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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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Die Thougefässe, zwar leicht zerbrechlich, erhalten sichder Witterung gegenüber Jahrtausende ohne ihre ursprüng-lichen Eigentümlichkeiten zu verlieren. Sie tragen mehr alsandere Geräte den Stempel wandelbarer Geschmacksrichtung,finden sich auch, wenigstens in Scherben, überall wo Menschenwohnten, und wie in der Geologie die Leitmuscheln sind sieunzweideutige Zeitmarken zur Altersbestimmung der Nieder-lassungen, Gräber, Befestigungen, Villen, wie überhaupt alleralten Cultursehichten. Vorliegende Arbeit ist ein erster Ver-such, die verschiedenartigsten, zu Hunderten in den Museenaufgestellten rheinischen Gefässe der vorrömischen, römischenund fränkischen Zeit zu sichten und ihren Fundumständennach so durch Bild und Wort vorzuführen, dass Jedermann,der ein Gefäss oder eine Scherbe findet, nicht bloss beurteilenkann, ob sein Fund vorrömisch, ob er römisch oder fränkischist, sondern auch in welche speziellere Epoche der genanntenZeiträume derselbe gehört. Es soll zugleich diese Arbeit Ge-legenheit geben, bei der Veröffentlichung eines solchen diefür die betreffende Epoche charakteristische Gefässform zucitiren.

Es dürfte praktisch sein, die Gefässe in vorrömische,römische und in fränkische einzuteilen. Für die Beurteilungder nachfränkisehen mittelalterlichen Gefässe begnügen wiruns hier mit einem allgemeinen Hinweis.

Koenen, Gefälsskunde.

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