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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
Seite
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Die Gefässe der fränkischen Zeit.

Während die mit Münzen von Yalentinian und Valens(364378) zusammen gefundenen spätrömischen Gräber in Ander-nach Skelette aufzuweisen haben, die mit Thon- und Glasgefässenausgestattet sind, und ausser diesen Sachen nur höchst selten deneinen oder anderen Gegenstand, wie etwa eine Gewandnadel,einen Armring, eine Münze, ein Messerchen u. dgl. bergen(vgl. meinen AufsatzDie vorrömischen, römischen und frän-kischen Gräber in Andernach" in d. Bonner Jahrb. Heft 86,S. 148230), sind die seit der zweiten Hälfte des 5. Jahr-hunderts daselbst angelegten fränkischen Gräber reich mitWaffen und Schmucksachen ausgestattet und es fehlen in denGräbern auch nicht Thon- und Glasgefässe. Dieselbe Erschei-nung findet sich überall in der Rheinprovinz, wo Gräberfeldersystematisch untersucht werden und ihr begegnen wir bekanntlichauch weit über die Grenzen der Provinz hinaus. Nur in denspäter von Sachsen bewohnten Landteilen liegen die Ver-hältnisse insofern etwas anders, als die Sachsen noch bis zuden scharfen Verboten Carls des Grossen ihre Toten ver-brannt und häufig in älteren Grabhügeln beigesetzt haben.In bis zum J. 690 von christlichen Bruetern bewohntem Ge-biete wurden z. B. Skeletgräber ganz wie die Totenwohnungender linksrheinischen Franken angelegt, während die nachherdieselben Gegenden bewohnenden heidnischen Altsachsen biszum Reichstage von Paderborn (J. 786) ihre Toten ver-brannten und die Knochen in Thongefässen jener Zeit derErde anvertrauten (vgl. meinen AufsatzZur KarlingischenKeramik" i. d. Westd. Zeitschr. S. 354366). Die Skelet-gräber der frühfränkischen Zeit sind reicher ausgestattet alsdie der mittleren und gar der fränkischen Zeit, auch die Bei-gaben vielfach bessere, die in mancher Beziehung eine etwasandere Formgebung haben. Aber vielfach hängt auch die