9. Die Baumannschen Erben. 5j
4. Johann Günther Rörer.
Gebürtig von Königssee aus cler Grafschaft Schwarzburg in Thüringen,verwaltete das Factorat v. J. 1681 bis 1699, welchem Jahre er im MonatApril seinen Abschied nahm und in seine Vaterstadt zurückgieng.
5- Johann Jancke.
Gebürtig von Lübben in der Niederlausitz, lernte die Kunst in Frank-furth an der Oder, conditionirte hernach in Wittenberg, Leipzig, Jena, Erfurt,Breslau, wo er im J. 1663 postuliret, in Btieg und wieder in Frankfurth an derOder. 1 lier. lieirathete er und ward darauf nach Breslau verschrieben. Den 1.Mai 1699 trat er sein Amt als Factor an, welches er beinahe 19 Jahre ver-waltete und in dieser Druckerey zusammen 26 Jahre in Diensten gewesen. Erstarb den 24. April 1718.
6. Johann Theophilns StraubeL
Gebühren den 24. Jan. 1677 zu Frankenhausen in Thüringen. Er war von1710 bis 1718- Buchdrucker in Öls, woselbst er 1710 die grofse Pest mit über-stand und in dem Flause seines Prinzipals der Einzige war, der mit dem Lebendavonkam, und eben so glücklich der ihm drohenden Gefahr, lebendig begrabenzu werden, entgieng. Den 24. Apr. 1718 ward er von Frau Maria Albrechtiiiin seinen Posten als Factor eingeführt und in Gegenwart ihres Sohnes, Gott-lieb Albrecht von Baumann auf Radaxdorf, des D. Samuel Grafs unddes Stadtvogts Zacharias Machnitzky, den Kunstverwandten der Officin vor-bestellet, deren Namen uns Straubel selbst noch hinterlassen hat. Es waren:
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Johann Pretel, Christoph Schlichen, Christian Friedrich Giintzel,Christoph Scheer, Heinrich Polack, Johann Schultze, HeinrichMühlstephan und Johann Jacob Heyer. Straubel verwaltete sein Amtüber 35 Jahre mit vieler Treue und starb nach einer langwierigen, schmerzlichenKrankheit an einer gänzlichen Entkräftung den 6. Mai 1753 über 76 Jahre alt.Sein Leichnam wurde auf dem Kirchhof zu St. Elisabet begraben. Er gehörtezu den thätigsten und redlichsten Factoren der Officin und ward als ein from-mer und treuer Diener seines Herrn ungemein bedauert.
15 Dis