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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
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b. Krüge mit Doppelhenkeln, Taf. XXI, Fig. 13,haben glatte gelbliche steinharte Wände und erinnern in derTechnik und Formgebung an die Reliefbandschmuck-AmphorenTaf. XXI, 1. Einige sind mit braunroten, netzförmigen oderähnlichen rohen Malereien versehen. Noch im 15. Jahrh.finden sich ähnliche, die aber gewöhnlich rotbraun undglasirt sind und am Wellenfuss gewölbte, abgerundete Zackenhaben.

c. Henkelkannen mit Wellenfuss, Taf. XXI,Fig. 14 u. 15. In den obersten, also jüngsten Lagen derScherbenberge Meckenheimer Töpfereien fanden sich die ab-gebildeten Kannen, deren Entwickelung leicht aus den vor-besprochenen Formen ersichtlich ist. Sie sind hier in grossenMassen hergestellt worden und fehlen daher auch selten inCulturscliichten dieser Zeit. Die Meckenheimer haben baldeine gelbliche, bald eine mehr oder weniger graue, rotgraue,schwarzblaue oder schwarze Farbe, und sind wieder steinguthartgebacken. Es ist eine im Allgemeinen sehr rohe Waare, die sich,soweit mein rheinisches archäologisches Studienmaterial reicht,auch noch bis in das spätere Mittelalter, wenn auch in etwasveränderter Form,-mit abgerundetem Wellenfuss und luiufigvon Glasur bedeckt, erhalten hat. Eine, vielleicht nur aufdie späte karlingische Epoche weisende Gestaltung und Or-namentation haben die mit drei Stützen versehenen Kannen,wie Fig. 15 aus dem Meckenheimer Scherbenberge. Aberähnliche glasirte Gefässe erscheinen auch noch in spätmittel-alterlichen Culturscliichten.

4. Taf. XXI, Fig. 1617, Kumpen. Es lassen sichbis jetzt zwei Arten unterscheiden:

a. Kumpen mit Schrägrand und Wellenfuss,Taf. XXI, Fig. 16. Die abgebildete, welche im BonnerLager angetroffen wurde, hat gelbliche, hart gebackene Wändemit braunroter Bemalung.

b. Kumpen mit flachem Fuss und wulstigemoberen Rande, Taf. XXI, Fig. 17. Das abgebildete Gefässist steinhart gebacken und hat graublaue Wände wie dieMeckenheimer spätkarlingische Töpfereiwaare. Die Ver-