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Geschichte der seit dreihundert Jahren in Breslau befindlichen Stadtbuchdruckerey als ein Beitrag zur allgemeinen Geschichte der Buchdruckerkunst : Mit 4 Bildnissen und 4 erläuternden Kupferplatten
Entstehung
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Geschichte der ersten Bresl- Buclidrackerey.

ches dadurch noch mehr bestätiget wird , weil 1505 zu Cracau das Missale Vratisla-viensei gedruckt wurde. Vielleicht ward sein Unternehmen nicht hinlänglich eenuc

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unterstützt.

Man hat Nachrichten, dafs er nachher 1507 zu Frankfurth an der Oderund zuletzt 1514 in Leipzig gedruckt habe.

Nach Baumgarthens Abgange liefsen die Breslauer an andern Orten druk-ken, wie solches ein Buch bezeuget, welches in der Bibliothek bei St. Atlel-bert verwahret wird, dessen Titel also lautet:

1521.sDaS 23üd;lein lernet unS ©ot Ipbe l;abcn über alle ©ing." Zu Ende des Buchs steht:UrcS Seger e£licf)er anbecljtiger Sürgerpn §u Srcplaw üff gut beutfd) btcfeö SanbeS.31t Seffcrunge ünbt feligfept üiel frommer ünb anbecf)tigen 2Dten[cf)en oorbeu|t ünbgebrucft ju Dürnberg buvd) 21bam £)pon mit Äofi ünbt Sarlegen 3üifl;om Skt;njen=berg§ üon Srefjla«/ gefd)el;en pm Sare nacf; ber ©epurt (5l)rif!i tamfenb funfljunbovtünb pn bem puelfften, uff bett acl;t ünb jmencpgflen tag beS 9)?onatg 9)?ap üolenbet."Vielleicht kam Adam Dyon durch den Druck dieses Buchs mit Breslauin Verbindung. Er verliefs daher Nürnberg, kam liieher und war also der zweiteBreslauische Buchdrucker.

,, führlicher und weitläuftiger, als die von gemeinem Schlage." Ganz anders urtheilt derpatriotische Schlesier, dem die Geschichte der Piastischen Herzoge in ihrem ganzen Um-fange die wichtigste ist, sonderlich der Hedwig, wie man aus Kloses Briefen von Bres-lau I.B. 1787. 8. S. 353- ersehen kann. Er bedauret daher, mit jedem Kennerder Geschichte, am meisten des Mittelalters, dafs aus einem ungegründeten Eifer dieFortsetzungen der höchstwichtigen Actorum Sanctorum, wo nicht in Ansehung derschon gesammleten Materialien gänzlich cassirt, doch seit vielen Jahren unterbrochenworden, für deren i5. Octob. als den Todestag dieser vortreflichen Herzogin, man schondie Haupturkunden in Breslau gesammlet hatte. Die erheblichste Anzeige aber des Hrn.Panzers ist, dafs von diesem höchstseltnen Buche die Ebnerische Bibliothek inNürnberg ein viertes Exemplar besitze. Denn aufser dem ersten auf der öffentli-chen Rehdigerischen Bibliothek bey der St. Elisabetkirche, befindet sich ein zweytesauf der Klosterbibliothek bey St. Albrecht, welches Runge in seinen Analectis Sile-siacis I. Abth. Leipz. 1733. 8. S. 21. und aus diesen Vogt im Cat. Libr. rar. p. 333.anzeiget. Ein drittes Exemplar habe ich in der schönen Büchersammlung eines mei-ner Schulfreunde vor 5o Jahren' gesehen; von welchem ich aber nicht weifs, wohin esnach dessen ausser Breslau erfolgtem Ahleben gekommen sey. Wie viel Exemplare magwohl die Unwissenheit zernichtet haben, da dieses Zernichtens itzt kein Ende ist!

M. Joh. Ephr. S c heib el.