Cll Tl & entte u| eine clj eec - e 2 ' ~ dpi pace \a.öxo\, jj-n v etat l~e$H I ritn iim ItrAM^) 1i er 11 ff- ff-fieijG zdjelcnxeiG- ~XA(I^£- r-13 CTajlra. e? uxriicrffcs" Ii Diia > «C 1200-1150 doefc-fyer oiwb Des f= ^ c ' t " "xcr(;r eintreffe c>a^ wie jlur-^eri'Hn' - 'vor -vnfeme june «^e-eiibereut | uifeu xmfe yGanr/tntte vufe ©ucl) |civil' (; -y>^pt AC ( zffwc- ^tiyic i-rovsS* f^Cfev; Vnfemü. Gw^vas unp utm c u*mO!«T5aln' öactt' I)02t £ti alle üeltplxot-rmöm' 2cioe-m dum i)u»i iVn luvten a-o. j voo _ 1-&30 /.{'( ^^/);*/iA' £jon Geschichte der Erfinduu2 'iuf. der hl ibe B u ch dru cjcerinnst; j Dr ;eti Hf* H U »er >er Iben en ers >er irt Die K u r z G Geschichte der Erfindung der Buchdruckerjkunsh ■ ■ JW III ■■ •— 9 X in tiefes Punkel verhüllte |abrbunberte lang ^ 5e ^Ifefle I5efcbicbfe von ber 6rfinbtmg \C§'|Tf ^ er Bucbbruckerkunß. 6s trafen mannicb* faltige -Schwierigkeiten 111 ben Weg. m t>aö Chaos verfcbiebener Akeinungen nur einiges liebt 511 bringen. Pie Ibaupturfacben waren vorzüg* lieb t>ie. baß Augenzeugen imb 3eitgenoffen liefen nichtigen 15egenftanb zu nacbläßig bebanbelten mit) uns wenig 0ber niebfß darüber hinterließen. unb fpätere jporfcher enfweber aus trüben Quellen feböpffen ober bureb einen bloßen-Schein irre geführt würben. fZur jeif ben Bemühungen mehrerer verbienftvoller Akinner um biefeii3wig ber I5efcbicbfe beut* feber 6rfinbungen. eines 1). Ü>. TJ. Breitkopfs. Bucbbruk* kera in Leipzig♦ eines Ak. 15. KV. Panzers in fjürnberg, eines Prof. 15. jpi | c b e r s in Akainz« eines p. P1 a c i b. -S p r e 11- gers. Bibliothekar ber Abte)? Banz ♦ eines Prof. Köhlers u.a. Kann es uns gelingen, iefzt niebreres mit 3uverläßig> keit zu beftimmen. -Sie. biefe würbigen jporfcher bes Alfer* tbums. vermochten es namlicb. nicht fowobl bie grolze Akenge ber über biefen I5egenßanb gegen bas 6nbe bes acht* Zehnten "fahrbtmberfs herausgekommenen -Schriften fammf ben Ueberreften ber alteften Pruckereyen mit ber größten rbüllte "Jahrbunberte lang richte von ber 6rfinbung kunß. 6s traten marmicb* gkeiten m ben Weg. in biebener AVeinungen nur pturfachen varen Vorzug« genoffen biefen wichtigen ten unt> uns venig ober pätere jporfcber entveber tireb einen bloßen -Schein n Bemühungen mehrerer veig ber lÖefcbicbte beut* ireitkopfs. Buchbruk* anders in (Kürnberg. ei* Hnes jb- jb 1 a c i b. -S p r e 11* lj. eines Jbrof. Köhlers lehreres mit 3in>er?üßig* bigen jporfcber bes Alter* nicht fovobl bie große gegen bas 6nbe bes acht* nmenen -Schriften lammt Kereyen mit ber grüßten Genauigkeit su vergleichen unb su prüfen. folgern auch t>ie ßefultate ibrer vieliährigen ®nterfucbungen uns vor Außen 511 legen, um ein unterblieb beutfcfoes Verbienft gegen unge* grünbete Anfalle anberer Volker 511 vertbeibigen. Aus bie* fen reinen Quellen fmb wir im -Staube. ben Leperii biefer Schrift. bie eigentlich nur ber fpeciellen I£>e|ebicbte ber er* ften Breslatüfcben Bucbbrucker ey bestimmt ift. in einer kurzen HOeberficbt bie Gefcbicbfe ber Brfinbung biefer in ber ZTbat mitslicbften aller fünfte mitsutbeilen. Iber 5uftanb ber Litteratur war bis in bie Akitte bes fünf* zehnten "Jabrbunberts überaus traurig. unb bocb ging fcbon ben "Wiffenfcbaften unb Kim ften eine neue QJorgenröthe auf. fZocb immer las man bie Werke berühmter Q)änner nur in Abfcbriften. bie mit großer OJübe unb vielem Seitaufwanbe gemacht würben, baher auch (0 koftbar waren, baß nur febr begüterte Jberfonen ficb eine eigne Jßücberfammlimg anlegen konnten, ibasu kam noch ber ® 111 ftanb» baß bieje Abfcbrif* ten größtentbeifs bie Arbeiten müßiger Akönche unb Öeiftli* eben waren. bie um biefe Seit faft im alleinigen Befits ber Scbreibekimft ficb befanben unb oft entweber ben "Jnbalt ber Ibanbfcbriften ober bie -Sprache ber Originale, bie fie ab* febrieben. nicht verjlanben. Aus biefem lÖebel giengen mancherlei ber Litteratur febr nacbtbeiligelfoniberungen ber* vor. ibie .Schreibfehler verunflalteten bie Originalfcbriften fo febr. baß fefbft bie gelebrteften Q)änner Akübe hatten, ben Sinn bes Gefcbriebenen su entr.Ubfehr ein iOmftanb ♦ ber bie große -Summe ber noch vorbanbenen 'Varianten erklärt. Anbrerfeits blieb eine Aenge von -Schriften ungebraucht, bie barum . weif fie bie Aköncbe nicht verjbanben ober vergeben unb bekannt machen sollten, ganz in Vergeffenbeit geriet tben unb mit ber 5eit verlobren giengen. 6s war baber eine befonbre Leitung berVorfebung. bafz ZU eben ber Seit. als wahre I&efebrfamkeit nacb einem langen tobtenäbnlicben -Schlummer in 6uropa lieber aufzuleben an- fieng. eine Kunft erfimben warb. bie vor allen geeignet war. Liebt imb Aufklärung über bie 6rbe zu verbreiten. Wie aber lebe Kunft in ber Wiege bas iiocb m'cbf ift. was fie naebber warb. ein vollenbeter Akatm. ber mit Kraft unb Lebensfülle wirkt. fo war aueb bie Buchbruckerkunft in ibrern Sntfteben noeb febr unvollkommen. |bre Vorgarn gerin war bie Xylographie ober bie Kunft. Bilber unb Cejtrt in foolz ZU febneiben. um vermittelft einer f?ü(z>igeri jpar» be auf Jbapier abzubrucken. £>ie Künftler. bie fie trieben ♦ nannte man jpormfebneiber ♦ wiche ficb um biefe 3eit vor» ZÜglicb in ben ehemaligen ([Zieberlanben aufhielten. £>iefe wa* ven lieber Abkömmlinge ber Brief» tmb Kartenmaler, bie noch ums labr 1442 eine eigne Innung ober I5ilbe zu Antwerpen ausmachten. ihre eignen ßeebte unb Jpreibeiten hatten unb zum Cbeil febon ö ruck er unb llluminiften genannt würben* Anfangs verfertigten biefe nur einzelne Blätter. bie irgenb einen foeiligen barftellten. beflen pamen bisweilen noch ein ^enkfprueb beigefügt würbe. Weiterhin fcbiiitt man ben bazu gehörigen üejtt in befonbre foofztafeht unb kam babureb aufbenlöebanken. ganze Bücher auf folebe ^Tafeln zu febneiben. Lorenz Köfter, ein Haarfeiner Biir» ger. bem man baber auch gern von -Seiten feiner LanbsJeute bie Sbre ber 6rfinbung ber BucbbrucRerey äufcbreiben Apolb te. Ärar einer ber gefcbickteften in tiefer Kiinft. 6r fcbnitt einen ganzen jbonat unt) bas Speciiluin SalvaLw/tis in üa^ fein, bereu Abbrücke aber von ben erften drucken mit be* Areglicben Bucbjtaben merklieb verfebieben finb» |2acb 6r- finbung ber Arabren Kunft Arurben auö vielen biefer form* febneiber Arirklicbe Bucbbrucker. Öa inbeß aueb biefe Kunft. gan^e Schriften in (Tafeln au febneiben. manebe läDnbequemlicbkeif mit fieb führte, in- bem Mi iebem AVerke fo viele üafeln erforberlicb Araren. als es -Seifen baffe unb mehrere AVerke ganje AAagaäine foleber Üafeln nötbig machten, man aueb bie Cafein nur ju einem Bucbe braueben konnte' fo baffe bureb fie bie litteratur nur Arenig geAPonnen. 6in glücklieber -Stern gieng ibr baber im |. 1440 auf. als ein armer. finnreieber Akain$ifcber 6belmami . f 0bann von -Sörgenloch, genannt I&änsfleifcb. von feines Täters in Akains gelegenem tDof Eubenberg insgemein 'Jobann Öuttenberg benannt, bas Jpormfcbneiben erlernte, 6r Apar au Akaina gebobren unb erlogen. unb ein Akann von vielen ^Talenten unb erfinberifebem ibeifte . ber fieb anfangs 511 Strasburg aufhielt unb hier bereits bas -SteinfcbleC fen. Steinfcbneiben unb -Spiegelpoliren erfunben hatte, fZacb bem üobe feines Taters verließ er Straßburg, apo er fieb 5ulet5t mehr mit bem Ausfcbneiben ber Iboßtafefn, nach Köfters Akanier befebäftigt unb bie öruckerpreffe erfunben hatte. 6r ging in feine Taterffabt suriik unbApibmefe fieb nun bem jpormfebneiben faft ganj ausfcbließenb. [2acb mancher* lei A 7 er fachen ergriff ihn auf einmal ber I&et>anke . t>ie idoh* tafeln mit ben eingefcbnittenen Bucbftabe,n ju einzelnen (Typen z^ zerfcbneiben. um biefe nicht blcs zu einem Buche, fonbern 511 mebrern Büchern 51t gebrauchen. 6r fchritt mu* thig ans *Werk. jerfagte feine Cafein. baut) bie einzelnen Buch Ilaben zufammen. unb feine erften Verfuche gelangen. "Jetzt fchnitt er nichts als Lettern. erfi aus Öoß ♦ bann aus Bley. unb enblich aus Q)etaII. Welche jfreube mußte ber emfige Akann über täefe fchöne Srfinbtmg empfinben j Doch er ahnbete noch nicht ben großen -Segen berfelben. -Seine erften drucke Araren inbeß mit vielen lOnbequemlichkeiten verbunben. Die eine v er ur fachte ihm bie \ 7 erbinbung ber Cypen. tiefer fachte er baburch abzuhelfen. baß er bie einzelnen Bucbftaben mit Löchern verfab uiib biefelben bann mit einem Jpaben ober Drath an einanber reihte. Sine zweite bestraf bie Druckfarbe. weil man (ich bamals zum Äbbruck ber tbolzbilber noch einer ber Dinte ähnlichen jplüßigkeit befciem- te. Diefe verbickte er. fb gut er konnte. unb |b gieng feine Arbeit fb ziemlich glücklich von ftatten. -Sollte er inbeß feine gemachte Srfinbung im I&roßen treiben, fo konnte bieß nicht ohne eine anfehnliche XDnter- ftiitzung an !Öeft>e gefcheherr beim bas -Schnittwerkzeug, bie {breffen. bie Cypen unb bas jbergament. worauf man bamals allein brückte. erforberten eine beträchtliche -Sum* me. Auch hier trat eine Animberbare Leitung ber Dinge ins ÖJittel. iDuttenberg Aparb im f 1450 mit einem reichen Bürger zu Akainz. (Samens Johann ]puft bekannt, einem babfüchtigen unb fchlauen Akamie. ber bie von ienem ge* inacbte Srfinbung t>a5if benutzen sollte, ficb Anfebn unb ßeicbtbum jh verfcbaffen. tiefer gab ihm einen Vcrfchufs* ätierft von ßoo I&ulben in *3oIb. bie er felbjt von Anbern enf« lehnte, um bas _aum Jbruck beftimmte Werk ^u vollenben. fZacbbem aber aueb biefe -Summe nicht hinreichte, fo erhielt f&uftenberg noch anbere ßoo löuiben von jpuften als ^arlebn. boch mit ber Bebingung. ba& er bemfelben fein örtickerwerR- äetig jum TSOnterpfanb verfebriebe. iöuftenberg that es in ber fZotb unb begann nun fein "Werk mit neuen Kräften. &ie Arbeit, womit er fich suerft befebäftigte. war ein Jbfalter. ben nachher bie .Sage ju einer ganzen Bibel gemacht hat. Sin neuer gimftiger TBmftanb kam in Kurjem ber von löuttenberg gemachten Srfinbung noch ju Ibülfe. Dies war ber Beitritt jSeter-Scbö f f e r 6 vonlÖernöbei m. aus bem fearmftäbtifeben. tiefer Akann war eigentlich ein -Schon- febreiber unb hatte fich lange 'Seit in Jbaris aufgehalten. um Ibanbfcbriften ^u copiren. 6r fcheint um baö 'Jahr 1450 ober 51 mit |puft unb I&uttenbergen bekannt geworben $u feyw . Alö ein finnreicher Kopf fah er balb ein. bafö baö Auöfcbneiben einzelner Buchftaben in Ifoob ober (detail viel ju langweilig unb babei koftfpielig war. iiibem eine AkengeAkaffe babei ver« lohren gieng. 6r gerieth baher auf ben neuen glücklichen I&ebanken. -Stempel (pumpen ober Jbatrit^en) von -Stahl auöjufchneiben unb biefe bann in Kupfer (51t Akatri- &en) abjufchlagen unb barauf bie jum gebrauch beftimmten Lettern aue^ugief^en. öureb biefe Srfinbung warb fehr viel gewonnen. Q)an konnte theilö in Kurzem viele Lettern her« beifebaffen. tbeilö bie gebrauchten unb abgeftumpften $u neuen umgießen. jpuft war fo erfreut über biefe Erweiterung einer Kimft. von ber er ficb in Sukunft fo viele Tortbeile ver-- fpracb. t)aß er feinem JÖebülfeii bafür jur Belohnung feine einzige Üocbter Cbriftine jur 6be gab. ein #äbcben. bae ficb langfl ben fcbonen unb unternebmenben -Scboffer ge- wünfcbt batte. Kaum batte jpuft auf biefe Weife Scboffern gewonnen • ber ibm nun 5ttr fförtfet^ung feiner Druckerey nützlicher. als f&uttenberg zu feyn fcbien. fo fing er mit biefem /Vkiebelligkei- teil an. tbeile in ber Abficbt. ibm bie 6bre ber Srfmbung (treilig za machen. ba fie bereite Auffebn za erregen anfing, tbeile ben baburcb za boffenben ©ewinn allein an ficb za zie* ben. Die lOrfacbe baza gab bie vorbin erwähnte, ihm geliehene-Summe iöelbee. bie nebft ömfen unb löefucbgeib bereite fcbon auf 2020 löulben angewacbfen war. Jpuft erinnerte ihn baran unb forberte balbige Bezahlung. Battenberg konnte fie nicht leiften. benn fein Werk war erß bie 511111 zwölß- ten Bogen gebieben. Dieß bewog ienen. ihn 511 verklagen. unb auf ftrengee Recht 511 bringen. Dae 6nbe bee prozeffee lief babin aue. baß Buttenberg fein gefamnitee Druckwerk* Zeug. laut < Verfcbreibung an Jpuften abtreten, feine fcbon Zwölf fertigen Bogen ibm überlaffen unb beffen baue auf im* nier meiben folle. Diefe ^Trennung gefcbab im |. i455* Der unglückliebe Buttenberg! Daß man boeb 5a allen Seiten verbienten ($ännern mit lOnbaiik lohnte! Wohin er ficb nach feiner Entfernung aue Jpufte baufe begeben, ob nach foarlern, ober nach Bamberg, ober nach [[Zürn* berg. oberin eine anbre -Stabt. wei|e man nicht mit Be-- wifäbeit* fein Aufenthaltsort v.\ 1456 bis 1464 ift unbekannt. Gntfcbieden aber ift ♦ dafe er im 1465 vom Gburfiirften von Q)aini, Ad 01 p b imfer die Ibofdiener aufgenommen ward« und als folcber ficb von neuem mit £>ruckarbeifen befcbäftigte. wosuibm fein fr rennt) D. Conrad feomer)) allen ftruckap* parat mit der Bedingung ankaufte. daß, derfelbe nacb feinem ZTode vieler an ibn • als Gigentbum zurück fallen follte. web cbes aucb wirklieb gefcbab. (Es ift erwiefen. daß föutten- berg. mit liefen neuen foülfsmittehi vergeben, außer mehreren andern Büchern. febr wabrfcbeinlicb aucb das bekannte Catholicon , deffen Jpifcber erwähnt und befon- ders die LandesverOrdnungen und andere dergleichen öffentliche Bekanntmacbungen feines Gburfiirften druckte. Wenn und wo er endlich geftorben. bat uns t>ie löefcbicbfe nicbt aufbebalten. 'Von feinen Arbeiten erwähnt Jfifcber in der Befcbreb bung einiger typograpbifcben -Seltenheiten dreier Jfragmente feiner Ausgaben des jdonats* wovon das zweite unverkennbare (perkmale des erften Verfucbs mit beweglichen Buchfta- ben 511 drucken und das Griffe -Spuren enthält. daß es fcbon mit metallnen aber nur gefcbnitfnen. nicht gegoßnen Cypen gedruckt fey. Q)acb I&uttenbergs (Entfernung vollendeten Jpufl und ^Scboffer den von ienem angefangnen |d{a!ter. der im 'J* 1457 fertig wurde und fcbon 14,59 eine neue Ausgabe erhielt, £>as Werk ift ein AVeifterftück der Kimft und die erfte Ausgabe deß felben fo feiten geworden. daß man fogar die G^emplare jäblt. deren es bis iet5t nur noch fiebeii giebt* 6hiö befindet ficb iii ber Bücher|amnilung bes löymnafiums zu jpreiberg in ■Sach/en* ein zweites auf ber kaiferlichen Bibliothek zu Wien* ein b r i 1t e s im Klofter Roth bei ÖJemmingen* ein v i e r« tes unter ben Bücbern bes feofrath ibuva 111 foannover* ein fünftes befajz löirabotbe profonb zu Paris* ein fecbftes in ber cburfürftl. Bibliothek zu Afchaffenburg u. ein fiebentes hatte bielOniverfitätsbibliothek Akainz« würbe aber im "J. 1793 vom iDeneral Cüftine nebft ber Bibel von 1462 abgeholt unb ift leiber nicht an bie [fZationalbiblio- thek gekommen. vielleicht aifb verlohren gegangen. puft unb-Schöffer brückten ietzt gemeinfchaftlich unb eines ihrer erften Werke, bas fie ohneBeibiilfefÖuttenbergs vollen« beten. war eine Bibel* von 1462. 6in 6]templar berfelben fin- bet fich auf ber cburfürftl. Bibliothek zu Bresben« öie Cypen biefer Bibel haben bie jporin berer. bie unfre Lefer hier vor fich feben. nach bem hier genannten Originalbrucke genau copirt. nur bafz wir einige -Stäben, z« B. k. ä. ö. ü. noch aus eigner Srfinbung hinzugefügt habein weil iene Bibel lateinifch ift unb biefe Bucbftaben nicht hat. &en öeutfchen machen mehrere fZationen bie 6rfinbung ber BuchbruckerktoiR ftreitig, -So fchrieben fie viele gelehrten fchon ben -Sinefen* einer bem öänen jfZiklas'Jenfon* ein anberer ben Italienern, bem I&olbfchmibt Bernharb C e n n i n 1 • mehrere ben Ibollänbern. bem vorhin ermahnten Lorenz K oft er. anbere unb zwar ein ganzes "Jahrhunbert früher, bem Lubwig von Walbecke zu* fo ftritten fich auch verfchiebene Stäbte um biefen Ruhm. Akai n h* -S t r a fz- bürg unb lb a r 1 e m: allein ber Raum biefer -Schrift ift zu eng. auch die-Sache ju weitläuftig und längft von Breit Kopf u. a. gründlich behandelt, ab daß wir fie erft wiederholen dür« fem Bis in die fpätefte 3eit wird tmjerm 'Vaterlande jbeutfcbland und dem unglücklichen ♦ aber tmfterblicb ver* dienten I&uttenberg die Sbre diefer wicbtigften aller 6r* findungen. mit beweglichen Bucbßaben äuerft gedruckt ju haben, allein bleiben. £ie erften auf diefe Art gedrucKtenßücher erregten nicht geringes Srftaunen. indem man fie noch immer als ungemein fcböne. mittel# einer neuen. noch geheimen Kunft verfer« tigte Abfchriften betrachtete, jpuft reifte damit, befonders in jpranKreich. herum. Kam felbß nach Jbaris und ließ fich für eine Bibel 100 bis 200 löulden befahlen, welche -Summe da* mals für äußer# geringe gehalten wurde, öurcb die Ver* mebrimg dieser Bücher verloren natürlich die ^um ^Theil feb* lerhaften. jum cheil fchlecht gefchriebenen Abfchriften der Q)öncbe nach und nach ihren "Werth und fanden äulet^t Keine Käufer mehr. tiefer Mangel an Abfat^ brachte die erbitterten Mönche (0 gegen Jpuften auf. daß fie ihn auf alle nur mögliche Art verfolgten. Befonders fuchten fie fich dadurch ju rächen» daß fie ihn für einen Betrüger und -ScbwarjKünßler erklär« ten. feine in der ZThat fcbwar5e Kunft für die 61 'ngebung eines böfen jöeißes ausfehrieen. mit deffen Ifoülfe er fie noch ietjt ausübe. |2eid und Verläumdung gaben den -Stoff ju dem fo bekannten Mährchen von D. jpauften. der in fo vie* len -Schriften und Scbaufpielen als ein wahrer 3auberer dar* geftellt iß. Bis obnßefäbr ums fahr 1460 war blos Akainz der allek niße AVobiifitz der Bucbdruckerkimft« mit) jpufts und Scböf* fers jdrejfen die einigen. die 1111 H>aiiße waren* allein von die* fem 'Jahre an verbreitete ficb t>ie neue 6rfindunß. 511111 übeil felbft durch löuttenberßs ©itvirkunß « weßen ibrer I&emein* nützißkeit fcbnell in ßanz Peutfc bland und wurde aucb bald in 'Jtalien und jprankreicb mit vielem 6ifer betrieben. Penn man bat -Schriften aus diefen Ländern . t>ie nicbt weit über t>iefes 'Jahr bhiausreicben. HOeberall. wo fie be* Kannt wurde« eilte man. die Werke berühmter und beliebter -Scbriftfteller durch ihre feülfe ßemeinnützißer zu machen. Aucb truß fie nicht weniß dazu bei. dafz man ietzt weit eifri* ßer Bücher las. famnielte und überhaupt mehr an der littera* tur l&efallen fand. als vorher. freilich druckte man an* fanßS. auffer der lateinifchen Bibel, nur fehr unbedeutende AVerke. die für die allermeiften Lefer von keinem ((Zützen wa* ren. lndefz war es fchon löewinn ßemmß. dafz man weniß* ftens im -Stande war* dem Publikum in der jpolßezeit die -Schriften ßrofzer Alten nach und nach in die iDäiide zu ße* ben. -So ward auf diefe AVeife der IBelebrfamkeit und den Kimften eine neue Bahn ßebrochen. auf welcher fie aucb nachher fo rühmlich fortßefcbritten find. (Joch ßemeinnützißer wurde diefe Kunft durch den löe* brauch des Lumpen * oder leinenpapiers. welches um eben diefe 3cit in Peutfcbland einßeführt wurde. ohne daß man mit J&ewifzbeit anßeben kann. welchem lande die 6bre die* fer 6rfindunß ßebührt. oder in welche 3eit fie fällt. Penn hätte man ficb« wie überall« bis zu 6nde des dreizehnten flabrbunberts im -Schreiben bes {Pergaments aticb zum Buch« brucken bedienen sollen. fo würben bie Bücher einen weit bobern Verkaufspreis gehabt haben. als ietjt. ba man fie auf Lumpenpapier brückte. I&uttenbergs |2ame unb feine Kunft bleibe unb bliibe baber bis in bie fpäteften 3 e i* e ri. als ein immerwäbrenbes Denkmal einer bobern Aufficbt über tmfere Angelegenheiten unb als ein rebenber Beweis bes feelerbebenben ßlaubens» baß bas menfcblicbe föefcblecbt von -Stufe 5u -Stufe empor* fteige unb vollkommner werbe! ■ ■ - \ — im U ^JTJVX^rvju-Lru-LI - fZacbftebenbes -Signet mit ber barüber befinblicbenlOn* terfcbrift fetzten Jpuft unb -Scböffer gewöhnlich unter bie in ihrer Officin gebruckte ^Verke. allemal auf bas letzte Blatt unb zur Auszeichnung rotb gebruckt. £>iefe Copie ift eben* falls von bem Sjremplar ber oben genannten Jpauftifcben Bibel vom 'Jahr 1462 genommen. perlobezfuftciue et Jbetrü fcboiffber be gernsbe^m Annobni.QL cccc.lyii. 5ur (Erklärung ber Bilbniffe {puff6 unb -Scböffer©. < OVMAM -»I» H+-CVtVQ^O— > 6in Originalgemälbe von puft unb -Scböffer giebt es eigentlich nicbt. öie wabrfcbeinlicbfte Abbildung berfelben iß noch ber fooßfcbnitt. ben pifcber in feinen Beiträgen von neuem nacbftecben ließ. bieÜDuber in einem bößernen föeßellfanb. an welchem unten mit erhabener -Schrift auf ba© fooß gearbeitet war t Tjo, p©sr. ctv. akaiöiopr, ba© man mit vieler Wabrfcbeinlicbkeit fi'ir ein pamilienftück hält. Allein gegenwärtige öarftellungen finb nicbt bloße l^een. Wir verbanken fie zweien febr alten Iboßgemälben. bie in um frer Offßin fcbon feit Winklers unb Baumanns be© Aeb tern 3eiten ab ein fcbät$bare© pamilienftück aufbewahrt wur* ben. Colorit unb Umgebung laffen auf bie Jahre 1480 bi© 1500 fcbließen unb finb entweber von Win kl er ober (pä* terbin von Baumann nach Breslau gebracht worben. £>ie Befit^er unfrer Bucbbruckerey hielten fie immer in großen 6bren, Wonach fie aber copirt feyn mögen, ift uns bi© iet^t unbekannt, P r ä n u m e r a n t e n - Verzeichnifs, Sr. Ex'cellenz der wirklich geheime in Schlesien dirigirende Kriegs - und Staats - Minister Herr Graf von H o y m. 6 Expl. Bautzen. Herr Carus, Kaufmann. — Grave, Okeramts - Advocafc. — H a r t m-a n n,\ Mitglieder der Buch- K i e f srl'in g,/ d rucker. Gesellschaft. — K 1 i e u , Candidat. — Lehmann, Mitglied der Buchdrucker Gesellschaft. — M i e t h , Diaconus. — Möns e , Buchdrucker. 3 Expl. — M o 11 s e , Em st.,, Buchdrucker, Mitglied — N 0 a c k , ■ Yicarius. ■— P e t e r s o h n , Kirchenvorsteher. — R o h n e , Postmeister. — Rüde, Apotheker. — Schulze, Buchhändler. — Thomas.chke, Kaufmann. — Tie t ze , Buchhändler. B e r l i n. Herr H e r f t , Kriegsrath. 2 Expl» — König, Anton Balthasar , Ordensrath. Bernstadt. Herr Auersbach, Cantor. — Fischer, Rector an der Ft'irstl. Stadt - Schule. — Gefsler, Graf von , auf Ju an genhoff, — K ü h n e 1 , Her öjjl. Forstverwalter. — P e sehe ] , Cand. Theol. und Hauslehrer zu Nauke. Breslau. Herr A 1) b t , Hüttenrath. — Allmacher, J. A. , Kaufmann. — Andrea, Geheimenrath und Cammer- Director. .— Andretzky, Christoph Gotttrell, Reichkrnmer. — Aura.s, Joh. Friedr. — Aval, von , Königl. Kriegsrath 2ter Accise und Zol: - Di rector. .— Baldowsky, Joh. Carl, Kretschiuer« Eltester. . Frau Baldowsky.. Herr B a n d e 1 , Friedrich WillheÜÄ , Zim- mermeister. Bändel, Johann Christoph, Zimmer«, meister« Herr E a 11 d t k e , Rector. — B a r t s c Ii , Wagen - Gewicht Revisor und Wagenmeister. — Beer senior , Johann Gottliek , Kaufmann. — Beer, Sensal. -— B e r g e r , General Fiscal. . — Bernau, Instrumentmacher. — Biebrach und Weifsenhor.n, Kaufmann. •— Bis mark, von , Geheimer Ober Finanz-Rath und Cammer -Präsident. — Bock, Friedrich Wil-lhelm , Kaufmann — Böhm, Johann Ludewig , Kaufmann. — Böhmer, Kaufmann. — B ö Ii n i s c h , Doctor und Professor der Theologie. — Börner, Immanuel Carl Heinrich. — Böttncr, St'adfczoll - In spector. — Bor r hi a 11 n , Gottfried Willhelm, Destillateur. — E r ä f s , P. 'J. H. , Professor. — Brede, Willhelm , Kaufmann. — Brosemann. Wittwe und Sohn, Kaufmann. — B r ii Ii w e i n , Buchhalter. — Brun, C. F. — B r u n 11 e r t. — B u r g h a r d t , Cammer- Secretair. — Callenberg, Johann Ernst , Kaufmann. — C a r m e r , Friedrich Graf von. — Caspary, Carl Willhelm , Kaufmann. — Claus, Carl Philipp, Goldarb'eiter. — Clausen, Carl Friedrich , Kriegs - Und Domainen - Rath. Crakau, Daniel , Kaufmann. __ Cramer, Carl Gottlob- __ Daneyko. Derck, C. W. H. , Buchhändler. _ Deutsch mann et Comp. Kaufmann- Dompig, Assessor. 2 Expl. _ D 0 s e r , Raths - Aeltester. - Eckardt, Joh. Christ. , Kaufmann.. _ Eichhorn, Commerzien - Rath. _ E k m a n n , Lehrer zu St. Elisabet« _ Eisner. En de 1 , Justitz - Commissariüs. E n d 1 e r , Kupferstecher. E r x 1 e b e n , Morgenprediger zu St. Hierotfymi. _ F e n t 7 e 1 , Diaconus. Fiedler, Johann George , Destillateur. Fischer, Cammer Calciilator. Fischer, Heyn und Söhne , Kaufmann. _ Fischer, Subsenior. — Fischer, Wolfgang Adam , Kaufmann Friebe, F ranz , Factor der- Kreutz. Buchdr. 2 Expl. — Freitag, Ob. Acc. Amts - Cassirer. — F r e u d e n b e r g. — F f i e d" m a 11 n , S. — Friese, Medicinal - Rath. — Friesner, F. W., Kaufmann, Herr F r i t s c h , Johann Anton , Schul-Reclor und Stifts Verwalter, hey Mater dolorosa — F r i t s c Ii , Carl Heinrich , Kaufmann. — Frohöfs, Kaufmann. — Gahrutfue, Acc. und Zoll - Stadt-' Inspeetor. — Gack, Kaufmann. — G e knie r , Daniel , a U s Je sehen. — G-ehulir und Fritscli, Kaufmanns — Gehr, Adolph , Buchhändler — Geisler, Stifts - Prior am Sande. — G e p p c r t und Aresin , Kaufmann- — Gerhard, Doctor und Ober - Consisto- rial Rath. 5 Expl. — G e r s t-e , Carl Christian , Kaufmann. — Giesehart, Johann^FriedricL., Zimmermeister. — Gifsmann, Ferdinand Gottlieb, Goldarbeiter. — Goldfufsj Carl Friedrich Leopold v. Kriegsrath. — Gottschal-k, Gottlieb Willbelm, ^ Kaufmann. — Gott schling, Joh. Gottfried, Kaufmann. Frau Grafs, Doctor. Herr Grauer, Cassirer. — G r ö g e r , Stifts - Capi'tular am Sande. — Groll m u s. — G r o f s e , Friedrich Go"ttlieb_, Kaufmann. Grund, Bernhard Joseph , Kaufmann. — Grunwald, Stadtgerichts - Assessor. Giintlier, J. H., Kaufmann. G ün t lie r , Joh. Willh. , Apotheker. Güntzel, Joh. Willh., Kaufmann. G u s t c Ii e , Pastor in Schweinitz bey Grünberg. H a a s e ,-Professor. Haberkern, Johann Gottlob , Kaufmann. _ Habicht, Chr. u. Benj. Kaufmann. H ä n e 1 , Regiments - Chil-urgus. Hansel, Johann Gottlieb , Destillateur. — Hägen, Diaconus. — II a s e 1 i c h. Hauck, Marcus , Kaufmann. Haügwitz, Otto Graf'von. Hangwitz, von, Ober-Amt sratTt. H ayn , Schaffner zn St. E'isabeth* Heitmann, Ob. Acc. .Ami Cassirer.. Hein rici, Gebrüder , Reich rämer. — H e n 11 i g , Cammer - Sekretär. — H'ennig, Christian Gottlob , Kaufmann. — Hentsclic 1 tmd F u f ; , Kaufmann. .— Hermes, Pastor und Doctor Phil. 2 E. — H e r r m a n n , Zeitungsträger. — H e y de , Prof. der Naturgesch. — Hil Ibach, Christian Gottlieb, Zirn- me meist er. ■— Hilliger, Carl Gottlieb , Kaufmann. — Hilscher, Acc. und Zoll - Stadt - In- spect'or. Herr Herr Höchberg, Graf von , auf Furslen- ftein. 2 Expl. — Hoff mann, Fr., Prof. d. Tlieol. a. d. Univers. — Hoff mann. Gehrüder , Kaufmann. — Hoffmann, Mahler. — Hollmann, C. H. , Kaufmann. Frau. H o m b o 1 d t , Jenny von. Herr Hübne r, Joseph, Fürsthischöfl. 0. C. Rath und Erzpriester ad St. Nico- laum. — Hiiliner, Job. Daniel., Gerichtsscholz zu S t. Vincenz. Hühner, Johann Gottlieb, Kaufmann. Jäckel, Chirurgüs~. j ä c k e 1 , Joh, Samuel, Cammer-Secre- tair und Regist. JancJie , Johann Gottlob. — Imlioff, Rendant. ,— Jörg, Johann Andreas , Destillateur. — Jorg, Matthias, Bacher - Eltester. — Itzinger, Christian Friedrich, Kaufmann. — Jung, Professor d. Gesch. und histor. Hiilfs-Wiss. und zur Zeit Dekanus d. philosophischen Facultät. — Jungnitz, Doctor und Professor der Philosophie. — jnng's Erbin nndWinckler, Kauf- — Just, Kaufmann in Gnadenfrey. — Kärger, Carl Gottfried, Destillateur. — Kerstan, J. W. , Kaufmann. — K e y 1 , Magister und Diakonus. — Kiese, Carl Gottlieb , Cammer - Con- troll. Assistent. —- K 1 e i n w ä c h t e r , der Vater, Kauf- — Klinger t', Mechanicus. — K 1 o a f s. — Klose, Candidat. 3 Expl. — Klose, Carl Wilhelm , Kaufmann. — Klose, Gottlob Ferdinand , Kaufmann. — Klose jun. , Carl , Kaufmann. — Klose, Stifts Capitnlar am Sande. — Kluge, J. G. Kaufmann. — _K nölil. — Köhler, Prof. Theolog. u. Rector des Gyma • —- König, Antön , Medailleur. — Kopisch, Commerzien-Rath. — Korfer, Doctor Medicinae. — Korn, Joh. Christ, sei. Sohn , Kaufmann. — Kracker, Johann Gottlieb , Kaufmann — Kretschmer, Canzley - Director. — Kretschmer, Ernst Gottlieb , Kaufmann. — Krieg, Johann Gottlieb, Zimmermeister. Krieger, Stück - und Glockengiefser — K r i e 1 e und Jäkel, Kaufmann. — Krug, Daniel Ernst , Kaufmann. — K r u 11 g e , Medicinal - Rath. — Kühn, Johann Daniel Augustin, Bäckermeister. — Kuh, F. W. , Kaufmann. — Kuhnrath, G. H. , Kaufmann. — Kuller. — Kümmel, Samuel Gottlieb , Müllerältester. — Kunkel. — Kuntzo, Christian- Friedrich, Kaufmann. — Kur es, Handlungsdiener. — Kusche, Cammer-Calculator. •— Lämraclien, E. F,, Reichkrämer. -— Landeck, Kaufmann. — Langer, Buchhalter — L e g e n b a u e r , Anton , Professor und Prediger a. d. Universi — Lehmann, Joh. Gottl. , Rath und Reichkrämer. — Leinsz, Johann Jacob , Goldarbeiter •— L,esc.hmana, üb, Acc. und Zoll Amt Buchhalter. — Lenckart, S. C. D. , Senator Und Buchdrucker in Helmstadl« Herr Lenckart, F. E. ,C. , Buchhändler. — Leyding, Ob. Zoll-Verwalter. -• L i b o r. — Linden zweig, zweiter Provinzial Accise-nnd Zoll Renda»t. — Lindner, George Samuel , Zimmermeister. — L ü b b e r t. Kaufmann. — M a d e r , Johann George , Destillatenr. — Magirus. Johann Valentin , Kaufmann. — Maisan, Kaufmann. — M a 1 t z a 11 , Graf von. . 2 Expl. — Marnitz, Plombeur im Ober - Accise- Amt. — Martin , Pastor zu St. Cliristophori. ~ Mayer, Johann Gottlieb Willliolm, Kaufmann. — Meisters, C. D. sei. Sohn und Comp. Kaufmann. — M e 11 t z e 1 , Senior. — Mentzel, Ober-Syndicus. — Merkel, Ober-Landscliafts-Syndicus. •— Merz, Acc.-und Zoll-Creis Calculator — Michahelles, Samuel Gottfried, Kaufmann. — Mittmann und Beer, Kaufmann. — Molina ri, Kaufmann. — Moll, Johann , Zimmermeister. — Montmarin, von , Dohmherr. — Müller, Ernst , Buchdrucker Mitglied — M ii 1 1 e r , B. S. , Reichkrämer. — Müller, Cammer-Secretair. — Müller, Candidat des Pied. Amts. — Müller, Christian Gottlieh , Kaufmann. — Müller )un. , F. W. , Kaufmann. — Müller, Kaufmann. — Müller, Morgenprediger. — Münster, Prediger. — Myszkowsky de Myrow, Dohm- capitular. — Namikowsky, Carl Friedrich, Goldarbeiter. Neander, Pfarrer zu Polonitz. — Neugebauer. — Neumann , Krieges - und Domaincn- Rath. — Neu mann. Neu Städter, Commercien-Rath. — Nitsclie , Friedr. Willli. — Nitschke, Cassirer. — Nitschke, Kaufmann. O e 1 s mü 11 e r , Candidat des Prediger Amts. — Opitz, Candidat des Prediger Amts. — Opitz, Kaufmann. — 0 s w a 1 d , Kriegsrath. — Otto, Friedrich Gottlieh , Kanfmann. — 0 11 0 , Rendant. — Pappenheimer, Salomon Seeligmann . — Paritills, Cammer-Conductcur. — P a 11 s e w a n g , Wachsbleicher. — Pelka, Doct. der Theolog. und Fürst- hischöfücher Rath. — Penne, Lieut. von, — Pe tri- — Pfeiffer, Coffetier. — P fi t zn e r , seel. Söhne, Kaufmann. — Piscliart, Willhelm Dietrich , Zimmermeister. —- Pohle und R ö h 1 i c k e , Kaufmann. — Polacko, Job. Friedr. Kaufmann. — Potsilammer,, Löbel Lovin. — Prätorius, Leopold , Kaufmann. — Preufs,E. E. , Kaufmann. — Pncher, A. C. , Kaufmann. •— Purrmann, Johann Carl , Kaufmann. — Quatjulinsky, Kaufmann. •— R ä d 1 e r , Johann Friedrich , Kaufmann. — Jahner, Johann Gottlieh , Kaufmann. — Rambach, Probst. — Randner, David Gottlieb , Silberar- heiter. — Raupbach, Kaufmann. Herr Reichel, Johann Friedrich , Kaufmann. — Remhowsky, Pastor. — R e n c k , Wolfgang , Zimmermeister. ■— Reneck, Johann Michael , Zimmermeister. R e y m a n n , Diakonus. R e i s e 1 , Geheimer -Rath und Camnier- Director. Richter, Joh. E. , Kaufmann. R i c c k , Carl Friedrich. Riedel, Justitzcommissaritts. Rieger, Ober Acc. Amts- Controlleur. R o p p a n , Carl Ehrenfried , Kaufmann. Rosebrack, Johann Heinrich, Zimmermeister. Rosenbaum, Friedrich , Destillateur. _ Rüde, Franz, ad St. Mathiam Sub- prior. r ii f f e r , Friedrich Willhelm , Goldarbeiter. 2 Expl. Rüger, Johann Gottlob , Kaufmann. Runtschke, Daniel , Zimmermeister. S a d i e 1 , Prediger bei St. Mattliiam- Sandrezki, Graf von , Krieges - und Domainen-Ratli. Sattler, Subsenior. —. Schatze], aus Militscli. — Schäfer, Mittagsprediger bei St. Sal- vator. s c Ii e f f 1 e r , Ober Post-Director• S che pp , Prediger des Armenhauses. — Scheihel, Rector. — S c h i e-b e 1 , Kaufmann. — S c Ii i 1 1 e r , Johann Michael , Kaufmann. V — Schiller, Kaufmann. — Srhimonsky, von , Weihbischoff. 2 Expl . — Schlegel, Kaufmann. — Schleuder, J. S — Schmelz, Johann Samuel. — Schmidt und Sohn , Kaufmann. — Schmidt, h C. R. — Schmidt, Johann , Kaufmann. — Schmolle, David , Kanfmann. — Schnaideret Comp. , Kaufmann. — Schöpe , Canonicns. — Scholtz, Gebrüder , Kaufmann. — Sclioltz, J. F. und Comp., Kaufmann. — Scholtz, J. F. und Sohn , Kaufmann. — S c Ii o 1 z , Bernard , Kaufmann. — S c h o-l z , Ecclesiast. — Scholz, Professor an d. t. d. Univ. verh. Gymn. — Scholz, Senior. •— Schreiber, Commissions-Rath. — Schreiber, Friedrich Engelhardt, Kaufmann. — Schreiber, Gottlieh , Kaufmann. "■— Schuster sen, Kaufmann. — Schwartz, Joh. Christian , Kaufmann. — S c h w a r z , C. H. , Kaufmann. — Schwind, General-Chirurgus. — Sckeyde, Koni gl- Schul-Director und Canonicus Ley d. heil. Creutz. — Seehcrg, C. F. , Goldarbeiter. —• Seeling, Johann Conrad. — Segne»-, Prediger. — Seihst herr, Accise und Zoll Direct. Canzl. Direct. — Selhsthe rr, Gebrüder , Kaufmann. — S e y 1 e r , Gebrüder , Kaufmann. •— Singt Ii aler, Ernst , Kaufmann. — S i x , Carl Ernst , Zimmermeister. —- Spill er. — S t a r c k / Johann George , Kaufmann. Stein berg, Acc. Calculator. Steiner, Canonicus und Canzler an d. Univ. Steiner, C. E., Kaufmann. Steinmetz, Gottfr. Willh. Bäcker- Ältester. Stempell, Samuel Jeremias u. Comp. Kaufmann. Stienauer, Carl Samuel Backermez- ster. Herr S t o 1 t z , C. S. Slraufs. Kaufmann. S t r e i t , Cammer-Cahzley-Director. Sturm, Acc. und Zoll-Stadt-Inspector S xi e fs , Carl August , Kaufmann. Tamme , Samuel , Schullehrer in Taschenberg. Thiele , Pastor zu Seienitz. Thilo, August , KÖnigf. Acad. Maliler. Thomas, Raths-Calcnlator. Trost, Carl Ignatz , Kaufmann. Uber, Johann Gottlieb , Kö. Pr. Hof- und Criminal-Rath. Vogel und Hoffmann, Kaufmann. Vögten , Baron von, Dohm - Capitular. W a c Ii n e r , Johann Gottlob , Kaufmann. Wachtel, Johann Theodor , Kaufmann. W a g n e r , Victor , Kaufmann. W a 1 p e r t, C. F. , Kaufmann. Walte r , Joseph , Referendarius. W a 1 t Ii e r , Christian Friedrich , Kaufmann. Weber, Johann , Kaufmann. Web s,ky , G. G' , Kaulmann. W e i d i n g e r , Kaufmann. Weiser, J. G- Samuel , Kaufmann. W e i f s , Gebrüder , Kaufmann. Weif; , Johann Friedrich Gottlieb, Kaufmann. Weis z , Johann Gottfried , Kaufmann. W e n t z e 1 , General - Lotterie - Inspec- tor ' 2 Expl. W e n t z e 1, Joh. Franz et Comp., Kaufmann . W e n t z e 1 , Ob. Accise-Eimielimer. Weoth, J. G. , Destillateur. Wicke 2te. Wiederaann.C. W. , Kaufmann. Wiedemann, Johann George, Destillateur. Wiener, J. G. , Kaufmann. Wiesner, Administrator zu Krihlo- witz. W i g g" e r t. Wild, Acc. und Zoll - Ober -Calculatör. W i n k 1 e r , Johann Gottfried , Destillateur. W i s a y o k i , Cassirer. Witte 5 Rath. Wohlfahr t , Johann Ernst , Zimmermeister. Wolf, Kaufmann. W o r f f. 2 Expl. Wull y, Carl Friedrich , Goldarbeiter. Wybecky, Joseph. Z i e p u 1 t , Fried; icli Benj. , Kaufmann Zimmer m a n n , Cammer -Calculator. Zirzow, Hof.ath und D. Med. Zobel, Johann Gottlieb , Kaufmann. Zölffel, Ephr. Gottl. Kaufmann. Brie g. Ander, Diakonus an der Hauptkirche. A p p e 1 t , Buchdrucker-Mitglied. Barth, Christian Samuel. Berge r ,' Kriegs und Steuerrath. Egen, Privatlehrer. F a 1 cli , Buchdrucker. F i e h i c h , Lehrer am Gymnasium. Geliert, August , Gymnasiast. G 1 a w n ig, Ernst , D.K. Hofrath sen. und Physicus. Heuser, Professor am königl. Gymnasium. J e m k e , Carl , Gymnasiast. Kaulfersch, F. M. , Ober-Amts.Cal- culator Räumer, Obristlieutenant von. Krautwadel, Prediger zu Schöpplo- witz und Nendorf Krieg, Carl Heinrich, Prediger zu Zindel. Kurz, Joh. Heinr., Lehrer am Gymnasium. Herr' l otheisen. — Mäu nling, Erdmann Adolph, Prediger zu Bank au. — Müller, Ober-Amtmann. — Müller, Professor der Matliem. und Physik. — Reinisch, Buchbinder. — S a 1 i s c Ii , Moriz von , Gymnasiast- — Sauer mahn, Professor am Gymnasium. x 4 Expl. — . S c h ä r f f , Prediger. — Sc halse ha , von , Referendarius. — Schmidt, Friedrich von, Gymnasiast — Schmieder, Friedrich, Rector des Gymnasiums. Frau Scholz, Direclor. Herr T s ch e p e , George von , Gymnasiast. — ülbrich, Joh. Friedr. , Md. K. — V i e t s c h , Hof-und Criminal-Rath. — Wohlfahrt, Buchdrucker. 2 Expl. B u n z l a u. Herr F r a n c k e , Kaufmaiin. — F rancke nber'g, Reichsgraf von, auf War t Ii a u. — Wollina an , Senator. C r e u t z b u r g. Herr Geiger. — Nengehauer, Pastor. Dresden. Herr Lipsius, Johann Gottfried , Sccretair der chnrf. Bibliothek. — Meinhold, Carl Christian , Hofbuch- driicker. — Milliauser, Carl August , Assistent der Haupt-Aiiswechselungs Casse. Festenberg. Herr B a r o n , Moses Naphtal , Papierfabri- cant. G i e r s d o r ff. Herr Scholz, Cliri. Friedrich, Papierfabri- cant G l a t z. Herr Farster,- Doctor. — Feichtner, Gold-und Silherarbeiter. — Krause, Senator. . — Milan, Rector Gymnasii. — N. N. Pfarrer in G.Iatz- Pompejus, Franz , Buchdrucker. 2 E. — Schel-lwitz, Major von» — Z ü r c o n , Major von. G l o g a u. Herr Massow, Königl. Geh. Ob. Finanz- Rath und Cammer-Präsident von. — Unmh, Königl. Krieges-nnd Domainen- Rath von. Goldberg. Herr E v 1 e r , Proconsul. Herr K 1 i t s c h e r , C. F. — Rasclike, Doctor und Kreis-Physicus'- — Richter sen. , C. F. Gottesberg. Herr Monse, Senator. G r e i ff e n b e r g. Herr B 1 il m e 1 , J. S. , Kaufmann. — Brückner, M. C. , Kaufmann. — Drefsier, Kaufmann. — Galke , J. G. , Kaufmann. — Grabs, Bürgermeister. -— Hörden, D. , Kaufmann. — K 1 n g e , J. S. , Kaufmann. — Korsclieck, Doctor Medicinae. — M üh z e r, Doctor Medicinae. — S chie de witz, Grenzjäger-Inspectör., — S i n a p i n t , Bürgermeister. — Trcliirch, Kaufmann. — Wiggo r t , C. B. , Kaufmann. — Zimmer, C. F., Kaufmann. Habe l schwer d t. Herr Seliger, Florian , Böttcher. * 2 Expl. H a y n a u. Herr Bemdt, Cantor. Hirschberg. Herr Buchs, Daniel Gottlieb von, — Fiedler, Kaufmann. — Fuchs, Buchbinder. — Gebauer, Kaufmann. — Geier, August , Cammer.Rath. — George, Cantor in Warmbrunn. — Göttlicher, Ober-Director in Hermsd •— Hartmann, in Hertdorff. — Haiisle.ute r, Doctor. —- J e 11 s ch , Commercien-RaUi. — John , J. J. , in Warmbrunn. — Kl enner., Curatiis in Warmbrunn« — Körber, P.orcctor. — Kr ahn , Stadtbuchdrucker. 2 Explv — Letsch, Pastor Primarius. Meifsner, Dia.'sonus. Menzel, Kaufmann. — Morgejibesser, Kaufmann. Pe sehe! , Buchbinder. 2 Expl« — P r e 1 1 e r , Christ. Melch. , in Schrei-, herhau. — Putz, Stadt - Pfarrer, — S a c Ii e r , Buchhalter. — Schäfer, Commer/ien-Rath. i— Schörtner, Apotheker in Warmbrun. — S c Ii w e i n c Ii e 11, Friedr. Beruh, von, — S i e g e r t , Cantor in Hermsdorff. — Tie t.ze, Justitz Commissarius. — W e r n e r , Kaufmann. — Wild, Justitz-Assessor in Hermsdorf. Jane r. Herr S c hl ö g e 1 , Buchdrucker» K a l i s c h. Herr Franc, Controll-Assistent. — - G i e Ii 1 , Cammer-Calculator. Herr \ Herr Lange, Cammer-Calcnlator. Min d e 1 , Cammer-Calcnlator. Moritz, Dom;* inen-Beamte. Nötel, Cammer-Calculalor. _ 0 e h 1 e r s , Cammer - Registrator - Assistent. Ritter, Regiernngs-Referendarins. Serre, Cammer-Director und Geheimer Kriegs-nnd Domaiiien-Räth. — Winge, Regiernngs-Canzeley-Assistent Kröbsdorf Herr N e um a n n , Wundartzt. Landeshut. Bibliothek, E van gel. Kirchen. Herr Bö hm , Heinrich , Kaufmann. — C r a m e r jun. , Kaufmann. — Dut.tenho f.e r , Kaufmann. — Flügel , Job. Peter, Kaufmann. — Gärtner, Ferdinand , Kaufmann. — Karge, Senior Ministerii. — M e r h e r sen. , Kaufmann. — Herker, Jacob , Kaufmann. — Mül I e r , Immanuel , Kaufmann- — Rcuscliel, Ildephons , Prälat in Grnssau. 2 Expl. — Srlioltz, Carl Benjamin , Buchbinder. — S chucliar d, Theodor, Kaufmanp. La.uba.-n. Herr Schar ff, C. A. W., Buchdrucker. 2 E- Leipzig. Herr N e u b e r t. Buchdrucker. Liegnitz. Herr Henkel, Buchdrucker-Mitg-liedi — H i Ische r, Katechet. — K e t z l e r , Buchdrucker-Mitglied. — Ku-othe, Jnstitz - Assessor. — König, Diakonus zu St. Peter u. Paul. — Mater ae") Amtsrath. — Moschner, Buchdrucker-Mitglied- — Pappäsche', Buchdrucker. — Raffer, Kaufmann. Schultes, Vorsteher des Erziehungs- Instituts. — Streit, Stadt-Director. — Suker, Justitz- Assessor. Lissa, Poliln. Herr Brettel , Cantor. Klauts ch, Cassen - Con'.rolleur zu Fraustadt. _ Löwenberg. Herr B u c Ii w a 1 d , Oheramfmann in Logau. Chsppias, Major von. Die Loge zum Wegweiser. Herr L.u dwig-, Just itz-Commissarius. — Neamaan. Rector. Z i e g 1 e r , von , auf Plagwitz. Magdeburg. Herr Wagner, Christian Friedrich, Factor in der Dellbrückschen Buchdruckerei. N i m p t s c h. Herr Pedell ,-Jnstitiarius. O e l s. Herr B e r g i s , C. B. , Candidat Theologiae- — Borsinfky, C. G., Buchdrucker Mitglied. — Brannort, Doctor Medicinae. — C h 1 e h u s, C. W-, Senior u.Archidiakonus — Chri o t , J. G. , Herz. Cammer-Meister — Dominici, E. S. , Herz. Braunschw. Oelsn. Hof-un d Stadt-Prediger. — F i s c h er, C. G. , Doctor Medicinae. — Fischer, Funtlations-Lehrer. — Fülle , Conrector am Herz. Seminario. — Gerstmann, J. C, dritter College am Herz. Seminario. ■— Günther, C. E. , Prorector am Herz. Seminario. — Günther, Herz. Bibliothekar. — Hermes, 1'. G. S., vierter College am Kerz. Seminario. — Hey d e r , Pastor zu Raacke. — H i or t , B. C. S. , -Privatlehrer. — Hühner. E. A. , Stadt-Director und Koni gl. Justi tz-Commissarius. — Jolin, G. B. Kaufmann. — Kessel, von , auf Raacke. —. Klinkert, J. C. > Königl. Juslitz-Com- missarius uud Stadt-Prätor. — Le ehr , Probst zu St. Mar. u. George, u. dne gematbige tyercjog^nite |>oten bttnb @d)tefi)en njetcf) legenba bit fc^oner fuftorien, ^nn fid; beftyreuffet. bnb bip beer aUcv>ne bei) efjltd^ gcijiltd;en (Hoefterö bnb Urbaren puvgen)it cju ISrefötam, fofiparli^en bnb bor grob det)not ift g^afben mürben, bnb um burd) mtd) (Sonrabit S5aumgatt|»cn gote cjit tobe gebrudt, ber c$al (Svifti bnfjerb fetten SÄtccccc. bnnb. inj* in Folio. Auf der letzten Seite stehet: ©ebvucft vn oolcnbct Sri bei* fonigütd^en urcb midj Gomabum SSaumgarttjen, 5fm miürocfien »ot Sol;anniö be§ teuf* fecS, 91 ad; Grifft geburbt Saufent funfffjunbert onb 9m warben yaw Darunter des Buchdruckers Wappen, in dessen Schilde eine Garten-Planke mit offner Thüre von sechs zugespitzten oben angenagelten Brettern, hinter denen auf einer Erhöhung ein abgekappter Stamm mit drei Ästen und Blättern) auf dem ge- schlofsnen 2) S. Schlesisches historisches Labyrinth. S. 628. 5sg und S. 651 bis 684, wo diese Legende nach allen Blättern beschrieben ist. 4 _ Geschichte der ersten Bresl. Buch drück erey» schlofsnen Helm aber wiederum besagter Stamm befindlich. Den Titel ziert ein viereckigter Holzschnitt, welcher die in einem Zimmer sitzende Hedwig mit einem langen Oberkleide darstellt. Das Haupt ist in einen langen Schleyer gehüllt und mit einem Nimbus versehen. Den Kopf deckt ein Fürstenhut. In der rechten Hand hält sie einen Rosenkranz, in der linken aber eine Kirche. Oben über stehet ein Wappen mit getheiltem Schilde, dessen rechte Seite ein rotlies Feld mit einem weifsen Queerbalken in der Mitte, die linke aber zwei schwarze Löwen mit aufgehabner rechter Vorderpfote und Schwänze in gelbem Felde vorstellt. Das Buch selbst hat viel schöne Holzschnitte, die Tlraten der heiligen Hedwig vorstellend. Die Schreibart des Textes scheint ein paar Jahrhundert älter zu. seyn, als der Druck; der Verfasser aber ist ganz unbekannt. Die Orthographie des Drucks ist vollkommen der Gewohnheit der damaligen Zeiten gemäfs, nachlässig und ungleich. Die Buchstaben haben die Form der alten Mönchsschrift, Man findet deren zweierlei, kleinere und gröfsere. Die kleinem gleichen unsrer Schwabacher Schrift; die gröfsern aber sind jetzt nicht mehr so gebräuchlich. Überdies findet man dabei einen grofsen Mangel der gröfsern quadrirten Anfangsbuchstaben ; denn nur blos auf dem ersten Blatte ist ein dergleichen grofses A befindlich, sonst aber sind sehr öfters im Buche selbst, hin und wieder zu Anfang eines neuen Satzes, wohl ein grofser viereckigter Platz gelassen, aber der darein gehörige Buchstabe von der kleinsten Schrift genommen. Das Format ist klein Folio. Nach der Signatur bestehet es aus Aj M und AA= DD Temen; EE Quaterne, a Terne, und b Duerne, zusammen aus 57 Bogen oder 114 Blättern, ohne Custodes und Seitenzahlen, mit gespaltnen Colurmien. Von diesem Drucke gab es schon 1737 nur noch zwei complette und ein defectes Exemplar. Das erste besitzt die Elisabetanisclie Bibliothek. Das andere befindet sich in der Bibliothek der Herren Dominicaner zu St. Albrecht, so aber auf dem allerletzten Blatte mit dem erstem nicht übereinkommen soll. Das letzte defecte Exemplar besafs Hr. Runge, damaliger Prorector am Maria Magdalenischen Gymnasium; jetzt aber befindet es sich auf der Bibliothek der Herren P. P. Capuciner zu Breslau. In diesem Abdrucke finden sich die in dem oben angeführten Exemplare fehlenden grofsen Anfangsbuchstaben, roth gemahlt. • Als JOerc^og IH> einrieb genant mitbent )ßartbe vnöefefnfewepp t>y beftige frauwe fände flbebwpgkmpt prenkjmberen. ' : h : ■ - . j' .j i t Conrad Baumgarthen* 5 Als eine Probe des Styls. und Inhalts dieses merkwürdigen Buches lassen wir hier einige Überschriften der Bilder und den Sclilufs folgen: Neben einem Bilde: „3llpp pevcjog «fpeinrtd) mit bem bartpe genant epn petcjog bet gancjen ©cplefpe tmnb bp peplige"Smjiitme faricta pebmigf top fp onberennanber geto= bcnn entpalbüge mit feprbarlicper gebenebepunge be§ S3iffdpoffS* oolget f;pr nocp. Über einem Bilde: „flipp bcffellet bp peplige frautoe ©ancta .fpebwtcf allenn avmenn leufenit bp cju pr fummenn @p fepnn gepfilicp aber werflkp erbare onnb beqmeme perberge." Auf einem künftigen Blatte über einem Bilde: ,,111[;p per ©iintper bp cjo.pt Ifpt cju terobtö onnb pr bepcptuater wa3, ber gab pr cjwemt netoe fcpuenn, ottnb gebot pr bp cju tragetm, bep bem geporfam. Am Ende der Biographie: // '2ftp>p ooffcppbe fanbt pebmigf Sa gegenioertifept ber oor* genantten pepligen, tmb pr fete warbt gefuret oon ben pepligen Gngelnn 3fn bie elotgen felifeitp* Am Schlüsse des ganzen Buches: ,/Jflpp enbet fiep bie fcpone tmb Ipplicpe legenba ber pcptige' fraumen Jbebioigiö (Stioan percjogin in gan| tßolan onnb @d;left'en, pol tu* getlicper toergf, toeldje got ber perre als ben licpten morgenfiern, Sn bie fpnfiec gewolfe bifer tocrlbe, onfj cju funberlicpen treffe uff gepn onb erfepepnen tpfj fPfitfampt prer pepligenerpebunge, onb ber 23abfilicpen bullen/ auch mit rounberlidjen 011b mapr^ pafftigen pifiorten onnb wunberpeiepen bp ftd; begeben paben oor / trnnb naep prent abfepepben oon bifjer mertbe, cju Sobe got bem almeeptige' oft cju funberlid;er ere er; bitunge ber peiligen framenn ^ebioigiö, cjutroff onb cju befferunge allen ßriffgleubh gen menfepen bp fp tefjen, aber por.eit lefen auf guter meinuge ICufj roelcper legenba Oft pijforicn bp ban mit grofem oorgeioantem flcpffe eplid;er erbaren burger ber fo* niglicpe ffat* 33reflaio* gereeptfertiget onnb geejemget ijf* Sbevmenntgitcpft abneme onb erlernen fair mag prn bpnet cjuerfolgüge ber eroign felifeif ju roelcper onfj* bp peplige fram fant pebtoigid SRitp prer flepffiger ort flcfter oorbetpe pilfflid) fei;, ICmerr Mit dieser Legende *) ; — aus welcher wir dem Leser in einer genauen Copie den vierten Holzschnitt mit Überschrift im beiliegenden Blatte liefern —■ scheint Baumgarthen in Breslau seinen Druck beschlossen zu haben, welches *) Anm. Der um die Geschichte der Buchdruckerkunst höchst verdiente Herr Panzer führet in seinen Annalen der Deutschen Litteratur, Nürnb. 17881 med. 4- S. 265 den ganzen Titel dieses merkwürdigen Buches genau an, und ertheilet S. 266 eine Anzeige von dessen Inhalt, die er mit folgendem Urtheil anfanget: ,,Eine Legenda, wie alle Legenden, nur aus- 3 „ führliches 6 Geschichte der ersten Bresl- Buclidrackerey. ches dadurch noch mehr bestätiget wird , weil 1505 zu Cracau das Missale Vratisla- viensei gedruckt wurde. Vielleicht ward sein Unternehmen nicht hinlänglich eenuc 0 0,0 Ö unterstützt. Man hat Nachrichten, dafs er nachher 1507 zu Frankfurth an der Oder und zuletzt 1514 in Leipzig gedruckt habe. Nach Baumgarthens Abgange liefsen die Breslauer an andern Orten druk- ken, wie solches ein Buch bezeuget, welches in der Bibliothek bei St. Atlel- bert verwahret wird, dessen Titel also lautet: 1521. „sDaS 23üd;lein lernet unS ©ot Ipbe l;abcn über alle ©ing." Zu Ende des Buchs steht: „UrcS Seger e£licf)er anbecljtiger Sürgerpn §u Srcplaw üff gut beutfd) btcfeö SanbeS. 31t Seffcrunge ünbt feligfept üiel frommer ünb anbecf)tigen 2Dten[cf)en oorbeu|t ünb gebrucft ju Dürnberg buvd) 21bam £)pon mit Äofi ünbt Sarlegen 3üifl;om Skt;njen= berg§ üon Srefjla«/ gefd)el;en pm Sare nacf; ber ©epurt (5l)rif!i tamfenb funfljunbovt ünb pn bem puelfften, uff bett acl;t ünb jmencpgflen tag beS 9)?onatg 9)?ap üolenbet." Vielleicht kam Adam Dyon durch den Druck dieses Buchs mit Breslau in Verbindung. Er verliefs daher Nürnberg, kam liieher und war also der zweite Breslauische Buchdrucker. ,, führlicher und weitläuftiger, als die von gemeinem Schlage." Ganz anders urtheilt der patriotische Schlesier, dem die Geschichte der Piastischen Herzoge in ihrem ganzen Umfange die wichtigste ist, sonderlich der Hedwig, wie man aus Kloses Briefen von Breslau I.B. 1787. 8. S. 353- ersehen kann. Er bedauret daher, mit jedem Kenner der Geschichte, am meisten des Mittelalters, dafs aus einem ungegründeten Eifer die Fortsetzungen der höchstwichtigen Actorum Sanctorum, wo nicht in Ansehung der schon gesammleten Materialien gänzlich cassirt, doch seit vielen Jahren unterbrochen worden, für deren i5. Octob. als den Todestag dieser vortreflichen Herzogin, man schon die Haupturkunden in Breslau gesammlet hatte. Die erheblichste Anzeige aber des Hrn. Panzers ist, dafs von diesem höchstseltnen Buche die Ebnerische Bibliothek in Nürnberg ein viertes Exemplar besitze. Denn aufser dem ersten auf der öffentlichen Rehdigerischen Bibliothek bey der St. Elisabetkirche, befindet sich ein zweytes auf der Klosterbibliothek bey St. Albrecht, welches Runge in seinen Analectis Sile- siacis I. Abth. Leipz. 1733. 8. S. 21. und aus diesen Vogt im Cat. Libr. rar. p. 333. anzeiget. Ein drittes Exemplar habe ich in der schönen Büchersammlung eines meiner Schulfreunde vor 5o Jahren' gesehen; von welchem ich aber nicht weifs, wohin es nach dessen ausser Breslau erfolgtem Ahleben gekommen sey. Wie viel Exemplare mag wohl die Unwissenheit zernichtet haben, da dieses Zernichtens itzt kein Ende ist! M. Joh. Ephr. S c heib el. 2. Adam D y o n. "\on seinem Leben ist uns alles unbekannt. Nur soviel können wir aus dem Obigen schliefsen, dafs~er zuerst in Nürnberg druckte. In Breslau druckte er. so viel uns von seinen Arbeiten habhaft wurden: 15ig. £) ct£> ift ein 2Cnfd;iag eins 3ug3 totbot bie Sktrgfon , onb alle fcie hiebet ben ß(;rijllid;on ©iaubon feint. 1 Sogen. 1522, Laurentii Corvirii Cursus S. Bonaventuras de Passione Domini Ao 1522. Die erste Ausgabe soll schon vom Jahre 152 1 seyn. Dies Buch enthält die Horas Canonicas , welche in der Kirche zu St. Elisabet abgesungen -werden. O O 1524. £>a§ SEauffbitd; beutfei) SStcflifd;. in 4. 2 Sogen. 1524. Petri MoseÜani Paedologia , iam iterum in puerorum usum edita. 4, Ohne Jahrzahl: (fpn toal;rl;afftig gofd;id;t toie Güafpat Satobot 23ittgot 311 SSiomt pn £>fterrei(f> für eprt Äo|er, oft ju bem tobt oorurtaptt onb auf gefürt tootben ift. — £err gib rnid) nici)t in ben toiüe meiner fepnbo, bann e§ feinb fatfd; jeugen toibor mid; auf ges fianbon, oft toben freuet on fd;eto. fPfalmo 26. 2^ Sogen 4. 1524. (Sin Skäbat Sbefu <5f)tij!t an alle fepno gettetoö 61;riflon. Srn 1. 5. 2.4. Sar. Sogen. 1525. ©t;n gefang 33ud;licn ©opfüidjot ©efege / $falme*, opne pfdiefon 6i;riften fafl mifp lid; bop fiel; 3U l;aben, in ftetter obung onb tvad;tung 2Cud; erliefe gefege, bie bep ben oorige' nicf)t ftnbt gebrudt, tote bu i;pnbenn im Gegiftet bifeg 25ud)lepn3 ftnbejl. SRit bpfen oft ber glcid;e ©ofenge foilt man bpUid; bie jungen jugenbt attffer3pi )cn. Am Ende steht: ©ebrudt pn bifer foniglid;en ftabt 23reflato bn'rdf abarn bpon attfj gegangen am mittood; nad; ofternn. 8. 4i Sogen. .Zu diesem Buche schrieb Luther eine Vorrede, die vielleicht sonst nirgends abgedruckt ist und manchem Verehrer dieses entschieden grofsen Mannes nicht unwillkommen seyn wird. Hier ist sie: 0 Geschichte der ersten Bresl. Buchdruckerey» „SSorre^be SRartini ßutljer* Sag gepfilid;e lieber fingen gut onnb ©ot angeneme fep acht id; fcp feinem d;rifimit oerborgenn biemeil pebermann ntcf)t alleinn bag Gjcempel ber propl;eten Du fonige im alten te= ftament (bie mit fingen oft flinge mit tieften onb allerlei) feptenfpiel ©ot gelobt l;aben) fons beim aud) fold;er bvaud) fonbetlid) mit pfalmenn gemeiner chrifteljeit oon anfäg funb ifi. Sa aud) <3, Paulus fold;g i Gor. 14. epnfe|t ön 31t benn Goloffern gepeut oon t;cr^en bem l;errn fingen geifilic^e lieber oft pfalmenn 2fuff bag baburd; ©otteg mort onnb d;rijilid;e lere auff allerlei meife getriben on geübt merbenn. Semnad; l;ab id; aud; fampt etlidjenn anbevn 31t gute' anfang oft orfad; 3U geben be= neu bie eg beffer oetmugen etliche gcpfilid;e lieber 31t famen bracht bag f)eplige euatigcliö fo i%t gotteS gnaben reibet auffgäge ifi 3U treibe oft in fd;mancf 3U bringen b3 mir aud; ong modjte rl;umcn mie SOlofeg in feim gefang tl;ut ©rob. 15. bj d;rifiug onfer lob en gefang fei; oft nid;tg miffen follen 51t fingen nod; 31t fagen ben il;efu d;rijiu unfern fyeptanb mie §)aulu§ fagt 1 Gor. 2. SSnnb finb ba3u aud; in oier fipme bracht nid;t au§ anberer orfad; benn b3 id; gerne molfe bie jugent bie bod; fonfi fol onnb mug in ber Skuft'ca onnb anbern red;ten funji er£o= gen merben etmaS fjette bamit fie ber bul lieber oft flei;fd;lid;en gefenge log mürbe onnb an berfelben jlat etmag l)eilfameg lernete oft alfo bag guete mit lufi mie ben jungenn gepurt ei;n gienge. 2lud; b3 ich nicht ber mepnung bin bag burd;g Guangelion folte alle fujie 3U boben gefd;lagen merben oft oergefye mie etliche abergepfilidjen furgeben ©onbern id; molt alle fünfte füberlich bie S0?ufica gern fcl;en im bienfi beg ber fie geben onnb erfd;affenn hat. SSitte ber= l;albenn einn iglid;er frumer cfyriji molt fold;g pm laffenn gefallen on mo pm ©ott mel;r obber beg gleichen uerleptjet l;elfenn fobbern ©g ifi fonfi lepber äße meßt all^u lag onnb 31t uergeffen bie arme jugent 3U 3il ;en onnb leren bag man nid;t aßeterfi barff aud; orfad) baju geben, ©ott geb onng fepne gnabe." Es enthält die meisten noch jetzt vorhandenen Lutherischen Lieder und zugleich die Noten dazu. Diese scheinen Holzschnitte zu seyn. Diese Officin druckte also das älteste Breslauische protestantische Gesangbuch. I525' 1525. SSone B. Henrico pnn Dietmar O'bväb fampt bem jefynbe §3[atmen auggclegt burd; SRaitinug 2ufl;ev, 4. 3 Sogen. 1525. ©pnn (Senbtbtiff $mn Solang Sugenfyagcn Römern, ^Pfanei |u SBpfhnberg ober eptte Svoge oorn Sacvament. Stem epn Sntenidpt oon bei Sepdge onnb ©prijftidjen abfolution. 1525. ©pn betiadjfung. beg oatei onfei. 8. i Sogen. 1525. ©pn djvijltfd) Sefenntnug obei bepdjt auf bei* f)eptigen fd;iift gefjogemt *odd)e§ bei Cütenfd; ©ot tägliche otx offtmalg aufj giunbt fepneg t)ev|en tpuen [oll SSnb babcp epn ©ei'tnoit 00m ©cbet SR, Sut^erd, onnb bag te beum laubanutg. 8> 1 Sogen. 1527. £)eg ©ilcttdßen .Spodjgebomen S&ipen onb .£eien $eitn giibiidjg $ei|ogen in «Sdßeften, 3111- Signi^, Srteg! 2c. ©i'unb Sifad; onb ©ntfdgdbigung auff e|lid;er Soiunglimpffen oon wegen bei $iebigt bc§ l;eiltgcn ©uangelii. J529, Johannis Met zier i Grammatica graeca. 153 1, Consilium de Peste. 153-1. ©ine SdcFei--Sai'e in goim eineg Spatentg. Unten stehen zwei Wappen-Schilde nehen einander. In dem ersten das Breslauische Wj in dem andern das Haupt Johannis des Evangelisten, am Halse mit einer Krone lierunterwärts verbrämt und darunter: ©ebiucft pn bei Fontglicpen @tabt Sief law buid; ?(bam £)pon 3m jai ISl&mh Adam Dyon scheint in den Jahren 1531 bis 1534 gestorben zu seyn, weil seine Frau als Inhaberin der Druckerey im Jahr 1534 ein Buch unter folgendem Titel druckte: 1534, 2(d;t nuqlidje onb faß tioßiit^e~p re ^S^ n / lü ' e c D n ©fjvißen, pnn Fiamfeng unb fleibeng nöten ßalben fol, 2luff bag ©uangelium, oon bem fel;i Fianden wepb, onb gefioibenen tocfyter Saiti big bbeißen bei «Schuten, oon biepen ©uan- geliftcn befdwteben. Sot;annig Rendel. Sieflaw 1534. Am Ende steht: ©e^ biucFt pn bei Eoniglidjeit Stabt Sieflaw buid) bie Rlbam £>ponin 3'" S«i Sit. £), iOtdtiii, in 4. 13 Sogen. Dieses Geschichte der ersten BresL Euchdrnckerey* Dieses ist bis jetzt das letzte Buch welches von A. Dyons Druck aufgefunden worden An merk. Es ist sehr zu bedauren, dafs Herr Panzer .das hiesige Jubel - Gedächtnifs der Buchdruckerkunst von 1740 nicht benutzt hat, besonders den in dieser Sammlung befindlichen Actum Oratorium des seel. Runge, in welchem ausdrücklich S. 8b angezeigt wird, was Dyon schon 1512 zu Nürnberg gedruckt habe. Runges ausnehmender Fleifs in Sammlung seiner Nachrichten ist mir aus zuverläfsigen Versicherungen sehr wohl bekannt, und seine Verdienste um die Schlesische ältere Litteratur sind von ent- schiednem Werth. Daher wundert es mich auf der andern Seite, dafs Herr Panzer bey seinem unermefslichen Fleifs und aufserordentlichen Genauigkeit, sogar an Ort und Stelle weder in . seinen Annalen der altern Deutschen Litteratur, 1788- noch in der ältesten Buchdruckergeschichte Nürnbergs 1789- auch nicht in den Zusätzen zu den Annalen 1802. gar nicht in dem Hauptwerke der Annal typogr. dieses Adam Dyon, als ■eines Buchdruckers zu Nürnberg, nur mit einer Sylbe Erwähnung gethan hat. Dieser auffallende Umstand würde die Rungesche Nachricht wenigstens unge- wifs machen, wenn nicht die Zuverläfsigkeit der Anzeige von der Schrift selbst sich auf dasjenige gründete, was in der Vorrede darüber wird beygebracht werden. Scheibe l> II 3, Caspar L j b i s c Ii, *) War der dritte Buchdrucker Breslau's, aber nicht Adam Dyons Nachfolger. Er legte 1520, eilf Jahre später, alsDyon, eine eigne Buchdruckerey an, so dafs in dieser Zeit zwei Buchdruckereyen in Breslau waren. Woher er war, ist unbekannt. Seine in Breslau gedruckten Bücher, soviel man derer zusammenbringen konnte, sind folgende: 1520. M. Arsacii Sehehoferi Monachiensis Palinodla. 1521. Petri Mosellani Paedologia. 1523. ©cpiicjieb, be§ ©tbare SRatpö, mib galten ©emainb bcc itbmglicpen ©labt Steplaft uon wegen ber tieften SSaple tlpre§ tieften «gjptlett. Am Ende steht: ©ebrueft t'ti ber Äoniglicpen ©labt Steplaft butep ©aöpat fipbifcp im Säte SÜ.D.XXiii. 4* i| Sogen. 1523. £>en aupetftellen lieben Srcunbm ©oft6, allen ©giften ju Siigpe, Sfeuel oft Sarbtpe t)tm ßiefflattb, meinen lieben fetten onb Srubetn 9« ©prifto. «War. Sulpet. ©eck SBpttem. SR. SD. UTiij. 4. 1523. ©t) n ©ermon Socio. SKatli, Sulpet am gruenen Sonnevjlag. Steplaft, 4. 1523. *©t)n ©etmon 0011 ben fpben Stolen, Skatci am Siij. ©eprebigt butep S. Sulpet 51t SBillcmbetg. 4. 1 Sogen. 1523. *©pn ©etmon am ©otilage tiaep bet ^pmelfart ©ptijli, ©epvebigel butep S, 3)1 Sutpet ju SSiftemberg, 4. i~ Sogen. 1523. *©i;n ©etmon 3Cuff ben ©onlag ©«täte, geprebigt burcp S. ffi, Sutpet, 4. 1 Sogen. Am Ende steht: ©btudl fcu Stella« butep ©afpat Siebifcp, 152 3*. *) Die obigen Quellen und Christ. Ezechiel Silesia literata. Tom. IV. 4. Mspt, **) Die mit einem * bezeichneten Schriften befinden sich auf der Bibliothek der Kirche zu St. Bernhardin in der Neustadt. 12 Geschichte der ersten Eresh Buchdruckerey. 1523. *25a§ ©uangelium »out ft'fdhfang ?)etri geprebiget burd; 25. 3)?. 2utt;cr ju Sßittems betg. 33?. 25 .HC .tij. 4, 1 Sogen. 1523. *Kuptegung onnb grunbt bc§ cjwee. brepe, onb oiv onb funfpjjigjlcn 2frtidetS, ,£>erm. SStvt;d>§ Smingtidö üon 3ürid). Son ber Sepd;t MDXXIII. Sreflam. 4. I2S03. 1523. *2fuplegunge beS ©uangetii an beS newen SareS tag 2uce am anbern. 33?artinuö 2iu tt;er. Sief (am. 5Ji.25,rj:iii. 4. 2 Sogen. *25aö ©uangetium Sttattfyei at;m Sij. <£>ütt eucf> »01 ben fatfdjen propt)eten. ©e^ prebigt burcf) 25oct. 33?artinn 2utf;cr £u SÖittemberg. V. D. M. I, E. (i. e. ver- bum Domini manet in aeternuni ) 4, i| Sogen. 1524. Paulus Cachinnius Vratislaviensis } Petro Risinio Cracoviensi, pro Ioanne Hesso Parocho suo. Am Ende stellt: Vratislaviae apud Caspar an Ly~ bisch. Anno M.DXXI1II. Diese Schrift ist in Ehrhardts Presbytcrologie im ersten Theil, erste Abtheilung Seite 493. bis Seite 505. abgedruckt zu finden. 1524. © in nu|bar ©bett Suc^Ietnn oon Sereptunge jum fterbeit mit onberid;t wie ftd; in ben Anfechtungen bofetbft 511 fmtbenn fep, aup bem 2atein, mit eptt onb einfettig gcbeutfd;t bind; Satten Ärautwalb oon bei- 3?epf[e. ©ebrudt gu Sreftaw im Sat SEÄ. 25. yjciiij. 4. 1524. Auflegung onnb gvunbt bc§ fpben, Ad;t, 3?cun, oft Sier|igpten ArtidetS Herren Strid;ä SmingtidS oonSürid;, Som ©rgernue». MDXXIIII. Sreftaw. 4. ii Sg 1524. *©aö obett gewonnen gutt nid;t temptcn, flojtre, münct)e, pfaffen noch näne, funb' ben bürfftige fot gegeben werben, fo eS bem red;ten befrei- nid;t wib'fert werben mag. «fpert Strich Swinglid oonn Sürid). V. D. M. I. E. 4, 3524. 2)ae> ©toria in ercetffö ©eo. ©. 33?. 2utt;er. SBittembcrg. Sreftaw. 4. Am Ende steht: ©ebrudt $u Sreptaw burd; ©afpar 2pbifd;. £sh m Dt Saufenb funfhun* bert onb bier^wenfng. 1524. *©pn ©ermon Auff ben anbern Öfter ^epertagf onb ^auptflucf onferS ©taubenS be* treffenb, erfttid; burd; 2). 33?artin. 2utt;er. aupgegange, ganj t;eptfam onnb nu£= tid; ju tcfen. Sreflaw. 4. 2 Sogen. 1524. ©rmanung beö mpff $braud ;S ©t;(id;er furnemftenn Tfrridel beS ©uangetii, aup welcher onoerjtant ber gemein man in fleifd)tid;c freptjeit onb irrüg gefuret wirt. ©afpar ©cfjwendfett 5, Caspar L y b i s c Ii. 13 ©djroencffelt »on 4. Am Ende steht: © ebrücft 5« IBteffaw. burcfj (Safpav fiibifd;, SBogcn Sm jöt M.D.XXIIII. Auf dem letzten Blatt sind elliclae Druckfehler angezeigt3 indessen der auf dem Titel doch vergessen worden, wo anstatt: ^"vticMl, 3CtticM stehn geblieben. Man hat bisher immer dafür gehalten, dafs Caspar Lybisch mit dem Jahre 1524 aufgehört habe zu drucken, und dafs nach ihm Adam Dyon gefolget sey. Allein dies ist unrichtig. Nach dem Obigen hat zwar Adam Dyon eher in Breslau gedruckt, als Caspar Lybisch, doch nachher auch mit ihm zugleich. Es findet sich auch in den Signatur-Büchern der Stadt Breslau, dafs Caspar Lybisch den 15. July 1531. für Margareth Ho 1t zs c hr e y b e r in Bürge worden. Ohu- streitig gehören ihm also auch noch folgende Bücher zu: 1535, Äet;fer(id;et Skajejlet evobevung beä Äenigvetd)S Sunift, wie bie »ergangener Sag » on Stom, Sleaplö rntb "SSenebtg fett 2fugöpurg gelanget 1)at, ünb »on © enua ben 12. 2Cw guflt f;iel;et gefcfjttben ifi. ©ebrucft in ber foniglicfjen ffabt £3teflan> ben 28. 2Cugufli 1535. 4. 1 S3ogen. Die Vignette ist der doppelte kaiserliche Adler. Er hat auf der Brust in einem Herzschilde das Ungarische und Östreichische Wappen, ersteres mit Queerbalken, letzteres mit schrägen Balken. Darüber steht: Puö aSltra, 1536. ©oncilium. £)e§ aßetljepligjlen »nferö ^»cvtn fjervn $Pauli beS britten butcf; ©ottliclje »orfefyung 33apjl§, Süße/ Set Seftimmung tmb anfacjung beö fyeipligen ©ernennen ßoncilii, 4. £Bogen. Darunter ist von einer alten Hand geschrieben : £>tC3e§ IBudjlenn ifi gebrucEt werben ttttt SSrecjla ben 20 3Cugufli 1536. 1536, lieber ben 29. spfalm, »on 2fmbroftu§ SkoibanuS. SBrcflaw, 1536. 8. Dafs Lybisch auch noch nach dem Jahre 1536 gedruckt habe, erhellet aus einer Nachricht aus den Signatur-Büchern der Stadt Breslau d. d. 15. Januar 1539, wie folget: 4 14 Geschichte der ersten Bresl. Biichdruckerey«. „Sir Siatpmanne tc. tc. befemten, bap »or «n£ erfd;iencn bcv ©l;rfame Magister breaS SincEler Sd)ulmeijlet gu St. Glifabetl) ünb f;at gutwillig gugelaffen, bernnad; bot (§l)tbar (Safpar ßiebifd; gitror eine ©rucferep alliier angerichtet, atö er 5m an betfelben »ermög feines $lriuilegiert nicht Lintern will, alfo bap gebadjter ßafpat ßiebifd; nidt>t lateinifd) Gintec feinem SSormijfcn brmfen foll aufgenommen Skatematb cam, beutfepe ^jiStovicn unb Sermonen, welches obbemelter ßafpar Siebifd; fo gugegen fiunbt alfo angenommen l;at. £>ett 15. 5amtat *539'" 1540. £>a£ flegtidj anfud;en beS auSfd)u3 ber funff 9iibercftervcid)ifd;en ßanbe, tmb ber gürftlicpen ©rafffchafft ©ör£, »mb Ijülff onb bepjtanbt inn jrec h6d;fleu not, wiber ben wutenben Sprannctt unb evbfeinbt ber 6l)vi|ienl)cit ben Surclen, an bie Ijerrn dürften unb Staube ber ober on niber Slefien, auff ned)jtgel)altej nen $urftcntag SkontagS nad; beS nemen jarS tag, inn je|igem oier|igfien jare ber wintern gal, gu Breplaw, befd)el)en, auS »erwitligung l)od;gebad;ter Ijerrn dürften onb Stdnbe in Srud gegeben, »nb menniglid;en gu wiffen, gu erwogen, »nb gu bcper|igen genöttig, 4. 4 Sogen. Am Ende steht: ©ebrudt gu Sreplaw, tc. 1540. Wahrscheinlich auch ein Druck von Lybisch, weil Winkler auf jedes Werk, das er druckte, seinen Namen hinzusetzte. Was und wie lange noch Lybisch gedruckt habe, besonders aber wenn er gestorben, kann wegen Mangel an Nachrichten nicht angezeigt werden. 4' M. Andreas 4. M. Andreas Wingler (Vingler, Vinckler, Wingkler, Win ekler.) *) Wurde in dem Dorfe Winkel bei Eisleben in der Grafschaft Mansfeld 145g den 15. September gebohren. Wer sein Vater war und ob er auch Winkler geheifsen, oder nur von seinem Geburtsorte, nach damaliger Gewohnheit, den Namen Winkler angenommen, ist unbekannt. Er studirle auf der Universität zu Cracau, von da er 1520 nach Breslau kam und hier bei der Schule zum heiligen Leichnam Lehrer wurde. Als diese aber wegen der Pest im Jahre 1523 eingieng, wurde er 1525 der erste Rector bei der Schule zu St. Elisabet. Im Jahr 1535 den 14. April nahm er in Wittenberg unter Philipp Melanchthon die Magisterwürde an und nahm einige seiner academischen Freunde zu Collegen nach Breslau mit. Dem Rectorat stand er bis zum Jahr 1569 vor und starb 1575 den 27. Juny im 77. Jahre seines Alters. **) Um dem Mangel an guten Schulbüchern abzuhelfen, legte Winkler im J. 1538 eine eigne Buchdruckerey in Breslau an in der jetzigen Wohnung des Pro- rectors , zu welcher ihm der Rath unter dem 23. Decembor 1538 die Erlaubnifs auf zehn Jahre ertheilte, doch so, dafs er Lybischen noch neben sich dulden sollte, wie wir es bereits vorhin angeführt haben. Im Jahr 1541 den 4. Decem- ber ertheilte ihm Kaiser Ferdinand der Erste, damals noch Römischer König, ein besonderes Privilegium über einige Bücher. Der Magistrat verlängerte diese Verleihung den 30. Januar 1546 auf 6 Jahr und ferner den 2. Febr. 1549; von denen wir das von 1546, welches wir im Originale besitzen, wörtlich mittheilen, 2Bir *) S. Christ. Ezechiel Silesia literata. Tom. 1. S. 564- Mnscpt. in 4to. — Kundmanns Schul-Münzen- Breslau 1741. in 4 t0 - undPolii Tagebuch 1612. in Folio. **) Andre sind über seinen Todestag streitig und setzen den ig. April, den 28. und 29. Mai zu seinem Sterbetage an. Polius aber, als ein gleichzeitiger Schriftsteller, setzt in seinem Hemerologium den Todestag ebenfalls auf den 27- Juny. i6 Geschichte der ersten BresL Buchdruckerey» Q33ir 9?rttt)maniie ber ©tabt fSrcfflau fficfcnnen onnb ttjun Ebunnb Dffennbtid) mit biefem briue für i)bcr« meniglid) bas an S3nnS gelanget tjat Ser Grfamc SBotgelerte SOJagijtcr tfttbreaS SBinfter, " fdjulmaiffcer 3m ©. @tifa= bet alßie Semnad) mit: itne ben Sven onnb 3>oann|igiftenn tag SecembriS oorgangenen adjt onnb breiffigiftenn 3aveS bev minor, 3ql 3u auffridjtung einer neroenn Gljalcograplji onnb SSudjbrugfcvct) cttlidje feeißait arcf 3ef)enn Sar lanngf oetliefjctt, (toeidje tarntet roie Ijetnad) folget. SBiv Stattjmanne bev ftab ffitefflaro SScfennciv onnb tfytnt ftjunb ojfennbtid) mit bifem bviue für tjbctmeniglid) oot onnS önnb ungfeve nadjfommen Saß mir inn evmegung onttb betradjt fovberlid) 5m ertjebung, lob onnb aufttemen biefcö gemeinen nufccS toeldjenn mir inn allemegc jufovbcrnn fdjuC big tmnb pflidjtig fein bern ©tbarnn SBolgelertenn magiftro 2fnbrce SSinngfter, fdjulmaiftct 3m ©anet Gtifabetl) altjie, aud) auf fein bcinutigeS bi.ten onnb anfudjenn ertambt onnb »orgünftet tjabenn, baß er eine Gl)alcograpt)i aber SSiidjbrugEeret) mit gittentt tmnb aufgelefetien eiteren, bercr etlidje groben et 23nnS oorgcleget, att)ie aufridjtcnn magf. SBnnb bemnad) foldje ttjunft onnb arbait grojfcr anläge onnb anberer gemiffer 3mtt)at beborffenbe. föabenn mir ime 510 beiffemer einer befmeijmon ftellenn, f)tevgtt> bie Gr attjfeljenn onnb erforfdjenn mag, bar|u mir imc nacb) m.oglicfcit Ijetfnn mollenn, gunff^etjenn gtilben, ben ©utbenn 510 oiet ounb breifft'g grofdjenn 3um erflcnn onnb antjei ben, auf gutmidigfait reid)cn taffenn. Dtadjmaln tjabenn mir t)f)ne, mit oolgennber freitjeit begenabet begabett onnb oerfcljenn Sßun baß tjiemit roiffennbtid) inn onnb mit Erafft bi| onriferenn fcriueS 2£lfo onnb erftlid) baß mit nad) onns fepe nadjffjommene, oontt bata inn 3eßenn iaren, feinen altjie neben t)me ssudjbruffcret) aufguridjtenn evlaubenn, nad) Vergonftigcn mollenn 2Clfo baß et 510 feiner notburfft mie ime baß am befmemifien fuget onnb fdjigflidjenn bunfet brugfenn, onnb bajfelb ann 5£ag geben magf, st)bod) inn atlmegnn baß juuor all baß Senige fo er jubtufenn im millcnn onnb ootjrfafc ift, benen ^erfonen fo mir onnferS mitelS onnb fünft onnferer oorroannten alß Gognitores l;ier|it beftcllenn, onb oororbnett merbenn jituor genugfam ange^aigt onnb oorgetragenn mevb, onnß bauon alfbann mo eS »onn notljenn beridjt jugeben, beß mir aud) fßenebenn, feiner fdjigEtigfait onnb pflidjtenn, bamit er onnS oor= »oannbt, ftd; in brugfenn, ool)rftd)tig onnb g'eburlidjer rceife baß junorantmortenn ijt mollcn oertramet onnb beimgc: jtaft fjabenn, 3um antibernn mollenn mir gemeltcm 2tnbreen SJBingffler auf baß er aud; onnfer gonnft onnb gutwillig* fait mit ber tljat enntpfinnbe onnb feiner anlagc, arbait onnb Äuitnft ergc|ligfait befommen möge, gleicßcrmeife oorgunjtet onnb jmgefaget Ijabcn baß er Bot bie Sugetinb ben Sonatum onnb ©rammaticam beifamnten, Sercntium bcrgleidjen etlidje aufgelefene Gpiftcln GiceroniS onnb ben Äatedjt'fmum , fo juuor auff tiefe meife nie gebruft, tjboS fonnberlid; frei; tjabe, aufd nem onnb jirlidjfte subrufenn, onnb juuorEauffcnn Saß aud) binnenn ber 3eit bev 3et)cnn Sar, feinem ber fold)e angeljaigte büdjlcnn nad)btufenn mürbe bet; onn6, feines megcS tjeimlid) aber offenntlid) oers feufenn, aber feitljabenn fol, 50lit biefem antjanng aber, baß mir aber onnfere tjicräro oorovbennte inn foldjet bud)= lenn oerfauff nad) gelegennljeit ber 3eit, ein maß onnb 3iel fefeen fbtlenn onnb mogenn Seö 3m otfijunnb ßaben« mir onnfer ©tabinngefiegl ann biefenn brif l)engen taffenn ©ebenn ben Sret) onnb 3mannßigiftcnn tag bc§ monats Ses cembris Stacß Gßrifti onferS ^errenn onnb @eligmad;crS geburt gunfftsetjenntjunbert onnb im ad)t onnb breijfigiftcnn Sare.) Sie aber tiu faft 5m ort onnb cnbe lieffenn, baß mir imc gevud)tenn biefetbe oorlieljene freißait nad^ auf ettticl)e Sar juerlengernn onnb erftregfenn, 2flfo liabenn mit feine jimtidje biet ert)6rt onnb baß er feinem fdja« benn, fo er anfennflid) bar^m angemannb be|!er bepfer nad)fomcnn, onnb erge^tigfeit tjabenn mbge onnb inn anfetjung feines flciffeS onnb rnuße fo er bep b iugennb ttjut onnb tßun fol, S3nnb bicfelbe freitjeit nad) prem aufganng t)mc onnb feinen erben aufs nem gannßev fcd)S iar lanngf gegebenn onnb oortietjen, Sßerlcißenn onnb geben t)l;ne biefelb f;ics mit onnb inn frafft bi^ briues alles nacl) lamt onnb innehält ber oorigen oben inferirten ©ratien Sßnnb fonn: bevlid) belangennbe ben artigfcl, meld)cr oevmag, baß er miber oonn ftemben nad) einljeimifdjcn 6ud)bvugfernn, mibec btefe onnfere onnb 3ttuor oerlie^ene ©cnabe mit eingriffen ab oberfaßtung nid)t folle bebvannget merben gannß treutid) onnb of)n alles gefetjrb. Gjm orfßunnb tjabenn mir onnfer ©tabinngefiegl ann biefen brif Ijenngenn taffenn Qio benn, ben breiffigiftenn tag beS monats Sanuarp ilnnorum G^rifti X S5 @ onno im fedjfonnboiväigijien Sare, Winklers letzter Druck ist vom Jahr 1555. Zu seinem Signet führte er ein Winkelmaas, wobei oben die Buchstaben A. W '• und unten I. V. R. stehen. Er 4* M. Andreas Winkle r, 17 Er bediente sich zuerst der Cursiv-Schrift, wie sie Aldus Manutius zu Venedig aufgebracht hatte, nach dessen Exempel er auch am ersten die Griechischen Lettern einführte. Sein Druck auf gutem Papier ist rein, sauber und ziemlich correct, so dafs er dem Aldinischen wenig nachgiebt. Sein Bildnifs befindet sich auf der Bibliothek zu St. Elisabet und der Kupferstich, gleichzeitig gestochen, stellet ihn dar im..Schulhabit und einer Mütze auf dem Kopfe. Oben über dem Bilde stehet: Viua Imctgo. Viri. Clariss. M. An- dreae. Wingleri. Neben dem Kopfe steht sein Wappen, ein horizontal getheiltes Schild, im obersten Felde 3 Sterne, im untersten ein Winkelmaas, oben auf dem Schilde ein geschlofsner Ilelm mit seinen Decken und darauf zwei Adlers-Flügel. Unter dem Bilde steht: I. W, ^ R. Darunter diese Verse: Quem Pietas, Musae, Charites, luxer & abijsse Winglerum Andreain, picta tabella refert Lustra decem, tribus et bis, ludo praefuit, annis } Informcins st.udi.js , cor da tenella, bonis. Bresla dedit tumulum: patriam sed Saxonis ora, Extendit famam docta schola, orbe, Senis. Vixit annos , 76 Mort. ~V~, Cal, Junij. Ao. 1575. Nepos F. F. *) Von *) Als eine Probe des deutschen Styls damaliger Zeit, lassen wir hier einen Theil von Winklers Testament folgen: 2C n meine £ i n b e v a l ( e f « fi t, *) „Sei; bitte cucl) liebe Äinbct onb (Sibam aflefampt, wollet bog SSenige, ba§ mir fauec „wovben, eine lange Seit ol)ne Sancf onb 2Siber 2BilIen annemen ünb ©Ott omb gute Slat)» ,,rung onb fein gegen bitten, onb ettefy 23nter einanbev lieben, ben onerjogcneit Äinbern l)elf; „fett onb SKatben, onnb SbomaS ©loben geben meine tägliche £leibung onb 5Batnme§ onb „2 ©ulben. Er hinterliefs deren acht, aus zwei Ehen. Aus der ersten Elie zwei Töchter, Namens Elsa und Eva. Elsa war verheirathet an Herrn Caspar, Caplan zu Elisabeth, die andre, Eva an Herrn Velten ICrampitz, Pfarrern zu Langcnöls. Aus der zweiten Ehe zwei Söhne und vier Töchter. Sie hiefsen ihrem Alter nach: Andreas M. und Prediger zu Kaschau ; Maria, Frau des Kr.etschmers Christoph Stephans; Agathe, Frau des Schneidermeisters Heinrich Bernets; Nicolaus; Anna und Martha. Die ; letzten waren noch unmündig als er starb. Geschichte der ersten Bresl. Buchdrackerey. Von den in Winklers Officin gedruckten Büchern sind folgende bekannt: Methodus Grammatices Donati. Elementa latinae Grammatices Philippi Melanchthonis, Syntaxis Mclanchthonis cum Prosodia. Farrago Epistolarum Ciceronis } Plinii, Longolii et aliorum. Aphthonii Progymnasmata. Michaelis Verini Hispajii Disticha de Moribus. Methodus Grammatices Donati. editio II 11 ". Evangclia Dominicalia in versiculos versa, Auetore Johanne Spangenbergio. * Di vi Aurelu Augustuii Soliloquia, in Dei cum Cognitionen!, tum amorem saluberrime introducentia, Ludovici Vivis Precationcs selectiores, cum Com- mentario ad Orationem Dominica, Quibus adjectae sunt aliorum non con- temnendae meditationes. 12. 16 33ogeth Am Ende steht: Vratislaviae ex Officina Andr. Vinckleri MDXLI. W- „2 ©ulfcert. ®enn bieweil ba3 Ätnbletn meiner Socljter gejlorben, hat er eitel; nicht weiter „cmjuftjred;en. „Nunc dimittis servian tuunt in pace etc. etc. ,,In pace in ipsum dormiam, et requiescam etc. etc. ,,Nudus extractus sum ab Utero thatris, tnidus eo sub terram. Non habemus hie 3 ,civitatem permanentem , sed futuram quaerimus : Sufficit mihi Domine, tolle ani- -ynam nieam, neque enim melior sum\ quam patres mei. Securus moritur, qui seit se morte renasci Nec ea ?nors dici, sed mage vita potest. „Ego sum resurrectio et vita, qui credit in me vivet, nec moritur in aeternum. Misericordia Domini plena est terra. Im Testament setzte er seine zweite Frau, Namens Anna, eine Tochter Melchior Seidels, zur Erbin des Mobiliars und der Druckerey ein, doch an letzterer sollten zugleich die drei noch unerzogenen Kinder Theil nehmen: und empfiehlt sie dem Magistrat als Obervormund in folgenden Worten: „im günjligen Qbebenfen, baf ich ben lieben «Schulen tinb Gurer £errfcf)«ft geliebten Äin* „bern v>nb onbrer Sugenb arm ttnb reich, fowotjl ben ^rembben onb Ginbeimifd;en noch „über bie 5o ^abre lang treulich, ohne 9fut)m gerebet, fo üiel mir nur möglich, onb „ber liebe ©ott nerlieben bat, nid;t allein in ber (Schulen mit treulichem Unterricht, fons „bern jur hoben Schule öielmal gef&rberf, tinb alfo meine fümebmlidje Seit tinb 2llter tn „biefem meinem iöeruf nach bern SSBitlen ©otteS jugebradjt," 18 *53$' 1539- J54°, 1541. 4> M. Andreas Winkle r, *9 1541, 55om SttvcEem Sföer er fet), onb wie ft'd; ein frorner ßfjrij! beim ewigen yerbarm nie» feiner feeten für jme I;üten fol / #ud; wie man mit ernft, ju ©ott wiber feine (5f;rijlmorberifdje Sirannep. beten fo{. 2Cn bie ©rlaudpte ^ocfjgeborne gurfliit - onb g. 2Cnna, ©eborne »on ©agan, -fperhogin gu iOJönjlerberg jnn ©ddeft'en gur £)lfe tc. 2Tmbroft'u3 5D?oibanu3, ©ebrucft cgu 33replaw burd; 2Cnbre«m äBingf* ler, Sm jar Sft.SASj. 1541, ©ine ©d;rift wiber ben SSfircfen, ober wie ein fdjreddicf) S3i(b aup beS Siirclen Sty* rannet; unter anbern Königreichen ber SBelt in ©bttlid;er ©grifft, un3 ©hriften gtt einer Unterweifung furgemetbet, burd; 2fmbrof. Sftoibanum. 8. Epistola de Consecratione Palmarum et aliis Ceretnoniis Ecclesiasticis 3 ad Revereiidum in Christo Dominum Johannem Episcopum Nicopoliensem et Suffraganeum Vratislavienscm. Vratisl. apiul Andrcam Wingklerum. g. Ad Clarissimimi Princi.pem eundemque Reverendissimum Dn. Dn. Baltasarem a Promnitz Episcopum Vratislavicnsem Epistola Gratulatoria. Adjecta est Epistola Philippi Melanchthonis ad eundem Episcopum. Vratisl. apud Andrcam Winglerum. g. R^esolutio Quaestionum 1. An Communio Infantum quae apud quosdam ser- vatur probetur Ecclesiae. 2. An P. P. debeant mutare y cultus, cessanti- bus aut prohibentibus Episcopis aut Dominis superioribus. g. Virgilii Hang, Erotemata Musicae Practicae. P. Tercntii Comcdiae juxta doctiss. virorum recognitionem, quam diligcntis- sime excusae. g. Praefixa est epistola D. Ambrosii Moibani de alendis humanioribus disciplinis in scholis et collegiis ecclesiasticis. Colloquia evangelica duo, quibus pueriles animi exemplo Pucri Jesu ad pie- tatis Studium invitanturAuetor. Ambrosio Moibano. g. cum Praefatiun- cula Johannis Moibani ad probe indolis puerum Johannem Hessum ornatis- sime Vim D. Joh. lies so filium. 1542. Matthiae Aucti, primi Physici Vratislaviensis. fpeft 33ntcvvid;t, Selectiores Odae Horatianae. Langii Paraenesis hypometra. I.543, Evangelia Graeca. Grammatica Graeca. Epistola 20 Geschichte der ersten Bresl. Buch druck er ey. 1544- Epistola Consolcitoria scripta ad Christianos fratres, qui hoc calamitoso tempore Turcarum iyranni.de afßiguntur et opprimuntur. ß. 1544. Theobaldi Billicani Epitome Dialectices. Nicolai TVinnmanni, Rcctoris Scholae Nissensis, Dialogi. 1545» Methoclus Grammatices Donati. Edilio tertia. 3546» Laurentii Vallensis de Rebus gestis Fcrdinandi Arragonorum et Siculorum Regis Libri tres, e Manuscripto primum editi. Bonaventuri Rdsleri Grammatographia. 1546- Catechismus AmbrosiiMoibani, cum Oratione puellari Elisabetae TVingleriae. 1547» Jani Dubravii Libellus de Piscinis. 1548. Hicronymi TPildenbergii Philosophiee rationalis Epitome. Johannis Langi Carminum Lyricorum Liber. ■Compendiarii quinque •Articuli totius Christianae Catechescos Jacobi Crcllii versibus graecis elegiacis redditi. 1549» Friderici Dedckuidi Grobianus de morum Simplicitate. Farrago Epistolarum etc. editio IE«. ßineS ©rbartt Stabfö ber &ontglid;eit jtabt 93veftan> fafeung trnnb orbmmg, belan* genb bie SDtcuercr, Gjivmrievfjeeuer, ba§ (Sejtnb, Sftagb, »nb ^ned;!, Saglöner, £R6rnieifter, 33orn onb gnmtgrdber, ,£)cd|f)euec ynb ^uSbotcn. 4. 1550. Metzleri Grammatica Graeca. Georgii Fabricii Elegantiae pueriles e Cieeronis epistolis. *AHMOS0ENOT5 OFIPOS THN rbnuttg bec ^räferüattOtt, Wie man fiel) gut Seit bei* Snfection oetwa()vcn, aud; Scvid)t wie bte rechte ipcfiUentia eclannt unb curict werben foüt. 4. ? 555- 23orjlei)enbe .Örbnung. 2te 2fttf(age. Johannes Sprembergers , Äur|er unb grftnblidjct' Sei'id)t, Statt) unb >5ttffe Wibet bte $Pejhfen£ialifd)e Ävanffjeit. 4. ©emeine guvpit auff bie Montage onb groffen Seftett bttvd)S Saf)V. 4. Diese Breslauische Kirchen-Agende ist vorher bald zu Anfang der Re- formation in Breslau, zu Wittenberg durch Hans Luft gedruckt worden. 2| Bogen. Professor der griechischen Sprache am Gymnasio zu Breslau gewesen. Aber Herr S tro- bei beschuldiget sie mit Unrecht einer Unrichtigkeit, weil Staphylus allerdings von i55o im July bis i 552 Professor war. S. Martini Hankii Propagatores Eruditionis n nie ad annum usque 1760 continuatos Fol. 8. wo es heifst: dimissus abiit. Diese Oration beweiset unwidersprechlich, dafs er wirklich Professor Linguae grae- cae gewesen, bis er in einer Krankheit das h. Abendmahl sub una specie von dem Praelaten ad S, Matthiae empfangen und seinen Abfall öffentlich bekennet hat. IL S. 6 5. Crispinus 22 Geschichte der ersten Bresl. Buchdruckereyv c 5. Crispiiius Scharffenberg. *) < oy-ux-o/tx« »i- >>-a\a\ov> > ahrscheinlich ein Abkömmling der Scliarffenberge, die lange vor ilim und zu seiner Zeit in Cracau druckten, von denen Matthias, Marcus und Stanislaus bekannt wurden. Crispin Scharffenberg übernahm und kaufte die Druckerey nicht vom Rector Winkler, wie man bisher immer geglaubt hat, sondern legte vielmehr eine ganz neue an, wie aus folgender Stelle eines Privilegii erhellet, das nachher George Baumann d. d. 26. Januar 1596 vom Kaiser Rudolph dem Zweiten empfing r „©emncid; mflofsetieö 1553 SavS ynfcre yorgeljenbe Siaffjmönne alfjt'er ben Grbalpm yttb „$i:nfiretd;en Grifpinum ©d)arffenbcrg fceligen ynb (eine Guben, Snfonberer betrad;>= „tuug, ba§ er nit mit weniger £0?üf>e ynnb Sinfojlen ynnb ©avlagen, eilte ®ruf= „ferep atyut angerichtet ynb ins? Söercf gebracht, mit einem [onbern ^rioilegio ynnb „Sefreiu g begäbet ynnb USorfet)cn, irridjeö er ftd) auch nnnb (ein ©ol;u ^»annp „yov männiglicf)en yngepinbert gebraucht tc. Folglich druckte er eine Zeitlang mit Winklern zugleich; oder dieser iiberliefs ilim nachher auch zugleich seine Officin: denn es ist uns nicht möglich gewesen, einen spätem Druck als den vom Jahre 1555 aus Winklers Druckerey aufzufinden. Scharffenberg sorgte für gute und reine Schriften; sein lateinischer Druck ist besonders sehr sartber. Zu seinem Signet hatte er einen rauhen Felsen oder scharfen Berg nebst den Anfangsbuchstaben seines Namens C. S. Er starb den 12. December 1576, als er sich in der Badstube auf dem Sande in eine Wanne gesetzt, am Schlage und wurde auf einem Wagen todt in sein Haus auf der Altbüsser Gasse gebracht. Die merkwürdigsten seiner Drucke, soviel uns deren zur Iland gekommen, waren folgende: *555* *) S. die vorigen Quellen. 5. Crispinns Scharffenberg. 23 1 555* ®' n ^d;lcftfd; ^inge Sftcljlein au§ ©ottlidjer ©dfrift jufammengetragen butdj Salen= tinum SSvilter oon ©ora, $farrl;errn gu $)antenau im 9iimptfanbtl;ierung bitrcp Sodann @egferwi| gut Seit gu Sreplaw Sved;nen = 9)?etfler auffgefefct. SveplaW. 8. 5565. Christianismus , b. i. fttrlje onb einfeltige Sefd;reibung ber «paubtflücfe 6l;rifllid;er SReligion, für bie einfeltigen gejMet onb gufammengettagen oon ©eorge SJotp, «ipoffptebigetn gu Stieg in ©d;leften. Srefölaw, ö, jo Sogen. Geschichte der ersten Bresl. Buchdruckerey. 1565. Stcplcntifcbe ^»oc^jeit £>rbnung. 4. 1566, ©in Sitgefang ju ©ott Safer, GS'S Gt)vijto »mb errettung feinet »erben ©prijlenbett wtber ben SEürcEen. (Seinen lieben Ätrcbfinbcrn gefiel* let, buref) 2)?. Soacfjtm ©ped;t berer »on ©top ©logaw $>eebiger inn ^Jroftaw» 1566. 8. x Sogen. 1566. GljriftlicfyeS ©ebet wtber ben Büreten 8. x Sogen, 1566, Gin ember Gf)tifilid)e5 ©ebet wiber ben Surcf'en 8» 1 Sogen. 1566. Sefanbtnup »om ^eiligen Sadjtmat bed 4?Grten 54i>®f u G^SiS^S. Silemanni 4)epl;uftj, ber ($d;rifft £>oftor. 2)araup 31t lernen, waö ein Gl;rift »om •£>od)Wirbigen ©acrament bed Seibis »nb Slutd Gbn'fii halten »nb glauben fol. Srepl'aw. ®.£).Sr»j. Am Ende: ©ebrueft 3U Srefdlaw bitvdf) Gtifpinunt ©djavf^ fenberg. *) Hinten ein Holzschnitt, die Einsetzung des heil. Ahendmals vorstellend. 1567. SSecter Övbnung. 4. 1567. Äut|et »nterricfjt, wie man fid; jur Seit ber $ejitlen$ galten fotl. Srefdlaw 9)?.&.S.3ES53. 8. 2 Sogen. 1568. Gin ©ebet in biefen geferrlid;cn leufften in Ätrcfjen »nb ijeufern 3« fpted;en. 93teS? law 1568. 8« 1 Sogen, 15 67> *) Anm. Wie tolerant man damals gegen die Reformirten dachte, davon aus diesem Buche eine kleine Probe, „Sum uierbten zc, Sorffen »nd bedwegen auch feine Vbiquistas heiffen mit ihrem „fchanbmaut, fonbev bad Behren, ©lauben »nb befennen mir, ob wot <2hriftuö wahrer „SÖtenfcb ift »nb bleibt, »nb fein Jpcpliger Seib im efpimel broben jur rechten ©otted jtfce, „fo fan er boeb gleid)wol fein Seib t;ie auch auf Grben an eielen orten nach feiner einfes „hung »nb «orten im Äbenbmal auptbeilen, leiblich »nb wefentlicf), nicht allein bie frafft fei? ,ncd£eibed, benn er ift allmecbtig »nb wahrhaftig, fPaulud faßt, er hob Sbefum ßhriflum „mit feinen Qlugen gefehen, nad; Ghript JP>imcIfart. Sinn frag ich bie Galuiniftcn: SP Ghn« „Pud »on ber redjten ©otted herntebet gepiegen, ober ip fPaulud mit feinem Seib, jur „redeten ©otted »ber alle dpimet hinauf fommeu? SScil ber feined ip, fo folget, bad CShrts ,/Pud jur rechten ©otted pbenb, allhte auf Grben mit feinem Seih auch fein fan, 5» Crispinus Scharffenberg«, 25 1568. Steine Jnfectioris Öcbmtng. 4. 1568. D. Joh. Sprembergers Seri d;t Don smcpetlei; @e[cf)led;t bcr fPefUlentifcfjen $e= bern. ;c. 4. 1568. D. Cctsparis Kegeleri, ein nu^tidfeö unb tvbftlicfjeS Regiment, mibec bie $>e§ti= lenj. 4. 1568. *ßine SEvojifdfjrtfi ctn bie lieben Gt;vijten ju Sreölatt). Sodann ^Pfeffingen. D. 8. 2 Sogen. 1568. ©in ©efangbud; bei* Seither in Seemen. 8. J569. ®d;reib = Galenbec auff ba§ 1570. Sar, welches tffc ein Embolismalis mit tfii. neroen S9lonbfd)ein. ©ittd) Styomam fPetricouium bei* freien fünfte »nnb Gvfsnep Soctorem, gejtellet auff ben SKeribian bec Äa^fectic^en Stabt SrefSlavo. ©e= brucft ju Srefbtam, buvdj GriSpinum ©djarffenberg, 4. 3^ Sogen. 1570- Martin Ilellwig von allerlei ©funben Reigern. I 57°- Petri Vincentii ©d;ulovbnitng. 4. 1572. Hoffmanni Epicedia, 4. J 573* ©tautet Svbnung. 4. 1573. Sterne «giocfjjeitorbnung. v 1573. Sterne Soten Srbnung. 4.' 1573. Steme Reiter Ötbnung. 4. 1574. Steine ^euer Srbnung. 4. 1574. Serneuerte nnb nermeljrte Statuten Dnb SDrbnungen, 4. 1574. Gnomae sive Sentcntiae Morales tyronibus literarum praescribendac iuxla Seriem Alphabeticam collectae et Germanis verbis citra-figuras expositae a Mart. Hellwigio Nisseno. 8- 1576. ®cbü|en Örbnung im ©djüp SBerber. 4. Catechismi Capita Decem Primum Quibusdam Thematis. Deinde ctiam Col- loquiis puerilibus illustrata, Juuentuti Vuratislauiensi proposila, Ambrosius Moibanus. Accessit et puellae cujusdam Oratiuncula, in nativitate Jesu Christi publice dicta, cum piis quibusdam precatiuncuhs, Cum Praefa- tione Philippi Melanch. Recognita omnia ab ipso Authore. pratislaviae v I / * Excudebat Chrispinus Scharfenberg. 7 6. Johann 26 Geschichte der ersten Bresl. Eixohdrackerey* 6» J o Ii a 11 n S c Ii a r f f e n b e r s. rhin Sohn des Vorhergehenden, druckte schon bei Lebenszeiten seines Vaters als Compagnon desselben. Denn man findet Bücher mit der Unterschrift: (Sc; bvucft burd) Gufptnum tntb Sodann ©cljarffenberg. Kaiser Rudolph II, bestätigte ihm das Privilegium seines Vaters im Jahr 1577. Von seinen frühem Lebensumständen ist uns nichts bekannt. Seit dem 22. Sept. 1578 hatte er zur Ehe Magdalena, Sebastian Scliromms, Fürstbischöflichen Raths, Tochter. Er starb den 19. August 1586 im 36. Jahre seines Alters. Dafs sein Name noch 1588 auf den Büchern gelesen wird, läfst sich daraus erklären, dafs nach ihm noch seine Frau, als Erbin und Inhaberin der Druckerey die Arbeiten in der Officin durch Factore fortsetzen liefs. Das väterliche Signet veränderte er in einen feisichten Berg/ auf dessen Gipfel eine Flamme und in derselben die zwei Gesetztafeln zu sehen sind, mit der Umschrift: Möns acer et ardens , welches in seinen meisten Büchern befindlich ist In seiner Officin, die er wahrscheinlich zuerst in das Haus No. 400 auf der Reifergasse verlegte, das noch heut den Namen der alten Buch druckerey führt, sind die Breslauischen Statutenund Ordnungen aufgelegt worden} sowohl in Quarto als auch in Folio. Das merkwürdigste Buch, welches in seiner Officin gedruckt ward, ist unstreitig: ©cfffeftfcfje 2Bappenbuc£) Anno ChristiSalvatoris 1578 in Folio ohne Titel und einige andre Nachricht. Die Familien sind nach dem Alphabet geordnet und es befinden sich deren 782 darinnen. Die Wappen selbst sind sauber in IIolz geschnitten. Von seinen übrigen Schriften sind uns noch folgende bekannt worden: 1577* Johannes Cratonis Panegyricus Maximiliani II. 4. 1579. Prodi. Sphaera, cum interpretatione Thomae Linacri. S> I58 1 * Jctcobi Monavii Symbolum , 8- Illustris Scholae Bregensis Constitutiones. 4. 13I SSoßcn. 1582. M t Lucas Pollio. (Sieben $>rebi(jtcn bom ewigen geben ber Ämbcr ©otte§, 8. 1582. Johann Scharffenberg. 27 1582. Christophori Wintert fabrilium Silesiae {Ojficinarum et Fodinarum descriptio- nem metriccim, a Melchiore Severo denuo luci publice expositam. 4. Andreae Calagii Suggestum Magdalaeum Carmine hexametro descripturn. 4. 1582, ©cfjrcib Äalenber, auffg 1583.* Sir, £>urd; M. Petrum Slouäciüm, bei- lob- lidgcn Snioerfttct git itracfaio QCftrologum, gesellet auff bcn Slceribian bev Äajjs ferlid)en @tabt Srcfülaio. Cum privilegio Sacratifs. Rom. Caes. Majest. 4. 3I Sogen. 1584. onb 2Cltev (Schreib Äalenber, auff biö 1585. Sir. JDurdfj D. Petrum Slo- uacium, bei löblichen Snioerfitet 3U .ftracfalo oerorbnetest 2ff?rologum, geftellct auff bcn SO?eribiari bev Äai)ferlid;en «Stabt SrefSlctW. Cum priuilegio Sacratifs, Rom. Caes, Majest. Am Ende: 3n SrefsSlato bei) Sodann ©"djarffenberg, 4, 3! Sogen. 1585. *£)vei) 6l)rij?lid)e anbecfjtige (Bebet, inn biefen gefefyrlidjen ©terbenäleufften, ©oft bem 2Cttmed;tigen omb 3(brocnbung ber gegenwärtigen woloerbienten ftraffcn bev fP : e§tilen| anjuruffcn. 1580. *@ebet onb £)andfagung ber Sreplifcfjen Äird;en oor bic gnabertreicfje erlebigung bev gefd;n)inben feudje ber' fPeftilcn£, (BefMet burd; ©faiam fieibenreid; ber ,f>eilü gen ©djrift ©octorem. 1536. ßl)viftlid;e 2eid )prebigt ober bcn feeligen 2Cbfd)ieb 2Set )lanb be§ Surd)laud)figen $ocl): gebovnen Surften onb f)evrn, fierrn Georgii dpeifogS in ©d;lefien, jur Siegs ni£ onb Srieg, fo bcn 5. 3)tai) 1586. §u 9bad)t jwifd;en 11 onb 12 ber 1[;'a(s bcn Sl;r ju Srieg in ßfrifto feeliglid; entfd)taffen , exTextu 1. 2d)e{f. IV. 13 18. gehalten von M. Laurentio Starck, SftrfH. Sriegi[d)en fjoffprebiger onb ©enerat = Superintendens. Srefölaio. 4. 5 Sogen. 15S/. Laurentii Scholtzii M. D. Hortus Vratislaviae situs et rarioribus plantis con- situs, carmine celebratus, cum Catalogo botanico. Vratislaviae. Cathedrälis Ecclesiae Wratislaviensis Statuta Synudalia antiqua, item Acta et constitutiones Synodi Dioecesanae Anno Domini 1587- *) ©infdltiger onb grünblid)ev Serid)t toarumb auff biefem Simmertal fo oiel 2öef)flas genS Stotb onb Sdl;rlid)feit in beuffci)en Serfd;en, oon SDi id;«cl Steingart bem ältem oon ^jaffurt, 9)tittbürgern in Sreflato. Sreplaw 1587. 8. Statuta et decreta antiqua S. Ordinis Praemonstratensis. 1588- 4- i2£(pl). 4 S. 1589- Laurentii Scholtzii Med. D. Aphorismorum Medicinalium Sectiones octo Vratislaviae 1589- per haeredes Joh. Scharjffenbergii. *) Viele Ezechiel. Silesia litt. Tom. j. p. 4 2 7- p- m. io3. N. X. 28 Geschichte der ersten BresL Buchdruckerey. 7. George Bau 111 a 1111 der Alte r e. "Ward 1564. in Erfurt geboren, woselbst sein Vater, gleiches Namens, ebenfalls Buchdrucker war. Wenn er nach Breslau kam, haben wir nirgend auffinden können. Im Jahr' 1589 heirathete er des verstorbenen Johann Scharfenbergs hinterlafsne Wittwe, die schon genannte Magdalena geborne Schromm, wodurch er Eigenthümer des Hauses und der Druckerey wurde. Ausser diesen wenigen Nachrichten aus seinem Leben ist uns nur noch sein Todestag bekannt. Er starb im Jahr 1607 den 9. März im 43. Jahre seines Alters. *) Nach seinem Tode wurde die Druckerey von seiner hinterlafsnen Wittwe, theils unter dem Namen George Bau mann, theils der Baumannischen Erben fortgesetzt, bis sie der Sohn des Verstorbenen im J. 1618 übernahm. Sein schöner Druck und Verlag fand grofsen Beyfall, so dafs seine Pressen nie müfsig waren, obgleich damals zu Öls, Neisse, Görlitz auch gut bestellte Druckereyen sich vorfanden. Überhaupt war er ein unternehmender Mann, der viel für den Flor und die Verschönerung seiner Officin that, zu welchem Behuf er auch eine eigne Sc hrift gie s s er ey-anlegte. Vorzüglich berühmt ward seine Officin durch folgende Merkwürdigkeit. Aus ihr gieng der erste Arabische Druck nach Deutschland aus, zu einer Zeit, da nur in Rom, Paris und Leyden Arabische Lettern anzutreffen waren. Der nach- *) Nicht 1610 wie Stief im Schlesischen Historischen Labyrinthe S. 533 und aus ihm Kundmann in den berühmten Schlesiern' in Münzen S. 4L) wollen, sondern an obigem Jahre und Tage, wie sowohl das Todtenbuch zu St. Klisabet als auch die Leichenpredigt, welche M. Caspar Wolfahrt George Baumann dem Jüngern den 5ten Januar i65o zu St. Barbara gehalten, bezeugen. Noch finden wir von ihm angemerkt, dafs er 1601 im Zwinger König ward und an den Vogel daselbst eine Medaille mit seinemSignet verehrte, welches ein ausgebautes Haus vorstellet, vor welchem ein Mann mit einem Winkelmaas stehet mit der Umschrift : Georg Bawmann. Typographus MDCI. Auf dem Revers steht folgendes : Audi, Vide, Tace, Si Vis ViVere In pace. % „ ,/•. / y. George Baumann der Ältere. 29 nachmalige Rector des Elisabetanischen Gymnasii, Petrus Kirstenius, PJiilo- sophiae et Medicinae Doctor , liefs nämlich diese arabische Lettern auf eigne Kosten giefsen, als er aber 1616 nach der Schwedischen Universität Upsal berufen wurde, nahm er sie dahin mit und vermachte sie nach seinem Tode der Universität. Inder Zuschrift des ersten Theils seiner hier gedruckten Arabischen Grammatik an den Rath der Stadt Breslau freuet er sich aufserordentlich, diese Ehre seiner Vaterstadt eigen gemacht zu haben. Von Kaiser Rudolph dem Zweiten empfing Baumann 1596 ein Privilegium, welches wir hier von Wort zu Wort hersetzen. QBiu Stubolff bcu Jtnbeu SSon ©ctteS ©naben ©uwetjltcu Stomifdjeu .Stjaifeu 3u alten 3citen SOlefjreu beS 9teid)f in (Sermanien 31t jungem sgctjaimb Satmatien Sroaticn tc. Äbunig ©r^fpeubog gu Oefleuteid) Stargguaff ju 3föürt)ern, eS?eu|og ju Sudenburg unnb in ©dftefien, ffltarggraff ju Eaufifc etc. SScEennen unb tt)un ftjunbt Seber= mdnniglid) , Stacpbem uns ©eotg SBaumann )Bud)brucfeu in unfeu ©tab fprcplaw gepetfamblid) berietet, wie baS eu nad) tbbticfjcm abgang weitanb 4?annfen ©cpgrffenbergS fcic 83ud)brucfcrep bafelbft mit benen Itnno 3map unb gunfjig burd) bie Katpmanne ju fpreplaw befdjepnicu ffiegnabungen, onnb unfercu 2Cmio ©ieben unb ftcbenjig bauauf.erfotg» ter Confirmation, burd) frdftige äkrtrdge an fid) bradjt, nidjt weniger and; alfo fein SSorfatjr uon Spnen bot Slatpmannen 511 fpreptaw ein fonberbatjres Privilegium unnb grepticit erlanget, wetdjeS uon SBort ju SBcvt alfo lautet: SSir Sfatpmanne bec ©fabt fpveplaw, befennen unnb tpun funbt offentlid) fjicmit uor Sebermannigtid), Semnad) uerfteffenes Saufent gtinf epunbert unnb brei) 011b gunfjigfien Sars un r ere uovgepenbe Dtatbmanne attjicr ben ©tbaprn unnb Äunflreidjen Grifpinum ©djarjfenberg fertigen unb feine Guben, Sn fonberer SSetvadjtung, baS er nit mit weniger müpe unnb SBnfoficn unnb Sartagen eine Srucferep altpiu angeridjtet, unnb ins SBevE gebrad)t mit einem fonbern Privilegio unnb SSefucpung begäbet unnb SSotffpen, weld)cS fid) aud) er unnb fein ©ot)n epamip uor män= niglidjcn ungetjinbert gebraudjt unnb aber biefe beibe fperfopnen mit SEcbe ffierblidjen, bie Srucfcuep aber uctmbg aineS fvejftigen SBetjfen SSertf ags an ©corgium SSaumann unb fein i|igeS ©tjeweib SOJagbatena fomben. Sarauf unnp bantt nun ermelter SBauman altes gepovfambcn ulcifeS erfudjt unnb gebetten, weil er fotdje SrucEerep mit anbern newen fdjbnen fdjrifften altertet) ttrt 31t uermeljren unb ju ffierbeffetn gebadjte, bap wier Sneti, bamit fein miit) unnb SSn» f.(teil nit uergebens angewenbet würben, anbere aud) burd) Sbuett aigennuß Sme an foldjem feinem nü(>tid)en S3ctv tjaben unnb arbeit nit ainigen ©inpatt unnb epinberung beifügen modjten, gteidjfals mit uebenneifiger SBefrepimg unnb Immunitet bebenden unnb uorfetjen motten, weit wir bann fotd) anfcpnlid) unnb nüplid) wert bitrd) wetdjcS alle gutte Äfinfte unnb anbere nüglidje fadjen bem SOtcnfdjtidjen gefd)ted)te an Sag gegeben unnb beforbert werben, fo uicl an uns ift, ;u befbbem unnS fdjutbig unb willig befinben, 2Clp paben wir nad) Zeitigem SSorgepabtem Statte unferer fficrorbnetcn ©djoppen Sme ©eorg ffiauman foldje befrepung gteidjfalts mit ttjeilen S5nnb jutaffen wotten, ütlfo unnb bergeftalt, bap wir, unb untere nad)fommcnbe, aufferl)alb feiner S3ud)brttcfcrep faine anbere Sematifien anjus rid)tcn ober Sme sti uerfang ft'd) berfelbcn ju unterfangen uerftatteu wollen, fonbern @r mag fid) berfelben feines gefallenS 3u feinem unb ber feinigen nub unnb bejfcm uerweigcrlidjen gcbraitefjen, bod) bap er fid) in atlwege bein feinen SSurgertidjen Q3fiid)tcn, bamit er unß SSerwannb ber Famos fdjrifften bie Sme s" bruefen gegeben werben mbdjtcn, tjeimBUcf) unnb offentlid) su bruefen enibatte aud) unnp ober unfern ug>icrgu deputirten fperfobnen beS was Sme olb)ir ober uon frembben orte jn bruefen uorfombt inn allewege c^e unnb 3u»or cp ins SKerf gerid)tct wirb 23or= bringe, Itts bann wir Sbwe, wep er fid) 51t uert)atten t)aben wirb Drbnung geben ju woltcn wiffen. ©teibbergeftatt weiten SBir Sme aud) uergunft unb jugetaffen paben, bap er für bie ©emeine ©tubicrcnbc Sugent, altertcp fdjütbü: d)er unnb Sractettein atp ben Donatum unnb Grammaticam bepfammen fo wotl Tercnty Comcdias urmb e|tid)e auffertefene Epistolas Cicerois, fo wol ben Cätechismum unnb anbere, fo ber ©d)ulrn notturfft erfo= bem würbe in ber bequemften govm, wie cS ifjme am beften gelegen brwfen unnb ju feilem Eauff fe^en mbge, bar= R « ,l - 5o Geschichte der ersten Bresh Buchdrackerey» on'Sme bie l)itigen nnnb anbete SSudjfflfjtet feinen einhält tf;un, »ict meniget Snen mit frembbcn Exemplarien 31t überführen, ober biefetben albir ober fonften in nnferet Jurisdiction 3" netfauffen nnnb ju distrahirn befugt fein folleti, bod; bap et mann et aus obgebadjten fhufen, map btucfen roilt, fold)c§ ben S5ud>fu^rerh, bamit fic ftd) in betfelbcn materien mit ftembben Exemplarien 3ut »nnot nicht belegen, anjaige, ©ie aud) in beut Eauffe, »bet bie gebüßt nidjt nbetfe|e, babej er bann and) ju feinem fetbft eignen beffen batob 3U fein wirb roiffeti, bamit aücg nnnb Sebeb fo bein feiner Officin ausgebet Correct nnnb fleifig ncrrid;tct fainer SSorfiditigfeit gefparet «nb aüertjanb 33erbad;t nnnb SBnridjtigfeit üerbüttet metbe. ®argegen bamit et folrfjet feinet 501üt)e aitie ergb^ticljEeit h« 5 ben, nnnb SSnfetn gutten Sßitlen im SBercf fpuren möge, b a l ,en mit nnp babin erflaret, bap et foletje gebtuefte S3ud)ct fampt bem fpapirfauff nnnb SSauben gelbe tnn nnb jroifd;en ben gahrmdreften 3ohlftet) aus nnb einzuführen, nnnb feil 311 b<>ben befugt fein folle IClleS treulichen fonbet ©efdi;tbe, 3u S3f)rfunbt h«&en SBit nnnfet ©tabt Snfiget bitauf btucfen baffen ©eben ben 2Cd;ten Sag beg SOionatS tlugtifii; St ad) et;rijti ©eburth im gunfjebenbunbert Steitn= ^igften gare, Sinnb nnp barauf in »nteptbänigfeit .gebetten, meit 3me non efclidjen allerlei; ©ingtijf, gnfonberheit bet ©alenber nnnb tlllmanac!), bie et mit gtoffen nnfofien non ben ©ractifdjen nnnb anbern Astrologen altem Stand) nadj an ftd> bcdd)te, fcefcfjebjc, bap Söit nid)t allein mehrgebad)tef bet non preptaro gegebenem Privilegium 3U Confinniren, fonbetn 3me aud; meitete ©naben aus Äaiferlid;er mitbigfeit genebigjl mitzuteilen getul;en motten. SBann 2Bit bann nun gnebigft angefeljen fein bemuttige nnb nleifige SSitt, aud) betrad)t baS gutte nu^ticfje SBetcf, fo 3U gutter g>olicev> nnnb Dtbnung bienet, fo mol aud; bie not 3ne cinfommenbe Inter- cefsiones, 2Up t) f n mit mit norgeljabtem seifigen Statt;, nnnb 9ted;tem Ssiffen mel)tgemeltem ©eotge Saumann, follid; fein non bem Statt; zu ptcplam habenbeb nnnb fnrinne inserirtes Privilegium nicht allein in allen SBorten, Runden, Staufetln nnnb 'ilrticfcln Confirmirt nnnb beffetigt, fonbetn, ihwie aud; nod; ferner bie ffreiheit gege; ben nnnb Sertiefjen, bap gme fain Sudjbtuifet nnnb ffiuchfiihter, bie OTmanad; ober Salenbet fo moll Richard) Bartholin; Austriadum libros, Item Conradi Celtis, Casparis Ursinj Velij, Georgij Logi, mctdje er mit fonbertichen .Soften erfauffen nnnb erlangen mitrbe nidjt nadjbrucfen nnnb gme 31t fdjaben einfuhren folle, SBo ftd; aud; atn fformfdjneibet ober SStiffmaljlet neben feinet ®tucfctep 3U preptam rofttbe eintaffen, bap berfelbe fairt aigne prep ober SSuchftaben, bataup bann allerlei; SSnrath mit fd;mad; Sieben, nnnb anbern fadjen, bie gme 3ue; gemepen metben mod;ten erfolgen mürbe, nid;t t;alten, fonbetn ba fte non gigureit ober ©djrifften map in ®rucE »etfettigen mollen, feinet Officin fid; gebraudjen fotlcn; Confirmiren nnb beftetigen Sme beinnacf), follid; fein Privilegium, fambt benen barinne begriffenen nnnb ob angebeuten SSegnabungen alp Stegierenber Äljünig 31t SSe; Ijaimb nnnb Dbetflet eperljog in ©d;tefien tjtrmit miffentlicf) in ©rafft bip S3riffö. SOtainen, fc^en nnnb mollen, bap et atfa berfetben nnfet Confirmation nnnb gegebenen (Begnabungen non mannigtid; nngefjinbett geniffen unb gebrauchen foll nnb mag, ©ebitten barauf allen nnb 3bcn nnfern S3nterthanen, map SBfirben, ©tanbeS 2lmbt§ ober Sßefcnp bie in nnfetm Äijftnigneid) SSetjaimb nnnb beffelben Incorporirten Canben fein, aud; nnfern Dbetn nnnb anbetn £aubtleuten, 3nfonberl;eit allen SBudibrucfern gormfd;neiberu nnnb Sudjfuljtern, bap ©p offtgemelten S3auman bej biefet nnfet Confirmation nnb nemgegebenen grepijeit gerul;iglid) netbleiben (äffet, bei; nermeibuirg nnfetet fdjroercn ©traf nnnb nngnab S3nb einet ipeen giinff Sltarctt; 86tigeg ©otbe§, bie ein gebet fo offt ©t bats mibet t)-onbelt, l;alb in nnfet fammet nnb ben anbern tl;ail mci;rgemeltem ffiauman nnnachldftid; 511 bejahten nerfat; Jen fein foll, baä mainen SBit ©rn(ilid;, 3u nrfunbt mit nnfetm Äapferlid;en anhangenben gnfieget netfertiget, ©eben auf nnfetm Äh&niglichen ©d;lop Prag: ben ©cd;b nnb 3roanhigften Sag beS SKonatä ganuatp. Stach ®bri(tj nnferS Sieben Renten nnb ©eeligmadjetg ©eburth gunf^ehenl;unbett nnnb ©ed;p nnnb Stemi&ig. SBnferer Stciclje, beS Storni; fdjen im 2Cin mtb 3manhigften, bes ^>ungerifd;cn im S3iet nnnb 3man|igjien nnnb beä S3etjmifd;en aud; im Kin nui ^tnanjigften Saht, m u t> 01 f f. Ad mcindatum Sacrae Caes Müs proprium Zöllner, 7. George Baumaiin der Ältere. Nach Baumanns Tode suchte seine Wittwe eine Erneuerung; und Be- ö statigung dieses Privilegii bei dem Rathe zu Breslau nach, die sie auch den i. August 1612 enrpfieng; worüber ihr Kaiser Matthias d. d. Linz d. s, Jvlay 1614 die Confirmation ertheilte. Von seinem Druck sind uns folgende Schriften bekannt worden. 1690. M. Andreae Calagii, Duo Epithetorum Tomi, ille propriis nominibus hie appellati- vis adjiciendorum omnium. Tom. I. in Folio. 3 Alphabete. 5 Bogen. 1591, 25er ATnv )ferltcf)en ©tabt 33reßlaw föometverte ©erid^tö SDrbnung ünbfProceff. Anno 9J?-2).LXXXxr. Am Ende steht: ©ebrueft in ber Äaiferlidjen ©tabt ISreßlam, burd; GBeorgium 23aümann, 5. ~5m Saßre 1591, in golio 23^ 35ogen, 1591. SDer fPfalter ©efanggroetfe, in oerftanblidje beutfdje Steinte, ünb auff aHerlep ünb fn unfern ■Kirdjen gebräuchliche Sßon ober SDlelobepen gefegt ünb in 2>rucf verfertiget, burd; 3oad)im ©artorium, ßantorem ju ©cfweibnifc, SSreßlaro in 8- 1 2Clpl)abet. 6 Söogen, 1591. Sententiae Salomonis Juxta Hebraicam Veritatem Summa cura redditae. Authore Philippo Melanchtlione. Vratislaviae In Officina Typographica Georgij Baumanni, I. 1592. Hortus Doct. Lavrentii Scholzii Medici et Philosophi: Qvem ille colit Vratislaviae situm intra ipsa Civitatis Moenia, celebratus Carmine , M. Andreae Calagii Vratisl. Vratislaviae in officina Typographica Georgii Baumanni, I. Anno Christi 1592. in t^t.o. 2§ Bogen. i5g3. Arithmetica historica, bie löbliche 9?ed)eiifunfi bitrd) alle ©pecie3 ünb üorne!)mße Siegeln, mit benftuurbigen dpißortett ünb Stempeln erflaret üon ©igiSmunbo ©ueüo. ffireßlaw 4, 1 Itlpßab. 172 Sogen. J593- 59t- fOtartin Dellwig üon aHerlep ©tunbenjeigern. 4. (©ielje Crisp. Scharffenberg unterm Sa l)r 1570O 1593. Oratio de divo Joanne Baptista , a Jona Hempelio Falcoberg. Silesio, versibus keroi- cis. Vratislaviae. in ffo. 1593. (Eigentliche 33efcßreibimg be§ großen ünb ungeheuren fjageld, weldjer 51t Stamaiam in ©eßk; fien ben 15. Sunp biß 1593 3aßre§ mit großer Skacßt ünb 2tnjal)l gefallen, ünb an ©e> trapb, 23ieh ünb IDäcßern großen ©cßaben getßan. Sreßlaro in 4to. 1594. In Laurentii Scholzii Med. Vratisl. Hortuni Epigrammata Amicorum. Vratislaviae in 4fo. 11 Bogen. 1595. Astrolabium Tetragonum. (Ein üierecfeteS Astrolabium ein fetne§, nußlid;e$> Instrument, 3n welchem fdjone Astronomische Obseruationes begriffen fein, üor ben gemeinen 9Jtan, ©0 aud; 51t ben Astronomischen Ätutßeti, eine luft ünb liebe tveget, faß lufng unb Utblicfy, auff O-" Geschichte der ersten BresL Buchdruckerey. öüff ünferg Poli Arctici Jpofyc / 51 grab, 10 intnut.t gerietet. 2fa§ einem alten gebeffevt ünb gemeldet ©ureb 3ad;ariam Sornman, SUuminiften jit Srefgla». ©es brudt 51t Srefgla», burd) ©corgium 23a»man 2lnno 1594. 4- 3 Sogen mit einer Äu= pfertafel, *) 1595. Sulianifd) ünb ©rcgorianifd), b. t, 3C(t ünb 9te»er Numeration ©cfyrcib ©alenber, «uff bag Stylt 3al;r fo geltet wirb nad; ßljrifto Sefu ünferg Jfjerrn ünb Jpeilanbeg ©eburt 1596. burd) St)riftopt) ©arcepfjalum. 4 Dedicirt jfperrrn 5oad;im 9Ml ;an gve^etrn üon 53ar; tenberg, je. 1596. 9?c» ünb 2fffer OTmanacb ünb ©d ?retb;©alenber ic. beg 1597 Safyreg. in 4 t0 - dedicirt «fjerr efpaubtmann ünb Sfat^mannen ber ©tobt Srefla», 1596. Astra 2flle Silber bog Rimmels, fanupt beren ©ternen örtlich in Äupfferfticf) gcbrad;t, burcl) bie Longitudinem ünnb Latitndinem barbei; öud) bie Magnitudines, ünb »te man bie ©lernen ünb Silber beg Rimmels burcl) ein Snftrument leidjtlid; erlernen fan, 2l(Ien Sieb' tjabevn ber Astronomiae bienfllid;. ©urd) Sadjatiam Sornman, Slluminiften ju Srefsla». ©ebrudt ju Srepla» bei ©eorgto Samman. Anno Domini MDXCVI 4. 2 Sogen imb 23 Äupferfofeln mit ©fernbilbern. , 1596, Sorreben ünb Sefd;lufi über bag erfte £l;eit ber heiligen Sibel, nefmtlid; über bag 2£ttc Scj ftament, geftellet burd; grancigcum Sterling, golto- 1596. Sorreben ünb Seftyujj über bie ©apittcl beg Sternen Segtamentg, gejleHet burd; granciScttm Sierling. golio. 1597, Ercve seel exquisitum vereque Philosophicum Judicium, doctrinis mysteriisque variis refertis Excellentissimi Philosophi et Medici. D. Joh. Montani Strigoviensis Sdcsii de vera nativa omnisque artis et fuci experte Terra Sigillata ibidem per divinam gratiain a se inventa, pubUcatum nunc in communenn Christiani orbis vtilitatem et m lucem datum cura et ftudio Senatus Strigoviensis. Vratislaviae 4. 3 Bogen. 1597' "Jachariae Tlerrmanni Sententias ex Patribus collect as. 1597- Compendium dialectices traditum in schola Wratisl. ad D. Elisabetae a Clarijs. T/ro M. Petra Vincentio, Rectore cum praefatione Autoris. Wratislaviae in 3- 6 Bogen, 1597. Andreae Calagii Synonyma Lat.ina vocum phrasiumque orationis, tarn prosae, quam ligatae, ex classicis selecta Autoribus. Accejserunt et voces atque Phrases Polonicae. Vratislaviae. g. I597- M. Andreae Calagii Latina Vocum Phrasiumque optimarum Synonyma e quatuor dun- taxat Autoribus, Plauto , Terentio , Caesare , Cicerone. VratisL 8- i3 Bogen. 1598. *_) An merk. Die erste Ausgabe ist i584- in Breslau gedruckt >yorden, wie Ezechiel in seiner Silesia literata Mnspt. erwähnt. 7« George Baiimann der Ältere. 53 2598- Johannis Metzleri Grammatica graeca , cum veteri pracfatione ejusdcm. Vratislaviae in 8- 13 Bogen. •1599, Äur|.er Seridjt, SBie man fiel} in tiefen ©terbenSleuffen, mit © ebcaud) ber " Kv^nep üevbaE ton foIT. ©ebrudt ju Srefsilam, burd; ©eorgium Sammann. 5m Satyr 3Jl £).XCIX. Am Ende steht: ©iefer Äai;ferlid;cn ©tabt SrefOlaw, bcfialte Seibarste. ©i;gmutt 22oi;f[et D. ßafpar spacftjfdty, D. in 4t°- 2 d Segen. 1599. ©ieben ?>rebi3tcn üont ewigen beben bei - Ämter © otte§, gehalten üon Luca Pollione. 8. 1 Itlptyabet. 3 Sogen. 1599* © etyone ünb embeetytige ©ebete ben Äranfen ünb ©terbenben fürjufpred;cit üon 3ad;aria5 djevr mann 8- 17 Sogen. l6co, Joh Turnovi Rcliquiarum. 8- iöco. Wi. Suca§ 2Batttyer§ Seietyprebigt beim Segrabnup jtyerrn 2£bam üon Sleibnity ünb Statten, färb ben giften Dctober 1599- ex Psalmo XIII. 4. 8 Sogen. 1600. Duodecimo Domiciliorum coelestiiun Tabula nova diligentifsimo calculo suppotata er Cliristoplioro Sarcephalo. 4- iöco. ßtyrifopty ©arceptyalueS, 9tcw ünb Sltte r Nume ratio n s Sflmanaety aufa Satyr iöor. 4. ©e? bieirt an Jpevrn Gonrab ©aurmann üon ünb auff Seltfcty ic, 1600. ©epelben Mmanad; aufs Satyr 1601. 4. äebicirt an ^ errrt Abraham Sencfwi| £ aubfr mann ünb SbattyS Gltifen. 3601. Diew ünb Hilter Numerations tHtlmanacty aup Satyr 1602 burd} Christoph Sarcephalum Sil. L. C. et Mathem. Stud. ünb üerortnetett Bibliothecarium bei ber Äirdje ju ©t. SSJlaria Sttagbatena in Sreptaw. 4. £>. £errn Gonrab ©ourmann üon ünb auf Seltfcty. 1602. Set Äawferlictyen ©tabt Sreftaw gewer Drbnung, 2tuff§ 9tew ümbgefevtiget ünb gebefert. Anno MDCII. Am Ende: ©ebrudt in ber Äaifettictycn ©tabt SrefSlaw burd; ©corgiunt Sammann. gm Satyr 1S02. golio. n Sogen. 1602. Gtytifopty © areeptyatu6, 9tew ünb Ulter Numerations 3Illmanad; ünb ©etyreib Galenber aup Satyr 1603 4- Set. Jpcrm Jpaubtmann ünb Stattymamten ber Äat;ferlid;en ©tabt Srcflaw. 1603. ©efelben ©d;reibcalenber aup Satyr 1604. © et. £errn Sotyatm ©d;wabe üon Sud;en auf Sncrifen, SiattyS © ttiffen in Sreftaw. 3603. Siedjenbüctylein auf allerlei; dpanbttyierung- Surd; Sotyanu ©edgerwity, jur Seit ju Sreftaw Siectycnmeifter, für feine ©ctyüler, orbentlicty auf§ einfältigefl gepellet. 3Iup new mit fletS gebefert ünb Gorrigiret. 2Cnno MDCIII. Am Ende; ©ebrudt su SrefSlaw, burd; ©cor? gium Sawmann 8. 3 Sogen 7 Slatter« 9 1603. Geschichte der ersten Bresh Buchdmcherey» 1603. Lucas Pollio 00m jungften ©ericbt Sellen Raffen $rebigfen ICnno 1580. 2Cudf; Oon ber Jpoffe 2 fPrebigten i. S' 1579 gehalten, au§ bem redeten Original ip jum anbermal in 2)rucf gegeben. 8. 1 2tlpl)abet 4 Sogen. 1603. ßebr 5 Sroft 5 SBntnung s Seicht s unb ©ebetbüc!)lein für bie Sugenb unb gemeinen Seute jus fammengejogcti burcl; gtanpciim Sterling 8- 1 Alphabet 6 Sogen. 1603. Son ber ©roffen Conjunction SDbev 3itfantmenfunfft bev ber;bcn SDber Planeten Saturni onb Jovis, welche wiebevuinb nach ocvlaupnen XX fahren biß l)erjunnl)enbe Sahr Sl)tiftt MDCIIII mit angel)enbem evjten QMitifdjen Seil, nemlid; mit beS 2öintcr§ Anfang, im gerorigen Sriangel geflieht;- Son berfelben ^)eriobifcl)en onb fouberbaven effect onb SBirs fimg: 2£uch bemeben oon anberler; Sofen Constellationen, rairdenben ginftevniffcn, onb dlerbanb Snfaden bemelbten 3ahre§: Jpiprifcher onb 2£ftrologifcher Sericht £)urd) M. Jaco- bum Günther um Celichium S. Med.- et Mathematic. ©ebrudt Jtt Srefblara, blll'd; ©eorgium Saramann. 4- 2t Sogen. 1604. ©)ripph ©atcephalr Schreib sGalenbet auf» Sal)f 1605 in 4 t0 - £>cb. Saniel JSpefeler auf 3)olefomih 9iath§ Serwanbtcn. 1605. Sarcephali 9?ew ono 2t(fer 2£tfmanad; onb Schreib ßalenber aup 2>ahr i6c6 4. £>eb. JPjervrs Johann ©eorg oon 3ebli| auf SDlerhborff onb Slumenara. 1605. @inc§ ©rbarn 9tafhe§ ber kaiserlichen onb königlichen ©tabt Srepau, Smgefertigte ©apn? meifler onttb Sara; foraoht ber SJtäurer, 3immerlcutc anbevn jum Sararaefcn gehorenben Sßerdleufe, £>rbnungen Anno MDCV. Am Ende: ©ebrudt ju Srefblato, burch ©es orgium Sawmann. 5m Saht töog. in golio. j t Sogen. jöoöv Sarcephali Schreib ßatenber aup 3'abr I 6o7 in 410.- Alimerk. Diese Calender sind bis 1522 hier gedruckt worden und werden in den folgenden Jahren nicht mehr mit aufgeführt werden. 3607. M. JOHANN. PARlTI. Diaconi ad D. Mariam Magdalenam, Breslae Silesiorum, Symboluni: Fiat Divina Voluntas. Ex Christi Salvataris gßmitibus T nee non Ex ejusdem praeeeptis Oratoriis et salutaribus institutis formatum: Piis amicorum me- ilitauonibus, diver sis carminum generibus efformatum : Centuria Prima conforma- tum. Anno N0L0 : sl non Vis MoDcrator puLo. Vratislaviae, Typis Georgl. Bau- manni. Am Ende: Wratislaviae, Ex Officina Calcugraphica Georgl Baumann. Anno reparatae salutis 1607- 8- B°g en - 1607. D - Daniel 3?inbfleifd; unb D. ©eorge Siumhaiimä, kurzer Spricht, meß man (ich anfep oorpijenben Sferbcnkaupen ocrhalten fofie. 3« 4 t0 - 1607. Compendium Plulippomelanchthonianae et Dialecticae, cum perspicua paraphrasi, et Grammaticae , adjeclis in utrumq ; tabellis methodicis : cum tiotis brevibus , ratio- nem quorundam, quae dubia videri poterant r reddentibus. In usum tyronum Lo- giccs bei (Et. SJkria SERagbalena. Sreftam in 4to. 1608- Ti omnes Comoediarum P. Terentii Seenas Argumenta quondam ad D. Mar. Magdal. Discentibus a. M. Helivigio Ludimagistro tradita, Vratislaviae, nunc primum public ata a M. Andr. Calagio Vratisl. Poeta Caesareo Coronato. In 8- 2 Bogen. 1608' Tria Specimina characterum arabicorum, Pctri Kirstenii, Vratisl. Phil, et Me- die. Doctoris, sive Oratio Domini Jesu Christi, qua nulla ardentior exaudita est, in coelo et in terra, quam describit S. Johann e s, cap. \ j, ex vetusto codice manuscripto Arabico Caesario, transcripta. Et Regii Davidis, Psal- vvlls quinquagesimus, vel secundum Hebraeos, quinquagesimus. primus. Ac tan- dem primum (hier das arabische Wort) Suureta , Zz'Zzrz, vulgo, Alk 0 ran dicti, « quod nonnulli Symbolum M ahhumm e die um vocant , ezr collat-ione Sex Exem- plarium manuscriptorum, editum. Cum priuilegio. Breslae, typis Arabicis, zzc sumptibus Authoris. In officina Baumanniana. Anno GerManl Arablae stVDIa Captent. In Folio von 11 Seiten. 1603. P e tri Kirstenii Vratisl. Phil, et Med. D. Grammatices, Arabicae, Liber I. Sive Orthographia et prosodia Arabica. Cum Privilegio. Breslae. Typis Arabicis et sumptib. Authoris. In officina Baumann. Anno DoMIne ClnTste Venl. In Folio von 105 Seiten. 1608- Ejus dem Vitae Evangelistarum quatuor: nunc primum , e.r antiquissimo codice M/so. Arabico Caesario, erutae. Ad Rudolphutn II Imperatorem. Cum Privilegio. Breslae, typis Arabicis ac sumptibus Authoris. Anno MeDICI Verl. In Folio von 56 Seiten ohne vier Seiten - Register. 1609. <5t>MjllidjeS Svojlfcbteiben ober ^rebigten auf -2Bet;nacf)fen, £>jlern, fftttgfen, :c. gefellet üon M. Joachim Pollione ipfart jum l)ev>ltgen @cif ünb ©. Sevnbatbin in Srcplan). 3, 15 Sogen. 1609- Schema Characterum Arabicorum Petri Kirsteni Vratisl. Pliil. et Med. D. Ele- mentorum litiguae Arabicae. In calce : EMICant faCILes LIngVae ArabICae Cha- raCtcres. 1 Bogen in Folio. Ein Anhang der obigen arabischen Grammatik desselben Verfassers.- 1609. Liber secunclus de Canöne Canonis a filio Sina, studio sumptibus ac typis arabicis Petri Kirsteni Ph. et Med. D. V. Qua potuit fieri fiele, ex Asiatico Africano exem- plari M/s. Caes. Arabice per partes editus, et ad verburn in latin. translatus notis- que 56 Geschichte der ersten Bresl. Buchdruck er ey. que textum concernentibus illustraius. Breslae cum privilegio ad 20 annos. Anno MeDICInae Arablae restltVtae. In Folio von 132 Seiten oline 28 Seiten Register. 160 9. Pari Kirsteni. Vratisl, Phil, et Med. Doctoris Decas Sacra Canticorum et Car- minum Arabicoruni, ex aliqvot MSSis. Cum Latink, ad verbum interpreta- tione. Accessit quoq ; Schema, priore luculentius, Characterum Arabicoruni. Cum Privilegio ad 20 Annos. Breslae, Typis Arabicis, ac sumptibus Authoris. In Officina Baumannia. Orta a te nobls serVes IDIoMata Chrlste. 8- 6 Bogen. 1.609. Gngentlicfyer unb Äuv^cr Script, 2Ba§ muffen ba§ S&ngft, gu 5 galifonetfen, in ber Ärn)? fcrlidfjen ünb Äoniglidjen ^aufjtffabt 33refl, buvet) ©corgium SBaromann. 3m 1609. 3n 4to. 2 SBogen. Anmerk. Auf dem Titelblatte ist das Falkonett - Schiefsen auf einem illuminirten, sehr mittelmäfsigen Holzschnitte abgebildet. *) 1610. *) Wie erbaulich diese Reime sind, davon nur einige zur Probe, Nachdem der Dichter sich über die Entstehung dieses Volksfestes weitläuftig aus? gelassen hat, kömmt er zur Beschreibung des Falkonettschiefsen selbst. •Denn als ein SM/ ^octjircifct 3?at;t, Sen ^Bürgern jugetaffen tjat, 2tuS ©tftcEen fid) ju exercirn: ffiatb ttjot man atiff ben ©d&üfiplag föfjv«, ©d)5n galcEoneten new gemacht, Slit jfjncn all jugg&t roarb Bvßd;t: ©in jebet aus bem Stüde fdjoS, SB?etd)S iijm jufommen war burcfyS 8oS: Sie Äuget man ctjn guttr labte, Sonfl nichts als epero jum S3ovfd)tag tjatte, <$$ bovfft aud) niemanb auff bot [eitn, Set anbern fpart ba§ ©tuet bcfd)teifn, 3Cud; warb burd) Dtbnung fein oorfetjn, SaS niemanb borfft in ©Standen getjn, Senn nur bie, wetdje falten fdjüfjn, SSnb bemS bie ©ttftcn fonft jütieffn, ©er wieber Dtbnung was fürnafjm ©in ftraff 31t lotjn @r balb befam: SBennS nun bem ©tüdie fetjtt an nid)t, Unb mann? nad) bem 3elt tjett geridjt, Sie Sromet balb ein Sofung gab, Gb man bajfctbe ©tftet branb ab: Samit bie Rietet Eonbten wiffn, Sas man bataujf batb würbe fc^ieffn; ©iebn 7, George Baumann der Ältere» 57 iöio- Petri Kirsterii Vratislaviensis Philosophiae et Medicinae Doctoris Liber deVero Usu. et Abusu Medicinae. Una cum Praefatione Facultatis Mediene in Academia Li- psiensi. Breslae, cum Privilegio Caesareo ad 20 annos. Sumptibus Authoris. Anno Est Mea CVra DeVs, 8- 10 Bogen. In diesem Buche sind viele Stellen mit arabischen Lettern gedruckt. IÖIO- Ejus dem Liber Secundus Grammatices Arabicae, sive Etymologia Arabien. Breslae, cum Privilegio Caesario' ad 20 Annos. Studio, typis ac sumptibus Authoris- Anno Est Mea CVra DeVs. 41 Seiten. In Folio. 1610. Ejusdem Liber tertius etc. etc. 37 Seiten. In Folio. Nebst 17 Seiten Index. Am Ende findet man : Giarrumia Arab. Latin. Breslae. 1610. Orationes duac Introductoriae in Gymnasio VFratislaviensium cum a Magnifico et incly- to Senatu introduceretur Scholarum Wratisl. Rector Petrus Kirstenius Phil, et Med. D. quarum prior habita est a M. Joh. Scholtzio Past. ad D. Mar. Magd, vigilantis- simo, posterior a novo Rcctorc d. rj. Aug. Ao. 1610- Asccsserunt carmina gratula- toria quaedam Amicorum, jussu Senatus Vratisl. impressum. Breslae. 4. 13 Bogen. 16TO. L). Eliae Bonvinii Liber de Theriaca. 8. löro- Montani Tractatus de Terra Sigillata Strigdviensi. 4, Siehe auch das Jahr 1597. 1611. Petri Kirstenii Philosophiae et Medicinae Doctoris Notae in Euangelium S. Matthaei, ex collatione textuum Ar abicorum, Aegyptiac. Hebrae. Syriacor. Grae- c or. L atinoru m. Quae non modo Studiosis linguarum, sed et cuilibet vero christiano erunt vtilissimae. Vna namque eademque opera ad notas hasce-adhi- bito textu Graeco, omnes hoc textus velut legere, horumque diversitat.es cogno- scere poterit. Cum privilegio Caef. ad 20 Annos. Breslae, typis Ar ab i c i s ac sum- tibus Autoris, in officina Baumanniana. Anno In qVo notae hlstorlae sanCtl Matthaei eDItae. In-Folio von 140 Seiten ohne 8 Seiten Zuschrift und Vorrede. 16 Ii« Ejusdem epistola S. Judae Apostoli, ex Mfs. II ei d elb er gensi Arabico ad ver- bum translata additis notis ex textuum Gr ae cor um et versionis latinae vulgaris collatione. Cum Privilegio ad 20 Annos. Breslae typis Ar ab i eis et sumptibus Autoris. In officina Baumanniana. Anno IMpressIs BresLac Iiis notis epIstoLaa IVDae. In Folio von 17 Seiten. A n 111. ■ - 1 * ©iebn tjunbert ©len in baS getbt, SBnb funff^ig / warb gematjlt ein ©seit, Stenn ©In in bie £ot)e acmefln, M)t aber ijt es breit gewefn, Start; biefem 3iel tiaben ft'e müffn, £i)t jinen »nb jwen mit einanber fdjüffn. u. f. tu, 10 38 Geschichte der ersten Breslauischen Buchdruckerey« Anm. Uebev die sämmtlichen Schriften Kirstens kam zu Leipzig eine eigne Abhandlung unter dem Titel heraus: Judicia e multis quaedam Virorum Revcren- dorum, Nobilissimoriirn ac Clarissimorum de laboris Dn. Petri Kirst.enii Vratislaviensis, Pliilosophiae et Medicinae Doctoris, ornniumque scliolarum in patria tum Piectoris Inspectoris. Quae Lipsiae exeudebat Laurentius Cober. Typis Tobiae Beyeri. Anno M.DC.XI. S. J. Baumgarten meint in seinen Nachrichten von merkwürdigen Büchern, 6Band 3i Stück S. ]5., dafs sie Kirsten seihst durch seinen Schwager, den Mauritius Schröter zu Leip- "zig, in der Absicht habe drucken lassen, um seine Arbeiten anzupreisen und den Verkauf derselben zu befördern. IÖII- Gnomologia Latino - Germanica super Lcctiones Evangelicas, tum diebus Dominicis, tum praeeipue totius Anni festis, in Ecclesid pro Condomi explicare solitas, Aucto- ■ rum i XV. Quorum noinina versa pagellä indicantur, publicata studio et opera Casparis Cunradi Phil, et Med. D. Cum Gratia et Privilegio. Vratislaviae sub in- eude Typographien Georgi Baumanni. Impensis Martini Gnieseri. x6n- 8- 1 Alphabet 3j Bogen. i6ii- 93t Salfb. Sfien, Meditatio nataiis, anbdchtige ©ebtirtg ^Betrachtung ober nülficbe ©rinne* rung, wa§ ein Jeher getaufter 6t)rift an feinem ©eburtStage, eigne 25int>e Sd)nürtein bes benfen folb 8* 7 Sogen. l6n. Hymnorum et Threnodiarum Sanctae Crucis i?i devotam Passionis Jesu Christi Dci et Hominis Commemorationem fasciculus ad Hebdomadam magnam sua cuique melodia afficta. Adjectis aliis quibusdam lamentationibus et Cantionibus latino -Germanicis Passionis tempore consuetis, a Samuele Beslcro. Vratislaviae. Folio, g Bogen. IÖI2- Ejus dem Gaudii Paschalis Jesu Christi redivivi in gloriosissimae resurrectionis ejus laetam celebrationem relatio historica, a quatuor Evangelistis consignata et melodia harmonica adornaia. Vratislaviae. Folio. 5 Bogen, 1612. Thronodiarum Sanctae Crucis in Salutiferam Passionis Domini nostri Jesu Christi recor- « dationem Continuatio historica. £a§ heplige Seiben bnb theure SBlutoergijlen Sefu ßt)rifH für bnfere bnb ber ganzen SBelt Sünbcn, wie e§ bic heiligen 4 ©bangeliften 93tntthaug, 33tarcu§, 8ucaS bnb 3ot)anne§ betrieben, nach gewöhnlicher JPaffiong SDtelobep, mit yjteijj bberfehen, bermehrt, bnb in öffentlichen 2)ruc? »erleget bnb gefertiget burch Samuel SBc6* lerum. ■, Dedicirt dem Rath zu Breslau. 1612. Astra, alle SBilber be§ Rimmels, bon 3acharioö Sornmann, 4. Siehe oben das Jahr 1596. 16x2. 8uca§ JPollio, fPrebigten bom jüngfen ©ericht. 8. x 2llph« 3 SBogen. Siehe oben das Jahr 1603. 1612, 9)1. 8ucaä 2Snltber§ Seidjiprebigt bei 53eerbigung Jjrau SDtogbalend geb. Jjheffin bon Stein Jperm ©eorgii ttrfcabt bon UmolbSmühle Jbaußfrara, färb ben 27. 2Cuguft 1611. ex Apocal. XIV. 4* ^ Sogen, 16x2, 7 «. George Baumann der Ältere. 39 1612. Dies keti nuntii, frot)to«fcnbc ©rnfulier fPrebigt, wegen Sa^ferS 59iattl)iä grimmig jum Kos mifdjen Äcipfer, gehalten bon 3öd) befonbem CSbven, Kubm onnb erbebung, Dediciret, onb ©epptächweip in Seutfcfye Rithmologks oerfaffet, verfertiget onb in Srucf gegeben, burch ©eorgi'um Keuttern, S)Utbürgern in SSreflaw, 2Xuch ber 2Xrmbruft onb SSüpenfchü^en in bem alten ©chweibni|in 3winger, bas feXbft ©Treiber. Anno ©ott fei an Ifco Lob, gf) r ^ r ttD 5>relp gefagt, aLg einigen jtlffs tern Dep gtleDcng. 4- 1 10 Anm,. Das Werk selbst ist, wie das Obige, ahnlichen Inhalts, ebenfalls in deutschen Reimen abgefafst und äufserst sauber gedruckt. Der Text enthält einen fortwährenden Dialog zwischen einem Nisus und Eurialus. Der Verfasser verräth viel Rekannt- schaft mit der ältern und der Geschichte seiner Zeit, worauf häufige Anspielungen vorkommen. Die Feyerlichkeit selbst aber ist viel zu umständlich beschrieben. (Nur ein paar kleine Proben: Sod) Ijab ict) ein SSeridjt oernommen, Sag oon Ulysse t(u Ijerfommen See ©ebraitd), baS man Stacfjbam ©djüffu gu tjatten pflegt, mctdjg id) ju roiffit ©ud) tnadjen »il, roie foldjes ftdlj, «Begeben (at iefdjeibentlid). 3n bemS ein getoo(nt)eit tfjet fein, S3nb bei ben £et)bcn gar gemein. Saß man auff «Begrabnilfen groß, SCnridjte Kennen onb ©efdjoß, Äampfffpiet onb Kitterlidje ©d)impff, Sie «Betrübten mit guttem gtimpff, Bon ihrem Srawren abjumatjncn: ffifjet Ulysses ben aud) nad;at;men, bell). 4. 1613. Homer 83nb ein «BogelfdjüjTen anfielt, in Odyfs. (Sa bann mit ©djoß mand; fveper $elbt) ®ei> 40 Geschichte der ersten Bresl. Buchdrackerey* 1613- Nova Tragicomoeclia Tychermaea seu Stamatus. Acta-Libcralibus in Gymnasio VrtU tislaviensi. Anno 1613- In calce: Vratislaviae In Officina Culcograpliica Georgij Bauman. Anno MDCXTII 8- 4 Bogen. 1613. (Sine 9tcvoe Tragico-Comoedia Tychermaea ober Stamatus genannt. @cf)rttfen in bet gafjs nacl)t im SrefltfdEjen ©bmmtfio. ©ebvuctt ju Srejilaw bttvcfy ©eorgiutn Sawmnnn. 2tnno 1613. 8. 3? Sogen 1613. 3'oi). ßrnto Don <5rafftt;cim, £)rbnung ber $h'afcruan, 5£bat aud) in bem regten gret)fd)iejfn, günff onb ätoanbig Sucatn genieffn. Sie all 3br Surdjlaudjt laffen fdjlagn, 3n ber @tab Dtp baS muS id) fagn. No. 4- Ein Ge- Sbat f'd) onter ben Steigern finbn. £ett er ein fdjtedtjts gefdjoffen nebr, 3um tieften er toobl fommen toebr. ■fperr JpanS ©djmettato blieb nit bal)inbtt< schir pro 25 fl. Vn. No. 5. 24 fl. Vn. £err £anS 4?encEe 00m ®ubr genanv ®efcbo|fen bat/ toeldjS ibn getato, ®ad er nid)t beffer barin: No. 6. 1 Geschir pro 24. ilor. Vng. KnbreaS Äect bat jum getoibn, ©in fd)5n ftlbern ©efdjir mit bem 3u .fbaufs er ftd) mad)te bequem/ ©in ©djioeibnifccr war/ onb junger itnab u» j. Georg Baumami der Ältere. 4i 1614. Ilymnorum et Threnodiarwn Sanctae Crucis in sacratissimam Passionis ac Mortis D. N. Jesu Christi recordationem. Centuria Ad Hebdomadam Magnam Et sextain Septimanarum per Annum feriam, alias Passioni Dominicae Sacram , sua cuiq; me- lodia afficta. Primum in ecclesiarum usuni, separatim et in Faseiculo, et in Tertia Hymnorum ac Threnodiarum parte, forma majori cdita: Nunc in hac minori, pictatis et Cantus Choralis amantium gratia auctior reddita, et in manualem fasci- culum redacta. A Samuele Beslero, Brega Silesio. Wratislaviac, Ex Officina Ty- pographica Georgl Bauman. Sumptibus ipsius Auctoris. Anno MDCXIV. 8- 11 £ Bog. XÖig- M. Georgia Seideiii Compendium Prosodiae Latinae. Vratislaviae. 0. l6;6. Wratislavia urbs augusta caesaria regia, metropolis Silesiae amplissima, florentissima, ■tlegaritissima, L. Programmatis mysticis ex doctrinis multangularium erutijs. Car- mine elegiaco nec non Epigrammatis aliquot descripta, ejusdemque inclito Senatui et Spectabiii Civitati in debita gratitudinis monumentum dedicando consccrata a Chri- stophoro Schwartzbacliio. Vratislaviae. 4. j6i6- Designationes Lectionum Duae, Una Generalis, Altera Specialis. Publice propositae XX. Nov. a M. Thoma Sagittario. Vratislaviae in Officina Typographica Bauman- niana. Anno MDCXVI. 4. ij Bogen. 1616. Actus quasi Comicus De Nativitate Jesuli Nostri exoptatissima, a M. Thoma Sagittario, Vratislaviae Typis Baumannianis. Anno 1616- 4- 6 Bogen. 1617- Lcges Scliolarum Vratislauiensium renouatae ex Mandato Magnifici Nobilissimi et In- cluti Senatus consignatae et conscriptae. a M. Thoma Sagittario, earundem Rectore et Inspectore. Vratislauiae. Imprimebat Georgius Baumann A. 1617- 4- 1O5 Bogen. 1617. ©eifilicfye Stauer önb Älage §)rebigt ober ben 2£bfd)teb grau Urfuta Jpaftn, Georgii Menschii Sienern am SBorte ©ote> ju SJJittehoalbe .£aujj©)re, welche beu 17. SMaty 16x7. geworben tmb ben 10, ejusdem begraben werben, gehalten ex'Ezecli. XXIY. ju 9)}ittclwalbe oon Saoib SBifao, ^ajtor ber Äircfce ©otteS ju ^abelfdjwerbe. §3rcfi(aw,- 4. 6 Sogen. -tiTJ-urUl^rvTLru- 1 ^-»- 11 8♦ George 4 a Geschichte der ersten Eresl. Buchdruckerey t ß. George B a u m a n n der J ü 11 g e r e. < >-ov7VjYC==— > Ein Sohn des Vorhergehenden und der Magdalena verwittweten Scharffeu- berg, gebühren zu Breslau den 4. Nov- 1592. Frühe Neigung zu einer Kunst, die sein Vater mit so vielem Glücke und Ruhme trieb, bewogen diesen, ihn in allen einem Buchdrucker unentbehrlichen Wissenschaften unterrichten zu lassen. Mit solchen Vorkenntnissen versehen, kam er ums Jahr 1606 in die Lehre zu dem damals so berühmten Buchdrucker zu Liegnitz Nicolaus Sartorius (eigentlich Schneider), Iiier hatte er während seiner Lehrzeit das Unglück, im J. 1607 seinen Vater zu verlieren. Dies hielt indefs seine Mutter nicht ab, ihn nach ausgestandenen Lehren in fremde Länder zu schicken. Der junge Baumann benutzte diese Gelegenheit gewissenhaft und lernte die damals so merkwürdigen Officinen in Holland, Brabant-s, und den benachbarten Provinzen genauer kennen. Drei Jahre war er auswärts, als seiner Mutter die Aufsicht über die Druckerey allein zu führen zu schwer fiel. Er kam daher 1613 in seine Vaterstadt zurück und betrieb nun mit seiner Mutter zugleich die Geschäfte der Officin, Im Jahre 1618 ward er endlich alleiniger Eigenthiimer derselben und hei- rathetete bald darauf Maria geb. Reichel, eines Mattlxäi Lischkens, Bürgers und Barbiers nachgelafsne Wittwe, mit welcher er vier Töchter zeugte, davon aber nur zwei ihn überlebten. Nach einer 22jährigen Ehe starb ihm diese Gefährtin seines Lebens im J. 1639. Sechs Jahre blieb er darauf Witt- wer und heirathete dann Maria Deich Städter 11, mit der er aber nur vier Jahre, tmd zwar kinderlos, lebte, da ihn ein Schlagflufs, der ihn plötzlich den ■"i 4''"" 1. *) Stieff im schlesischen historischen Labyrinth S. 533 und aus ihm Kundmann in den berühmten Schlesiens in Münzen» haben mehrere Unrichtigkeiten, seine Lebensumstände betreffend. Der Letzte läfst ihn erst i63o die Druckerey übernehmen und Stieff sogar erst in diesem Jahre mündig werden, da er i63o doch schon 38 Jahr alt war. Sein Leichnam ward den 5. Jan. zu St. Barbara heigesetzt und M. Caspar Wohlfahrt, Archidiaconus und Senior zu St. Elisabet hielt ihm nach geschehener Beisetzung im Trauerhause eine Leichenrede, die wir auch nachher anführen, worinn er ihm das öffentliche Zeugnifs eines biedern und zugleich religiöfen Mannes ertheilt. Hier ist der Schlafs dieses Panegyrikus: „Kurz, was sein Christenthum, Leben und Wandel betrifft, so hat er' solches auch wolilgeführet, und sich als ein christlicher Baumann verhalten." I. Januar 1650 Abends zwischen 7 und 8 Uhr überfiel, von ihrer Seite trennte, in einem Alter von 57 Jahren. Der Druckerey stand er 32 Jahre rühmlich vor *). Zu seinem Signet hatte er einen unausgebauten Pallast mit der Umschrift: Audi et tace et feras. Georgias Buumann Junior. Seine Typen, die er sich in der von seinem Vater angelegten Giefserey sel bst gofs, waren schön und scharf und haben einige Ähnlichkeit mit den Un- geri sehen. Er druckte auch griechisch. Von seinen Drucken haben wir folgende auffinden können. 7313. Epithalamia in ccle.britate Nuptiarum Danielis Schivarzbachii Vratislaviensis, Collcga in Gymnäsio patrio ßclelissimo et foeminae Ursulae Endern die 20. Februarii. Bres- lae. 4' 1 Bogen. 1618- M. Thoniae Sagittarii Scholarum Vratislaviensium Rectoris Consilium, Quomodo Loci Communes in stucliis cujuscunq. generis sint constituendi et colligendi. Breslae Typis Baumannianis. Anno 1618- 8- 8 Bogen. 1618- ©rofjer Salcrtber Mb 2f§trologifctye Practica auf bae> Satyr 1619. ton Valentin Hanncke. 4. Diese Calender gehen vom Jahr 1615 bis 1622. Siehe C. Ezechiels Silesia Lite- rata Mst. 1618- Cum Jehovah sacris ordinibus initiato Ecclesiastae Cygneo designato Joh. Albino, Chambo - Palatino , moris , amoris et honoris ergo scriptae 1618- Vratislaviae. 4. 4 Bogen. i6i8- Concentus Ecclesiastico-Domesticus. Jlirctyen bnb efpaufj SDluft'ca ©eifitietyer Sieber, 3Cuff ben ütyo'ral SJluftcaltfctyer 2£rt Söierfliinmig gefetyt Mb Componiret £>urcty Samuelem Bes- lerum, Bregensem Sil. £)cr ©ctyulen bevjm ^f). ©eifl Mb <5, ffierntyßrbm ju ffireflatv) Mo- deratorem. 44 Geschichte der ersten Bresl. Buchdruckerey. deratorem. " Jlnber Sheih Cantus Altus, Tenor, Bassus. © ebrucft ju Sreglatb bttrc!) ©eorgium Saumann. Sn Sorlegung bep Autoris. Anno MDCXYIII. quer 4. jcbe ©tint# nie bepept auS 7 Sogen. 1619. De Cometarum Significatione Cl. Virorum Andreae Dudithii Commentariolus et D. Tliomae Erasti sententia. Elias Major Vratislaviensis dermo edidit et adjecit Ttct^ct jrov er et aoeii Kour : xr\i tffn bz a.ydS'lv (psqei, Breslae 1619. B. 10 Bogen. 1619. Historia Gosephs, ex Gen: XXXVII. XXXIX. XL. XLV et XLVI. bei) bellt gcicbcnbc; gdngnitp Garl Ci^vi{lo^pt)§ bon Sellhorn brtb Sßcobin, Jgjervn gr. bon Sellhorn bnb fPetergs borff ein ff SöcoWn, dtunert k. pcvhliebpen ©opne-S, ben 15. S«tt««e ertldrt ju Sacobttt bot) Sobflnn Jtidrhe. Sreglatb. 4. 5 Sogen. IÖ2D. Oratio Poetica Liberrinia Divi Friderici Comitis Palatini ad Rheimm et Rom. Imperii Electoris etc. in Regem Bohemiae Electionc, in frequentissimo Audito.rurn Consessu, debita gratulationis ergo devotissima et subjectissima niente die 13. Februarii publice habita, a M.. Thoma Sagittario. Breslae. Folio. 3 Bogen. 1620. grieb s (Ehren;St)ron, ;Dber SDie (Eprenpfort, ffiktche Sem iDurcplaudpigpen, ©rogmddjtig; ,pen, £od,igebortten gttr.pen bnb Gerrit, ^jerrn gribrich'en bem (Erpen biefeo Talimens, JE&s ütqe in Bopeim, fpfalßgeaben .bepnt 9fl;eirt, y bnttb ©purffirgen, erlogen tnn Supern, SDiargs graffen in Fähren, djei-pogen in ©dpefien bnb Sudenburg, 2Cuch Sffiarggraffen in Saupnifc, tc. 21l§ feilte «Konigl. SRapefl. in Sreglatb bie Jpauptpabt ber ©dpcft'en, bon bett gpodpoblichetj ^rren gürpen bnb ©tauben biefeö SanbcS bie jpulfigung anjttnemen, burcl) ©otteS ©es nabe, Begleitung bnb ©d)ulj ben 23. gebr. Shren (Etnjug halten feiten. Bon einem (Ebi len, ©eftrengen, (Sprenbepen, bnnb ijodpbeifett 9ial>t y ber Sürgerfdiapt bnb Bohfreü chen ©emeinbe bafelbp ju batertpanigper (Ehrerbietung, bnub (Eprerbietigper Bntertbdnigi teil, auff frepem Sftarcft auffgeridjtet bnb erbawet. (Si'pltcb Caxmine Elegiaco, jc^o aug; fuhrlicper mit 5£eutfd;en Steinten bcfd;rieben bnb ertlaret, bon Thoma Schrosero U. J. C. Curiae Yratisl. Advocato ordinario. jju Sreglatb brucf'tb bnb berlegtS ©corg Satbinan, Sin S fPrebigt als gribericuS Konig in ffiobmen, üon ben dpodtlbbl. Herren gürften unb ©tänben in Dber onb lieber ©djlefien 511 23refsta.ro ben 27. gebruar 1629 -fpulbtgtmg empfangen, in ber Kirchen 51t ©. ©lifabetb gehalten, von 331. 3acbavia§ Jeimann. Seiet 1. Petri 2. üßrefjlaro. 4. 3 S3ogen. 1620. Abrahami Sculteti ^ulbigungg fPrebigt als gribericuS Konig üon 236l)tnen 5U 23replaro ben 27. gebr. 1620. bic jpulbigttng empfangen. 4. £020- Citharae Davidicae Psalmorum Selsctiorum Prodromus. Pro Augusto Auspicatoq-, Au- gustissimi Bojemorum Regis Friderici I. Wratislaviam Silesiae Metropolin Ingressu adornatus et humilimc dedicatus a Samuele Beslero Bregens. Sil. Scholae Wratisla- viensis in Neapoli Moderatore. Breslae In Officina Typographica Baumanniana. Anno M.DC.XX. Fol. 5 Bogen. xö2i. £er ber§lid;e griebenS ;2Bunfd) be§ 23olcE'eS ©otteS, in einer efputbigungS fPrebigt, über ben 85. IPfalm, üon 50?. 3oad)im gleifdjer. 4. 1621. (Ein^ugS onb ©lüdTOünfdjungS fPrebigt, als Sebann ©eorg ©burfürft $u ©adjfen ben 20 post Trinitatis ju 23refstaro eingejogen von SR- Soacb- fPollio. 4. 5 Stögen. '£621. Scßeiben grieben onb greuben fPrebigt am © onntagc iDculi, als bie jmifdien ©burfürfi S'oj bann ©eovgc ju ©adjfen an ©eiten ber 9t. Kapf. SXaptt. onb ben .jpocbl&blicben ©>d;lefif. gürfien ünb ©tänben anberfeitS getroffene Accommodation publicirt roorben. 4. 5 23ogen. S621. Seßelben gute greptagS onb Sfierprcbigtcn. 8- 10 23ogen. 1(321. M. Baltliasaris Osten, Epithalamion Christi Sponsi: et Ecclesiae Sponsae , ba§ 23rauts Sieb Konig ©aoibS im 45. fPfalm befebrieben. gn jrooen fPrebigtcn erfläret ben 27. jDctober Dnb 10. Siooemb. al§ Sbre 6burfürftlid)e ©urcblaucbtigfeit jtt ©ad)fen in Kapfeviicper onb Königlicher Commission ju 23rcfjl«rc anroefetib bie £ulbigung ju empfaben. 4. IÖ22. 3623 2623- 1624. / + G Geschichte der ersten Bresl. Buchdruckerey. 1621* Scandelli Serenißs. Electoris Saxon. Augusti, etc. quondam Capellae - Magistri Musici praestantissimi Passio £)a§ gelben (SnferS Ipewn 3 c fu n beut Jr). ©üntw gelijten Sct;nnne. £>urch Samuelem Beslerum, bev ©d)ulen bepm .f). (Seift »nb ©. (Sern« tjarbin in (Srefstavo Moderatorem mit bei- ßhorftimme »ermehret, jum£>rucf »erleget »nbgefers tiget. AnnoM.DC.XXI. ©ebrudt 51t QM'efSlat» , buvcfy ©eorgium Sarcnnan. golio. n (Sogen. Deklaration »nb Drbmtng in puncto bep bep biefer ©tabt (Sreplaw l)ergebrad)ten Juris retra- ctus »nb ©inftanbredjtenS, ©ebrueft ju SBre^taro. 'got. <2,\ (Sogen. Dcinielis Buer etil, Dan. F. Wratislaviensis Epigrammatum Liier Singularis Ad No- iilissimum et Magnijicum Dn. Isaacum Khlokherum. Anno MDCXXIII. Breslae Typis Georgi Baumanni. ß. 2 Bogen. Danielis Bucretii, Dan. F. Wratislaviensis EIKONX2N sive Encomiorum Libcr Singularis ad Magnif. et Nobilijs. Virum Dn. Christophorum Georgium de Bergk, in Herrndorff et Claden, etc. Anno MDCXXIII. Vratislaviae imprimebat Georgius Baumann. ß. 2 Bogen. Johannis Teutsclimanni, Diaconi ad S. Bernhardini, XXIV. pia et fi-uetuosa ad Je- sum suspiria , ober 24. (Sbrtftlicfye in ©otte§ 2Bort gegvünbefc, onb jmar auf bie 3al)t be§ 1624. gahreS gerichtete, boep aber in jebeS Sapr ju ben jetzigen legten »nb betrübten Seiten ju gebraud)en, nü^licl)c Jper(3en§;©euffjerlein, fampt anbern fchönen ®ebctl)Uin, ju bem lieben Scfutein. 8- 1 Klppab. 14 (Sogen. Gnomae' sive Senteniiae Morales, Tyronibus Literarum Praescribendae juxta Seriem Alphabeticam collectae, et Grammaticis verbis citra figuras expositae a Martina Ilelvigio Nifseno, Vratislaviae ß. 4 Bogen. Auf diesem Titelblatt ist das oben beschriebene Signet George Baumanns des jüngern zu sehen. SSreftamifche Infections SDrbnung. 4. Luv Praesidum Scholarinn Vratislaviensium respective amica invitatio ex pater- na cohortatio ad actus promulgationis Legum Scholasticarum Renovatarum habendos G 4.. in Elisabethana II 11 Febr. rfzt'oS 6- in Magdalenea J>fo Schola. fe ß. in Bernhardina jjj II. c irciter mediam nonam matutinis. in calce : Vratislaviae, ex Officina Ty- pographica Georgi Baumanni. 4. 1 Bogen. 1625. Publication 2)ejjjenigen, in »ntcrfdjiebenen Sanbcp fPuncten, »on ben Jperrcn dürften »nb ©tänben, in £>ber * »nb Stiebet ©d;teften, bep beren, noch bem (Bollenbeten Sberrecpt Jubilate, »nb barauff folgenben gürjtcnfage, bep 1625. Sot)ve§, gehaltenen Sufammen# funp, gefaffeten ©d;luffeö. 3" männiglicpeS i»iffenfd)aft gerichtet, »nb in £>rwf gegeben, ©ebrueft ju (Sreplnt», buvch ©eorgium SSaumann, 3tu Saht' M.DC.XXV. 4. i| (Sogen, 1626. 1624- 1625. 3625. ■ - h ß. George Baümann der Jüngere. 47 1626. © er Jbapfertichen ünb Äfyoniglrcfyert (Stobt SSregtoro Execution SDrbnung, ober eguttpsprocefs. Publiciret. Anno M.DC.XXYI. gol. 3 Sogen. 1626. ©er Äapferltcbcn ünb Äbonigticben ©tabt S5re6Ictvo 9?etü überfeine ünb üerbefferteSecferSrbnung, ©ebrueft ju Srejjlarö burch ©eorgtum Saurnan, Anno Christi MDCXXVI. go(. 2 Sog. 1626. ©. @. 9?att)eS ber ©tabt Srefjtaro ©rbnung: SSßie eS nad) nunmehr, ©Ott tob, gefluteter Infection mit er&ffnung, fauberung ünnb reinigttng ber-Jpäufer ünb bero ©emddjer, 2Bie auch ber Sette, Alleiber ünb ©eröthe, ünb fonften gehalten werben fotte, ©ebrueft &u Sreplaro, burd; ©eorgium Saumann, Anno Christi 1626. 4. 1 Sogen, 1626. Eliae Craetschmaris Horologium Zodiacale. 4. 1626. ©eßelben 9?ev» ünb 2ttter ßalenber auff ba§ Sat;r d^riftt 1627. auf ben Srejftanufchen #oÜ5 jont gcridjtet. 4. dedicirt dem Rathe zu Schweidnitz. 1627. Srefitauifche Siothe © rbnung. gotio. 1628. ©er Äapfertichen ünb Ähoniglicben ©tabt SreStaro fftew überfeinerte , unb üerbeffevte Seder* ©rbnuug. ©ebrudt $u Srefitam, burd; ©eorgium Saumann. Anno Christi MDCXXVIII. gol. 2 Sogen. 1629. Son Prüfung ber Sel;re ßl;n'fllid;e fPrebigt 21 ut 2fd;fen ©onfage tiad; Trinitatis. An. 1629. gehalten jur Scvnftabt, burd; M. Georg Kirstenium gurftt. 9J?unjterbergifd)en .£>offprebts gern ünb Pfarrern bafelbft. 1. Johann. 4. Sbr lieben, glaubet nicht einem jeglichen ©eijl, fonbern prüfet bie ©eifter. 3u Srefjtavo bruefts ünb oorlegts Georg Baumann. 8- 3 Sogen, 1629. Dionysii Catonis Disticha de Moribus ad Filium. Ex mente Jos. Scaligeri potissimum et Casp. Barthii Germanice expressa a Martino Opitio; Cum ejusdem excerptis ac notis brevioribus. Vratislaviae Typis Batimannianis, Impensis Davidis Mullcri. 8> 6 Bogen. Ohne Jahrzahl, die Dedication ist blos 1629 datirt, 1629. Historia Inccndiorum. Jbifforifdjer Sranb t ünb gemerfpieget, Ober ■ Drbentlidje ©rjehluttge, üieler fcl;ablicl;er gerocrSbrünftc, fo im Sanbe ©d;teficn, fonbevlid; ju Srefjlaro, halb üom SBetber, batb au§ Scnvahrtofung, balb üon befen ßeuthen, Snb fotd;e alle ümb ber ©unbe mitten, auffgefd;uret, üerürfad;et, ünb entftanben ft'nb; ©ampt furber Sefdjreh bung beß SanbeS, ber ©tdbtc, ünb SDerfer, bie ben Sranb s fdjaben empfunben, SJtit angehengtem Seriell, üon ber ©ber, ünb anberer ©d;tefifd;en SEBaffer Srfprung, fort« ünb aupgange, aud; Bvoenen nützlichen Svegijtern; SJtänniglich für 2lugen gefMet, üon Nicoiao Polio Wratislaviensi. gu Srejjtaw brudtd ünb üortegt§ ©eorg Sauman, 5m 3at)r, SDt.©ß.)rö. 4. 1 2(tpt;ab. 6 Sogen. 1629. Seid; ©ertnon, nad; bem 6(;rift = 2Cbtid>en Segrabnuf? Snngfer Susannae geb. ©tchhaufert'tt, dg>erc ©tanislai (§id)hdufcri üon Seonhartwifz, auff fProtfd), SBepba ünb Sitienthat, beö 9tath§ ünb ßäntmeretsS in SrefSlam einigen Sod)ter, ben 2, ©eptemb. 1619. gett;an, üon M. 3oad)iin Steifct)crn, 4 5 Sogen, 48 Geschichte der ersten Bresh Buchdruck erey, 1629- Carmen de subito et antehac Vratislaviae inaudito Incendio A. C. 1628- 28 Juni7 5 circa meridiem hora 1. in Novoforo exorto et usq. in horam 14. continuato, quo ultra centum et octoginta Aedes in quatuor diversis locis sunt devastatae, piae posteritati pro memoria concinnatum, et Die S. JoJianni Baptistae sacro, Patronis suis oblatum Ao. D. 1629- a M. Jeremia Tschondero. 4. 1 Bogen. 1630. Wratislavia , Urbs Augusta , Caesaria - Regia , Metropolis Silcsiae Amplissima , Flo- rentis. Elegantis. L. Paragrammatis Mysticis ex Doctrinis Multangulariis erutis, Carmine elegiaco, nec non epigrammatis aliquot descripta; Ejusdemq; Inclito Sc- natui, Et Spectabiii Civitatis In debitae gratitudinis monumentum cledicando con- secrata, Autore Christophoro Schwartzbachio L. L. Porta Laureato Caes. Scholas Wrat. M. M. Collega. Typis exscrJpsit Georgius Baumannus. in calce haec vcrba. leguntur; Trlno , OMnls Vnl De.blta, SoLI bono, slt gratla In AXe IoVae , et gLorla. 1630. 23er Äfltyfevltcfyen ©tabt Srepla«), ferner sStbrnrng, SQSic biefelbe anberwertS überfein, ouffs nett) ümbgefertiget, ünb üerbeffcrt. Anno M.DC.XXX. Am Ende: ©cbrucft ju Sreps law, burd; Georgium Saumonn. golio. 13 Sogen. 1630. ßhri(tlid)e @l)ren ^rebigt ber teigigen £)m;faltigfeit ju ßob ünb Greifs 1630. in ber $urfff, SSernftäbt-ifcheu Sielguter Äirdjen am gcft ber tje^ligen Sretjfaltigfeit gehalten burch M. Sroachim Rollte. 4. 3 Sogen. 1630. 9JJid)aet ©otingS Phil, et Med. D. Appendix ob et tinhang $u bem Ao. 1625. auff Sefel)( cine§ ßblen 8vatl)§ ber ©tabt Sreplaw, voiber bie bantalige Infection ausgegangenen S3es rieht. 4. 1631. £>a§ Sieben tmb bie ®efcbid)fe ber ^epltgen ^ebmigiS, gebornev §ür|lin öon SRevanien, ©rops herf*ogtn in Sßolen ünb ©cbleften. efpicbeüor ausgegangen ju Sreplaro im 1504. 3al)rc: ans je^o nach laut felbtgen ©remplareä auct> bafelbft gebrudt burd; GEORGIUM Saumann, 1631. 8. 1 tlbphabet 9 Sogen. *) 1631. Publication, ©fjlicher ünterfchieblichen SanbcS Minuten, welche non ben Jperreti dürften ünb ©tanben in Dber s ünb lieber5©cbleften, nad) gecnbetem allgemeinem Surften Sage, beb jefjo l)ien üom 16. Junii biefeS iögiften 3al)re§ in Sreplaw continuirter Serfamblung, burd; einhelligen ©clflup, evlebtget werben. 3« SKanniglichtS SBiffenfchafft, aup bem Memorial *) Im vorliegenden Exemplare dieses Buches, dem E c cl e s i a s t e n Herrn H. S ch o 11 z gehörig , findet sich folgende merkwürdige Nachricht die obige Legende der heil. Hedwig betreffend: Autographum Vitae Hedwigis asservatur in Bibliotheca Lignicensi ad divum Petri et Pauli. " H. S. 8, George Eaumann der Jüngere* morial , de dato 26. Julij, extrahirct, Unb in öffentlichen Srud Uerfertt'gef. ©ebritdt in ber katffer: unb königlichen ©tobt Sreplaw, burd; ©eorgium Saumann- gol. 4 Sogen. 1631. Gtjrifllicher, Werblicher, unb 511 biefen unfern noch unfriebtidjen Seiten l)ocl)nott)iger grieben* wuntfd) am l;ei;ligen newen S«^v6toge in einer öffentlichen fPrebigt ju ©» Sernharbin tn Sreplaw getl)an burd) Sohann Seutfcffmann. 8- 7 Sogen. 1631. Hugo Grotius , uon ber SBat)rl)eit ber ßhriptiepen Steligion, attp bem lateinifd)en in§ £)euf* [che gebracht oon Christophoro Colero, 12. 1632. Oratorium Excrcitium , in quo casus quid am Jictus, actionis forensis modo tractabitur, ad d. XII- et XI. Cal. Qvinctil. -publice habenäum indicit M. E. Major. 4. 1 Bogen. 1632. M. 3'oacl). fPoflio Gratulation Srebigt, barinnen abermals bem katffer gegeben wirb wa§ beS kat)fer§ ip, unb ©ott wa» @otte§ ip, wegen ®la(5. 4. 4 Sogen. 1632. ßpripiiche fPrebigt Sei) Dedication unnb ©inweuhwng ber Stewerbawten kird)en ju ©d)wotfd), im Sreplawifd)en gürpentpumb gelegen. 21 m Sage Sttichaelid bep ©echjehnhunbert ein unb breiffigPen gapreS. ©ehalten burd) M. MichaElem Hermannum, Sienern bep ©ottlid)eit SBortS in Sreplaw ju ©. Sitar- SDtagbatcna, unb jur Wetpigen Srei)faltig£'eit. 3u Steps law bruefto unb uorlegtd ©eorg Sauman, 1632. 4. 4 Sogen. 1632. In Aeclem Schwotianam Magnifici atq. Incluti Senatus Vratislaviensis auspieiis et sunt- ptibus, Denno Instauratam, et Ipso die S. Michaelis Ann. Christian. cIjIjcXXXI. tum Reverendi, Clarissimiq. Viri Dn. M. Michaelis Hermanni, Ad D. Marias Magdalenae, et ad S. S. Trinitatis, Verbi Ministri, Concione solemni, tum Fre- quentissinii Auditorii hymnis et preeibus, Uni Trino Deo pie dedicatum, Gratula- toria, Mnemoneutica, Votiva Carmina. Vratislaviae, Typis et Impensis GeorGI Baumanni. 4. 2 Bogen. Es ist der Bogen E und F. von obiger Einweyhungs - Predigt. 1633. Scv ©tobt Sreplaw uernewerte tDrbnung, wie eS nunmehr nach abermals mehrcntheitS gePilE ter Infection, mit Groffnung, ©auber unb Steinigung ber efpauper, ©emad)er, Sette, leinen 5 gerate tmb fonp gepalten werben folle. 4, 1633. Sterne onmuttige ©cbet in Sterinen auff ©efahrlidpe ©terbenpleufften gerietet. 93falm 109. 0 .4. 3 el(r, 2Bie fo!d;c wegen twwnbgangh'cfjer borgefaffener Sanbcgangelegenbcit, ober oorige Contributiones eidfertig angelcget, tmnb nlfobnlbt eins jubringen, auf? Siinbefj gürfiiieber publiödret werben nuipen- £>en 1. Octobr. Anno M.DC.XXXXI. ©ebrueft ju Sreptaw burci) © eorgium Saumonn. golto. 2 Sogen. 1641. Danielis Czepconis Panegyricus , de asserta Svidtiicio, Illustrissimo Heroi Georgia Ludovico Stahrembergio dictus. Folio. 4 Bogen. 1641- Monumentinn Gratitudinis fortissimis Patriae , contra Tartaros Propugnatoribus , cum primis a Illustrifs. ac Celsifs, Principi ac Dno. D. Henrico II. s. pio Silesiae Duci, erectum a Chrisostomo Schultz. 4. 1 Alphab. 1642- Fidelis admonitio ad Cives Vratisl. Literatos in conclusione Demonstrationurti Catholi- carum a Coturio , Jesuita, abjectae fidei accusatos atq ; ad suseipiendam Religionen'i pontificiam, modo hypoeritis familiari invitatos, in qua ex locis communibus potissimum et Confessione Cathohca I). Gerhardt ostenditur, Coturium in suis de- monstrationibus quas vocat, Catholicis , nihil fere dixisse , quod non ab aliis Jesu- itis dictum a nostris multotics refütatum fuerit. Vratislaviae g- 7 Bogen. 1642- Scutum fidei et bonae famae telis coturianis, pro vindicanda fideli admonitione Wra- tislaviensibus non ita pridem inscripta , objectum a M. Mich. Hermanno , e Socie- tate Jesum Wratislaviae sincere praedicanti, Pastore Neapel. Breslae g- 12 Bog. 1643. Sellin #eermanS © eijiticlje £erijj!circfnng für Verfolgte, SBetnenbe onb Äremcfe, in 3. tyxt-- bigten. 4. 1644. £)re\)facl)e © rftarung ber S^unfft ünfer§ «fperrn ünb ^eptnnbeä, in Setfen, oon M. Abraham Paritius, Poeta Caes. Laureato. StepIflW 1644. 8- 1644. loh. Herrmanni Pracceptorum moralium et sententiarum Hb. III. 3lldE)tbüd)Iein für bie §avte ©cf)nt Sugenb. Sreptaw 12, 1643. Sofh JpecrmannS £eid)prebigt, gehalten grau 2bnna geb. Secftn, Jperr 50?. Henrici Klosü 9iectoriS ju ©• Stada Stagbalena ©bdi"««/ welche ben 5. ©ecember 1643. geflotbcn, in Text: Rom. VIII. 18. Sreplaw 1644. 4. 3 Sogen, 1645- Christophori Coleri, Ex eminentis Viri loh. Barclaji Icone animorum Novem hominem Genius oraloriis characterismis notatus. Breslae 1645. 4. 2 Bogen. IÖ4Ö- Prid. Eidus Vl.tiles Julianas , A. C. clolocXLVI. P er quam - Reverenclo, Excellenlis- simo, Clarissimoq. Viro Dn. Ananiae Webero. S. S. Theol. Doctorij Vratislaviae in D- Elisabetae Templo Pastori merentissimo; caeterarumq; ibidem Ecclesiarum et Scholarum Evangalicru am Inspectori vigilantissimo, Natalis L. Votiva Elegia pii affectus et ojficii ergo celebratus a Christophoro Colero. Ibidem exscripsit Georgias Baumannus. 4. \ Bogen- 1647. Geschichte der ersten Bresl. Buchdrackerev + 1647. Äuv|e0, jcboct» 2Bol;lgcgvunbeteg metifd;eg Jjpanbbud), tarinnc 250. Sabcflcn ju befhts ben K» 33erfevtiget burd) ©ottfvicb $errn, bei - ttritfymetifdjen Äunft ßiebfyabern, ünb ©eftr. Jg>ocf)tv>et)ien Katfyfs ber @tabt Sbreplaw UiUcv = 3Tenti)fcl;reibcvn» ©ebrudt 5U 58refi(aw btivcb Georgium Naumann, in Söurlegung beS Authoris, 1647- Solio. 39 SJcgen. x648. ©djreib Äalenber 2Cuff6 Satyr nnd) ßtytifti ©cbitrt, 1649» SJtit SBcrmerdung efetidjcc gewiffer Sage, an welchen baS Surften = ober £>berrectyt, fo wol ba6 Äfiniglictye SJtannrectyt, Sanbts red;t, ßeuterungf Sage, ©tabtreetyt, ©ctyoppenjhibe onb Serien bei) ©cridjten, bie ©roffe unb kleine SBoflefctyaar, in ber .ftnpfert onb Sonigl. <£tabt Sreftaw, wie bann autity baS Sanbtrectyt, fo jum Steumardt, pfleget gehalten 51t werben. 2£tten Dbrigfcitcn, Doctorn, Gan^Iepoerwanbten, Advocaten, mvb Äauffieuten, 5U bientietyem brauety fonberltcty juge« richtet: iDurcty Valentini landend Continuatorem (D. F. C. M.) nunmehr int> Srcp bnb Swanjigific Satyr. 3u Sßrefjlaw brudt§ ©eorg SSaumann. 8. 1649. Panegyricus Genethliacus Blustrissimo Celsissimoq; Principi ac Domino, Dno. Geor- gio Rudolpho, Duci Silesiae etc. cum Celsitudo ejus Ao. 1649- die 22. Januarij Natalen1 suum LV. Vratislaviae Solemni ritu celebrarct-, dicatus consecratusq; a Chri- sfophoro Colero. Vratislaviae. 4. 5 Bogen, 53 9. Die Baumannschen Erben. (xeorge Baumann der Jüngere hinterließ zwei Töchter als Erbinnen seines Hauses und seiner Druckerey. Die älteste, Maria, heirathete den Breslauischen Kaufund Handelsmann Heinrich Franke; die jüngste, Rosina, den Bürger und Buchführer Caspar Klosemann. Der Letzte übernahm die Druckerey, Schrift- giefserey nebst allem Zubehör. Der noch vorhandene Kaufbrief des schon oben genannten auf der Reifergasse gelegenen Hauses ist vom og, Januar 1650 datirt. Klosfemann lebte aber nicht lange und seine Frau ward nun als Erbin ihres Mannes alleinige Besitzerin der Officin und des Hauses. Um diese Zeit im Jahr 1662 versuchte es ein gewisser Samuel Butschky, eine zweite Buchdruckerey in Breslau anzulegen. Die Sache kam bis vor den Kaiser. Die Baumannsche Officin wiefs ihre Privilegien vor und Butschky ward abgewiesen. Rosina Klosemann blieb Wittwe bis zum Jahre 1657. In demselben verheirathete sie sich zum zweitenmale mit dem Syndicus der Stadt Breslau Andreas von Assig und Siegersdorff Iuris Vtripcsque Doctor , doch so, dafs sie als eine Baumannsche Erbin die Besitzerin der Druckerey blieb. Assig verkaufte mit Bewilligung seiner Frau das Haus auf der Reifergasse und verlegte die Officin auf die Mühl - oder Windgasse in das Eckhaus Nr. 291, worinn sie sich noch jetzt befindet. Andreas von Assig starb den 10, Mai 1676 und nicht lange darauf den 6. September desselben Jahres seine Frau. Letztere übermachte in ihrem Testamente vom 24. August 1676 ( publicatum den 7. Sept. 1676) das Haus und die Druckerey ihrer Schwester Tochter, Maria gebohrne Franken, Christoph Albrechts, Kauf-und Handelsmannes in Breslau, Ehefrau; „ohngeachtet" — lieifst es im Testament — „ defunctus maritus sie gebeten, sich gegen seinen Sohn Jo- „hann, der ihr grofsen Kummer verursacht, ferner wohlthätig zu erweisen und „wenn er sich in sein Vaterland verfügen würde, da er in der Cron Schweden „Dienste stünde, ihm alles, was seines Vaters gewesen, zu verlassen, als die Bibliothek und. das Silberwerk." 14. Diese 54 Geschichte der ersten Bresl. Buchdrackerey. Diese Fraxx Maria Albreclitixi war den 25. März 1642 in Breslau ge- bohren, verheirathete sich mit dem genannten Christoph Albrecht den 30. Sept. 1659 und gebahr ihrem Manne zwei Töchter und vier Söhne, von denen drei Söhne schon in früher Jugend ihr Leben endigten. Ihr Mann starb 1682 den 8- April, 47 Jahre alt. Sie aber erreichte ein hohes Alter. Ihr Todestag war der 12. Januar 1729. Sie ward also beinahe 87 Jahre alt. Unter ihrer Direction erhielt die Officin ihren alten Flor. Albrechtin empfieng auch von Kaiser Joseph dem Ersten ein neues Privilegium darüber, d. d. Wien den 17. November 1707. Die Confirmation desselben ertheilte ihr Carl VI. cl. d. Wieix 20. Juny 1713. Letzteres ist auch besonders abgedruckt und mit dem Attest des Raths zu Breslau versehen d. d. 16. August 1713 Um sie in ihren Rechten völlig zu sichern, ertheilte ihr Carl VI. d.d. Wien 19. Januar 1714 ein zweites, worinn alle Privilegia vom Crispin Scharffenberg an mit inseriret und bestätiget sind. Nach ihrem Testament vom 15. April 1725 {-publicatum den 12. Januar 1729) waren Erben ihres hinterlassenen Vermögens: 1. die drei Kinder ihrer an den D. Samuel Grafs verheiratheten, aber verstorbenen Tochter Rosina, Namens: 1. Rosina verehlichte Sommer, 2. Samuel Grafs, Med. D. und 3. Benjamin Grafs, Advocatus juratus-, ferner 2) ihres verstorbenen Sohnes Gottlieb Albrechts .von Baumann axxf Radaxdorff, kaiserlichen Raths hinterlafsne vier Kinder, Namens: 1. Johanna Eleonora verehlichte von Bock, 2. Carl Gottlieb, 3. Johann Ernst und 4. Christian Wilhelm, Ilaus und Druckerey empfing aber D. Samuel Grafs der Jüngere in Voraus. Dieser Samuel Grafs, der Philosophie und Medicin Doctor, wie auch der Kaiserlichen Reichs-Akademie Naturae Curiosorujji Mitglied, war den 14. De- cember 1684 in Breslau gebohren worden. Sein Vater hiefs Sa mue 1 Gr a f s und war Med. Doct. und hernach Proto-Physicus zu Breslau und seine Mutter die schon genannte Rosina gebohrne Albrechtin. Den 7. August 1715 verheirathete er sich mit Johanna Sophia, deren Vater George Eisfahrt, hiesiger Biii-ger Kauf- und Handelsmann war. Er zeugte mit ihr neun Söhne und zwei Töchter g. Die Baumannschen Erben» 55 ter. Die Druckerey übernahm er den 12. Januar 172g. Den 17. Marz 1738 "wurde er vom Rath zu Breslau Zum Stadt-Physicus ernannt. Unter ihm begieng die Officin im J. 1740 den 24. Juny das drei hundertjährige Jubiläum von Erfindung der Buchdruckerkunst, welches in allen grofsen Städten Deutschlands, wo es Druckereyen gab, feyerlichst begangen ward. Auch hier wurde in allen Kirchen darüber gepredigt, als dem Andenken an eine Begebenheit, die einen so entschiedenen Einflufs auf die Beförderung wahrer Religiosität gehabt hat. Das hiesige Jubiläum wurde den 25. und 26. Juny in den Zimmern der Druckerey selbst mit einer stark besetzten Musik in Gegenwart des Magistrats, der Geistlichkeit, mehrerer angesehenen Kaufleute u.a. gefeyert. Alle dabei veranstalteten Feyerlichkeiten, sind in einer eignen Schrift beschrieben , die wir zum Theil zu dieser Biographie benutzt haben und deren vollständigen Titel wir aveiter unten anführen werden. *). Zum Gedächtnifs dieser Begebenheit liefs auch Grafs eine Medaille prägen. Sie stellt auf der Vorderseite die Bildnisse Guttenbergs und Fusts mit denen darunter befindlichen Anfangsbuchstaben ihres Namens I. G. und I. F- vor, mit der Um- und Unterschrift: der Buchdruckerkunst Erfinder 1440 in Mainz. Auf der Kehrseite sieht man das Buchdruckerwappen, welches Kaiser Friedrich III. sammtlichen Kunstverwandten ertheilte, in dessen Schilde ein doppelter Adler mit einem Winkelhaken und über dem gekrönten Helm ein Greiff mit zwei Druckerballen in den Klauen befindlich ist. Darunter folgende Schrift und das Datum: Als Guttenberg und Faust den Bücher druck erdacht, Ward Wahrheit und Verstand in helles Licht gebracht. Drittes Jubiläum 1740 den 24- Junii. Die Medaille selbst ist von dem damals berühmten Breslauischen Medailleur Kittel- N ach *) Noch lebt ein Veteran unsrer Stadt, der diesem Jubiläum als Jüngling beiwohnte. Es ist dies der verdiente Ecclesiast bei unserer Haupt - und Pfarrkirche zu St. Elisabet Herr Hieronymus Sclroltz, ein grofser Freund und Kenner der schlesischen Geschichte , dem wir auch mehrere schätzbare Beiträge zu dieser Schrift verdanken. 56 Geschichte der ersten Bresl. Buchdruckerey» Nach, der Besitznahme Schlesiens von Friedrich dem Zweiten, Könige von Preussen, suchte Grats um eine Bestätigung seiner Privilegien nach und erhielt sie d.d. Potsdam 20. November 1742. D. Samuel Grafs starb den 28- November 17451 a Ü 61 Jahre. Beinahe noch drei Jahre führte darauf seine hinterlafsne Wittwe die Di- rection der Druckerey. Dann übergab sie dieselbe im J. 1748 ihrem zweiten Sohne Carl Wilhelm Grafs, mit welcher sie nun den Namen der Druckerey der Baumannschen Erben verlohr und von ihm den Namen der Grassischen erhielt. Da die vorhin genannten Besitzer der Officin keine gelernten Buchdrucker waren, so war man genöthigt, Factore zu halten, denen man die Aufsicht über die Arbeiten in derselben anvertraute und unter deren Namen die Bücher und Schriften aus der Presse kamen. Der Zeit nach waren es folgende: j. Gottfried Gründer. Ein Anverwandter George Baumann des Jüngern, in dessen Lehre er auch gestanden. Er verwaltete sein Amt vom Jahr 1650 bis 1663. 2. Johann Christoph Jacob. \ Sein Vater war ein hiesiger Buchführer und biefs Christoph Jacob. Ersterer wurde gebohren den 22. November 1635, lernte die Kunst unter Gottfried Gründern und stand nach seinen Reisen wieder unter demselben, bis er, da dieser im J. 1663 wegzog, vom Herrn von Assig zum Factor angenommen wurde. Er heirathete eine Tochter M. Johann Grünwalds, Namens Rosine und erkaufte sich im J. 1673 eine eigne Druckerey in Brieg. Er starb den 15. September 1689- Nach ihm kam wieder der obige 3. Gottfried Gründer. Er verwaltete von neuem das Factorat von 1673 bis 1681. Ob er aber 1681 gestorben oder wieder abgegangen, weifs man nicht. Ein Gottfried Gründer druckte 1711 zu Brieg Herrmanns Masl o gr ap hi e: ob es vielleicht sein Sohn war, ist ebenfalls unbekannt. Johann 9. Die Baumannschen Erben. 5j 4. Johann Günther Rörer. Gebürtig von Königssee aus cler Grafschaft Schwarzburg in Thüringen, verwaltete das Factorat v. J. 1681 bis 1699, welchem Jahre er im Monat April seinen Abschied nahm und in seine Vaterstadt zurückgieng. 5- Johann Jancke. Gebürtig von Lübben in der Niederlausitz, lernte die Kunst in Frankfurth an der Oder, conditionirte hernach in Wittenberg, Leipzig, Jena, Erfurt, Breslau, wo er im J. 1663 postuliret, in Btieg und wieder in Frankfurth an der Oder. 1 lier. lieirathete er und ward darauf nach Breslau verschrieben. Den 1. Mai 1699 trat er sein Amt als Factor an, welches er beinahe 19 Jahre verwaltete und in dieser Druckerey zusammen 26 Jahre in Diensten gewesen. Er starb den 24. April 1718. 6. Johann Theophilns StraubeL Gebühren den 24. Jan. 1677 zu Frankenhausen in Thüringen. Er war von 1710 bis 1718- Buchdrucker in Öls, woselbst er 1710 die grofse Pest mit überstand und in dem Flause seines Prinzipals der Einzige war, der mit dem Leben davonkam, und eben so glücklich der ihm drohenden Gefahr, lebendig begraben zu werden, entgieng. Den 24. Apr. 1718 ward er von Frau Maria Albrechtiii in seinen Posten als Factor eingeführt und in Gegenwart ihres Sohnes, Gottlieb Albrecht von Baumann auf Radaxdorf, des D. Samuel Grafs und des Stadtvogts Zacharias Machnitzky, den Kunstverwandten der Officin vorbestellet, deren Namen uns Straubel selbst noch hinterlassen hat. Es waren: O ' Johann Pretel, Christoph Schlichen, Christian Friedrich Giintzel, Christoph Scheer, Heinrich Polack, Johann Schultze, Heinrich Mühlstephan und Johann Jacob Heyer. Straubel verwaltete sein Amt über 35 Jahre mit vieler Treue und starb nach einer langwierigen, schmerzlichen Krankheit an einer gänzlichen Entkräftung den 6. Mai 1753 über 76 Jahre alt. Sein Leichnam wurde auf dem Kirchhof zu St. Elisabet begraben. Er gehörte zu den thätigsten und redlichsten Factoren der Officin und ward als ein frommer und treuer Diener seines Herrn ungemein bedauert. 15 Dis 58 Geschichte der ersten Eresl, Euchdrack-erey* Die Officin selbst erhielt sich während dieser Zeit in ziemlichem Flor« Drei Pressen waren wenigstens beständig im Gange. Auch scheint die Glesse- rey noch eine Zeitlang bestanden zu haben; war aber unter Grassen nicht mehr vorhanden. *) Von den durch die Baumannschen Erben gedruckten Schriften haben wir noch folgende aufgefunden: Ohne Jahrzahl: In fatales Turris et Tempil Elisabetani Vratislav. Casus, ©nhouvff be§~ &f)UW§ onb ber Äircfyen gu (glifabett) tu Zrejltaro ©infaßd. ©ebrucft gu SBreptam in bei - Sans manntfcßen Svucterep burcß ©otifrieb ©runbern. Wahrscheinlich vom Jahre ]65o da die Thurmspitze 1529 herahfielden 10 und i5 . August 1649 Pfeiler sammt der Orgel einstürtzten undüm dieses Jahr erst Gründer sein Amt als Factor antrat. 2650, Sefd);©evmon, über ben plofelidjcn bod) feeligen Jg>intvitt, te§ vre^lonb (gbrcnueffen, unb SBolgeodjten jjperrn ©eorge Naumanns, ffiurgerd unb S3uet>brucFer§; ber ©tabt §3ve{jhm>*, 2BeId?er an bcm 9teuen SatyrSsfag biefcS eingetretenen 1650 3al)r§ be§ 2£benb§ groififyen 7 unb 8 Ufjr, nuß tiefer muffeligen. SBelt abgefcfieben, ttnb ben 5 Senner, Gfrifitid&em braudje nad), bep ber Jtirdjen 51t <2f. Zarbara bepgefefget werben, Zep focfanfefligcr unb Zollfreierer Sepultur gehalten Pen M. Caspare SBolfafrt, .Archi-diacono unb Seniore bep ber Äircfen gu ©t. ©lifabetf. 4« Zogen- I-Iinter dieser Frede folget: Srefhöebancfen, über bem »ierool plofjlicfen iebod; feeltgen Eintritte, be§ toeptanb ©fs renoeften, unb SSBotgeacften jfjerrn ©eorge 33aumanm>, SBttrgerS unb ZucfbutcferS ber ©labt Zr'eßlatO : Aufgefegt oon M. Johann Friedrich ©eftoef, Diacono 51t ©f. ©tifabetf). '4. 1 Zogen. Dahinter folget: Diuturnae Memoriae Viri Honestissimi, Integerrimique, Civis apud Vratislavienses Lauclatissimi; Typographi ibidem Solertissimi atqne Assi- duissimi, Du. Georgl Baumann, Ipsis Calendis Januariis Ann. clolocL. piam bea- tamq ; quamvis celerrinio fato, mortem apti ■, ab Amicis , rneritissimo Ipsius , conse- crata Epicedia. Ejusdem B. Bau mannt Typis Vratislaviae impressit Gottfridus Gründer, Defuncti Cegnatus. 4. 3J Bogen. Hinter diesem folgt: ©ebäctjtnufj5Siufttt, auf Jfjenn ©eovge Zaumannä, ffiürgcrS unb Zucfbrucferd aflftcr, gwar uf)r = plclglicf)cn boef feeligen Eintritt, Sn foef fteo epl bep anbrer Unmüffe entworfen oon Christophoro Colero. 4. 1 Sogen« 1650« *) Sämmtliche zu diesem Abschnitte erforderlichen Nachrichten sind mühsam, theils aus Kundmann, theils aus handschriftlichen Aufsätzen und Notaten, theils aus Testamenten, Kaufbriefen, Tauf-, Trau- und Todtenlisten und Leichenpredigten zusammengetragen worden. g, Die Baumannsclien Erben. 5g 1650. 3f^otccfcv Drbnung ünb Sara, ber Äai)fec ; » nb Äontglicßen Stabt SSreßlavo (ungerichtet ünb publicirt Anno 1650. SSrejjlaiv, in ber S3aiunannifcl;en Sauferei;, brucftS ©ottfrieb ©rim* ber. gölte. J 8 Sogen. 1653. 3. 91. 3. Sencf 5 onb Santf ;9Jt-a{;I, 33on 93eW;rung biefer ganberr, 2fu§ bcm dpevjben = 511111 ßl)rijlentt;um~; in furzen teutfclpeii ®ctid;tcn aufgerichtet; Unb bon etlicher, tjernod) genau* bter, greifen:* trnb 2£belid;cr, Sei; bem Gymnasio 51t ©t. 93?ar. SKagbat. in SSreßlavo ftubicrenber Sugenb, ben 22. ÜUterh, beß 1653. 3ub»§, 3um Söefdfluß ber SubrmartftSs gei;er, öffentlich bargcftellet. Sreßtaw, 3n ber 58aumannifd;en Sbrucfevet), brusftS ©ott* fvieb ©runber. 4. 1654. Ser Äai;ferlid;en ünb jt'fjonigtic^en ( Stabt 23reßfan> 9?eit> Revidirte unb üer&efferfe ÜKnhfetr» örbnitng. Publiciret ben 16. May 1654. öreßlait», 3n Saumannifcber Sauferei; brucftS ©ottfrieb ©runber. golto. 1655- J. N. J. Mnemosyne Diei Nominaiis hodie feliciter reversi, Viro-Juveni Eximio, Hu- manissimo, Doctissimo Dn. Ephraim Heermanno, Athenaei, dum flbrebat, Glo- goviensis Con - Rectori solertissimo, etc. a nonnullis Gynin. Vrat. M. Magclal. Alu- mjiis d. IV. Non. Sept. A. Epochae C. cloTocLV. Wratislaviae, Typis Baumanniams exprimebat Gottfried Gründer. 4. i| Bogen. 1655. Lanx Satura De Pace Sacri Romani Imperii R.eligiosa, In Offcina Bonarum Mentium Elisabetana, Stilo Et Filo Declamatorio VI. Kai. Junias Anni clolocLV. A Juven- tute In Solenini Distribuendorum Donativorum Panegyri Exhibenäa, Directors Christoph. Colero Eloquent. Iiistor. Et Politiccs Profefs. Pub. Vratislaviae Typis Bau- mannianis exprimebat Gottfried Gründer. 4. 1 Bogen. 1657. J. F. Diatribe Declamationum Nonnullarum Ex Epistolis Phalaridis, Agrigentinörum Tyranni, adornatarum, D. XIII. Septemb. An. Christ. cIoIocLVII. in Gymnasio Magdalenaeo habenda, dueto M.. Johann Fechneri. Wratislaviae Typis Bauman- nianis exprimebat Gottfried Gründer. 4. I Bogen. 1658- Honorifica Nqminis Memoria , Nobilis, Clarissimi, atq; Experientissimi Viri , D11, Elasii ©let){Irnberg Leorini, Medic. Doctorandi, Olim apud Hainovienses in Ligni- censi Ducatu Physici Ordinarii; Hactenus autem in Incluta Vratislaviae Urbe per annos complures Medicinae Practici, Utrobiq; et sollertis nec infelicis: derepente primum attonito corporis stupore peregre prostrati, et brevi post Pridie Calend. Ao- vembris Anno Christi 1658- aetatis autem ipso sexagesimo ad exituni jam properante Vratislaviae exstineti; non nullorum Carminum monumentis ab Amicorum affectu con- secrata. Vratislaviae, Typis Baumannianis. exprimebat Gottfried Gründer. 4. Bog. 3 :659. "Jfuff ben Sobllidjen Eintritt beß SBoßU (übten, © eßrengen, unb efpoeßbenambten efperrn © res gor SMeberS, Seß 3vatt)S, unb ivo!;lucrorbnetm SauberrenS, bei) ber Äa^fer* unb Äbnig* ließen 6o Geschichte der ersten BresL Buchdruckerey* ftcfjeri $au!pt«©tabt fSrc^tnu 5 2Bie aud) treuen Sotfiebern ber Äird;e ju ©t. Star. SStag« bat. bafetbft; 2Betd)er na et) bep Mer()od;ffen unerfovfci)lid)eni 9icitl> unb 2BÜIen, ben 10. Sut. btcfeö tauffenben 1659. Sat)re§ im 56. 3a()r feincg ?ntcv§, Äurfs für entjlanbcner fdjrecflicben geuer§ = Srunft, fid) begeben5 3« fdpilbigen Stiren, unb rühmlichem eingeben« fen auffgefeljte ®rab-©elidpte. Sreptau, Svucft» ©ottfrieb ©umber, Sauntannifdjer Factor. 4. 1 Sogen. 1660. A, H. Nuptiis Gasto - Freiioaldianis, Wratislauiae Silesior. III. Febr. Ann. MDCLX. Feliciter Adornanclis; Faventiam et Voventium Amicovum Fausta Acclamatione , Con- secrata Fpithalamia. Typis Baumannianis exscripsit Godofredus Gründer. 4. 1 Bogen. 1660. 9?en> -- Sflbrg = Sieb, 3fuff ba6 16 ofte 3'at)r Sl)rifti, Sern allein un(lerblid)en ©Ott ju Sbren, Unb benn*, ©tuen 2Bo( = ©bleu , ©ejtrengen , ©bienuejien, Jpceb« unb SBolbenambten jperren 9t. 9t. Praesidi unb Stattjmannen, 2)er dfaiferlieben unb Äoniglidjen ©tabt Srep« laro. ©einen infonber§ ipocbgeebttcn .fterren, unb djodpucrtben Patronen- ttup fct)utbig« fjer Submission übergeben Son Stobiaä 3eutfd)nern, Not. Caes. Publ. unb Örganiflen $u ©t. 50tar. 9)?agbat. in Sreplavo. Sreplaro, ©ebriuft bitrcl) ©ottfrieb ©ritnbern, Sannum« nifdjen Factor. 4. f Sogen, enthält 10 Verse auf 4 Stimmen gesetzt. ♦Ohne JahrzaM. *Concert , 9tun bandet alle ©Ott, ber groffe Singe t()llt, !C. ®?it 4- Vocal- Unb 10. Instrumental - ©timmen, fampt bcm Basso Continuo, ©Ott förberft JU ©breit, Unb benn Senen SBobSblen, ©ejtrengen, ©bleu, ©rop«tfcptbaren, Jpocl)«unb SBotges (arten, ©brenueften, .jpod) « unb SBotbenabmten Jjperren 9t. 9t. Praesidi, 9tat()mannen Unb Syndicis, £>er Äaifer 5 unb Äonigticbcn ©tabt Sreplavo. ©einen infonberS -fpocbge« c()rtcften Herren, unb jpocbgeneigten Maecenaten, Componiref, Dediciret, unb bicnft« fertigft offerirct Son 2Bolff;©rnjt Stotben. Srcplan), ©cbrucft bureb ©ottfrieb ©rünbern Saumannifcpen Factorn. gol. 6 Sogen. 1661- I- Ff- I- Solemnitas Parnassia Onomasteriis Excellent.ifs. Clarifs. Doctissimiq; Viri, Do* mini M. Eliae Majoris. P. L. C. Gymn. ad D. Elisab. quod est. Vratislaviae Recto- ris et Professoris etc. A nonnullis Nominis ejus Cultoribus Bonarumq; Artium Alu* mnis A. Redempti Orbis clolocLXI. d. XX. Julii etc. Wratislaviae, Typis Baumanpia- nis exprimebat Gottfried Gründer. 4. 2I Bogen. 1.&61. Capitulation , Son Anno 1645. SBie folebe anjc|o 51t ©inbrtngung Siner « uon ber 9tom: Äaiferticben aud) ju ^jungarn unb Sopaimb Äonigl. SJlapt. Saferem tfliergnäbigjiem Äaifer, .Sonig, unb J^erren, an bie £od)(ob(. 4? erccn güvftcn unb ©taube, tfüergnabigjt begebt« ten Eventual - 3mrden dpülffe, an ftatt eines anbern .frepgeftelleten modi Extraordinarii, in biefem jperhogtbumb SDber « unb 9tieber«©d)!efien, practiciret tuerben foK. 5m 5a()u 1661. Sreptö», gebrtuft burd) ©ottfrieb ©rünbern, Saumannifd)en Factorn. gotio, 6 Sogen. 62 Geschichte der ersten Eresl. Buchdrucherey, Christoph. Jacobi. Anno cloTocLXVII. Folio. i5 Bogen. Mit den Bildnissen der damals lebenden Raths - Glieder. 1667- Phoenix Redivivus, Ducatuüm, Svidnicensis, et Javroviensis. ©et ruicbcr; Ictcntigc' fPP&nijr, ©et bebten gurjlentpumer, ©cpmeibnip, Unb Sauer. Autore, Ephraim Igna- tio Nasone, ICto, Supremae, Regiaeq; Curiae, Ducatus Silesiae, Concipista. Srefiiau, Sn ber Saumannifcpen (Erben ©rueferep, ©rudtS Sopann ßpviflopp S'acob, Factor. Sni Sapr 1667. 4. 1 2Üppab. 20 Sogen- 1668. ©eo Äapferin Set;Sud;, (mit Jpoljfcpnitten) Srefjiam, in ber Saumannifcpen (Erben ©rit; deren brucft§ Sopann (Epriftopp Sacob, Factor. 1668. 12. 1 "Kippab. 4^ Sogen. 3668. SDcr Jtapferlicpen onb Äpbnigiicpcn ©tabt Sre(Kaw Hup neu ilmgefertigte, oermeprte unb uerbefferte Sau; ©rbnung. ©ebrueft unb publiciret im S«pe 2668. 3« ber Saumannifdjen (Erben ©rueferep, brueft§ Sobann (Epriftopp S^tob, Factor, golto. v 14 Sogen. 1671. Sepiagen ju beut 0te|"felrobe Jjapfelbifcpen Statui Causae geborig. Srejliau, Sn ber Sauman; nifeben (Erben ©ruclerep brucftS So()- (Epriftopp Sacob, Factor. 1671. 4. 4 Sogen. 1672- ©er Änpfer ; unb Äbntglicpen ©tabt Srefstaro Huffgcricpte SBecpfel ;©rbnung. Anno 1672. Sreflau. S» ber Saumannifcpen (Erben ©rueferep, ©rucf(§ Sobann (Epriftopp Sacob, Factor, golio. 3 Sogen.' 1673. ©b (Ein Sebrecber in feinem ©lauten bie ©eligfeit erlangen forme? Scrafpfd)iagung SBeiianb ©cfj Söoi; (Epl - ;murbigen p. Julii Caesaris Coturii, Societatis Jesu, Efhmmepro Hufj ber £ateinifd;en in 2eutfd;e ©praepe überfept Scn (Eppraim Sgnat. 9?afo oon SomenfeB. Srefj; lau, S" ber Saumannifd)en (Erben ©rueferep bvucftS Sopann (Epriftopp Sacob, Factor. 1673. 12. 14 Sogen. 1673. Fellus Aureum Quindecim Romnnorum Regum et Caesarum, Gloriosissimae Archidu- calis Domus Austriacae, Ob Solennia Nuptialia Inter Augustissimum et Invictissi- mum Caesarem Lcopoldum, et Serenissimam Archiducem Austriac Claudiam Felici- tatem, Graecii in Styriae ig. Octobr. celebranda 1 In contestationem laetitiae pu- blicae compcndiosissime concinnatum, Anno quo DoMFs AVstrla noVa beatVr feLI- CItate. Vvatislaviae In Haeredum Baumannianorum Typographia exprimebat Godo- Jredus Gründer. 3. 2 Bogen. 1676. ©er Jtapferlicpen Pub Äponiglicpen ©tabt Srcfjiau, ©tatuta unb ©rbnungen, aup 9?cu umbgefertiget Anno M.DC.LXXVI. Sreptau, in ber Saumannifcpen (Erben ©rud'ercp brucftS ©ottfrieb ©runber. goiio. 11 Sogen. 3676. Publication ©er ©eftnbeS;©rbnung, 2Btc fo(d;e Sen benen iSjcd; ; unb ßobi. £erren Sur; ften ttnb ©tanben im efperpogtpum ©ber# unb ©lieber;©cpieficn, piebeoor ben x. Martii An. 1652, ben 20. Octobr. Anno 1653, unb 16. Julii An. 1654, als auep ned;ftpin jvieberumb ben 18* Septembr. biefcö abtauffenben. 1676^11 SaprS befcplpffen, erfrifdpet, gefepärffef, f). 13ie Bauman 11 sche 11 Erben» 65 gefchch'ffct, unb »erwehret worben, unb im Sanbc fcep bcnen 3Birtl)fd)afften umiachbleiblid) gehalten werben fol. Ausgefertigt ben 9. Novembr. Anno 1676. Sßreplau, 3n ber S3auz mannifchen (Erben ©ruderet) brucftS ©ottfrieb ©rtmbcr. golio. 4 ©ogen. 1680. © er Jpoch = unb Hbblichen Herren gürfien unb Staube im Jpcrhegtbum ©ber ; unb Weber; Sdfcficn 5Fceue I»/ectz'o?zs-©>rbnung, De dato SBrejUau ben 14. Fehruarii 1680. ©ebrueft 311 S^rejilau, Sn her £aumannifd;en (Erben SSuchbruderct), burch ©ottfrieb ©vfmbern. go(. 9 Sogen. 1680. Mcdicüu\d)e$ $ eft Consilium , cntvoovffcn üon benen S3rej;lauifd)en Pbysicis im Söhre (EhrijH M.DC.LXXX. ©ebrueft ju Q?re£lau 3n ber Seiumnnnifd;en (Erben SBudjbrucferct) burd; ©ottfrieb ©runbem. golio. 12 Sogen. 1684- Capitulati'on in Anno i684- SBie fotcfjc ju (Einbringung © inet üon ber Siom. Äaiferlichen oueb 511 fpungarn unb Sobaimb Jlonigl. Sliapt. Snfcrm Allergnabigjfen Äaifer, Mnig, unb Jperrn, an bie Jpodfobl. Vjerren gürflcn unb Stanbe, Allcrgnäbigf begehrten Sütcfen JPütffe, anftatt eines anbern frepgeflellten modi Extraordinarii, in biefem J>erhogtl;umb ©ber; unb fJlicber; Schiefen practiciret werben füll. Srcfjlau, gebrueft burd) 3ot)avm ©üntber 9?6rcrn, Saumannifcbcn Factorn. golio. 6 Sogen. *Ohne Jahrzahl. *23eIIjtdnbige Jbirdjen; unb Jpau§ ; f)Jhiftc, Sarinn auferlcfene © cfdnge / ?3föiiuen unb Hymni, auff bie gewohnliche Sonn; unb gefGSage, auch fonft in a(!crt;anb Anlies gen nüblicl) 51t gcbraud)en, in guter, richtiger ©rbnung begriffen; ©uvch ©. 9)?artin 2tts tbern, unb anbere ©ottfurditige Scanner gefMet-, So mctjventtjcflS Anno 1611. 5U ©ors lih in ©rud aufgegangen: Anjcho aber ju bef AKerl)bd}flen Hob unb (Ebr, auff injtdnbi; gcS Anhalten ©bvijUidjer Jper(jen, 511m Siebenten mal auf gefertiget, unb mit otclen ©eifD veid)en ©efangen, nebft il)ren fKclobepen, 0 er mehr et unb gebeffert. Sanupt ©repen nufjs baren Ofegiftern. Cum Gratia et Privilegio. SrefHau, 3'u ber ffiaumannifd)en (Erben ©ruderet) brucftS Sohann ©üntber Storcr. 8. 2 Atptjab, 22 Sogen. *; i638- *) Aus der Vorrede dieses Buchs ergiebt sich, dafs schon Crispin Scharfenberg, und George Bau mann, Vater und Sohn, das in Breslau eingeführte Gesangbuch der evangelischen Gemeinden gedruckt habe. Iiier ist die darauf sich beziehende Stelle: „Unter tncldjcn benn mit S55at>rt;eit ju rftfemen, nidt)t allein bie oor geraumen Satjrer. alliier in ©DSfX feetig »crjtorbene £etr ürifpinuS Scharfenberg r " n& £err .©corge Naumann, ber Eitere, fon» bern auch biefeS ©ot;n, Jg>crr ©corgc Naumann, SBevätjnite ffiudjbrucfec attfjier, unb nad) feinem fee» ligen 2tbleben, beffen Eoban: .Sperr Safpar Äleßmaun, -ffiudjfütjrer, als ireldje nad) unb nad) unter» f&iebne bergteidjen Sieber mfitjfam gufammen unb in ®ruc? bracht, oornehmtid) aber, ba§ nid)t unbekannte »oUjfdnhige ©cfangbud), unterm Titul ooltftdnbige Äivd;cn unb ^au« = Music, mit gvopen Unto» iten sum ©ed)(ienmate joicbevumb aufegen laffen," Unb 6% Geschichte cler ersten Bresh Büchel rucker ey« 1-688. Johannis Neubarthl continuirtn 9Zeu« unb 2Cttcr ©chrcib «Galenber, "Muff ba§ Satyr nad) ber ©ebuvt Sfcfu M.DC.LXXXIX. Sarinnen nebenft bem Souff unb oorn'etymfte« 2tfpecten berer Planeten, tmb üermuthlictyer SBilferung, ©rwctyUutg, unb anberer Statur« ticken unb 5D?cnfc^)Iici;en 3ufaHea, auety ber ©onrten tmb bc§ SOt.onbeS 2Cuff = unb Untergang, £age6 = 2lnbructy unb Sange, auff 51. ©rabgeredtynet, jtt befinben ijt. 3um ©ebrauety ber Sanbe ©etytefien, üaufity, unb anberer benachbarten SDcrter, mit gleiß geftellet unb be« fchrieben. Cum Gratia et Privil. Sac. Caes. Majest. ©ebrueft 5 .1t Srefjlatt. 4. 1696. «Der Äat;ferfid)en mtb .Kty&niglictyen ©tabt Srefjlau Urabgefertigte unb üerbefferte ©äffen «SR ei« fter Örbnung. 3m Satyr M.DC.XCYI. Srefjlau, in ber Saumanuifchcn ©rben Srucfetep brmftö Sotyann ©ünttyer Storer, Factor, golio. 4 Sogen. 17.00, Settel«Srbnttng 25cS fianbeS ©ctylcft'cn, ÜBie'eS fowohl mit benen ttujjlanbifctyen unb grembben, als? Sntanbifdtyen unb ©intyeimifd)en SSettlern, unb bemttniiutty folle gety.alten werben. Sefchlof fen in öffentlicher ganbe§«3uf« unb Sobl. Herren Surften unb ©tan« be ttbgeorbneten, 25en 6. Novembris Anno 1700- Srefjlau, 5" ber ffiaumannifctyen ©r« ben Suctybntcf'crcn, brueftä Sotyann Snntfe, Factor, ^olto. 3 Sogen. ijco. £>er dtatyferlictyen önb Attyoniglid;en ©tabt Srefjlau SZeue ipeb «tfmmen £5rbnttng. Srefjlau, in ber Saumanmfctyen ©rben Srucferep SrucftS Johann Sancfe, Factor, golio. 3 Sogen, d. d. 21. April 1700. 1704. 25er Äatyfer unb ^onigl. ©tabt Srefjlau, fPolicep « unb .SUeiber« Orbuung. Srefjlau, in ber Satfmannifchen ©rben 25rucfercty, brucftS Sotyann Sanefe, Factor, golio. 2 Sogen. NB. ©3 wäre ju wünfdfjen, baß biefe .Sieiber «Drbnrmg in unfern jetyigcn Seiten wieber in Ausübung gebracht würbe, boety biefeg wirb wotyl unter bic pta desideria getyoren. 25er ©eltenheit wegen ifi hier ber britte, oier.te, fünfte, achte unb nennt« 2Cvti?el beigefügt worben. SEBic folget : Drittens, werden denen von Zunfften und Zechen, ihren Eheweibern und Kindern, über obige No. 1. fpcificirte Sorten, alles Sammet, und kostbare Seidne Zeuge, vor! gesponnenem Gold und SiLber verferligte Knöpffe, insonderheit die von Gold- und Silber - Stück, oder auch nur von dergleichen eingetragenen Zeugen gemachte Mütz-Bodem, Kappel, und Lätze, wie auch die goldene Ketten und Armbänder, aufsdrücklicli untersaget, und sollen Sie mehr nicht, als Taffet, und Ferentin, halb-Seidene Zeuge, ein paar Schnur Perlen umb den Unb weiten nidjt weniger rutymticty ift, ein S33evC in feinem Sßotytflanbe ju .ertyalten, als anjitgeben : 2US tyat ingleidjen ber ©eetige, SfBeitanb ©rbe unb 35efi(ser ber SSaumannifctyen ffiuctybructeret), £erc Gtyri« ftopty Ittbrectyt, sgürger unb £anbels.« ®lann bifjfalts nicht minber feinen Styrifllictyen ©rffer octfpören taf? fen, inbemc burety feine unb beffen tyinterlaffnen grauen SBittib SBcfbcberung, biefe frgencmtUe Äirctyen unb dbaujbMusic, nietyt alleine jum neuntenmate in ©ruet bef&vbert, fonbern atuty mit rieten ©eifi«ee.iv ,cf;cn ©efängen rermetycet wovben» den Halfs, doch die nicht allzu kostbar, und Ringe mit Steinen zum höchsten 3o. Fl. r. werth, wie auch Silberne oder vergoldte Gürtel zu tragen befugt seyn. Jedoch wird der Krätschmer - und Part - Crämer-Aeltesten, wie auch der Reich-Cramer Ehe - CoTzscu-tinnen eine goldene Kette zu tragen freygelassen. Zum Vi er dt en, Werden dem Gesinde, alfs Kauffmanns - und Herren Dienern, Handwerks - Gesellen , Dienst - Weibern und Mägden, nicht allein alle obige und bey No. 1. 2. und 3. genannte Stücke ernstlich verbothen, sondern auch keine andere Kleidung, als von Wolle, und zum höchsten von Carnel-Haaren, wie auch endlich ein Silberner Gürtel erlaubet. Und. nachdem auch Fünfftens durch die stets veränderliche Mode das gemeine Weibs-Volk den Vornehmen Personen alles gleich machen, und dadurch der in einem gemeinen Wesen nöthige Unterscheid in den Ständen zerrittet werden wil; Als verbitten Wir hiermit nachdrücklich, dafs kein Handwercks Weib, Tochter oder einiges Dienst - Mensch einen Manteau , oder auffgesteckten Schlaff - Rock zu tragen, sich nicht unterstehen sol. Zum Achten dem Luxui , und der Pracht der Wagen, länger nicht nachzusehen, sondern solchen zu restringiien die Nothwendigkcit erfordert, so verordnen Wir, dafs keiner, als die Doctores, Kauffmanns - Aeltesten, Kirchen -und Hospital - Vorsteher, Bürger Capit.am, und diejenigen Gelehrte und Kauffleute, so zwanzig Jahr lang Bürger allhier seyn, sich der Wagen bedienen mögen, doch sollen dieselbigen nicht vergoldet, und nur mit Leder, Wollenen Tripp, oder einländischem Tuch gefüttert seyn; Wie denn auch denen Gast-Wirthen vor ihre Gäste einen Wagen zu halten unbenommen verbleibet. Desgleichen stehet denen Zunffts - und Handwercks - Persohnen, so ihre Nahrungen, mit Pferden treiben müssen, alfs Krätschmern, Färbern, Fleischern, Tuch- scheerern, Hirdlern, und Lehn-Kutschen, jedoch nur zu ihrer Nahrung, keines Weges aber vor ihre oder der ihrigen Persohnen, Pferde zu halten, frey, denen andern allen werden die Pferde und Wagen verbothen. Letztlichen und zum Neundten, hat auch der Ueberflufs und Hoffarth bey Hochzeiten und Kindtauf- fen, dergestalt über hand genommen, dafs verschiedene Persohnen ihr Vermögen so Sie zusammen bringen sollen, und sicln bey diesen kummerhafften Zeiten, damit hätten nähren können, theils auff die Hochzeiten, theils auff die Kindtauffen und Sechswochen - Bette verwendet; Dannenhero verordnen Wir hiermit ernstlich, das bey Vermeydung empfindlicher Straffe bey den Hochzeiten kein Uberflufs mehr sol gebrauchet, noch die Sechswochen - Bette mit so kostbaren Seidenen Vorhängen, und überflüssigen weifsen Spitzen nicht behangen noch bebrämet werden sollen. 1706. 9to(&tuff ber Gf)ren Leopold! I. Magni, Ober £ifiotifc&e M = tmb ©ebene! * «Hebe, ic. enf* roorffen üon ©ottfrieb ©duil^en, Phil, et Med. Doct. utib Practico. Srefjlau, in bet S5flumannifcfjen ßrben £)vucfevev) brucftS Sol). Sande, Factor, 4. 1 üChpfp 22 Sogen. 17 1740. 9. Die Baumann s chen Erben, 66 Geschichte der ersten Eresl. Buchdrackerey* 1740. J740. Germanum Typographiae Decus In Actu Publico Oh Distribuenda Magnifici Senatum Praemia Solenni Die XVI. Junii A. C. MDCCXL Iloris Locoqtie Consvetis A Jv- ventvte Gymnasii Elisabetani Selecta Considerandum Significat ^ot)öim @Ottticb Seid)s fei, P10-R. Prof. et Bibliothec. Elisab. Vratislaviae In Officina Baumanniana Ty- pis Exprimebat Johannes Theophilus Straubel, Factor. Fol. 1 Bogen. Srefslauifcheä S"beG®ebäcI)tnüf3 Ser »or Srephunbert Sohren erftinbenen Q^itdjbvncievfitnf?, Sti einer Sotlftanbigen ©nmmlung alles begjentgen SBoburch im 3al)re ©iebenjetmhunbert unb Dicrgig Sn ben Srep (Sücingelifdjen .fpaupt s unb fPfarr;Äird)en ber ©tobt Srefjlau Ilm Jfefte SobanniS in benen orbentltctjcn Srebigten, unb juoorber in bcpbcn Goangelifchen Gymnasiis bafelbft, 2lud) fonft oon anbern gelehrten gebern, Sei) ber öffentlich bar üb« angeheilten greubensSe^eugung Ser in Srefilau über Smephunbert 3al)re fcb)on biül)enben Saumanni; fd)en Sudjbrucf'erep Sa§ bancfbare Änbeiufen biefer ebten (Srftnbung jum greife ®otte§ Giiu ftimmig erneuert roorbcn. Sreflau in ber Saumannifcben (Srben SucbbrucFerep; brueftS Sohann SEheopi) ©traubel, Factor, 1740, 4. 12 Sogen. Sie 2 Actus 14 Sogen. Sie Carmina Sogen. Sie 51t 5>ol;Inifd) 2Bartenberg in ©cbleften Sen 4. gionembr- 5fnno 1742. frühe ätt)ifd)en 2. unb 3. Uhr au§ Senuahrlofung entfknbene heftige geuerSsSrunft, 9BeId;c btefe arme ©tabt bis 'auf ben oierbten Sheil in bie 2Cfcbe geteget. SJiad) ben it>ahrl)often Umftänben befchrieben uon Sanicl ©omolcfen Sürger unb ©räupner altba, SBelcber aucl) feibft mit abgebrannt. Cum Censm-a. Srefslau, in ber Saumannifcben Srben Sucbbrucferep, brucftS Sol). Sheoph- ©traubel, Factor. 8. 1 SSogen. Almae Matri Studiorum Academiae Rcgiomontanae Friderici II. Potentissimi Borussiae Regis, Electoris Brandenburgici, Supremi Silesiae Ducis, Rel. Secularia Sacra altera vice An. MDCCXLIV. die XXVII. Augusti feliciter celebranti, publica haec gaudia pie gratuiantur ad eorum Societatem honorifice ab eadem invitati Gymnasii Wratislaviensium Elisabetani Rector et Professores publici. Wratislaviae, in Ojfi. cina Baumanniana, exprimebat Joh, Theophil. Straubel, Factor. Folio. 2 Bogen. 17 42 1744. 10, Carl 67 io. Carl Wilhelm G r a fs, Der Sohn des Vorigen, gebohren den 14. Januar 1724, ward von seinemVatei? schon in der Kindheit zum Buchdrucker bestimmt und lernte die Kunst in L au- ban bei dem Buchdrucker und Buchhändler Nicolaus Schiller vom Jahre 1739 bis 1742 und postulirte *) den 30. Juny desselben Jahres. Von hieraus gieng er nach Leipzig in die Breitkopfische Officin, worinn er so lange conditionirte, bis ihn seine Mutter nach Hause berief. Nachdem er ihr eine kurze Zeit zur Seite gestanden hatte, überliefs ihm diese den alieinigen Besitz der Druckerey im J. 1748- Allein er starb schon acht Jahre darauf, den 9. November 1756, beinahe 33 Jahre alt. Nach seinem Tode übernahm seine Mutter von neuem die Officin, bis sie solche im October 17581 ihrem jüngern Sohne Friedrich Sigismund übergab. Sie starb den 27 März 1768. Die Officin beschäftigte sich jetzt weniger mit gröfsern Werken und schränkte ihre Arbeiten mehr auf städtische Geschäfte ein, die ihre Pressen hinlänglich im Gange erhielten. Sie druckte namentlich die seit dem Jahre 1740 unter preus- sischem Schutze eingeführte politische Zeitung, das durch D. Burg veranstaltete neue *) Das Postulat, Aufnahme in die Mitgliedschaft oder den Gesellen Stand, war ein seit der gröfsern Verbreitung der Kunst, von fast allen Buchdruckereyen in Deutschland und andern Ländern angenommener Gehrauch; eigentlich aber ein Nachtrag des Lehrgelds und zum Besten der ärmern Jünglinge, welche sich der Kunst widmeten, eingeführt. Die Ausgelernten bildeten eine besondre untergeordnete Klasse, waren von den Vorrechten der Postulirten ausgeschlossen und überdies mit einer wöchentlichen Abgabe belegt. LTielten sie um das Postulat an, oder mit andern Worten, entrichteten sie das Nachzuzahlende, so erfolgte ihre Aufnahme in einem feierlichen Actus, De- position genannt. Der um die Kunst so hochverdiente Immanuel Breitkopf liefs durch seinen Hausgenossen und Freund Professor Schwabe an die Stelle der alten Deposition, die gröfstentheils aus ungereimten und lächerlichen Ceremonien zusammengesetzt war, eine neue verfertigen, welche nachher von allen Officinen angenommen wurde, 68 Geschichte der ersten Eresh Buchdruck erey* neue Gesangbuch, der evangelischen Gemeinden in Schlesien und aufserdem die in den hiesigen Gymnasien und Lehranstalten sowohl deutschen, als lateinischen und polnischen Schulbücher, Programme, die deutschen und latein. Evangelien, Katechismen, Spruchbücher und andre Schriften der Art, die zu bekannt sind, als dafs wir sie erst hier dem vollständigen Titel nach anführen dürfen. ——^-ONO%crNcr\crv3VJ\oNCV7V>-> iif Friedrich Sigismund Grafs* 13er jüngste Sohn des obigen D. Samuel Grafs, geboliren den i. Mai 1736. Auch er ward von seinem Vater der Buchdruckerkunst gewidmet und deshalb im J. 1749 (den 5. Juny) in der hiesigen Officin zur Lehre aufgenommen. Da die Druckerey aber besonders für seinen Bruder bestimmt war, so gieng er nachher auf das hiesige Elisabethanische Gymnasium und an Michaelis 1755 nach Halle, um Medicin zu studiren. Iiier empfieng er am Ostern 1758 das Doctordiplom und kam darauf nach Breslau zurück, woselbst ihm seine Mutter nach dem Ableben seines Bruders im October desselben Jahres die Druckerey übergab. Den 15. Mai 1770 verehlichte er sich mit Caroline Sophie gebolirne Opitz, einer Urenkeltochter der Schwester seines Vaters, der ältesten Tochter des Kaufmann Carl Engelhard Opitz und Sophie Elisabet gebolirne Müller, mit der er drei Kinder zeugte: 1. Friedrike Sophie geb. den 19. Sept. 1771, 2. Carl Samuel geb. den 18- Nov. 1772, gestorben den 12. April 1773. und Juliane Willhelmine Elisabet, geb. den 2. Nov. 1776. Er starb den 18. April 1788- Nach seinem Tode setzte seine hinterlafsne Wittwe die Druckerey fort, bis' sie dieselbe den 15. Januar 1798 an den nachfolgenden, jetzigen Besitzer derselben abtrat, der sie bis zum Jahre 1802 unter der Firma betrieb: ,, Grasses seeligen Erben und Barth", und von diesem Jahre: Grafs und Barth. G r a fs ii» Friedrich Sigismund Grafs» 6g Grafs und seine Gattin druckten ebenfalls keine gröfsern Werke und begnügten sich mehr mit dem Druck der vorhin genannten Schul-und Erbauungsbücher und der hiesigen städtischen Gelegenheitsschriften, die ihren drei Pressen Beschäftigung genug verliehen. Die nähere Aufsicht selbst war einem Factor übergeben. Diese waren: i. Gottlob Heyn» Gebühren den 12. Juny 1709 in Sagan, ward 1756 Factor und starb den 2. August 1794, alt 85 Jahr 2. Johann August Barth» Empfieng das Factorat den 23. März 1788) und verliefs Breslau den 5'. Mai 1790. Ihm folgte 3. Johann G o 111 i e b Langner, Gebürtig aus Lissa im jetzigen Südpreussen, trat sein Amt, als Factor, den 17. Mai 1790 an und legte es am 1. Mai 1797 nieder. Nach diesem erhielt es zum zweitenmal 4» Johann August Barth. Und behielt es so lange, bis er eigner Besitzer der Officin ward, 12, Johann 7° Geschichte der ersten Bresl. Euchdruckerey* i2. J o Ii a n Ii August Bart Ii» Gebühren den i. August 1765 zu Königswarthe bei Bauzen. Sein Vater, dasiger Schlots Verwalter und Oeconom, hiefs: Johann Barth und war gebürtig aus Braune bei Camenz und seine Mutter: Maria Dorothea gebohrne Jäger. Nach dem Willen seines Vaters sollte Barth ein Kaufmann werden, der Sohn hingegen zeigte mehr Lust zum Buchdrucker. Die Umstände begünstigten auch seine Neigung. Er kam im J. 17S2 nach Bauzen zur verwittweten Frau Johanna Eleonora Scholtzin in die Lehre, in eine Officin, welcher damals der jetzige Besitzer derselben, Herr George Gottliold Monse, als Factor vorstand. Unter der weisen und väterlichen Leitung dieses Mannes hatte er jetzt schon Gelegenheit, sich nicht blos die mechanischen Fertigkeiten seiner Kunst, sondern auch so manche wichtigere Kenntnifs seines Berufs zu eigen zu machen. Hier war er 4^ Jahr Lehrling und trat dann als Geselle 1787 zu Breslau in dieselbe Officin ein, die nun seinen Namen führt. Aber das Schicksal war ihm damals noch nicht günstig. Er verliefs daher Breslau drei Jahr darauf, nachdem er die letztern zwei Factor gewesen war, und ging über Berlin, Hamburg und Kiel nach Kopenhagen. Am ersten und letztern Orte conditionirte er eine Zeit lang und nahm dann seinen Weg nach Hamburg wieder zurück, wandte sich nach Groningen und arbeitete daselbst. Im J. 1792 sah er Amsterdam, Rotterdam und Dort recht und langte nach einer langen und beschwerlichen Fahrt in London an. Hier suchte er Heidingern, einen ge- bohrnen Ölsner, auf, an den er durch Kreutzern, dem bischöflichen Ilof- buchdrucker zu Breslau, empfohlen worden war, welcher daselbst eine Druk- kerey und einen Buchhandel etablirt hatte, jetzt aber Bibliothekar eines reichen Lords war. London war der Ort, an dem Barth sein Künstlertalent zu erweitern Gelegenheit fand und er benutzte sie, sich mit den Vortheilen der englischen Setzer und Drucker bekannt zu machen. An Ostern 1794 verliefs er wieder England, sah mehrere deutsche Städte, brachte in Wismar eine Drucke- rey 12. Johann August Bart fr. 7 i rey in Ordnung und verschaffte sich in Halle bei Hendel deutliche Begriffe vom Notendruck. Schon entschlossen, in Guben eine eigne Druckerey anzulegen, empfing er zu Anfang des Jahres 1797 von der verwittweten Grafs zum zweitenmal den Ruf zum Factorat in ihre Officin. Barth, eingedenk des Versprechens, das er vormals dem D. Grafs auf seinem Krankenlager gegeben hatte; „seine Frau und Kinder nach seinem Tode nicht zu verlassen" nahm ihn an. Man war mit seiner Amtsführung so zufrieden, dafs er ein Jahr darauf Compagnon und das zweite Schwiegersohn seiner Principalin wurde, indem er sich mit der ältesten Tochter des Hauses, der schon vorhin genannten Friederike Sophie, den 22. Mai 1799 verhc-irathete. *) Noch vor seiner Verheirathung erkaufte Barth den 1. April desselben Jahres Haus und Druckerey.. Kaum besafs er diese, so dachte er auf eine zweckmäfsige Verbesserung derselben. Er vergröfserte das Arbeitszimmer durch das ehemals daran anstofsende Waarengewölbe; vermehrte die Anzahl der Pressen von 3 gangbaren auf 8} legte eine neue Schriftgiefserey an; veranstaltete die erste schlesisclie Notendruckerey; etablirte eine Kupferdrückerey; bestimmte ein eignes Gewölbe zur Verlagshandlung und dem Comtoir und brachte das, seinem Vorfahren dem Hrn. v. Assig zugehörige nachher aber veräufserte auf der Engelsburg sub Nro. 287 belegene Haus, wieder zu dem Hauptgebäude. - Den 1. Juny dieses Jahres vereinigte er seine Officin mit der Druckerey der hiesigen katholischen Leopolds - Universität durch einen rechtskräftigen Pachtvertrag, die bisher unter der Leitung und Aufsicht des Königlichen Dire- ctors der katholischen Schulen Hrn. Zeplichal gestanden hatte. Barth druckte während seiner Direction bis zu diesem Jahr 164 grössere Werke, aufser einer Menge kleinerer Schriften, als Gedichte, Programme, Predigten, An - und Abkündigungen u. dergl,- — — *) Ann. Vollständiger bat Hr. Prorector Schlimme! Barths Biographie in seinem ,,Breslauer Almanach für den Anfang des neunzehnten Jahrhunderts. Erster Theil. Breslau bei Grasses Erben und Barth, Seite 32—3S a geliefert, -2 Geschichte der ersten Bresl. Buchdrnckerey» Bis in die spätesten Zeiten blühe eine Anstalt, die so klein in ihrem Entstehen, so unerschütterlich in ihrer Dauer tvar, und jederzeit für Breslau und seine Bewohner, wo nicht ein mitwirkendes Mittel zur Beförderung ihrer Cultur, doch ein wohlthätiges Werkzeug zur Verbreitung so manches Angenehmen und Nützlichen ward. Gott bewahre sie auch in Zukunft vor allen Unglücksfällen. Nur ihm und seinem allmächtigen Schutze sey sie daher- anempfohlen! -4-LTu-Cru^J\-^U-Ln_Tw->- Barth beschäftigt gegenwärtig ein Personale von 43 Personen, von welchen wir die Mitglieder der beiden Officinen hier namentlich aufführen. A. Stadtbuehdruckerey. Carl Caspar Noack, Factor , gebohr, in Bauzen den 25. März 1759. Johann Samuel Hilgner , Factor, geb. in Karnitz bei Liegnitz den 22. März 1765. Johann Caspar Erbrich, Schriftgiefser - Factor, geb. in Wiesa bei Neustadt den 6. Febr. 1764, Christian Philipp Hartmann, Corrector, geb. zu Halle im Magdeburgischen d. 26. Mai 1765. Immanuel Gottlieb Leupert, Buchhalter, gebohren in Dittmannsdorf den 1. März 1780. Fendt, Friedrich Wilhelm ; aus Breslau. Riedel, Christoph ; aus Rudolstadt. Franke, David Heinrich ; aus Halberstadt, Schüler, Johann Christian-, aus Dresden. Freyberg, Johann Friedrich ; aus Leipzig, Seyfert, Carl Heinr, Leberecht, aus Bibra Gemeinhardt, George Christ. Salomon -, aus in Thüringen. Llof im Fürstenthum Bayreuth. Sichert, Johann Friedrich-, aus Crossen. Glaser, George Gottlob-, aus Breslau. Sommer, Johann Gottlieb ; aus Wittenberg, Klarner, Christoph Friedrich-, aus der Harte Swarra, Johann-, aus Meschwitz bei Bauzen. bei Waldheim in Sachsen. Vater, Johann Carl ; aus Leipzig. Leuckart, Johann Rudolph Gottfried ; aus Zäschmar, Joh. Carl Sigismund ; aus Breslau, Helmstädt im Braunschweigischen. Zimmer, Fricdr. Wilhelm-, aus Oberschlesien. Axel-Lilie, Andreas Franciscus-, aus Görlitz. Zimmermann, Johann Heinrich Gottlieb ; aus Moser, Franz-, aus Ödenburg in Ungarn. Berlin, B, Universi tätsbuchdiucker ey, Johann Jacob Grell, Factor, geb. in Breslau den 3, Mai 1764. Gläser, Joh. Gottl. Ferdinand ; aus Breslau. Krone, Johann Friedrich-, aus Berlin. Hübner, Johann Carl Ben].-, aus Breslau. Fr oft, Joh. Wenzel-, aus Dux in Böhmen, <-— fXVCCO/O- > Lob der Buchdruck er Kunst von George Gustav Fülleborn in Musik gesetzt von J. Eisner, Musikdirektor in Warschau. Clavicembalo, Moderato, Auf und. stimmt ein Lied der Lie - der, ei - nen ju - beln-den Pä Kunstge - nos-sen, ed - le Brii - der,un- srer Kunst zu Eh- ren Nur des Des-po- tis - mus Freunde, die im schwarzen Bunde nur des hei - len stehn. nen schmähn Kunst uns Volti subito• Carito od Kunst ,in al len Landen Blüh o zum Tenore e BafiO. Belt\ Kunst,die zu dem Heil der Welt Gutten-herg und Fauster - fan - den fluf und stimmt ein Lied der Lieder Einen jubelnden Päan, Kunst genossen, deutsche Brüder, Unsrer Kunst zu Ehren an! Nur des Despotismus Ereunde, Die im schwarzen Bunde stehn, Nur des hellen Lichtes Feinde Können diese Kunst uns schmälm. Chor. Blüh , o Kunst, in allen Landen Von der Oder bis zum Belt! Kunst, die zu dem Heil der Welt G utte nb er g und Faust erfanden. Denn der weisen Vorwelt Spuren Wären aus der Zeit Ruin Ohne Pengel und Puncturen Nimmer bis zu uns gediehn. Seht, der Weisesten Orakel Und der Dichtkunst Meisterstück Zieht in Schaaren vom Tenakel Durch die Welt im Augenblick. C h o r. Stille, wenn die Ballen pochen ! Stille, wenn der Deckel fällt! Horcht, es wird zur halben Welt Hier ein großes Wort gesprochen! Ueber Berge, Thal und Meere Eilet schnell von Ort zu Ort Tausendfach das Wort der Lehre Und die neue Zeitung fort. Was die Menschen , eure Brüder, Auf der ganzen Erde trift, Meldet diese Kunst euch wieder Schneller, als die schnellste Schrift, Chor. Sie erzählt der Türken Kriege Und Brittannia's Parteyn, Und vom Padus bis zum Rhein Frankreichs leichenvolle Siege. Und des Herrschenden Befehle Kommen kaum aus seiner Handy Macht sie ohne Schwerdt und Kehle Unsre Kunst sogleich bekannt. Alle Fehler y alle Mängel, Was die Staaten drückt und neckt, Wird durch Ballen und durch Pengel Allen Augen aufgedeckt. Chor. Eilt ihr muntern Drucker -Chöre, Färbet, rollet, prrfst und schiebt! Munter, dcfs es Bogen giebt Und die Welt die Wahrheit höre! Schmiedet, gißige Kabalen, Still und heimlich euren Plan! Bergt euch vor der Sonne Strahlen! Hier wird alles aufgethan. Unsre Kunst kann mächtig retten y Menschenrechte stellt sie her: Mancher Thorheit Zentnerketten Macht ihr Zauber minder schwer. C h o r. In den hochbeglückten Landen, Wo die Drucker kunst gedeiht, Weilet die Gerechtigkeit, Wird der Bosheit Werk zu Schanden. Welches Krösus Schatz erschwänge Sich zur Lust, zum Unterricht Guter Bücher eine Menge, Hülfe diese Kunst ihm nicht! Dafs die Armen, wie die Reichen Sich der Musen Dienste weihn y Nicht vor schnödem Golde weichem, Dankt ihr dieser Kunst allein. Chor, Wenig fordert sie zum Lohne y Sendet um geringes Geld Mild und freudig durch die Welt Meisterwerke jeder Zone. Huldigt ihr, der Tonkunst Söhne Und der Sänger frohe Schaar! Seht, sie stellt euch eure Töne In den schönsten Formen dar. Stets die Schriften zu verschönen, Machen Meister sich zur Pflicht: Länger sollt ihr uns nicht höhnen, Stolze Britten, länger nicht- Chor. Welche Schärfe, welche Fülle! Preiset jeden, der gewandt Schöne Formen sich erfand Ungern, Göschen, Ba skerville! Macht ein Finsterling uns bange, Will uns neues Dunkel dröhn, Allen Listen, allem Zwange Spricht die Kunst der Dr ucker Hohn, Darum stimme , sz'ß zu preisen, Wer die Menschen liebet, ein1 All ihr Guten, all ihr Weisen, Schliefset euch an unsre Reihn. Chor. Blüh, o Kunst, in allen Landen Von der Oder bis zum Belt! Kunst, die zu dem Heil der Welt Guttenb er g und Faust erfanden. A ii Ii a n g. Beiträge zur Geschichte der übrigen Buchdruckereyen in Schlesien. » i m unjujTj'L^-v-^ju'LrLn-» ■ « - - B c u t h c n. George Freyherr von Schöneich, dieser um Beuthen so verdiente Mann, stiftete hier ums Jahr 1600 ein academisches Gymnasium und zum Besten desselben auch eine Druckerey. Ihr stand im Jahr 1616 zuerst J ohann D ör f- f er vor. Als aber nach dem darauf erfolgten Tode des Stifters das Gymnasium int 30jährigen Kriege wieder aufgelöst wurde, hörte zugleich die Officin mit auf. Breslau . Die Bischöfliche Druckerey auf dem Dohmc. Ein Glätzischer Typograph Andreas Franziscus Pega war im Jahr 1699 ihr Stifter. Er empfing den Titel eines Bischöflichen Hofbuchdruckers und druckte zuerst 1702. Ihm folgte sein Eidam Caspar Rudolph Müller 1714 und diesem Carl Friedrich Hilsen, welcher den 22. Nov. 1739 starb und die Officin seiner Wittwe Maria Clara hinterliefs. Diese besafs sie 4 Jahre und verehlichte sich 1743 mit. Johann Franz Kreutzer, geb. den 14. März 1714 zu Thomasdorf bei Frey- walde Oestreischen Antheils. Kreutzer betrieb die Officin 53 Jahre und starb 1796 den 30. April, 83 Jahre alt. Seine hinterlafsne Wittwe Jo s eph a Kr eutzern ward Erbin der Druckerey und verwaltete sie 4 Jahre- Sie starb den 3. August 1800 und hinterliefs sie ihren Töchtern, die sie jetzt durch den Factor Franz Joseph Fri eb e fortsetzen und betreiben lassen. Die jKornsche Officin. Wilhelm Gottliieb Korn, hiesiger Kaufmann und Buchhändler, geb. den 24- Decbr. 1739, etablirte diese Druckerey im J. 1793. Sie hat 9 Pressen, wovon 7 gangbar sind und beschäftiget jetzt 22 Personen, ohne die Lehrlinge. Der Factor ist August Ludwig Kuhlemann, aus Verden bey Bremen. 19 Die 74 Geschichte der Schlesischen Euchdruck ereyeru Die Uni v er sitätsbuchd rucker ey. Ward mit Bewilligung Kaiser Carls des Sechsten im J 1726 errichtet. Ihr Stifter war P. Franciscus Hertzig , ein Jesuit und C an zier der Universität. Er starb den 27. März 1732. Nach ihm besafsen sie folgende Mitglieder desselben Ordens: Korcisz, Habel, ligner, Joratli, Steger, Habendenf, Nestroyg Bahr, Penzendorf Meissner und Director Zeplichal. Factore waren: Gabriel Olbrich, Caspar Bräuer, Franz Morauer, Friedrich Köhler, Joseph Brieger, Christoph Schiunke und Jacob Grell. Im Juni 1804 vereinigte sie /. --4. Barth mit der hiesigen Stadtbuchdruckerey, Brie g. Die Falchsche Officin. Der Stifter und ersten Besitzer der zweiten Druckerey dieser Stadt war Gottfried Börner, vor dem Jahre 1750 Buchdrucker in S c hli chti n gs h e im in Grofspolilen, dann Factor in der hiesigen Trampischen Officin. Da Tramps jüngster Sohn postulirte, wandte sich Börner nach Oppeln, errichtete hier eine Presse zum Behuf verschiedener Arbeiten der damals hier befindlichen Königlichen Preussischen Oberamtsregierung; erhielt auch darüber ein Privilegium Jahr. 1755. Da aber nach dem siebenjährigen Kriege die Königliche Cammer nach Brieg verlegt wurde, zog auch Börner hierher. Er starb 1792 den 14, Januar, als der älteste Buchdrucker Schlesiens, 82^ Jahr alt. Nach ihm besafs die Officin sein Schwiegersohn Philipp Eberhard Falch und dann 1795 dessen Sohn Carl Gottfried Falch, der sie mit neuen Schriften und einer z w eit en Presse vermehrte. Die Wolilfahrtsche Stadtbuchdruckerey. In Brieg errichtete Caspar Siegfried, vormals in N e i s s e, i. J, 1611 die erste Buchdruckerey, die in dem gegenwärtigen Pfarrwittwengestifte auf der Milchgasse befindlich war. Von Siegfrieds hinterlafsnen Wittwe kaufte sie August Gründe^ gebürtig aus Breslau, vorher in Neisse, im J. 1621 und vermehrte sie mit einer zweiten Presse. Nach ihm folgte 1640 Balthasar Klos, welcher sie aber nur kurze Zeit betrieb und darauf 1648 an Christian Tschorn überliefs. Von 1673 bis 1691 besafsen solche Hanns Christoph und sein Sohn Christian Jacobi, Der Letzte hinterliefs eine Wittwe, welche Gottfried Gründer 1701 heirathete. Nach Gründer kam die Officin 173 1 an Gottfried Tramp, dessen Sohn Johann Ernst Tramp sie 1759 übernahm und im April 1801 starb. Tramps Wittwe heirathete den gegenwärtigen Besitzer derselben A n Ii a 11 g. Bunzlau — Glatz. 75 selben Christian Gottlob Wöhlfart im J. 1802. Die Officin führt zum Unterschiede von der zweiten den Namen: der Stadtbuchdrucker ey. Bunzlau. Die Druckerey dieses Orts ward zum Besten des hiesigen Waisenhauses im J. 1774 mit 2 Pressen angelegt. Der erste Buchdrucker war Reimers, vorher Buchdrucker in Löbau und nachher in Hirschberg. Das VI aisenhaus erkaufte seine Druk- kerey , die er nicht länger behaupten konnte und überliefs sie unter ihrer Direction seiner Führung. Nach seinemTode erhielt Holz er aus Sachsen seineStelle, die nach O 7 dessen Abgange Johann Martin Lindner, aus Halle im Magdeburgischen, seit 41 Jahre bekleidet. Dyhrnfurth. Der Name des ersten Buchdruckers dieser Stadt, der seine Officin im Anfange des 16. Jahrhunderts hier anlegte, ist unbekannt. Er war seiner Geburt nach ein B ö h m e und brachte seine Pressen aus Holland hierher. Sein Factor war: Michael II o r a t i u s Wagner. Da aber das Unternehmen des Erstem nicht glückte , so entfernte er sich aus der Stadt und überliefs den Juden den Platz, welche sich nach dem grofsen Sturm in Öls (den 1. Sept. 1535) hierher begaben. Der erste Aufseher dieser jetzt neu angelegten ebräischen Officin war Rabbi Sabbathäus, ein gelehrter Israelit, dem sein Sohn Rabbi Joseph und diesem sein Schwiegersohn folgte, welche beiden Letztern sich aber darüber veruneinigten und zum gänzlichen Verfall der Druckerey die Veranlassung gaben. Graf Dyhrn von Dyhrnfurth restituirte sie in der Mitte des 17 Jahrhunderts von neuem und erhielt auch vom Kaiser Leopold I. 1667 ein Privilegium darüber. Unter dem 27. April. 1744 bestätigte dieses Friedrich II, König von Preussen. Der jetzige Besitzer derselben, ebenfalls ein Israelit und gelernter Buchdruk- ker, Michel L o ebel, erkaufte sie im J. 1775. Er beschäftigt 21 Personen. Friedland. Johann Christian Müll er, gebohren 1751, seit dem Jahre 1784 Buchdruk- ker in Schweidnitz , verlegte seine Officin im J. 1803 hierher. Glatz. Nach M. Georgii Aelurii eines Glätzischen Chronisten Bericht, ward hier 1619 zuerst eine Buchdruckerey angelegt, die aber nur bis 1622 fortgedauert haben soll. Allein Geschichte der Schlesischen Buchdruckereyen, Allein man findet noch ein zu Glatz im Jahr 1632 von Rudolph Müller gedrucktesGe- dicht, woraus man mit Wahrscheinlichkeit schiiefsen kann, dafs dieser sie vielleicht käuflich an sich gebracht habe. Im Jahre i64obesafs sie eine Wittwe Müllern, vermuthlich die hinterlafsne Frau des oben erwähnten Rudolph Müllers, die sie von einem Factor verwalten liefs. Nach ihrem Tode scheint die Officin aufgehört zu haben. Im Jahre 1675 errichtete Ignatz Constantin Schubert von Neisse eine neue, der das darauf folgende Jahr Gualter Ambros von Liebenfeldi s Beschreibung vom Landecker St, Georgen Bade druckte, Nach ihm scheint Matthäus Erich gedruckt zu haben. Das Glätzer Begräbnifs- puch nennt seinen Namen als Buchdrucker und seinen Todestag. Im J, 1683 gehörte die Glätzisclie Buchdruckerey dem Andr e as vo n P ega, der sie bis 1702 allhier fortsetzte und dann auf den Dohm nach Breslau zog. Nach diesem besafs sie Carl Friedrich Iiiisen, der auch in Breslau in der Bischöflichen Druckerey Pegas Nachfolger wurde und beide Officinen zum Nachtheile der Glätzischen verwaltete. Denn Hilsen versendete seine Lettern bald von Öres- lau nach Glatz, bald wieder von Glatz nach Breslau, wodurch verschiedene Defecte veranlafst wurden. Nach Hilsen war Korgcr, man weifs jedoch nicht, in welchen Jahren, Buchdrucker zu Glatz. Diesem folgte Matthäus Schwab ausTyrol, und diesem im J. 1763 Joseph Teichmann, der ersterm die Officin abkaufte. Von Teichmann erkaufte sie im J. 1790 Franz Pom pejus, ein Schlesien Dieser ungemein betriebsame Mann, voll Eifer für seine Kunst, wandte alles an, diese in Verfall gerathene Druckerey Avieder empor zu bringen. Zu diesem Zwecke legte er eine eigne Giefserey an, gofs verschiedene Schriften selbst, liefs andre neue Schriften kommen, etablirte drey Pressen und brachte es durch unermüdeten Fleifs in kurzer Zeit dahin, dafs die von ihm gedruckten Werke mit allgemeinem Beifall A r or dem Publikum erschienen. Seit dem Jahre J793 sind von ihm ausser verschiedenen in seinem Verlage sonst gangbaren Artikeln 21 neue gröfsere Schriften gedruckt worden, G log au in Nieder Schlesien, Den ältesten Buchdrucker Gfogau's nennt Runge ; er hiefs: Joachim Funke, und druckte ums Jahr 1606. Sein Nachfolger war Erasmus Rösner , der noch 1678 druckte, aber nachmahls als Protestant von hier vertrieben wmrde. Im Jahre 1703 errich- Anhang, Glogau. 77 errrichtete Johann Julius Hu n 01 d, katholischer Religion, eine neue Officin in dieser Stadt und blieb bis zum Jahre 1741 hier, wo er sich sodann nach S chli chtings- heim und von da weiter nach Bojanowe in Polen begab. Nach ihm kam Christian Gottfried Welcher nach .Glogau, der ein Königliches Privilegium und den Character eines Königlichen Cammer-Buchdruckers empfing; starb aber schon 1748- Seine hinterlafsne Wittwe, eine gebohrne Steinberg, setzte das Werk durch einen Factor aus Nürnberg, Namens Wolfgang Michael Schweickhardt weiter fort und heirathete ihn ein Jahr darauf. Schweickhardt druckte nun unter seinem Namen und mit dem ihm überlafsnen Privilegium und Charakter. Nach einigen Jahren entstand aber zwischen ihm und seiner Frau eine solche Unzufriedenheit, dafs eine völlige Trennung erfolgte, die dahinauslief, dafs genannte Steinberg die Druclterey zurückbekam und Schw. sich genöthigt sah, eine neue anzulegen. Dieser zog in Kurzem die meisten Königlichen Arbeiten an sich, dafs endlich Jene gedrungen wurde, ihre Officin zum Kauf auszubieten. Der Käufer war der Buchführer Christian Gottfried Günther im J. 1763, der alles anwandte, diese gesunkene Officin wieder in Aufnahme zu bringen. Es gelang ihm so gut, dafs der inzwischen mehr durch eignes Verschulden herab gekommene Schw. ihm die Seinige zum Kauf anbot. Günther nahm dies Anerbieten an, kaufte sie, und erhielt auch zugleich den von Schw. bisher geführten Charakter eines Königl. Cammerbuchdruckers. Noch gröfser ward diese Officin, als Günther mit derselben die ehemals in Fr austadt und in Frey stadt befindlichen Druckereyen verband, und jene 1789 von E. S. Platt und diese 1794 von Carf Friedr. Liscovius käuflich an sich brachte. Günthers Verdienste um diese Officin sind entschieden. Er beschäftigte 7 Druckerund 5 Kupferpressen und lieferte mehrere sehr correcte Schriften. Er starb den 5. April 1802, alt 75 Jahr. Nach seinem Tode fiel die Druckerey nebst der Buchhandlung an seine hinterlassene 3 Kinder Sophie Charlotte ChristaneFriedrike verehl. Nie- gisch, George Christian Gustav und George Fleinrich Eberhard Günther, die sie gemeinschaftlich nach dem Willen ihres Vaters von Gottlob Niegisch, Buchdruk- ker und Buchhändler unter der Firma: ChristianFriedrich Günther sKönig- liche privilegirte Cammerbuchdruckerey, fortsetzen lassen. ' Ausserdem giebt es in Glogau noch eine zweite Off i ein, der Neu - Güntherischen Buchhandlung gehörig. 20 Glogau 78 Geschichte der Schlesischen Buchdruckereyen, G l o g au in Ob er s chle sien. Auch hier gab es in den Jahren 1608—1640 eine Druckerey. Ihr Stifter war der damalige Besitzer des Orts, ein Graf Oppersdorf, und der Drucker hiefs Michael Rehehorn. Die Zeit ihrer Dauer ist unbekannt. Hirschberg, Die hiesige Stadtbuchdiuckerey wurde von Joh. Gottlieb Ockel im Jahr 1709 errichtet, welcher sie aber an seinen Bruder Christian Ockel abliefs und dafür die Druckerey seines V aters in Schweidnitz übernahm. Im Jahre 1714 verkaufte Letzterer die hiesige Officin an den eben bei ihm in Condition stehenden Dietrich Kr ahn, aus Alt-Stettin gebürtig, der sie bis an seinen Tod, der im J. 1738 erfolgte, geführt hat. Seine Wittwe wurde Erbin und unter der Factorie ihres einzigen Sohnes Immanuel Kr ahn ging das Werk im Segen fort. Als Jene starb, empfing dieser die Officin, der sie mit guten Schriften vermehrte und verbesserte. Da auch er imi 1787 den 13. Septb. mit Tode abging und 3 Kinder hinterliefs, so setzte sie seine Wittwe unter der Factorie ihres ältesten Sohnes I m m a liu e 1 K r ahn' s bis an ihren Tod, der den 9- Juny 1802 erfolgte, weiter fort. Der jetzige Besitzer ist der eben genannte, vormalige Factor derselben. Mithin hat diese Druckerey beinahe hundert Jahre den Kr ahns ch en Namen geführt, Hundsfeld. Auch dieses Städtchen hatte einst eine Officin, in welcher nicht blof§ deutsche, sondern auch hebräische Schriften gedruckt wurden. Der Name eines einzigen Buchdruckers dieses Orts ist bis auf unsre Zeiten gekommen Er hiefs: Paul Uelicz, und soll auch die Breslauer (Novellen) Zeitungen eine Zeitlang gedruckt haben. Einen einzigen Druck dieses Mannes verwahrt die Elisabetanische Bibliothek, dessen vollständigen Titel wir hier , der Seltenheit wegen, anführen: „(Stmentat; ober lefebüdden, SJorauö meniglid), mit gutem grunb »nbetwifen Wirt wie man beutfctje bücken, iüiifj'iucn ober ©enbbriue, ©d;ulbbriue, fo mit ebreb fdjen/ aber Subifdjen bud;ftaben gefd)tieben werben. 2Cud; bie 3t>l, Sar, nab, unb anterS ju gehörig le'en »nb üerjlcn foi. neu id> an Sag gegeben, ©ebrucft jum l;unbSfclb buvd) paul l;elicj jcppiij. Sn 4. 2 Sogen. J a u e r- Nur die Namen der ersten Buchdrucker dieser Stadt, nicht die Zeit, wenn sie gelebt haben, sind uns bekannt. Doch gehören sie sämmtlich in den Anfang und die Anhang. Landshnt Liegni tz» 79 die Mitte des igten Jahrhunderts5 denn man weifs, dafs vör dem Jahre 1698 keine Druckerei in Jauer war. Sie sind : Johann Christian Lorenz, Johann Gottfried W e- ber und Johann Christoph Jungmann. Weber druckte 1711 Dewerdecks Silesia Numismatica mit Kupfern 4. Der thätigste unter ihnen aber war unstreitig Heinrich Christoph Müllei-, ein geborner Thüringer, bekannt durch seinen Bibeldruck und mehrere gemeinnützige Werke. Er hinterliefs die Officin seiner Wittwe,- welche sie unter dem Facto- rat ihres Verwandten lleichwein eine Zeitlang fortführte, nachher aber an L öp er aus Leipzig verkaufte, von dem sie der jetzige Besitzer derselben, Carl Joseph Schloe gel, geb. 1781 zu Neifse den 2gsten September 1800 käuflich übernahm. LandeshuL Go ttfrie d W etzold war der erste Buchdrucker dieser StacTt, von welchem vor, in und nach dem Jahre 1720 mehrere Schriften bekannt sind. Nach ihm setzten seine Erben die Officin weiter fort und darauf sein Sohn: Gottfried W etzold bis zum Jahre 3*755. Diesem folgte 1756 Johann Zacharias Deyboldt bis 1759. Von dieser Zeit an druckte bis ohngefähr 1765 Johann Heinrich Zipfel, und nach diesem N. Dorne r. Im Jahr 1764 errichtete Johann Carl Müller eine neue Officin, ver- liefs aber den Ort wieder in den Jahren 1767 — 68- Landeshut hatte von jetzt bis zum Jahre 1801 keine Druckerei. Die gegenwärtige ist ein Etablissement der Com- pagnie des Johann Christoph Neumann, aus Herzberg in Kursachsen, und Carl Heinrich Jahn, aus Zittau in der Oberlausitz. Liegnitz. Nach den Meinungen einiger älteren Litteratoren soll Liegnitz schon ums Jahr 1480 eine Officin gehabt haben. Sie gründeten ihre Behauptung auf den bekannten Dialogus Fratris Hermanni , einen vermeintlichen Liegnitzischen Druck vom Jahr 1481, welchen Joh. Saubert in seiner hisloria Bibliothecae Norimbergensis p. 141 als ein Eigenthum dieser Büchersammlung zuerst bekannt machte, die nachher aus ihm Michael Maittaire in den Annalibus typographicis P. I. p. 160. und Marchand in seiner histoire de Vörigins et de premiers progres de VImprimerie. Haag. 1740. P-I. p. 76. anführten. Man hielt diese Nachrichten lange Zeit für wahr, wenigstens für sehr wahrscheinlich, ohne sich nach diesem Drucke weiter zu erkundigen. Der in neueren Zeiten um die Geschichte der Typographie so verdiente Panzer ward ebenfalls darauf aufmerksam, suchte an der Quelle nach und fand kein Buch mit diesem Titel und Druckort, so dafs er genöthigt war in den annalibus ty- pographicis 8o Geschichte der Schlesischen Buchdruckereyen. pographicis Vol. IV. p. 342 Sauberts Nachricht für eine Erdichtung zu erklären. Auch Runge, ein sehr bewährter schlesischer Lifterator, hatte lange vor ihm dieselbe Meinung, Dieser, begierig, sich von dem Daseyn jenes alten Liegnitzischen Drucks genauer zu überzeugen, schrieb an seinen Freund Gustav Philipp Mörlius ( Eccle- siarum Noribergensium Antistes ) mit der Bitte, ihm denselben zur Ansicht auszubit- ten. Mörlius gab sich auf Runges wiederholtes Erinnern alle Mühe, den so gerühmten Dialo gus zu finden) aber vergebens, und äufserte die Meinung, Saubert müfste ihn vielleicht auf den mündlichen Bericht oder auf eine fehlerhafte schriftliche Nachricht eines Andern angezeigt haben. Runge kam dadurch auf die sehr wahrscheinliche Vermuthung, ob nicht dieses Buch durch einen Schreibfehler mit einem andern verwechselt worden wäre (wie auch Panzer glaubt) und vielleicht dasselbe sey, was man noch jetzt als eine Seltenheit auf der Hausbibliothek der reg. Chorherrn zu unsrer lieben Frauen auf demSande vor Breslau verwahrt und denTitel führt: Dyalogus fra- tris Bernardi Ordinis Carthusiensis immensam et inntimerabilem immaculate Dei genitri- cis Virginis Marie misericordiam per multa miracula aique excmpla elucidans nec noti amplificans. Am Ende dieses Drucks vor dem Register steht: Ob reverentiam glorio- sissime Virginis Marie est colleclus pns Dyalogus. Et propter Specialem caritatem di- lecti spiritualis filii sui juvenis Carthusiensis Christopheri per fratrem Bernhardum mona- chum professum ordinis Carthusiensis in domo passionis ihu Xpiprope Civitatem Legenitz. Et completus anno Dni M. CCCC. LXXXI. in vigilia assumptionis Virginis Marie. Und zu Ende des Registers: finitum est pns opusculum anno dni M. CCCCXCVII. Et Impressum in foelici urbe Lyptzigk per me Melchior Lotter. (56 Blätter in 4). Diese Schrift steht in genannter Bibliothek unter den ascetischen Werken im Reposit. XV. Ser. II. JY- 30. und ist von den Verf. dieser Nachrichten genau nachgesehen worden. Nach Leichius Bericht (in origine et Incrementis Typographiae Lipsiensis Lips. 1740. p. 67.) giebt es von diesem Buche noch eine frühere Ausgabe vom Jahr 1493. Aus allem diesen erhellet, dafs diese Schrift zwar im Jahre 14S1 in Liegnitz geschrieben, aber erst 1493 und 1497 in Leipzig gedruckt worden sey. (S. Astr onomiam Silesiacam et praesertim Fastor um Calendarium Conditorcs Silesia- cos a Juventute Mar. Magdalenea Praemiis S. P. Q. V. ornanda, A. O. R. MDDXLI. DXXVI. Januarii. exliibitum iri, De Triga Langer or um Bolkenhainensium praefa- tus, significat Christianus Rungius Pro-Rect. et Prof. Vratislaviae in Officina Haere- durn Baumanniorum exprimebat Johannes Theophilus Straubel, Factor. 2 Bogen in Folio. S. 6.) Aller Wahrscheinlichkeit nach ist also das hohe Alter der Liegnitzischen Officin ein blofser Irrthum. — Der Anhang, Neisse, 81 Der erste Typograph dieser Stadt, von dessen Arbeiten wir mit Zuverlässigkeit reden können, war Nicolaus Sartorius (eigentlich Schneider) gebohren 1560 zu Görlitz. Er trat 1576 bei Ambrosius Fritsch, Buchdrucker desselben Orts in die Lehre und gieng nach vollendeten Lehrjahren 4 Jahre auf Reisen. Nach seiner Rückkehr empfieng er das Factorat zu Zittau und heirathete hier Bernhard Schneiders hinterlassene Tochter Dorothea, mit der er 14 Kinder zeugte. Zwei Jahre darauf erhielt er vom Herzog von Liegnitz Friedrich IV. einen Ruf nach Liegnitz, den er annahm. Er starb den ig- Dec. 1621. Unter seiner Direction erlebte die Officin ihr goldnes Zeitalter, dafs sie sowohl in Hinsicht der Mehrzahl der Schriften und der Schönheit der Typen die übrigen Schlesischen Druckereyen, die Breslauische ausgenommen, weit übertraf. — Die Drucke, die wir von ihm gesehen haben, sind überaus correct und sauber. Ihm folgte Sebastian Koch, George Springer und diesem Zacharias Sartorius, ein Sohn des Vorigen, (1668.) der in seinem Signet einen Schnitter führte, mit der Inschrift: Aliis serentibus, aliis meto. Nach ihm kam Wigand Funke, Christoph Willing (1673.) und der Factor Johann Mathias Gichtel (1675.) sodann Joh. Gerlach Neriich, Christoph Wä- tzold, dessen Solm Joh. Christoph W ätzolcl und nach dessen Tode seine Witt- we mit ihren Söhnen. Der letzte Wätzold starb 1741. Diesem folgte P et z o ld, gebürtig von Lauban, unter dem die Officin von ihrem alten Flore noch völlig herabsank. Von letzterm kaufte sie der jetzige Besitzer derselben, Pappaesche, geb. 1742. den 22. July in Lauban, wo sein Vater Organist war, Sie beschäftigt gegenwärtig zwei Pressen. Wenn Pancratii Vulturini Panegyricus Slesiacus 1521. 4, wovon das einzige noch übrig gebliebene Exemplar auf der hiesigen Elisabetanischen Bibliothek sich befindet, wirklich zu Neifse gedruckt worden, welches aber noch nicht ganz gewifs ist, da die Anzeige des Druckorts fehlt, so hätte die Neifsische Officin ein hohes Alter. Der erste Buchdrucker, den mit Gewifsheit seine Arbeiten verrathen, war Johannes Cruziger, (Creutziger, Kreuzträger) ein in seiner Kunst und selbst in den Wissenschaften sehr erfahrner Mann. Er druckte meist theologische Werke. Man hält die Constitutiones Synodi Comitatus Glacensis in Causa Rehgionis , welche 1559 erschienen, für seinen ersten Versuch. Sein merkwürdigster Druck ist wohl unstreitig die erste Schlesisclie Landcharte Martin Ilelwigs, der in Neifse 1516 gebohren ward und in Breslau als Rector der damaligen Magdaleneischen Schule 1574 starb. Sie besteht aus zwölf hölzernen Tafeln und ist zuletzt das siebente Mal Neifse. 21 Geschichte der Schlesischen Bnclidruckereyeru 1776 in der Grafsischen Officin abgedruckt worden, wo man sie noch fleifsig aufbewahrt. (Umständlich beschrieben hat sie Herr Rect. M. Scheib el in den Beiträgen zur Topographie von Schlesien, im IV. Bande der neuen ökonomischen Nachrichten der Sc-hles. Patriot. Gesellschaft 1788- S. 156.) Die erste Ausgabe dieser Charte von 1561 ist so selten, dafs man nur noch die eirizelen Exemplare derselben zählt, deren es fünf geben soll, wovon das Eine auf der hiesigen Maria Magdaleneischen Bibliothek aufbewahrt wird. Die Nachfolger Crucigers waren Andreas Reinheck el (von 1586 bis 1600) Adam Thran, Caspar Siegfried, (bis 1614) Crispin Sclrarf- fenberg, (bis 1615) Augustin G riin der, (bis 1624) Johann Schubart, (von 1624 bis 1649), Ignatius Constantin Schubart, (bis 1684)1 der eine Menge Schriften, die Schefflerischen Streitigkeiten betreffend, druckte, Christoph Lertz, (von 1684 ^ LS 1693), Johann Joseph Krembfsl und Wittwe, (1699) Joseph Schlögel (von 1707 bis 1739) und dessen Sohn Franz Joseph Schlögel, dessen liinterlassene "Wittwe im Jahre 1798 Franz Rosenkranz heirathete und dadurch auch Besitzer der Officin ward. O e l s. Nach der Breslauischen Stadtbuchdruckerey ist der Zeit nach die ehemals den Juden zuOels gehörige Officin, wohl entschieden, die älteste. Dies ergiebt sich aus dem merkwürdigen Pentateuchus cum V Megilloth et Haphtaroth durch David ben Jonathan und Chajim ben David Sachor , in Folio , auf dessen Titelblatte man die Worte liest: Gedruckt in der heiligen Synagoge zu Oels unter der Regierung des Herrn Herzogs Carl im Monat Abh oder August, nach der kleinern Zeitrechnung im 290sten Jahre d. i. im Jahre Christi 15303 dessen Druck durch den schrecklichen Orkan vom 1 Sept. 1535 unterbrochen und zerstreut wurde und späterhin der so berühmte Hamburger Theologe und Literator Wolf in seiner bibliotheca liebraea P. II. Sect. V. p. 364. 386 beschrieb; worüber indefs noch die Meinungen getheilt sind, ob er ganz oder nur zum Theil vorhanden sey. u Da nach dieser traurigen Begebenheit die Juden aus der Stadt vertrieben wurden, so hörten auch die Arbeiten ihrer Officin auf. Erst im Jah- re 1593 findet sich wieder ein Oelsnischer Buchdrucker, zugleich deutscher Schulhalter des Orts, Namens Caspar Richter, dessen von ihm sauber gedrucktes Zinfsbuch, der Verfasser in der umständlichen Biographie dieser Officin (Schles. Provinz. Blätter 1804. Jan. Anhang) rühmlich erwähnt, es vermuthen läfst, dafs er vorher schon mehreres gedruckt haben müsse. Ihm folgte 1594 Andreas Eichborn und diesem 1605 Johann Bössemesser, welcher zuerst einen festgesetzten jährlichen Gehalt und denTitel eines Hofbuchdruckers erhalten zu haben scheint. Er Erstarb 1639. «nd hinterliefs seiner Wittvve die Officin. Diese setzte sie zwei Jahre unter seinem Namen fort und heirathete dann Joseph Seyffert, gebürtig von Wittenberg, welcher 1669 starb. Gottfried Günzel, der Schwiegersohn des Vorigen, erkaufte darauf die Officin von seinen übrigen Miterben im J. 1670, zog aber 1691 nach Breslau, worauf sie Heinrich Bockshammer übernahm. Nach ihm besafs sie 1711 Johann Gottlieb Straubel. Dieser verkaufte sie 1718 den 4. July an Gottlieb Schlieben, der sie den 27. März 1725. wieder an Gottfried Weber abtrat. Dessen Nachfolger war 1728 Johann George Schreiber, den das Unglück betraf, sie bei dem allgemeinen Brande, der die Stadt im April 1730 zerstörte, untergehen zu sehen. Nach Wiederaufbauung der Stadt richtete Christian Gottfried Welcher eine neue Buchdruckerey ein, die nach seinem 1761 erfolgten Tode Johann Carl He yl durch seine Verbindung mit der hinterlassenen Wittwe des Verstorbenen erhielt. Von diesem erkaufte sie den 10. Octobr. 1777. der gegenwärtige Besitzer derselben, Sam. Gottfr. L u d wi g, geb. den 5. Jan. 1749. zu Brieg, welcher durch seine rastlose Thätigkeit alles aufgeboten hat, diese unter seinen Vorgängern gesunkene Officin wieder empor zu heben. Seine Pressen haben bis jetzt 38 bedeutende Schriften geliefert. (Die von dieser Officin seit ihrer Entstehung gelieferten Arbeiten findet man umständlich in der vorhin genannten Nachricht.) Oppeln. Der Stifter der gegenwärtig seit dem Jahre 180a hier befindlichen Officin ist Bellitz, Bürger und Buchbinder dieser Stadt. R a t t i b 0 r. Der hiesige Kreisphysicus D. Werner fafste im J. 1800 zuerst den Entschlufs, auch in dieser Stadt eine Druckerey anzulegen. Er verband sich zu dessen Ausführung mit dem Buchhändler Carl Heinrich Juhr, und beide empfiengen zu ihrem Etablissement die Concession einer Königlichen Kriegs - und Domainen-Cammer zu Breslau. Im J. 1801. trat der jetzige Besitzer der Officin, Franz Julius Boegner an D. W emers Stelle, der ihm seinen Antheil daran abliefs. Man druckte den 1. Octobr. 1801. das erstemal3 allein nach zehn Monaten iiberliefs auch Juhr durch einen gerichtlichen Vertrag Boegnern sein Anrecht an diese Druckerey, und dieser druckt jetzt allein. Er beschäftigt zwei Pressen und 4 bis 5 Mitarbeiter. Reichenbach. — Rattibor» Anhang» Oppeln ß\ Geschichte der Schlesischen Bnchdruckereyen, Reiche n b ach. In dieser blühenden Handelsstadt des Schlesischen Gebirges etablirte im Jahre 1803 Christian Ernst Müller eine ganz neue Buchdruckerey. Er ward gebohren zu Gera im Voigtlande, gieng 1787 nach überstandnen Lehrjahren aus seiner Vaterstadt und kam 1793 nach Breslau, wo er zuerst in der Konischen, dann in der Stadt- buclidruckerei bei Barth conditionirte. Die freundschaftliche Hand eines Gönners in Breslau bahnte ihm den Weg zu seinem Glücke, und einige Aussichten nebst Local-Vortheilen bestimmten ihn, diesen Ort, an welchem noch nie eine Buchdruckerey gewesen, zu wählen. Saga n. Die Zeit der Errichtung der Herzoglichen Buchdruckerey in Sagan ist unbekannt. Sie fällt entweder in das Ende des löten oder in den Anfang des iyten Jahrhunderts. Die Ofllcin ward dadurch bekannt, dafs der weltberühmte Kepler, welchen General Wallenstein, als Herzog zu Sagan auf Ferdinand II. Empfehlung in Schutz nahm, hier einen Theil seiner Schriften drucken liefs; zu welchem Ende dieser grofse Feldherr die mit dem Anfange des 30jährigen Krieges gesunkene Officin wiederherstellen liefs. Die hier gedruckten Keplerischen Schriften sind zu merkwürdig, als dafs wir sie nicht ihrem vollständigen Titel nach anführen sollten: 1630- Tomi primi Ephemeridum Joannis Kepleri. Pars secunda ah A. 1621 ad 1628- Cum Privileg. Cflcs. ad annos 15, impressu Sagani Silesiorwn in Typograph. Ducali, Sumptibus Authoris. Anno 1630 med. 4. 1 Bogen Zu? schrift an die Österreichischen Stände ob der Ens, datirt Sagan den 6- Sept. 1630. Für jedes Jahr 4 Bogen, 1630. Tomi primi Ephemeridum Joannis Kepleri Pars Tertia complexa annos a 1629 in 1636 in quibus et Tabb. Rudolphi jam pcrfectis et socia opera Clariss. ViriDn. Jacobi Bartschii Mccl. Doct. est vslis . Cum Privileg, u. s. w. 1630 med. 4. 1 Bogen Zuschrift an den Herzog. Datirt den 6. July 1630. Eben so stark. (Der erste Band ist zu Linz gedruckt worden.) Nach Nie er ons Mem.T. XXXFIII. p. 51. 52. sind noch zu Sagan erschienen: 1629. Ad epistolam Jacobi Bartschii, pr aefix am Ephemer id. a. 1629. Respon- sio de computatione et editione Ephemeridum. Sagani Silesiorum. 1629. 4. 1630. An h a n g. Schweidnitz — Striegaii» $5 16 30. Jocinnis Terrentii, See. .7. Epistolium ex Regrio Sinarum ad Mathematik cos Europaeos missum cum Commentatiuncula J. Kepleri et Apotelesmatis Calculi Rudolphini ex Ephemeride a. 1630. 4. 3Z Bogen. Von den Beiden letzlern ertlieilt Kästners Geschichte der Mathematik, 4- Th. S. 299 bis 303 umständliche Nachricht. Sie fehlen noch in Hrn. Rect. M. Scheibeis Sammlung Keplerischer Schriften. Wenn diese alte berühmte Officin aufhörte und wie lange sie noch bestand, ist nicht, möglich zu bestimmen. Die jetzt in Sagan vorhandene veranstaltete Johann Christoph Lauche, vom 3. Febr. 1763 bis den 5. May 1764, Buchdrucker in Freistadt, an welchem letztern Tage durch einen schrecklichen Brand die ganze Stadt und mit ihr auch seine Officin zu Grunde gieng. Er wandte sich deshalb nach Sagan an den Prälaten von Feib i- ger, der ihm zur Errichtung einer neuen auch hinlängliche Unterstützungleistete und den Druck der hiesigen Schulschriften übergab. Lauche starb den 13. März 1782, worauf spine hinterlassene Wittwe die Geschäfte der Druckerey fortführte. Der jetzige Besitzer derselben Peter Heinrich Raabe, geb. den iq. July 1774. in Magdeburg und daselbst auch die Kunst erlernt bei Joh. Valentin H es senl and, erkaufte sie den 2g- Febr. 1797. Schweidnitz.. Johann Perfert, ein Breslauer Buchhändler, besafs hier eine Officin in der Mitte des ry. Jahrhunderts, in welcher mehrere Bücher auf seine Kosten für den Buchhandel gedruckt wurden: ob Einer oder Mehrere noch vor ihm hier gedruckt haben, ist uns unbekannt. Im 18- Jahrhunderte befanden sich hier die Gebrüder Johann Siegismund und Christian Ockel. Von letzterm erkaufte sie Joh. Christian Müller, der Vater, von dem sie 1784 der Sohn gleiches Namens ererbte, und hier bis 3803- behauptete, in welchem Jahre er sich mit seinen Pressen nach Friedland begab. Friedrich Ludwig Biesterfeld, gegenwärtig Buchdrucker in Schweidnitz, erlernte die Kunst zu Stollberg am Harze bei Friedrich Adolph Lohrs, etablirte sich im Jahre 1801. und eröfnete seine Officin den 22. April desselben Jahres. Steinau. Hier druckte zu Anfang des 17. Jahrhunderts Erasmus Rösner, welche Schriften, in welchem Jahre und wie lange? kann man nicht bestimmen. 22 Striegau. Geschichte der Schlesischen Buchdruckereyen» Striegau. Johann Gottfried Weber etablirte sich zuerst in Oels, Da er aber wegen def Auflage eines protestantischen Gesangbuches mit der Ortsobrigkeit in Unannehmlichkeiten gerieth, so verlegte er seine Officin einige Jahre darauf nach Jauer. Iiier wohnte er bis zum Jahre 1715) in welchem er mit derselben nach Striegau zog, und daselbst im Jahr 1732-starb. Seine Wittwe führte die Druckerey mit ihren 4 Söhnen unter demFactorat des ältesten Sohnes Johann Gottfried Webers bis zum Jahr 1748- f° rt In diesem Jahre erkaufte sie ihr jüngster Sohn, Johann Sigismund Weher, und behielt sie bis zu Ende des Jahres 1783 1 worauf sie wieder dessen einziger Sohn, Carl Sigismund W eher, den 1. Jan. 1784- übernahm und sie bis zu seinem im Frühlinge 1804 erfolgten Tode fortführte. Jetzt betreibt dessen liinterlassene Wittwe unter dem Beistände eines Factors die Geschäfte der Officin. T r o p p a u. Auch diese Stadt hatte im 17. Jahrhundert eine Officin, wovon uns nur ein Besitzer bekannt ist mit Namen: Johann Wenceslaus Schindler. Er druckte noch. 1726- — Der jetzige Buchdrucker daselbst heifst Trafsler, und besitzt noch in Brünn und Cracau ansehnliche Officinen, die zusammen xnehr als zwanzig Pressen beschäftigen. SBaumannfc&e Stammtafel ©eorge Saumann, Sürger unb Sucbbrucfer bei* ©tabt grfurt. Uror, ©ufanna, ■t» SOlagbalena Saumann, ge: tauft 31 Sulp 1590. (borge Saumann, gebobren in grfurt 1564. hernach SudjbrucFer in Sreslau, ftarb 1607. ben 9 SDtärj, im 43. Saijve, copulirt 8- gebruar iggg. mit beS 3oi)ann Scharfenbergs SudjbtucFerS in Srcslau bincerlafienen SBittme SOlagbalena fle b. © d) r 0 m, bes gürfll. Siftb&fl. SRatbs ©cba: ftian ©diromS, unb 3tnna Hacbfpicgetn, iEcdjtcr. -**■ ©eorge Saumann, geb. n Sieslau 1592. 4. Stopember, Sürger unb Sudjbrucfer, fltrbt 1650. Utot 1. SDtaria geb. Steiiel, per»itw. SifdjFe cop. 16x8- ftirbt 1639, Uror 2. SDtaria © e t djft dt et, cop. 1645. nftt biefet jeugte er Feine Rinber. 1 Sanuar, alt 57 Sab*' 8 SBodjcn 2 Sage. ©ufann tauft a Saumann, ge= 19 HCuguft 1595. SDtaria Saumann, getauft ben 25, ©ecember 1618. ftarb i685> ben 19. 3£uguft, alt 67 ^at)r weniger 13 SBod)en. , . . . SDtarituS, Heinrtdj granFe, Sürget Rauf unb Hanbelsmann in Sreslau, geb. 1592.8 -Ocap, ftarb 1677. 5. Sulii. Sie haben jufammen 15 Rinber gejeuget, unb oon ben Sebenben 77 Rmb« unb AmbeS: Rtnber erlebt. Stofina Saumann, getauft ben 8. SOtdi'3 1621. flarb 1676. ben 6. ©epteinfc, alt 55 3abr, 26 5Bcd)en. SDtaritus 1. gaSpar Rlofemann, Sürger unb Suchführer in Sreslau fein ÜJater h' e fi®eorge, unb feine SOtutter 21 n n a Somit}. SDtarituS 2. llnbreas oon 21 ffig, unb ©iegersborff, I. V. D. tb SpnbicuS ber ©tabt Sreslau, geb. i6i8- 4 SRooember, flarb 1676. 10 SOtap. ©ein Satcr 3tnbrcaS 2lfig, mar Surger unb ©olbfcbmibS: 2leltefler in Sreslau, unb feine SOtutter SDtaria geb. »paritiuS, eimSodjter bes 501. 3ohann>pari: tiuS, 2Crd)ibiaconuS unb ©eniot bep ben Rirdje ju ©t. SDtaria SDtagbalea in Sreslau. SOlagbalena Saumann, getauft ben 19 September 1624, ftarb seifig. SOlagbalena Saumann, getauft 9 gebruar 1628. flarb jeitig. SÖtaria granFe, geb. 1642. 25 SDtütj, flarb 1729. 12 Sanuar, alt 8b 3ab*, 41 SBodjen 6 Sage, cop. 1659. 3° September, mit Star it US, gbriftopf) 2£lbre t Rauf= unb HanbelS: mann in Sreslau, (gbriftopb Jlbredjts RaufmannSdtte= ften atbiec, unb SorfleberS ber Airc^e ju @t. glifabet, mte aud) bes ^ofpitats jum beil. ©rate, einiger ©obn) flarb 1682. 8 2(pril, im 47 3a b*e- Xofina 2(lbrecbt, geb. 1661. 24 3anuar, flarb 1724. 8 SOtap, alt 63 Sabr '5 SBocben, cop. 1680. GÜjnfltan 3Clbred)t, geb. ,»;i Ott/> *• 11 it £ anmitof r r, 6 S filfttf it SfftoS hornrtHh SttrrtfrtsStthtiftCllS in (September* 2Jtagbalena granFe, geb. 1636 9 Dtooember, flarb 1727. 18 Äprils alt 90 3abr 5 5Dtonat 9 Sage, gopulirt 1652. 20 Oetober mit SBtaritus, ©tanislaus 3aucbenberg tof= nnb #anbe!Smann unb Surger : gapitain in SveSlau, f/ti, in granfenftein 1620. 6 SOtap, flarb 1672. 24 3ulii. Sfofina granFe, geb. 1644. 3. 2Cugufl, flarb 1713. im 70 Sab: re. gopulirt 1661. 10 Dtooember, mit garl 0. Stramm auf ©d)immelmib, nad) SinapiuS, geb. ju ©d)wetbni& 1636. 14 Sage oor Himmelfahrt, flarb i683, 24 3u(ii, alt 47 3abf, unb etliche SBocben. glifabet granFe, geb. 1647. 11 ©ecember, flarb 1714. alt 66 3ar 29 «Bochen 5 Sage, cop. 1668. 8 Sanuar mit 50t a rix tuS 1 3 ob- Saltbafar ©d)ütje. SDtarituS 2. ©a: oib ©blacf m er b er, ®iiter = 2lrenbator, cop. 1688. 13 3u: nuar. jleonora granFe, geb. 1649. 19 50tap, flarb 1713. 23 2lpril, alt 64 3abr roeniger 5 SBocben. gop. 1666. mit 50tarituS, Hans 3acob Unger, Kauf-- unb Han&el$ : mann in Sreslau. ©ufanna granfe, geb. 1651. 18 gebruar, flarb cop. 1671. 10 5)tooember, mit ©ottfrieb ^einrieb »petjolb, Aaufs unb JpanbelSmann in Sreslau. Otegina granFe, geb. 1653. 2 2Cpril, flarb 1714. alt 61 3abr, 3 50tonat 4 Sage. gop. 1663. 16 mit 50taritus 1. 3<>bann gaSpav u. Cohen Sltaritus 11. SigiSmunb 0. ©labifs. 3 Öulii, Dctobr. ]t e i n. ©ab ina gra nF 50taritus 1 ^)tacticuS in 5DtaritUS 2. gr Statbbberr in e, geb. 1659. 27 3unii, flarb 5)1. 5>t. 50t e i ffn e r, ber unb SOteb. ®. unb ©ebmeibnib- ie brich gerjler, Aauf= unb Hanbelsmann unb Staroic}, flarb 1714- 6 50tap, HU tv * V ► V vy » f 7)^^ - —f !»•*•- ■ / -T O -wt-vtl Jf \»»v »J" V" .J T w 16 3anuar mit 5DtarituS, Samuel ©rab, b. fpbil. u. 50teb. ®. bernad) g>voto=^>HHr ,clIg ,n Sreslau, wie aud) ber Aapferl. OteicbS = 2lcab. 5)tat. guriof. 2lbjunct. geb. in SreSlau 1653. 11 Snlii, flarb 1730. 29 3unii, alt 77 Sab*, meniger 12 Sage. Sein Sater Saltbafar ©vaf, mar Sürget unb Sücfer s 2teltefler, unb feine SJtutter Dtoftna Sincentin, 1662. 4 2tuguft, flarb 1673. 21 gleonora 2llbrecbt, geb. 1665. 27 SJtooembe, ftarb 1713. 17 2Cpril, im 48 3abre. gop. mit 50tarituS 1. gmaniel ©en nig, Äauf: unb Hanbelsmann in Sreslau, mit melcbem fie 1 Socbter unb 2 Sobne gejeuget, bie aber balb geftorben, @r flarb 16 Hernad) cop. 1695. 16 5>tooembe mit 50larituS 2. SOtarimilian ?)reuf, 50teb, SD. s proto:^b9fieus in SreSlau, u. ber 2Ccab.S)tut. guriof. ©eflorb. 1721. 6 Sept. ©amuel SCtbcedt>t, geb. 1669. 26 ilugujl, flarb 1670. 2a 50tap. ©ottlieb Klbredjt, geb. 1671. 7 50tärj, ber ^b"'- «nb 58teb. ®. bernad) Aapferl. Siatb, mürbe 1709 in ben Sobmifcben 3titter|lanb erhoben, mit bem >prdbicat oon IC Ihr echt unb Saumann, befafs baS ©utb Otabatborf, mofelbfl er aud) ben 13 gebruar 1725 geflorben, alt 54 3ab*c * natb, 6 Sage. Uror 1. ©ufanna 3u'iana 5)itiScuS, oer= Uror 2. Stofinaglifabetb, grnfl o. H u = mitm. SSoitticb, ftarb 17 brigS fKatb^be**" in Breslau Sodjter. gbriftopb Klbrecbt, geb. 1677. 9 JCpril, ftarb 1679. 10 5)tooember. Helena © raft, geb, 1681, x 50tap, ftarb 1686. f 13 Sulii. briftopb ©raft, geb. 1632. 15 Sept. flarb 1686. 27 50tap, ©amuel ©raf, geb. t684- »4 ®ecember, unb »pbbftcuS in Sreslau, flarb 1745 7 TCuguft 1715. mit 3obcinna ©0 belsmannes in Sreslau Sodjter, geb. 3abr, 2 SDionath, 7 Sage. ft)bil- u. 50teb. ©. mie auch Mcab. 5)tat. guriof. . 28 5)tooemb. alt 61 3ab* weniger 16 Sage, cop. pbia, ©eorge gpsfabrts, Äauf= unb H«n= 1699, 20 3anuar, flarb 27 50tdrj 1768, alt 69 Otofina ©taft, geb. 1687. 16 tlpril, flarb 1742. 14 50tap, alt 55 3abr 4 2Bod)en. gop. 1-05. 14 3anuar, mit 50taritus, ©amuel ©ommer, Aauf= unb Hanbelsmann in Sreslau, geb. ju CanbSbut 1665. 28 COtdrj, ftarb 1731. ben 19 Sunii, im 67 3«b*e. 3oban. ©raft Senjamtn ©raft, geb. 1695. © 0 t t t t e b " geb. 1693. 26 4 3unii, TlboocatuS 3uratuS, ©raü geb. betober, ftarb bernad) SfatbS = Otegiftrator ju 1697. i550tdrj 1693. 3 5)to». SreSlau, ftarb 1739. 14 lluguft, flarb 1697. 27 alt 44 3abr, 10 «Bochen 1 Sag. 50tap, gop. 1725. 9 ©ctober, mit Uror, ©ufanna gbarlotte, Ba= nielfpitiscus, 3cti in Sie: gnitj Socbter, geb. ftarb 1761. ig ItpviU gerb in. ©raft geb. 1701. 8 3ulii, ftarb 1701. 29©epi temb. Ex I. 3 0 b n n n a gleonora 211 brecht geb. 1698- i43ati. ft, inSriegi798 b. 18 geb. alt 91 3, 1 50ton. 4 Sage, gop. 1721. 21 50tap, niit 50t a= r it uS, Xbam Ceonbarb 0. So cF, geb. 1683. 16 3an., ftarb 1767. 7 50tdrj ©ufannna 3«= l i a n a XU b r e cb t , geb. 1700 23 2Cpril, ftarb 5 ©ept. 1715- x. 3oh- ©am. . i ffivaf, gebot). I 1716. 8- Dec. ftarb 1717. 27 gebr. «. Sam.fflotts lieb ©taft, geb. 1718. 7 gebr. ft. 1722. 30 3unii. k 3ob. Si= gism. ®ta|, geb. 17x9. 11 9Kap, ft. 1719. 1 ©ct. . 50tap.©raff, 1 geb. 1720. 9 Sept. kbnigl. gammer: unb Otatbsaboocat, ftarb 22 3uni 1773- alt 523. 9 501. 13 Sage, Gop. 1758- 17 50tap mit Su= fannagleos nora Cans bed 8ib.5Bte, <5 i geb. 1723. ijun. II. 1772. 28 3ta», alt 49 3itbr 5 SOtonac weniger 4 S. . 3»b- @i« gism. ©rafj geb. 1722. 16 3"nii, flarb 1723. 22 3an. 6. gart 5Btl= beim ©raft,. geb. 1724. 14 San. Sitrgec unb Sud)bru= cfer in SteSl. ftarb 1756- 9 Otooem. alt 32 3ahr 10 50ton. meniger 5 Sa» 8«. . © 0 t t t 0 b gerb, ©raft, geb. 1726. 31 San. Äönigl. gammer unb 9tatbSaboocat, ftarb 1761. 20 ®ec. alt 36 3. meniger 6 SB, 1 Sag. 8- Sab- grieb, ©rafi, geb. 1728- i73"ni, ftarb 1732, 6 ©ctob. 9. 3 0 b a n n a gb*iftiana ®raü, geb. 1730.15 ©ept- flarb 1800. 28 Sanuar, cop, 1760. 28 5Dtap, mit Johann Gottlob SB e i g e t, geb. 1720. 1 ©ept. ftarb X789- 25 fluguft, alt 69 3«hr, meniger Diclac. 10. Sophia ©tif. ©rafs, Sei»- 1733- 3 5)too. ftarb nad) einer glücFlicb- fttieberfunftim SBodjenbette, 1771. 19 ©ct. alt 37 Sabr, 11 50tonat, i3Sa= ge. gop. 1769. 20 Jfpril, mit Sob-Gplf-'a' im ©djeibel 3- «Prof. ©pm. glifabetb. je?t Stector bafelbft geb. 1736. 5 Sept. 11. grieb. ©i^ gism. ©raff geb. 1736., 1 SOtap, 50teb. ®. ft, 1788. 18 X-- pril cop. 1770. 15 50tap, mit g a r 01. S 0= Vb i a, garl gngelb- ©= p i b , Surgec .Rauf: u. Hai' 5 belsmannes in Sreslau, unb Sopb- ®(tf, geb. SOtftller, Sodjter, geb. 1751- 29 San. flarb 3tofina Som: m e r, gebobv. 1705. 11 ®ec. ftarb 1762. 18 Sanuar, cop. 1728. 2 5)to». mit 3 0 b a n n © 0 11 l t e b © e i d) f e t, Protect, ©pm. glif. unb Si: bliotbecar baf. geb., 1793. b. 7 See. ft. 1750 ben 23 3utp. ©amuel©om: glifabetb ©ommer, geb. mer, geboren 1709. 13 50tarj, ftarb 1761. 20 1707. 11 Sun. 3uli, alt 52 Sabr 18 SBodjen, 2 flarb 1710 im Sage. gop. 1726. 11 ©ept. mit 3ulii. Sobann 50tuHer, Rauf:unb Hanbelsmann, u. Sütger:gapi: tain in Sreslau, geb. ju Siitbau i68i.2®ec., flirbt 1732. 85)Iod. alt 51 3. meniger 3 SB. 3 S. " | IM «II I I III Soljanna ©ommer, geb. 1716. 6 Sulii, ftarb 1768-16 SOtap, im 52 Sabr cop. 1-32.16 SOtap mit garl ©ottfrieb SBaltber, Sttrger Rauf: unb HanbelStn. in Sreslau, geb.' 1693. 28 ®ec. ftarb 1769. 15 2£pril. gbttfliane ©ommer, geb. 1719. 10 San. flarb 1741. 22 Su'ii/ alt 22 Sabr, 6 SOtonat 14 Sage, cop. 17 mit 50t. gbriftian Sfcbepe, ©iaconus bep ©t. glifab. in SreSlau, geb. 1697. 25 Sanuar, flarb 1771. 25 Sanuar. 1, 3obanna2. garl ©am. 3. 3ab*® ott ' ©opb. SBal= SB a lt e r, geb. frteb SB als 1735- 15 2£ug. flarb 18 t er, geb. 1733. 13 Sept. flarb 173 ©amue l gpb btl, geb. 1771 1774. 5 ©ept., niger 1 SOtonat. r a i m © d) e v- 6 ©ctob. flarb alt 3 Sabr, mes jobanna ©o= rotb« 50t Fils, ler, gebobren 1727. 8- Äug. ftarb 1729. 20 Suguft. gr 1 eberica ©opbia ©raft, geb. 1771. ben 19. ©eptember, cop. 1799. 22 SOtap, mit 30 b. Äuguft Sartb, geb. 1765. ben 1 Hugttft. Sürger unb SBucbbructcr in Stesiaii, Sari ©amuel ©raft, ftarb 13 Tlpril 1773. alt 5 SOtonat weniger 6 Sage, Suliana SBilbelmiue ®l ,s fabetb ©raft, geb. 1776* 2 SJtooember, flarb cop. 1798. 22 SOtap, mit grnfl SBilbelm £offmann, Surs ger Rauf unb Jfjanbelsmann in SreSlau, geboh» 1773 ben28 ©opbia glifabet SOtüller, geb. 1729. 22 Stilt, ftarb 1798. 13 Suni, alt 68 Sabr, io SOtonatb, 21 Sage, cop. 1746. 4 SOtap mit SOtarituS, garl gngelbarb ©pitj, Sürger Rauf: unb Han: belsm. in Sreel. g. in Srieg, 1713. 28 ©ct. flarb 1795. 21 SOtap, alt 81 Sabr 6 SOtonatb, 23 Sage. — ^ 3 0 b- ©amuel 50t Ii fe ler, geb. 1731. 25 3» Iii, Rauf: unb HanbelS: mann in Sreslau, ftarb 17 cop. 1762. 28 JCpril, mit ©opbia 9t c n a< ta, ©amuel SBeu n i f d), gcclefiaft jti ©t. glifab. jüngfle Sodjter.' geb. flarb cop. 1768. 28 Sanuar, mit gbrifttane Souife c ri* c te. tber, gebohr. 1737« 18 Sulii, flarb 1772. ben cop. 1770. 10 SOtap mit5)t 5)t. © d) io i n 9 e, eineö Sucfjfci;?^ rerS Sachter. . © 0 111 i e b SBilh- SBal= ther, gebohr. 1739* J 3 ©«Vi* flarb 1780 Sulii cop. 1772. 3 5>to». mit gbrifli: n e Hunt Hi n cf e. g h1 r t ft i a n g r t e b. SB a U geb. SOtap, th«r, 1741. 4 flarb 18 cop. 1775. 4 SOtap mit Sohuns na CSbr i |F i= a n a 31 r n 01 b. 6. Sophia g: leon. SB als ter, ftarb jung. 7. s u b m i g SB a 11 b e r, ftarb jung. 8 Sobtgebobr; ncr Sohn. ©opbia ©ommer, geb, 1723. 21 3Cpril, ftarb 1779. 6 ©ctobec alt 56 Sabr, 5 SOtonat 15 Sage, gop. 1743. 6 gebr. mit SOtaris tusi. grnfl ©ottlieb gle: men|, Sürger Rauf: unb Han= beismann, unb 5)lieberlagä:2lelte: fler in Sreslau, geb. 1716. 30 Sulii, ftarb 1748. 18 3Cugufl, alt 32 Sabr 19 Sage. SOtarituS 2. garl SBilbelm ©djreiber, geb. 1716.24SOtdrj. Sürgep, Raufs unb Hanbelsmann in Sreslau, gop. 1749. 23 ©= ctobec, ftarb 1793. 5 ©ctober, alt 77 Satjr 6 SOtonat 10 Sage. Exil, garlöot: lieb ». 31 ls bredhtu.Sau: mann, geb. 1709. 21 Sulii, ftarb . < unter bembanbs grafen »on JptU fen * Sdbnbridj, j)ernad) bie"tes nant unter bem gürft StabjiwiS in «polen. g b r i ft i a n a grieberica ». 3Clbrecbt u. S a u m a n n, ges bob. 1710. 17 Sept. ftarb 1712 31 ©ecember. grnftSBilbeim o '3Clbred)t u. S a u m a n n , geb. 1711. 8 ©ecemb ftarb 1713. 23 9too. gbriftopb ©i= g i S m u n b ». 3t ib recht unb S a u m a n n , geb. 1713. 17 SOtap,ftarb 1719. 235)toPcmb. Sohann grnft p. X l b r e d) t u. S a u nt a n n, geb. 1714-7 Sus Iii, flarb g b r i ft i beim b v e d) Sau geboh. Sulii, a n SB i ls p. 31 ls t unb mann, 1718. 27 jlatb 3wep ©ohne flarben jung. Sobanna SDtaria p «BocF, geb. 5. gebruar 1725, (ober wie ©ruttfebreiber in feiner @eneatogifd)en SItacb'.cfe fegt, 5 gebruar 1727.) ftarb cop. 1752. 3 SOtap mit Sobann ©ottlieb greptag, Pfarrer in ©tauche, b crna< ?> SOtühlwib im ©elftnifcben, wofelbft er auch 17 ftarb; er war geb. ju Sreslau 17'3- ben 28 Slop, ©ie oerebtidjte fich bernad) ben _ mit Sobann 30= odjim Scbulh, ©tabt:©irector in Jtbolpb beim, geb. ben 23 gebt. 1802, gar0Iina So: p b t a O p 11 j, geb. 1751. 29 Sanuar, cop. 1770. 15 SDtap, mit ®. g r i e: brich ©ig iSs mun b ©rap. Sulianagtie: ber. ©pitj geb. 1753. 1 Sanuar, ftarb cop. 1770. 1 SOtdrj mit ©a= pib SBun: ber lieb,Raufs unb Manheim, geb. 1735. 28 ©ctober, ftarb 1793- 9 Sebr. Sobanna gle: 0110 r a © p i &, geb. 1754- 29 ©eptem. flarb 1762. i2Suli, Sobtgeb.©obn I77O. 6 ®C: cemb. gbarlotte ©opbie Coui: f e SS u n b e r l i cb, geb. 1780. 25 3tugufl, ftarb 18 perbeiratbet 1799. 10 Sanuar, mit g r n ft ©ottlob ftBeifj, Rauf: mann in SreSlau, geb. 1770. 31 SOtdrj. gbrifttane SB i l b e l m i ne ©pife, gel. 1756.24 Sulii, ftarb cop. 1795. 24 Sut.m. gbri= fiopb ©Ott: belf 0. Seip: j i g e v , gel. 1751. ft. 1797. 27 ©ccbr. cop. 6. San. 1799. mit griebr. Soadhim ». 9ii cb en. Souife Seate ©pib, gebob. 1759. 14 Stoo. flarb cop. 1779. 4 SDiapm.g bris fl i a n ©ott: frieb SOti: rifd), Rbnigl. SteSl. Ober: amts : Ofegies rungSregiftra: tor u. Sngrofs fator, jebt3lrs chioariits, geb. ju ©d)»eibnib Ii San. 1753' flarb 18 garl griebr. ©pib, geboh. 1763.16 Sulii, Rauf: u. Hat" belsmann in Sreslau, flarb cop. 1788. 8 3lprilmit ©u: fanne ghri= fliane, beS Rattfm. g l) r i ftian 5!Bilh- ©turb 3toeb= ter, geb. 1765. 18 9topembec flarb Solj- gngelb. ©pib, geb. 1765. 21 Sun. flarb 1766. 16 Sunii. ©orotbeagr: nefli n e ©: pitj, gebob. 1769. 6gebru: ar, ftarb 1801. 20 ©ecember Im 33 3ah*e» Ex 1. gbrifliane ©0: pbie glementj, geb. 1744. 18 ©eptembr. flarb 1790. 9 SOtap, gop. 1770. 26 3tpril, mit Sobann gpbraim glurer, Rauf: unb Hanbelsmann in SreSlau, geb. in ©ubs rau 17 ftarb 1779- 18 SOtap, alt 33 Sab*/ 7 ®tonat, 18 Sa-- ge. 1 1 —< ?t. S)t. gluv er, geb. 1771. 8- Sulii- ©ufanna gbarlotte glementj, geb. 1747.10 ©ctober, ftarb 1800. ben £4 ©ecembr. cop. 1774. 21 3tpril, mit gar l © 0 ts lieb Helb, bernacb Rö: nigl. Sanco: ©irector in SreSlau, geb. 14 Sulii, 1741. ftarb 18 / 1 —^ " \ 8ebered)t garl Helb, geb. 1784. 20 3tuguft. Ex II. garl SBilbelm ©djreiber, geb. 1751. 2 Sunii, Aaiifcunb HanbelS: mann in SreSlau, ftar6 1797. 24 Sanuar. gop. '783- 7 SOtap, mit g on: flantie Henriette Sltelbn er, geb. 1766. 12 SOtdrj, flarb 1790 9 Sulii. ,. n . 1 .. t ginilie Schreiber, geb. '786. 13 ©eptemb. ftarb 18 cop. 1802. 13 Sunii mit g r i e b r i d) SB i l b e l m g r i e s n e r, geb. 1766.23 Sopember, Raufmann in Sreslau, flarb 18 grnft Heinrich Schrei: ber, geb. 1752.7 Dcto: ber, Rönigl. gommiSfionS: Siatb, flarb 18 cleonore grieberica © d) r e i b e r , - geb. 1 754. 13 gebruar, ftarb 1756. friebrid) gngelbarb Schreiber , geb. 1755. 3. 3Cuguft, Rauf: u. Hau= belsmann in Sreslau, ftarb 18 cop. 1792. 3 ©eptember, mit gleonore UlriFe griesner, geb. 1767, 12 ©ecember. I , ©am. ©ottlieb ©ebrei: ber, geb. 1761. 21 ©ctc» ber, Rauf: unb ©anbelS: mann in Sreslau, ftarb 18 « cop. 1784- ben 18 «Stap mit H en *' ettc ghar: lotte Ropifcb, gebob. 1764. 20 Sltop. 3 u l i u S, 8 ou i f e 31: geboljr. 17 nafiafie, öeptemb. J799. geb. 10 31: pril 1801. t i cb a r b, S u 11 e SOt a: gcb-3o3lu: rie geb. SB i l b* 28 it g u fl geb. 1» geb. 29 ©eebr. Sulp 1784- 1789. gbuarb SOt 0 r i b geb. 9 gtb. 10 Sulp 3lpril 1791. I800, guft 1802. 7ten SStap 1804. 1. garl SBilbelm gngelbarb, geb. 1788- ben 28 ©ecembr. ftarb ben 13 Sanuar 1789- 2. garlgrtebrtcbgngelbarb geb. 1789. ben 20 Otoo. 3. © 0 pbie Gb*ifti an e 8oui: fe, geb. 1791. ben 8 Suni, ftarb ben 14 Suni 1791. 4. grnftSBilbeim gerbinanb geb. 1792 ben 4 ©ecemb. 5.'©opbie gleonore, gebob. 1794 ben 5. ©ct. flarb ben 6 ©ct. 6. Jjetene Sophie garoline geb. 1796. ben 19 Sanuar. 7. SOtarie SBiltjelmine gli« fabetb/ geb. ben 19tOterj 1797. 8- Sulie 3lugufle gle onot« geb. ben 4 ©ct. 1799-