zierungen sind eingestrichen und eingedrückt. Es zeigt ganzden Stil der späteren Karlingenvaare. Weitere Anhaltspunkteüber die Zeitstellung fehlen.
Zur Unterscheidung der karlingisch-fränkischen vonden späteren mittelalterlichen bis in die Neuzeitreichenden Gelassen.
(Hierzu Taf. XXI, Fig. 18—23).
Die nachkarlingischen Gelasse haben siclx fast ausnahms-los aus den karlingischcn entwickelt. Es sind zumeist nurverroherte Arten der Karlingertöpfe. Die Neuerungen sindkaum zu nennen. Auch erhielten sich manche ältere Stückeals Familienstücke und wir finden auch als Handelswaaremanche, in früherer Zeit entstandene Form noch Jahrhundertebeibehalten. Aber in den meisten Fällen begegnen wir inden Culturschichten der nachkarlingischen Zeit doch dem einenoder anderen Gefäss, welches eine Unterscheidung älterer undspäterer Herkunft gestattet. Die Taf. XXI, Fig. 18—20 ab-gebildeten Gef'ässe fanden sich z. B. zusammen in einemkleinen Gewölbe des Baufundamentes vom Martinskloster inAndernach. Bei diesen Thonarbeiten stand ein gelbes glasirtesGiessgefäss in Gestalt eines Reiters, dessen Tracht nicht überdas 10. Jahrhundert zurückreicht. Abgesehen von dem Formen-unterschiede, welchen diese Getasse im Vergleich zu den kar-lingischcn zeigen, aus denen sie hervorgingen, bietet sich be-sonders auch der diesen Gefässen eigene matte rotbraune, glasirteUeberzug als Unterscheidungszeichen. Noch weniger lässtdie dicke glasirte gelbliche Farbe des Reiters und des Innernvon dem Topfe Taf. XXI, 20 eine Verwechslung mit Karlinger-arbeiten zu. Die um 1400 verbreiteten Töpfe, Taf. XXI,Fig. 21 und 22, haben ebenfalls etwas andere Formen alsdie ähnlichen älteren. Ausserdem ist die aus weissem,klingend hartem Steingut bestehende Wandung dieser Gefässeals Unterscheidungszeichen von älterer Waare zu betrachten.Auch der stark gewölbte Wellenfuss und die glatten fleischigenZacken desselben gegenüber den flachen scharf gerundeten
Koenen, Gefässkunde.